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Lettipark

Erzählungen

Seit ihrem großen Debüt-Erfolg ›Sommerhaus, später‹ ist Judith Hermann berühmt für ihren unverwechselbaren Ton, die Eleganz und Schönheit ihrer Sprache.
In ihren neuen Erzählungen setzt sie so konzentriert wie leicht die Worte, zwischen denen sich das unfassbare Drama der Existenz zeigt. Was geschieht, wenn wir jemandem begegnen?
Wie nah können wir den Menschen sein, die wir lieben?
Durch einen Blick, eine Berührung entsteht eine plötzliche Nähe, oder Menschen entfernen sich voneinander. Kinder, Exzentriker, ein Vater, der aus der Psychiatrie verschwindet – Menschen kreuzen unseren Lebensweg, begleiten uns, machen uns glücklich und bleiben unfassbar.
Ein Fotograf betrachtet seinen Adoptivsohn, interessiert und distanziert, wie eines seiner Bildmotive, und seine Frau sieht diesen Blick. Vielleicht wird darüber alles zerbrechen.
Ein alter Mann denkt an eine lange Reise nach Nantucket, die viele Jahre zurückliegt, zu Freunden, in ein Haus, das erst in Umrissen existierte. Walter hatte für ihn dieses Haus mit Worten in die Luft gezeichnet. Er glaubt sich an eine Umarmung zu erinnern, zum Abschied.
Judith Hermanns Figuren sind manchmal ganz schutzlos. Umso intensiver sind ihre Begegnungen mit anderen, geliebten, fremden Menschen. Diese Momente geschehen beiläufig, unaufgeregt und entfalten unter der Oberfläche eine existentielle Wucht. In ihren Erzählungen spürt Judith Hermann diesen alles entscheidenden Momenten nach, unserer Einsamkeit und Wut und Sehnsucht.
Rezension
Anja Menne, Literatur-Expertin Thalia:
"Gleich in der ersten Erzählung merkt man, dass hier Judith Hermann schreibt. Dieser elegische Stil, dieser melancholische Sound. In ihrem neuen Erzählband „Lettipark“, der 17 Erzählungen versammelt, kehrt Hermann wieder zu ihrer literarischen Klasse und ihren alten Themen zurück. Themen, die sie 1998 mit „Sommerhaus, später“ berühmt gemacht haben. In gewisser Weise erzählt sie das ziellose Umherschwimmen ihrer damaligen Protagonisten weiter. Sie sind älter geworden, alles Mitvierziger nun, die sich haben scheiden lassen, die auf der Suche nach einer neuen Liebe sind - und denen immer noch der Mut zum Leben fehlt. Symbolischer Dreh- und Angelpunkt dieser Menschen ist der Lettipark: „ Ein gewöhnlicher, trostloser Park am Stadtrand, eine Brache, und es gab gar nichts zu sehen, verschneite Wege, ein verlassenes Rondell, Bänke und eine leere Wiese.“ Wie Hermann ihren Antihelden sprachlich die Seele seziert, geht unter die Haut und verursacht beim Leser ein wohliges literarisches Unbehagen."
Portrait

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt ›Sommerhaus, später‹ (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband ›Nichts als Gespenster‹. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien ›Alice‹, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, ›Aller Liebe Anfang‹. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Zuletzt erschienen die Erzählungen ›Lettipark‹. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

Literaturpreise:

Erich-Fried-Preis 2014
Friedrich-Hölderlin-Preis 2009
Kleist-Preis 2001
Hugo-Ball-Förderpreis 1999
Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 1999

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 25.05.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-002493-0
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/2,5 cm
Gewicht 337 g
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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18,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Sophie Krüger, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ich kann gar nicht wirklich in Worte fassen, wieso, aber mich konnte das Buch einfach nicht überzeugen. Ich kann gar nicht wirklich in Worte fassen, wieso, aber mich konnte das Buch einfach nicht überzeugen.

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Ich mag die verknappte Sprache der Autorin, für eine emotionale Bindung zu den Protagonisten reicht das aber nicht. Ich mag die verknappte Sprache der Autorin, für eine emotionale Bindung zu den Protagonisten reicht das aber nicht.

K. Meyer, Thalia-Buchhandlung Halle

17 wunderschöne Kurzgeschichten. So leicht und schön. Sanfte Worte, die sich nicht im Detail verlieren, sondern sich auf das Wesentliche richten. Hier ist Kunst dabei. 17 wunderschöne Kurzgeschichten. So leicht und schön. Sanfte Worte, die sich nicht im Detail verlieren, sondern sich auf das Wesentliche richten. Hier ist Kunst dabei.

Olga Zermal, Thalia-Buchhandlung Saarbrücken

Momentaufnahmen die melancholisch und nachdenklich stimmen. Der Sprachstil Judith Hermanns ist gewaltig, intensiv und poetisch! Momentaufnahmen die melancholisch und nachdenklich stimmen. Der Sprachstil Judith Hermanns ist gewaltig, intensiv und poetisch!

„Leise und zugleich unglaublich laut“

Anika Meinhardt, Thalia-Buchhandlung Einbeck

Judith Herrmanns Schreibstil ist leise und zugleich unglaublich laut. Auch in "Lettipark" schafft sie es, dramatische menschliche Schicksale auf eine Art und Weise zu beschreiben, die den Leser einfach mitreißen muss. In diesen Kurzgeschichten wird die Kraft der Sprache sichtbar. Judith Herrmanns Schreibstil ist leise und zugleich unglaublich laut. Auch in "Lettipark" schafft sie es, dramatische menschliche Schicksale auf eine Art und Weise zu beschreiben, die den Leser einfach mitreißen muss. In diesen Kurzgeschichten wird die Kraft der Sprache sichtbar.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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von Katrin Kramer aus Weimar am 23.05.2017
Bewertet: anderes Format

17 neue Geschichten. Skizzenhaft, poetische Momentaufnahmen von der Meisterin der preziesen Sprache gezeichnet. Gefühle, Gedanken, Blicke und Gesten ganz nah und authentisch.