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Heldenflucht

Roman. Originalausgabe

(8)
1918 – Deutschland nach dem großen Krieg … Das Land wird von Hungersnöten heimgesucht, die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. In dieser düsteren Zeit kehrt die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen zurück in die Eifel, in ihr Heimatdorf, das von den Wunden des Krieges heimgesucht wird, wie sich bald zeigt. Als die Bewohner einen stummen französischen Soldaten stellen, kommt eine Spirale der Gewalt in Gang. Menschen verschwinden spurlos, und in den Wäldern wird schließlich eine Leiche gefunden. Agnes beschließt, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen …

Portrait
Jan Kilman ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Spannungsautors. Für seinen historischen Krimi »Heldenflucht« recherchierte Kilman intensiv über die Themen Kriegstraumata und Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, begab sich an Kriegsschauplätze und las unzählige Feldpostbriefe dieser Zeit.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 13.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-43837-8
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,9/12,1/4 cm
Gewicht 413 g
Verkaufsrang 93.644
Buch (Klappenbroschur)
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eine Leseentdeckung, die sich lohnt!!!!“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

November 1918 : Agnes Papen, eine junge Frau die als Kriegsberichterstatterin an der Westfront war, kehrt nach Kirchbach zurück, einem kleinen Dorf in der Eifel.
Dort ist das Elend groß : die Menschen hungern, es gibt kaum Arbeit und die schwer traumatisierten Kriegsheimkehrer belasten die Familien enorm, da man nicht weiß, wie man mit ihnen umgehen soll.
Durch die Krankheit ihres Onkels lernt Agnes Dr. Brosch kennen. Auch er hat Verletzungen an Körper und Seele, aber die Nähe zu Agnes hilft ihm. Da wird am Dorfbrunnen ein stummer Soldat aufgegriffen. Ein Franzose ??!! Agnes und Dr. Brosch können ihn gerade noch vor dem wütenden Mob retten.
Als sie Nachforschungen anstellen, tun sich plötzlich Abgründe auf - und auch Agnes wird auf eine harte Probe gestellt ....
Ein wahres Lesefutter: spannend und sehr authentisch geschrieben. Man merkt die vielen Stunden, die der Autor ( wir kennen ihn hier im Vorgebirge sehr gut ) mit Recherchen verbracht hat. Hier, kurz vor der Grenze zu Belgien, kann man die furchtbaren Spuren beider Kriege noch besichtigen. Den Schrecken danach habe ich aber noch nie so gut beschrieben in einem spannenden Buch gefunden. Dafür hätte der Verlag ihm mehr Beachtung schenken sollen.

November 1918 : Agnes Papen, eine junge Frau die als Kriegsberichterstatterin an der Westfront war, kehrt nach Kirchbach zurück, einem kleinen Dorf in der Eifel.
Dort ist das Elend groß : die Menschen hungern, es gibt kaum Arbeit und die schwer traumatisierten Kriegsheimkehrer belasten die Familien enorm, da man nicht weiß, wie man mit ihnen umgehen soll.
Durch die Krankheit ihres Onkels lernt Agnes Dr. Brosch kennen. Auch er hat Verletzungen an Körper und Seele, aber die Nähe zu Agnes hilft ihm. Da wird am Dorfbrunnen ein stummer Soldat aufgegriffen. Ein Franzose ??!! Agnes und Dr. Brosch können ihn gerade noch vor dem wütenden Mob retten.
Als sie Nachforschungen anstellen, tun sich plötzlich Abgründe auf - und auch Agnes wird auf eine harte Probe gestellt ....
Ein wahres Lesefutter: spannend und sehr authentisch geschrieben. Man merkt die vielen Stunden, die der Autor ( wir kennen ihn hier im Vorgebirge sehr gut ) mit Recherchen verbracht hat. Hier, kurz vor der Grenze zu Belgien, kann man die furchtbaren Spuren beider Kriege noch besichtigen. Den Schrecken danach habe ich aber noch nie so gut beschrieben in einem spannenden Buch gefunden. Dafür hätte der Verlag ihm mehr Beachtung schenken sollen.

Ricarda Martius, Thalia-Buchhandlung Dresden

"Heldenflucht" ist ein erschütterndes Psychogramm über die Einwohner eines Dorfes. Geschildert werden die Monate nach Kriegsende 1918 mit allen zu verarbeitenden Kriegsfolgen. "Heldenflucht" ist ein erschütterndes Psychogramm über die Einwohner eines Dorfes. Geschildert werden die Monate nach Kriegsende 1918 mit allen zu verarbeitenden Kriegsfolgen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Nachkriegsdrama - Spannend und eindrücklich
von Nisnis aus Dortmund am 25.01.2018

1918 ? Deutschland nach dem großen Krieg ? Das Land wird von Hungersnöten geplagt, die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. In dieser düsteren Zeit begibt sich die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen in die Eifel, in ihr Heimatdorf, das von den Wunden des Krieges heimgesucht wird, wie sich bald zeigt.... 1918 ? Deutschland nach dem großen Krieg ? Das Land wird von Hungersnöten geplagt, die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. In dieser düsteren Zeit begibt sich die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen in die Eifel, in ihr Heimatdorf, das von den Wunden des Krieges heimgesucht wird, wie sich bald zeigt. Als die Bewohner einen stummen französischen Soldaten stellen, kommt eine Spirale der Gewalt in Gang. Menschen verschwinden spurlos, und in den Wäldern wird eine Leiche gefunden. Agnes beschließt, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen ? Der Autor: Jan Kilman ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Spannungsautors. Für seinen historischen Krimi »Heldenflucht« recherchierte Kilman intensiv über die Themen Kriegstraumata und Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, begab sich an Kriegsschauplätze und las unzählige Feldpostbriefe dieser Zeit. (Quelle HEYNE Verlag) Jan Kilman schreibt als Pseudonym von Autor Rudolf Jagusch. Reflektionen: Jan Kilman hat mit Heldenflucht einen spannenden Roman geschrieben, der vor allem das Leben, der unter Entbehrung lebenden und leidenden Menschen beleuchtet, die sehnsüchtig auf die rückkehrenden Soldaten aus dem ersten Weltkrieg warten. Er gewährt tiefe Einblicke in die verletzten und überstrapazierten Psychen der Dorfbewohner und Kriegsrückkehrer und hält damit die Spannungskurve auf einem ansehnlichen Niveau. Zu Zeiten, als es noch keine Elektrizität gab und die Einwohner der Eifel ihre Höfe bewirtschafteten, um sich überhaupt noch ernähren zu können, blüht der Schwarzmarkt und mit ihm Kummeleien. Agnes Papen, ehemalige Kriegsberichterstatterin, kehrt in ihr Heimatdorf zurück. Sie pflegt ihren kranken Onkel, bis der spurlos verschwindet. Sie kümmert sich auch um einen französischen Soldaten, der in den Kriegsdramen zunächst seine Stimme verloren hat und den die Dorfgemeinde beinahe auf brutalste Weise aus dem Dorf vertrieben hätte. Agnes Papen wittert Geheimnisse und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. In Heldenflucht sind Elemente verarbeitet, die man einem Kriminalroman zuordnet, doch insgesamt und rückblickend betrachtet, wäre das Genre Roman hier doch zuträglicher kategorisiert. Jan Kilman mischt gut recherchierte, historische Geschichte mit Fiktion und baut seinen Roman chronologisch auf. Abwechslung bieten authentisch nachempfundene Briefe von der Front, in denen Soldaten ihren Alltag, die Schrecken des grausamen Krieges und ihre Vorfreude auf Heimat und Familie schildern. Doch die meisten dieser Soldaten werden noch fallen, obwohl die Nachkriegszeit bereits begonnen hat. In einem flüssigen Schreibstil und in einer einfach gehaltenen literarischen Sprache, liest sich dieser Roman in einem leichten Fluss. Es ist zwar hochspannend und wirklich interessant, tiefe Einblicke in die damalige Gesellschaft und ihre Entwicklung nach dem Krieg zu erhalten, doch leider wartet dieser Roman auch mit ein paar Längen auf, während hin und wieder szenenabhängig Dramatik und Action die Vorherrschaft übernehmen. Die Figuren spiegeln mit ihren Handlungen, ihren Gedanken und den gesprochenen Dialogen zwar gut und authentisch die damalige Zeit wieder und sie gestalten den Roman auf diese Weise besonders interessant und informativ, aber die meisten Charaktere bleiben doch weitestgehend blass. Eine intensivere, gleichbleibend gute Zeichnung der Charaktere und das Weglassen vieler Klischees, hätte dem Roman zu einer harmonischeren Gestaltung der Handlung verholfen. Einem Kriminalroman gerecht, wird Kilman, indem er einer Figur extrem brutales, verbrecherisches Handeln zuschreibt. Bis fast zuletzt bleibt der Leser im Unklaren, wer hier Täter und wer Opfer ist. Intelligent kaschiert durch Wendungen und Verstrickungen, löst sich die Story zum Ende hin nachvollziehbar lückenlos auf, nach dem die Psyche des Täters, die die Schrecken des Krieges widerspiegelt, wie ein offenes Buch vor dem Leser liegt. Fazit und Bewertung: Heldenflucht ist ein Nachkriegsdrama. Weniger ein Kriminalroman als ein Roman, aber dennoch mit einer gesunden Spannung ausgestattet, die den Leser in die historisch interessante Zeit nach dem ersten Weltkrieg führt. Der Fokus des komplexen Romans liegt eindeutig in der Geschichte der Menschen, die unter den Entbehrungen dieser Zeit psychisch und körperlich leiden. Leider bleiben die Charaktere dennoch ein wenig blass, aber der flüssige, einfach gehaltene Stil garantieren angenehme Lesestunden. Trotz der kritischen Anmerkungen, ist der Roman empfehlenswert.

Kauf- und Leseempfehlung...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 09.07.2017

Mit Heldenflucht legt der Autor ein sehr beeindruckendes Debüt nun auch im historischen Genre vor. Bislang veröffentlichte er als Rudi Jagusch recht erfolgreich mehrere Kriminalromane die in seiner Heimat der Eifel spielen, diese sind bei Emons erschienen. Dazu noch zwei Thriller die beide im Heyne Verlag erschienen sind. Dezember 1918,... Mit Heldenflucht legt der Autor ein sehr beeindruckendes Debüt nun auch im historischen Genre vor. Bislang veröffentlichte er als Rudi Jagusch recht erfolgreich mehrere Kriminalromane die in seiner Heimat der Eifel spielen, diese sind bei Emons erschienen. Dazu noch zwei Thriller die beide im Heyne Verlag erschienen sind. Dezember 1918, der große Krieg (1. Weltkrieg) ist seit wenigen Wochen beendet und die Versorgungslage ist nach wie vor schlecht. Viele Soldaten sind noch nicht nach Hause zurückgekehrt. Vor diesem Hintergrund spielt dieser historische Kriminalroman. Es gelingt Jan Kilman aufs Beste die düstere Stimmung der ersten Wochen nach dem Ende des Krieges einzufangen. Die Verzweiflung der Menschen aber auch die Hoffnung dass es nun besser werden wird. Für mich ein besonderes Highlight die vom Autor erdachten „Feldpostbriefe“ an die lieben zuhause und ihr Schicksal. Figuren und Schauplätze, des in mehreren Handlungsebenen spielenden Romans, wirken durchweg sehr gut durchdacht und authentisch. Die Hauptebene spielt direkt nach Kriegsende in einem Dörfchen in der Eifel. Weitere Ebenen spielen im Krieg an der Westfront in Frankreich. Die Handlungsebene im Dorf spiegelt auch sehr gut den Hass wider der kurz nach Kriegsende auf den Kriegsgegner Frankreich noch immer in den Herzen der Menschen wütet. Sehr interessante Dialoge lassen die ganze Geschichte noch interessanter wirken Dank der sehr schönen Schreibweise erscheint es einem so als wenn man kein Buch Lesen würde sondern eher einen farbenfrohen Film sehen würde. Die Schreibweise des Autors lässt das Kopfkino schnell in Gang kommen. Besonders die Szenen an der Westfront erinnern gefühlsmäßig an den Klassiker „In Westen Nichts neues“. Das ist ganz großes Kino und ich wurde aufs beste unterhalten. Für das historische Debüt von Jan Kilman vergebe ich glasklare 5 von 5 Sternen, sowie eine Kauf- und Leseempfehlung.

Rezension zu "Heldenflucht"
von Zsadista am 06.06.2017

Deutschland 1918. Der erste Weltkrieg ist vorbei und das Elend der Bevölkerung kommt so richtig heraus. Agnes Papen, ihres Berufes wegen Kriegsberichterstatterin, kommt in ihr Heimatdorf in die Eifel zurück. Sie hat es als Frau in ihrem Beruf schon nicht leicht. Aber das Elend, das sie in dem Dorf... Deutschland 1918. Der erste Weltkrieg ist vorbei und das Elend der Bevölkerung kommt so richtig heraus. Agnes Papen, ihres Berufes wegen Kriegsberichterstatterin, kommt in ihr Heimatdorf in die Eifel zurück. Sie hat es als Frau in ihrem Beruf schon nicht leicht. Aber das Elend, das sie in dem Dorf erwartet ist noch extremer. Als dann auch noch ein französischer Soldat aufgegriffen wird, eskaliert das Ganze. Richtig aufgepeitscht wird dann alles als der kranke Onkel von Agnes verschwindet. Die Gewaltspirale fängt an sich zu drehen. Elend, Hunger, Dreck und der Hass auf die Fremden tun ihr letztes und verwandeln so manch ehemals freundlichen Menschen in ein Monster. „Heldenflucht“ ist ein Roman aus der Feder des Autors Jan Kilman. Vom Inhalt her könnte man einen Krimi vermuten, was mir auch so passierte. Jedoch ist das Buch wirklich als Roman anzusehen. Es passieren zwar Dinge, die man gut und gerne einem Krimi zuordnen könnte, jedoch ist das Buch eher in Richtung der Menschen und ihrer Lebensumstände einzuordnen. Ich sehe es als Buch an, dass mir die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg näher bringt und nebenbei noch mit ein paar Leichen aufzuwarten hat. Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen. Das Buch lässt sich recht schnell und gut lesen. Mit den Briefen zwischendurch konnte ich im Bezug zu der Geschichte wenig anfangen. Sie zeigen aber auch, was die Menschen in der Zeit in etwa dachten oder fühlten. Daher fand ich die Briefe zwischendurch schon sehr interessant, spannend und nahe gehend. Die Story selbst war für mich auch nicht so einfach, wie manch anderes Buch. Ich fand, dass es sehr gut das Nachkriegselend herüber brachte. Das Cover fand ich zum Inhalt nicht sehr passend. Das Bild zeigt eher eine Stadt, als dieses kleine Eifeldorf mit seinem Elend. Das Cover hätte man wirklich besser und aussagekräftiger wählen können. Trotzdem, alles in allem ein recht gutes Buch, dass einem nachdenklich zurück lässt. Da kann man immer wieder froh sein, keine Kriege und keine Nachkriegszeit mitmachen zu müssen.