Die Strandräuberin

Historischer Roman

(9)
Von Liebe und Meer

Sylt im Jahr 1711: Jördis lebt mit ihrer Großmutter auf Sylt, doch sie bleibt eine Außenseiterin, die sich als Strandräuberin durchschlagen muss. Ihre Vorfahren stammen aus Island, deshalb hängt sie noch dem alten nordischen Glauben an. Ihre einzige Gefährtin ist ausgerechnet die Tochter des Pfarrers, der Jördis für eine Hexe hält. Doch dann verlieben ihre Freundin Inge und sie sich in denselben Mann – und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Es ist die Zeit der Walfänger und Strandräuber. Das Leben ist hart auf Sylt – besonders für Frauen, die sich alleine durchschlagen müssen. Seit dem Tod ihrer Eltern ist für Jördis die Kate ihrer Großmutter Etta in Rantum ihr karges Zuhause. Die beiden leben von Strandräuberei und davon, dass sie Syltern heimlich die Zukunft weissagen – mit ihrem Runenorakel, denn sie hängen dem alten nordischen Glauben an. Misstrauisch vom Pfarrer des Ortes beäugt, geht Jördis ausgerechnet mit dessen Tochter Inge eine Freundschaft ein. Als sie gesteht, dass sie in Arjen, den jungen Schmied, verliebt ist, zerbricht die Freundschaft, denn auch Inge hofft, dass Arjen ihr die Ehe anträgt. Doch der Schmied gesteht Jördis seine Liebe. Sie beschließen, vor dem nächsten Biikebrennen zu heiraten. Aber alles kommt anders, als in der Kirche ein Kreuz von der Decke fällt und ein heftiger Sturm die Insel heimsucht. Der Pfarrer findet sofort die Schuldigen: Jördis und ihre Großmutter sollen Hexen sein.

Dramatisch und schicksalhaft: der Kampf einer jungen Frau um ihr Glück.
Portrait
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Im Verlag Rütten & Loening sind außerdem „Ein Stern über Sylt“ und „Die Strandräuberin“ erschienen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 11.04.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-352-00898-6
Verlag Ruetten & Loening
Maße (L/B/H) 21,6/13,6/3,2 cm
Gewicht 481 g
Auflage 1. Auflage
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Jördis langer Weg zum Glück
von einer Kundin/einem Kunden am 24.07.2017

Wir schreiben das Jahr1711. Etta lebt mit ihrer Enkelin Jördis auf Sylt,wo die Beiden als Außenseiterinnen gelten , da Etta aus Island stammt. Sie leben mehr schlecht als recht von der Strandräuberei. Jördis einzige Freundin ist Inge , die Tochter des Pfarrers.Dem wiederum sind die beiden Frauen ein Dorn... Wir schreiben das Jahr1711. Etta lebt mit ihrer Enkelin Jördis auf Sylt,wo die Beiden als Außenseiterinnen gelten , da Etta aus Island stammt. Sie leben mehr schlecht als recht von der Strandräuberei. Jördis einzige Freundin ist Inge , die Tochter des Pfarrers.Dem wiederum sind die beiden Frauen ein Dorn im Auge , weil Etta immer noch dem nordischen Glauben anhängt. Als sich beide Frauen in den gleichen Mann verlieben , zerbricht ihre Freundschaft und Inge spinnt mithilfe ihres Vaters eine Intrige , die schlimme Folgen für Jördis und ihre Großmutter hat. Meine Meinung: Die Autorin schildert auf sehr einfühlsame Weise das Leben der Inselbewohner in der damaligen Zeit. Ich konnte bereits nach kurzer Zeit völlig in die Geschichte eintauchen und habe die Menschen gerne ein Stück des Weges begleitet. Der damalige Menschenschlag, einerseits im Glauben verwurzelt, andererseits auch dem Hexenwahn zugetan , wurde gut dargestellt. Die Geschichte lebte von den mehr oder weniger sympathischen Protagonisten, die für ihre Liebe einen harten Kampf bestehen mussten. Ich gebe eine Leseempfehlung für das Buch ab.

Mitreißender Jugendroman
von einer Kundin/einem Kunden aus Eichwalde am 03.07.2017

Sylt 1711- das Leben ist rau. Wer nicht in der Lage ist zur See zu fahren oder keinen Mann in der Familie hat, muss sich als Strandräuber durchs Leben schlagen. Auf Strandraub steht die Todesstrafe. Doch die, die keine Wahl haben, gehen dieses Risiko ein. Eine von ihnen ist... Sylt 1711- das Leben ist rau. Wer nicht in der Lage ist zur See zu fahren oder keinen Mann in der Familie hat, muss sich als Strandräuber durchs Leben schlagen. Auf Strandraub steht die Todesstrafe. Doch die, die keine Wahl haben, gehen dieses Risiko ein. Eine von ihnen ist Jördis. Sie lebt mit ihrer isländischen Großmutter Etta. Sie sind Aussenseiter in ihrem Ort. Der Pfarrer hasst die beiden, weil sie den alten Göttern huldigen und er setzt alles daran, ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Inge, Pfarrerstochter und Jördis beste Freundin, gerät in einen Gewissenskonflikt, als ausgerechnet Arjen, der Mann ihrer Träume, Jördis zu seiner Frau machen will. Das Cover sticht für mich besonders heraus: es ist einfach perfekt. Tolle Farben, wunderschönes , starkes Motiv- es spiegelt die Geschichte und sticht aufgrund seiner Stärke und Komposition sofort ins Auge. Dieses Buch erzählt Jördis mitreißende Geschichte vom Erwachsenwerden und aller Widrigkeiten zum Trotz seinen Platz im Leben zu finden. Ines Thorn schreibt sehr atmosphärisch. Man spürt den Wind, den Sturm, die Kälte und die Kraft des Meeres. Einmal begonnen ist das Buch ruckzuck ausgelesen, weil die Spannung, die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich gebe einen Punkt Abzug, weil dieser Roman als historischer Roman deklariert ist, für mich aber definitiv ein Jugendbuch ist. Die Geschichte ist doch sehr einfach und für ein Erwachsenenroman fehlt es mir an psychologischer Tiefe.

Eine wunderschöne Geschichte um Freundschaft, Liebe und Familie auf Sylt im Jahr 1711
von Sabana aus Ludwigshafen am 13.06.2017

Das Cover hat einen Wiedererkennungswert, denn auch der andere Sylt-Roman von Ines Thorn, ist in derselben Aufmachung gestaltet. Dies finde ich gut, da ich dann weiß worum es in diesen Romanen geht. Die Strandräuberin spielt auf Sylt im Jahre 1711. Das Leben ist rau und hart. Aber... Das Cover hat einen Wiedererkennungswert, denn auch der andere Sylt-Roman von Ines Thorn, ist in derselben Aufmachung gestaltet. Dies finde ich gut, da ich dann weiß worum es in diesen Romanen geht. Die Strandräuberin spielt auf Sylt im Jahre 1711. Das Leben ist rau und hart. Aber hier wird ein Leben erzählt, das sich um Freundschaft, Verrat und Familie dreht. Die große Liebe darf natürlich nicht fehlen und auch eine Intrige. Aber bei allem ist es der Autorin gelungen, trotz der vielen Klischees einen wunderschönen historischen Lieberoman zu schreiben, der eben auch andere Facetten zeigt. Die Recherche, wie es auf der Insel zu der Zeit zugegangen sein muss, ist schön eingewoben und auch sonst hat die Autorin einen leichten Schreibstil, der angenehm zu lesen ist. So mag man das Buch nicht aus der Hand legen, weil immer wieder kleine Spannungsbögen aufgebaut wurden und man wissen wollte, was nun als nächstes passiert. Es geht hier nicht nur um die Liebe, sondern um das Leben auf der Insel. Die Bewohner halten zusammen und es ist wie im wahren Leben in einem Dorf. Es gibt Streitigkeiten, die man allerdings auch aus der Welt schaffen kann, in dem man aufeinander zugeht, oder eben nicht. Diese Mischung und die Liebe machen das Buch zu einer wunderschönen historisch angehauchten sanften Leselektüre.