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Grandhotel Angst

Roman

(20)
Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben ...

Portrait
Emma Garnier ist das Pseudonym einer Autorin, deren atmosphärische Krimis regelmäßig in den Top 10 der Bestsellerliste stehen. Vor Jahren stieß Emma Garnier während einer Italienreise auf ein verlassenes Hotel in Bordighera, an der ligurischen Küste. Sie begann zu recherchieren und war von der Geschichte so fasziniert, dass sie beschloss, eines Tages einen Roman darüber zu schreiben. Mit "Grandhotel Angst" erfüllt sie sich diesen Traum.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 14.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-10088-1
Verlag Penguin Verlag
Maße (L/B/H) 20,5/13,5/3 cm
Gewicht 390 g
Verkaufsrang 58.334
Buch (Paperback)
13,00
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„Grandhotel Angst - immer einen Besuch wert!“

, Thalia-Buchhandlung Darmstadt

Nell reist mit ihrem frisch angetrauten Ehemann 1899 nach Italien und steigt in dem kleinen Ort Bordighera in dem luxuriösen Grandhotel Angst ab. Ihre Begeisterung für diesen wunderschönen Ort schwindet allerdings schnell, als einer der Hotelgäste stirbt. Das Personal beginnt über sie zu tuscheln und Nell mit der tragisch verstorbenen Lukrezia in Verbindung zu bringen, die auf mysteriöse Weise mit dem Hotel verbunden ist.

Ein Krimi der die Zeiten überwindet und uns eintauchen lässt in die Belle Époque. Wer diesen traumhaften Ort bereits bereist hat, wird sich durch dieses Buch wunderbar zurück erinnern können und alle anderen bekommen vermutlich großes Fernweh. Grandhotel Angst - immer einen Besuch wert!
Nell reist mit ihrem frisch angetrauten Ehemann 1899 nach Italien und steigt in dem kleinen Ort Bordighera in dem luxuriösen Grandhotel Angst ab. Ihre Begeisterung für diesen wunderschönen Ort schwindet allerdings schnell, als einer der Hotelgäste stirbt. Das Personal beginnt über sie zu tuscheln und Nell mit der tragisch verstorbenen Lukrezia in Verbindung zu bringen, die auf mysteriöse Weise mit dem Hotel verbunden ist.

Ein Krimi der die Zeiten überwindet und uns eintauchen lässt in die Belle Époque. Wer diesen traumhaften Ort bereits bereist hat, wird sich durch dieses Buch wunderbar zurück erinnern können und alle anderen bekommen vermutlich großes Fernweh. Grandhotel Angst - immer einen Besuch wert!

Leokadia Kessel, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Mysteriös und geheimnisvoll: Stück für Stück folgt man Nell durch den Irrgarten aus Geheimnissen & Lügen. Eine atmosphärisch dicht geschriebene Mischung aus Krimi und Schauerroman. Mysteriös und geheimnisvoll: Stück für Stück folgt man Nell durch den Irrgarten aus Geheimnissen & Lügen. Eine atmosphärisch dicht geschriebene Mischung aus Krimi und Schauerroman.

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, Thalia-Buchhandlung Dortmund

Für den atmospärischen Leser und Fans von Jean-Luc Bannalec und Donna Leon, eine spannende Lektüre vor historischer Kulisse. Für den atmospärischen Leser und Fans von Jean-Luc Bannalec und Donna Leon, eine spannende Lektüre vor historischer Kulisse.

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, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

"Grandhotel Angst" ist ein äusserst geheimnisvoller Krimi, der mich durch seine kühle Atmosphäre und seinen spannenden Plot an elegante Hollywood-Streifen á la Hitchcock erinnert. "Grandhotel Angst" ist ein äusserst geheimnisvoller Krimi, der mich durch seine kühle Atmosphäre und seinen spannenden Plot an elegante Hollywood-Streifen á la Hitchcock erinnert.

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„Wann haben Sie zuletzt einen Schauerroman gelesen?“

, Thalia-Buchhandlung Hamburg

„Grandhotel Angst“ – was für ein Titel!. Aber dieses Hotel gab es tatsächlich in Bordighera. Es war Ende des 19. Jahrhunderts ein spektakuläres Luxushotel an der Riviera in Ligurien, wo ein internationales Publikum abstieg. Der Besitzer war ein Schweizer Hotelier, der Adolf Angst hieß. Und dieser Nachname, bzw. der Name des Hotels eignet sich natürlich hervorragend für einen Roman.

Emma Garnier ist nicht nur das Pseudonym einer erfolgreichen Krimi-Autorin, sondern unter einem weiteren Namen hat sie auch bereits andere historische Romane geschrieben.

Doch nun zum Buch. Ich bin tatsächlich hier auch ganz klassisch wie Sie wahrscheinlich über den Titel und den Klappentext gestolpert. Doch wie so häufig habe ich mir eigentlich ein ganz anderes Buch darunter vorgestellt. Der Klappentext lügt zwar nicht, aber er lässt andere Interpretationen zu. Dieses Buch ist also keine Liebesgeschichte und kein Hotel-Roman im Sinne von „Menschen im Hotel“ von Vicky Baum. Es geht ein wenig in die gerne genommene Richtung von dem dunklen Geheimnis aus der Vergangenheit, dass jetzt ans Tageslicht kommt. Aber nur ein wenig. Was mich überrascht hat, ist, dass es eigentlich ein klassischer Schauerroman ist. Eine Form des Romans, die gerade in der Zeit ausgesprochen populär war, in der der Roman spielt – nämlich Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Ich-Erzählerin Nell, Anfang Zwanzig, reist also mit ihrem deutlich älteren Ehemann in das ausgesprochen beliebte Bordighera und steigt in dem Luxushotel Grandhotel Angst ab. Und dort entwickelt sich die Geschichte ganz anders, als es sich Nell vorgestellt hat. Langsam lernt sie ihren Mann besser kennen. Aber er hat Phasen, die ihr Angst machen. Und dann gibt es diese ausgesprochen unheimliche Geschichte über die Entstehung des Hotels. Als dann auch noch ein Hotelgast stirbt und ein anderer sie und ihren Mann mit Andeutungen verfolgt, die darauf hindeuten, dass ihr Mann nicht der ist, den er vorgibt zu sein, entwickeln sich die Flitterwochen für Nell zu einem Albtraum. Wem kann sie noch trauen, wem nicht? Geht ihre Phantasie mit ihr durch oder ist sie einer grausamen Geschichte auf der Spur?

Ein ausgesprochen spannender Roman, bei dem wir als Leser genauso im Dunkeln tappen wie die Protagonistin Nell. Bei mir hat es Emma Garnier geschafft, dass ich richtig in der Geschichte versunken bin. Ich habe mich gegruselt und wusste auch nicht, wem Nell überhaupt noch trauen durfte. Wer also diesen psychologischen Nervenkitzel mag, der ist bei diesem Schauerroman richtig gut aufgehoben. Ich musste bei dieser Geschichte an den Roman von Wilkie Collins „Die Frau in Weiß“ oder die Filme „Weißer Oleander“ von 1946 oder „Das Haus der Lady Alquist“ denken.
„Grandhotel Angst“ – was für ein Titel!. Aber dieses Hotel gab es tatsächlich in Bordighera. Es war Ende des 19. Jahrhunderts ein spektakuläres Luxushotel an der Riviera in Ligurien, wo ein internationales Publikum abstieg. Der Besitzer war ein Schweizer Hotelier, der Adolf Angst hieß. Und dieser Nachname, bzw. der Name des Hotels eignet sich natürlich hervorragend für einen Roman.

Emma Garnier ist nicht nur das Pseudonym einer erfolgreichen Krimi-Autorin, sondern unter einem weiteren Namen hat sie auch bereits andere historische Romane geschrieben.

Doch nun zum Buch. Ich bin tatsächlich hier auch ganz klassisch wie Sie wahrscheinlich über den Titel und den Klappentext gestolpert. Doch wie so häufig habe ich mir eigentlich ein ganz anderes Buch darunter vorgestellt. Der Klappentext lügt zwar nicht, aber er lässt andere Interpretationen zu. Dieses Buch ist also keine Liebesgeschichte und kein Hotel-Roman im Sinne von „Menschen im Hotel“ von Vicky Baum. Es geht ein wenig in die gerne genommene Richtung von dem dunklen Geheimnis aus der Vergangenheit, dass jetzt ans Tageslicht kommt. Aber nur ein wenig. Was mich überrascht hat, ist, dass es eigentlich ein klassischer Schauerroman ist. Eine Form des Romans, die gerade in der Zeit ausgesprochen populär war, in der der Roman spielt – nämlich Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Ich-Erzählerin Nell, Anfang Zwanzig, reist also mit ihrem deutlich älteren Ehemann in das ausgesprochen beliebte Bordighera und steigt in dem Luxushotel Grandhotel Angst ab. Und dort entwickelt sich die Geschichte ganz anders, als es sich Nell vorgestellt hat. Langsam lernt sie ihren Mann besser kennen. Aber er hat Phasen, die ihr Angst machen. Und dann gibt es diese ausgesprochen unheimliche Geschichte über die Entstehung des Hotels. Als dann auch noch ein Hotelgast stirbt und ein anderer sie und ihren Mann mit Andeutungen verfolgt, die darauf hindeuten, dass ihr Mann nicht der ist, den er vorgibt zu sein, entwickeln sich die Flitterwochen für Nell zu einem Albtraum. Wem kann sie noch trauen, wem nicht? Geht ihre Phantasie mit ihr durch oder ist sie einer grausamen Geschichte auf der Spur?

Ein ausgesprochen spannender Roman, bei dem wir als Leser genauso im Dunkeln tappen wie die Protagonistin Nell. Bei mir hat es Emma Garnier geschafft, dass ich richtig in der Geschichte versunken bin. Ich habe mich gegruselt und wusste auch nicht, wem Nell überhaupt noch trauen durfte. Wer also diesen psychologischen Nervenkitzel mag, der ist bei diesem Schauerroman richtig gut aufgehoben. Ich musste bei dieser Geschichte an den Roman von Wilkie Collins „Die Frau in Weiß“ oder die Filme „Weißer Oleander“ von 1946 oder „Das Haus der Lady Alquist“ denken.

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, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und in eine andere Welt "entführt". Mystisch und spannend zugleich. Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und in eine andere Welt "entführt". Mystisch und spannend zugleich.

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, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Ein bisschen hat das Buch etwas von Agatha Christie.
Spannend von Anfang bis Ende!
Ein bisschen hat das Buch etwas von Agatha Christie.
Spannend von Anfang bis Ende!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
7
9
3
1
0

Mischung aus Gruselgeschichte, Ehedrama, Psychothriller und historischem Krimi - von allem ein bisschen, aber insgesamt zu wenig.
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 02.05.2018

Eleanor ist 21 Jahre alt und verbringt die Flitterwochen mit ihrem erst kürzlich verwitweten und etwas älteren Mann Oliver in Bordighera an der ligurischen Küste in Italien. Oliver hat sie in das pompöse "Grand Hotel Angst" eingebucht, von dem Nell einerseits aufgrund des prächtigen Gebäudes und der luxuriösen Ausstattung... Eleanor ist 21 Jahre alt und verbringt die Flitterwochen mit ihrem erst kürzlich verwitweten und etwas älteren Mann Oliver in Bordighera an der ligurischen Küste in Italien. Oliver hat sie in das pompöse "Grand Hotel Angst" eingebucht, von dem Nell einerseits aufgrund des prächtigen Gebäudes und der luxuriösen Ausstattung fasziniert ist, andererseits hat sie aber nicht nur aufgrund des unheimlichen Namens auch Angst vor dem Hotel. Es wird die Legende von einer Frau erzählt, die auf dem Gelände bevor das Hotel gebaut wurde gewohnt hat und verbrannt ist. Ihr Geist soll sich in dem Hotel befinden und Rache nehmen wollen. Ihr Mann Oliver herrscht Nell an, dass es sich bei der Erzählung um Unfug handelt, scheint die Frau jedoch gekannt zu haben. Zu Nells Erstaunen sieht sie selbst der Frau, deren Porträt im Hotel hängt, zum Verwechseln ähnlich. Zudem wird ihr bewusst, dass sie den Mann, den sie Hals über Kopf geheiratet hatte, um ihrem Elternhaus zu entfliehen, gar nicht wirklich kennt. Während ihres Aufenthalts, den Oliver nicht nur als Urlaub sieht, sondern auch zur Pflege seiner Geschäftsbeziehungen nutzt, stirbt ein Gast im Hotel und wenig später gerät Nell selbst unter Mordverdacht. Emma Garnier ist das Pseudonym der Autorin Heike Koschyk, die historische Romane schreibt und vor allem als Sophie Bonnet mit ihren provenzalischen Kriminalromanen um den Ermittler Pierre Durand bekannt geworden ist. Das Grandhotel Angst existierte tatsächlich und hatte seine Glanzzeit Ende des 19. Jahrhunderts und war Vorbild für den Roman, die Geschichte ist allerdings fiktiv. Nell ist eine zunächst sehr naive, junge Protagonistin, die einen Mann geheiratet hat, der während der Flitterwochen Seiten von sich zeigt, die sie nicht kannte oder die er wohlweislich verborgen gehalten hat. Er behandelt sie ihrer Naivität entsprechend wie ein kleines Kind, das Angst vor einem Schauermärchen hat, als eine Frau, die sich aufgrund der mysteriösen Umstände in dem Hotel ernsthaft Sorgen macht und lieber abreisen möchte. Der Roman wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit ab, wobei zwischen den Zeiten nur wenige Tage im März 1899 liegen. Nicht nur der Wechsel zwischen den Zeiten ist etwas verwirrend, auch der Roman wirkt so konstruiert wie das Komplott, um das es geht. Es ist eine Mischung aus Gruselgeschichte, Ehedrama, Psychothriller und historischem Krimi - von allem ein bisschen, aber nichts bis zum Ende konsequent umgesetzt. Mir fehlte der durch Cover und Klappentext versprochene Grusel und die für einen Kriminalroman nötige Spannung, die allein durch den mystischen Charakter der Erzählung nicht entstanden ist.

Der Glanz der Vergangenheit
von Tina Bauer aus Essingen am 02.12.2017

Im März 1899 reist die frisch verheiratete Engländerin Nell Dickinson mit ihrem Ehemann Oliver an die italienische Riviera. Ihre Flitterwochen wollen die beiden im Grandhotel Angst, welches auch als Kontaktbörse für Olivers Handel mit italienischer Malerei dient, verbringen. Nell schreckt das dortige Personal mit ihrer Ähnlichkeit zu Lucrezia, einer alten... Im März 1899 reist die frisch verheiratete Engländerin Nell Dickinson mit ihrem Ehemann Oliver an die italienische Riviera. Ihre Flitterwochen wollen die beiden im Grandhotel Angst, welches auch als Kontaktbörse für Olivers Handel mit italienischer Malerei dient, verbringen. Nell schreckt das dortige Personal mit ihrer Ähnlichkeit zu Lucrezia, einer alten Legende auf, deren scheinbare Selbstverbrennung auf den Bau des Hotels zurückgehen soll und ihre Neugierde ist geweckt. Ihr Ehemann Oliver, der die Flitterwochen natürlich auch als ein Investment ansieht, verscheucht vorerst die geheimnisvollen Geschehnisse aus Nells Gedanken, bis ein Geschäftspartner Olivers ermordet aufgefunden wird und ein weiterer Nell mit Informationen über die "wahren" Machenschaften ihres Mannes versorgt. Von den weiteren Geschehnissen völlig überfordert flieht Nell Hals über Kopf und versucht, Licht in das Dunkel ihrer Ehe, ihrer Vergangenheit und besonders in ihre Zukunft zu bringen. Grandhotel Angst ist ein meisterhaft erzählter Roman über ein verlassenes Hotel und eine junge Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts versucht, sich ihrer eigenen Zukunft klar zu werden und dabei in ein grandioses Spiel aus Lug und Trug gerät, bei dem der Hauch der Vergangenheit sich wie ein dunkler Schatten über sie legt.

Verwirrendes Intrigenspiel in der Belle Époque
von Siderea am 01.12.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Bordighera, im Jahr 1899: Nell und ihr frisch angetrauter Ehemann Oliver verbringen ihre Flitterwochen an der Riviera. Noch nie zuvor hat Nell England verlassen, doch nun ist sie an diesem traumhaften und exotischen Ort, und wohnt sogar an der ersten Adresse am Platz, im Grandhotel Angst. Nells anfängliche Begeisterung... Bordighera, im Jahr 1899: Nell und ihr frisch angetrauter Ehemann Oliver verbringen ihre Flitterwochen an der Riviera. Noch nie zuvor hat Nell England verlassen, doch nun ist sie an diesem traumhaften und exotischen Ort, und wohnt sogar an der ersten Adresse am Platz, im Grandhotel Angst. Nells anfängliche Begeisterung für das Hotel schlägt aber schon nach kurzer Zeit ins Gegenteil um: jemand wird ermordet, Oliver ist plötzlich wie ausgewechselt und die düsteren Legenden, die sich um das Hotel ranken, jagen ihr eine Höllenangst ein. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, und dass der Schauplatz des Romans, das Hotel mit dem ungewöhnlichen Namen, keine Erfindung der Autorin ist, gab mir noch einen zusätzlichen Anreiz, das Buch lesen zu wollen. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war die italienische Riviera bei gut betuchten Touristen extrem angesagt, und der heute etwas in Vergessenheit geratene Ort Bordighera war das Zentrum der Region. Das Grandhotel wurde im Jahr 1887 eröffnet und verfügte über eine spektakulär moderne Ausstattung - es gab elektrisches Licht im ganzen Haus, und auch fließend Warmwasser in allen Gästezimmern. Kein Wunder also, dass jeder, der es sich leisten konnte, genau dort die milden Wintermonate genießen wollte. Im Jahr 1900 soll sogar Queen Victoria einen Aufenthalt geplant haben, der aber (sicher sehr zum Leidwesen des Eigentümers Adolf Angst) nie realisiert wurde. Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges und dem anschließenden Niedergang des europäischen Adels, begann leider auch der Niedergang des imposanten Hotels, in den 30er-Jahren schloss es endgültig seine Pforten. Heute ist die Ruine, deren frühere Eleganz noch immer zu erahnen ist, ein "Lost Place". Bilder davon sind im Internet zu finden, und es verwundert nicht, dass ein solcher Ort die Phantasie einer Autorin beflügeln muss. So ist auch das Setting absolut überzeugend, man hat die luxuriösen Gemeinschaftsräume und das edel ausgestatte Zimmer des frischvermählten Ehepaares ebenso vor Augen wie die mondäne Gästeschar, die das Hotel bevölkert. Etwas schwer getan habe ich mich allerdings mit der Erzählform: Die Ich-Perspektive kann oft sehr gelungen sein, in diesem Fall ist Nell allerdings eine etwas anstrengende Protagonistin, die sich sehr schnell in die kursierenden Geistergeschichten hineinsteigert, und dann tatsächlich etwas hysterisch wirkt. Mit ihren 21 Jahren ist sie noch sehr naiv, obwohl sie sich bereits nach wenigen Wochen Hals über Kopf in die Ehe mit Oliver gestürzt hat, kommt für sie Erkenntnis, dass sie ihren Ehemann überhaupt nicht kennt, völlig überraschend. Da kann man sich als heutiger Leser manches Mal fast besser mit Oliver identifizieren, der von den diversen Anwandlungen seiner jungen Frau überfordert ist, und dann kühl und reserviert auf ihre schwer nachvollziehbaren Ansinnen reagiert. Ich bin etwas hin- und hergerissen - in Romanen, die in derselben Epoche spielen, sind die Protagonistinnen oft ein wenig aus der Zeit gefallen: freiheitsliebend, emanzipiert und unabhängig. Insofern ist Nell vermutlich viel eher ein Kind ihrer Zeit, Oliver ist praktisch die Sonne in ihrem Universum, seine Verschlossenheit, seine Stimmungen und Befindlichkeiten bestimmen zu einem großen Teil ihre Gedanken, sie bezieht jede seiner Launen sofort auf sich und ein eventuelles Fehlverhalten ihrerseits. Bisher hat sie sich den Wünschen ihrer Eltern gefügt, und nun ist Oliver in Nells Augen an deren Stelle getreten, er trägt die Verantwortung für ihr Wohlergehen, und trifft somit auch alle Entscheidungen für sie. Dazu kommt dann, dass sie ein mordendes Gespenst für eine realistische Option hält. Für die damalige Zeit tatsächlich nicht so lächerlich, wie es sich heute anhört, denn die Konsultation eines Mediums oder das Abhalten von spiritistischen Sitzungen waren damals tatsächlich sehr en vogue. In Nells "Kopf" fühlt es sich für den Leser manchmal an, als wäre man in den Schleudergang der Waschmaschine geraten, denn ihre eigene Stimmung ist so wechselhaft wie ein Tag im April, und ihre Theorien ändern sich mindestens genauso oft. Darum dachte ich während des Lesens so manches Mal, dass eine neutrale Erzählform, oder zumindest eine zweite, etwas rationalere Perspektive dem Roman ganz gut getan hätte. Andererseits könnte man sich dann auch vielleicht noch schwerer in Nell hineinversetzen - ich bin in dem Punkt wirklich unschlüssig. Trotz dieses Kritikpunktes hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich mochte die "Spukhaus-Atmosphäre" des Hotels, und auch die Geschichte selbst bietet immer noch mal eine Wendung, die man so nicht vorausahnen konnte, wodurch es bis zum Schluss sehr spannend blieb.