Angriff der Automatenmenschen / Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler Bd. 3

Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler 3

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In ganz London gibt es sie: Automatenmenschen, die jeden tatkräftig unterstützen. Doch plötzlich scheinen sie ein Eigenleben zu entwickeln, richten sich gegen ihre Besitzer, Verbrechen häufen sich. Was steckt hinter dem merkwürdigen Verhalten der Roboter? Werden sie womöglich ferngesteuert? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Können Lucius Adler und seine Freunde die unheimlichen Maschinen aufhalten?
Portrait
Bernd Perplies wurde 1977 in Wiesbaden geboren und studierte Filmwissenschaft und Germanistik in Mainz. Heute arbeitet er am Deutschen Filminstitut in Frankfurt a.M. als Redakteur von filmportale.de und ist darüber hinaus als Übersetzer tätig.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Altersempfehlung 10 - 12
Erscheinungsdatum 21.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-522-18448-9
Verlag Thienemann
Maße (L/B/H) 21,1/15,1/3,5 cm
Gewicht 536 g
Illustrator Maximilian Meinzold
Verkaufsrang 55.592
Buch (gebundene Ausgabe)
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"In der neuen Welt spielen Menschen überhaupt keine Rolle mehr"
von Dr. M. am 25.06.2018

Die ersten Sherlock-Holmes-Geschichten entstanden Ende des 19. Jahrhunderts. Und ungefähr in dieser Zeit verlaufen auch die Ereignisse in diesen Geschichten. Dampfbetriebene Automatenbutler mit einem "Steuerkern", den man programmieren kann und der den Automaten menschliches Verhalten verleiht, hätten wahrscheinlich Doyles Phantasie völlig überfordert. Ganz anders sieht das bei den beiden... Die ersten Sherlock-Holmes-Geschichten entstanden Ende des 19. Jahrhunderts. Und ungefähr in dieser Zeit verlaufen auch die Ereignisse in diesen Geschichten. Dampfbetriebene Automatenbutler mit einem "Steuerkern", den man programmieren kann und der den Automaten menschliches Verhalten verleiht, hätten wahrscheinlich Doyles Phantasie völlig überfordert. Ganz anders sieht das bei den beiden Autoren dieser Kinderbuch-Reihe aus. Sie platzieren Androiden, die noch in der Star-Trek-Saga des 24. Jahrhunderts nur in zwei Exemplaren vorkommen, einfach mal so in die Zeit des Sherlock Holmes und passen ihre Energieversorgung den damaligen Gegebenheiten (Dampf) an, implizieren aber gleichzeitig "Programmierbarkeit" und "Funkfernsteuerung". In den ersten beiden Bänden kommen diese dampfbetriebenen Automaten nur am Rande vor. Im dritten Band spielen sie dagegen die Hauptrolle. Seltsame Vorgänge, die nicht unbedingt den Verdacht auf die Automaten lenken, bringen Scotland Yard in die Spur. Zufällig wird Lucius Adler im Gefolge von Sherlock Holmes an einen Tatort gebracht, wo der Meister auch nach kurzer Besichtigung in der für ihn typischen Art den Täter herausfindet. Doch Holmes hat sich geirrt, was bekanntlich nie vorkommt. Lucius und seine drei Freunde gelangen dem wahren Täter auf die Spur und merken bald, dass im Hintergrund eine viel größere Sache abläuft. Sieht man einmal von dem Durcheinander ab, das bei der Verquickung von Science Fiction mit der Zeit von Sherlock Holmes entsteht und betrachtet man nur die Handlung, dann ist auch dieser dritte Band recht spannend, wenngleich er wohl etwas gegenüber den beiden Vorgängern abfällt. Mir fällt es jedoch nicht ganz so leicht wie vielleicht den Lesern aus der Zielgruppe, mich mit dem technischen Blödsinn anzufreunden, den die Autoren in diesem Buch verzapfen. Wie bitte soll das denn gehen: Auf der einen Seite ist die praktisch verfügbare Energiequelle Dampf und auf der anderen Seite kann man Automaten mit einem hochkomplexen Programm ausstatten, das schließlich auch noch in einem "Steuerkern" implementiert werden muss. Wie groß soll den dieser Steuerkern im 19. Jahrhundert gewesen sein? Wenn er nicht die Größe eines Einfamilienhauses hatte, sondern in so einen Automaten passte, wieso fährt man dann noch mit Dampfmaschinen umher? Und wie sieht denn die Energieversorgung der dampfgetriebenen Automaten aus? Läuft da ein Heizer mit wie bei einer Lokomotive? Fragen über Fragen. Ohne diese Probleme, die nur auftreten, wenn man im Physikunterricht nicht gepennt hat, ist das Buch nicht schlecht. Immerhin diskutiert es auch philosophische Probleme und Risiken, die mit der künstlichen Intelligenz auftreten.