Ich bin mal eben wieder tot

Wie ich lernte, mit Angst zu leben

(8)
Zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Angsterkrankung und Panikattacken. Nicholas Müller, der ehemalige Sänger von Jupiter Jones („Still“), erzählt über seine Umwege aus der Krankheit.

Der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, der Atem wird schneller, kalter Schweiß bricht aus. Ein Herzinfarkt? Ein Schlaganfall? Ein Tumor?
Nicholas Müller kann die Symptome nicht deuten, als sie zum ersten Mal auftreten. Nach vielen medizinischen Untersuchungen erst die Diagnose: generalisierte Angststörung mit starken Panikattacken, Hypochondrie und depressiven Episoden. Zehn Jahre lebt er mit starken Ängsten und Panikattacken, bis gar nichts mehr geht. Sein Song „Still“ ist zu diesem Zeitpunkt das meistgespielte Lied im Radio, da begibt er sich endlich in Therapie und zieht sich aus allem raus. In seinem Buch erzählt Nicholas Müller offen und mit kraftvoller Sprache über seine Angst. Der Sänger macht all den Menschen Mut, die ebenfalls an einer Angststörung leiden.
Portrait
Nicholas Müller, geboren 1981, war Sänger der Band Jupiter Jones, bis ihn 2014 eine Angststörung zwang, auszusteigen. Für den Top-Ten-Hit „Still“ erhielt er einen Echo und Gold- und Platinschallplatten. Nach einer Therapie schaffte er den Neuanfang: 2015 gründete er die Band von Brücken und arbeitet als Hochschul-Dozent für Popmusik. Zudem ist er Schirmherr der Deutschen Angstselbsthilfe.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 02.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-78918-6
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 20,8/13,4/2,2 cm
Gewicht 333 g
Verkaufsrang 1.968
Buch (Paperback)
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„Nicht nach Mitleid heischend sondern ermutigend!“

Carina Krück, Thalia-Buchhandlung Cloppenburg

Nicholas Müller erzählt in sympathischer, ehrlicher und sehr angenehmer Sprache, was es bedeutet, wenn die Angst dein täglicher Begleiter ist.

Der Leser merkt diesem Buch an, dass Müller nicht schreibt, um sich im Selbstmitleid zu suhlen oder bemitleidet zu werden. Vielmehr geht es ihm um ein offenlegen einer Krankheit, die größtenteils aus Scham oder Hilfslosigkeit totgeschwiegen wird.
Sehr ermutigend und nicht nur für selbst Betroffene spannend.
Nicholas Müller erzählt in sympathischer, ehrlicher und sehr angenehmer Sprache, was es bedeutet, wenn die Angst dein täglicher Begleiter ist.

Der Leser merkt diesem Buch an, dass Müller nicht schreibt, um sich im Selbstmitleid zu suhlen oder bemitleidet zu werden. Vielmehr geht es ihm um ein offenlegen einer Krankheit, die größtenteils aus Scham oder Hilfslosigkeit totgeschwiegen wird.
Sehr ermutigend und nicht nur für selbst Betroffene spannend.

Sandra Görlitzer, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Faszinierend, erschütternd und bewegend. Ein muss für Angstpatienten, aber auch für alle Musikfans ein Blick hinter die Kulissen des Musikerdaseins Faszinierend, erschütternd und bewegend. Ein muss für Angstpatienten, aber auch für alle Musikfans ein Blick hinter die Kulissen des Musikerdaseins

Sebastian Schuy, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Der Bericht über das Leben von einem, der eigentlich alles hatte und doch vor einem Scherbenhaufen stand. Ehrlich, ungeschminkt und sehr mutig. Ein beeindruckendes Buch! Der Bericht über das Leben von einem, der eigentlich alles hatte und doch vor einem Scherbenhaufen stand. Ehrlich, ungeschminkt und sehr mutig. Ein beeindruckendes Buch!

„Lady Angst bittet zum Tanz“

Lydia Schlosser, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Nicholas Müller, ehemaliger Sänger der Band Jupiter Jones, erzählt von seinem Weg in die Angststörung hinein - und wieder heraus. Dies tut er schonungslos ehrlich, erfrischend offen und in einer Sprache, die seinen poetischen Songtexten in nichts nachsteht.
Dieses Buch geht unter die Haut! Lesenswert für Betroffene, Angehörige und Interessierte...

Nach erfolgreicher Therapie wagte Nicholas Müller den musikalischen Neuanfang und ist besser denn je.
Die perfekte Begleitung zu diesem Buch ist das Album seiner Band Von Brücken "Weit weg von fertig".
Nicholas Müller, ehemaliger Sänger der Band Jupiter Jones, erzählt von seinem Weg in die Angststörung hinein - und wieder heraus. Dies tut er schonungslos ehrlich, erfrischend offen und in einer Sprache, die seinen poetischen Songtexten in nichts nachsteht.
Dieses Buch geht unter die Haut! Lesenswert für Betroffene, Angehörige und Interessierte...

Nach erfolgreicher Therapie wagte Nicholas Müller den musikalischen Neuanfang und ist besser denn je.
Die perfekte Begleitung zu diesem Buch ist das Album seiner Band Von Brücken "Weit weg von fertig".

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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"Die Liebe zu mir selbst musste zuerst genesen"
von Dr. M. am 15.06.2018

Wichtig erscheint mir zuerst eine ganz einfache Bemerkung: Dies ist kein Selbsthilfebuch. Vielmehr ein Erfahrungsbericht, der Betroffenen wenig oder gar nicht helfen wird, außer sie nehmen aus diesen Beschreibungen mit, dass sie nicht alleine mit ihren Problemen sind. Aber auch das ist ein geringer Trost, wenn sich das Leben... Wichtig erscheint mir zuerst eine ganz einfache Bemerkung: Dies ist kein Selbsthilfebuch. Vielmehr ein Erfahrungsbericht, der Betroffenen wenig oder gar nicht helfen wird, außer sie nehmen aus diesen Beschreibungen mit, dass sie nicht alleine mit ihren Problemen sind. Aber auch das ist ein geringer Trost, wenn sich das Leben so anfühlt, wie es Nicholas Müller beschreibt. Übrigens steht der Inhalt des Buches schon im Untertitel. Es heißt nicht etwa, wie ich die Angst besiegte, sondern wie ich mit der Angst zu leben lernte. Natürlich kann man dieses Buch aus Solidarität, Mitleid oder als Fan des Autors prima finden. Man kann Müller auch für die ehrliche Art und den Tonfall seines Berichtes loben. Das aber sind alles Bekenntnisse eines abseits stehenden Publikums, das eigentlich wenig oder keine Ahnung von den Problemen besitzt, mit denen Nicholas Müller zu kämpfen hatte oder wohl auch heute noch gelegentlich kämpft. Die Anfälle kommen plötzlich und eigentlich immer zur falschen Zeit. Man weiß nicht wirklich, was mit einem los ist und man kennt die Ursache dafür nicht. Bei Müller kann man den erstmaligen Auslöser fixieren, nicht aber den tatsächlich physiologischen Zusammenhang, der irgendwo in ihm versteckt ist. Warum die Biochemie des Körpers plötzlich verrücktspielt, bleibt ebenso ein Rätsel, wie die nicht immer zu identifizierenden unmittelbaren Auslöser dafür. Offenbar verschwindet das Ganze auch nicht durch Therapien. Wie auch, wenn man nicht an die Wurzel des Übels kommt? Wenn wie beim Autor der berufliche Werdegang leidet, die Ehe in die Brüche geht ? wie soll da Halt entstehen? Wo ist das Ende dieser leidigen Spirale, wenn sie auf ihrem zerstörerischen Weg immer neue Gründe für Angst schafft? Heilung kann eigentlich nur von innen kommen, weil die Konstruktion, mit der sich Müller die Welt erklärte, offenbar einen grundsätzlichen Fehler hatte, der bisher nicht völlig beseitigt werden konnte. Sicher scheint nur, dass der schnell hintereinander folgende Verlust von Mutter und Großmutter die Wirkung dieses Konstruktionsmangels erst zur vollen Ausprägung kommen ließ. Vielleicht kann man diesen Fehler gar nicht beseitigen und muss tatsächlich lernen, wie man mit ihm umgehen soll. Klar wird das jedenfalls aus diesem Buch nicht. Das wiederum kann man ihm nicht vorwerfen, denn es ist nur ein Bericht, vielleicht ein Hilferuf zum Verständnis an andere, die nicht wissen, welche irrwitzigen Vorgänge sich im Körper eines Betroffenen abspielen, wenn das Unheil wieder einmal zuschlägt. Helfen kann eigentlich wohl nur ein anderer Umgang mit sich selbst. So jedenfalls habe ich den Autor verstanden. Leider wird im Buch nicht wirklich deutlich, was sein Autor eigentlich verändert hat, um nun besser mit seiner Angststörung klarzukommen. Was also wirklich bleibt, sind die Beschreibungen solcher plötzlichen Zustandsänderungen, die er sehr eindrucksvoll zum Leser transportiert. Wer sich das vorher nicht vorstellen konnte, wird es danach wenigstens intellektuell verstanden haben.

Schön geschrieben
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuwied am 01.01.2018

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Er schreibt einem aus dem Herzen. Jeder der diese Krankheit kennt, weiß das es sehr oft nicht leicht ist. Ich hoffe das dieses Buch helfen kann über so Situationen zu reden

offen und ehrlich!
von Tina Bauer aus Essingen am 03.11.2017

Angst. Man erwartet Aufklärung vom Facharzt oder von einem Therapeuten. Aber Fehlanzeige, und dass ist gut so! Nicholas Müller, der ehemalige Sänger von Jupiter Jones, gesteht sich offen und ehrlich ein, das er ein Problem mit der Angst hat. Während die Band auf dem Höhepunkt ihrer Karriere steht, steht... Angst. Man erwartet Aufklärung vom Facharzt oder von einem Therapeuten. Aber Fehlanzeige, und dass ist gut so! Nicholas Müller, der ehemalige Sänger von Jupiter Jones, gesteht sich offen und ehrlich ein, das er ein Problem mit der Angst hat. Während die Band auf dem Höhepunkt ihrer Karriere steht, steht Nicholas Müller am eigenen Abgrund. Die Panikattacken häufen sich und werden immer schlimmer. Der Druck in diesem Business ist groß, die Familiengeschichte durch Krebs, Krankheit und Tod gepflastert, beenden abrupt das Bühnenende des Sängers und die Selbsteinweisung in eine Fachklinik. Erst hier wird ihm klar, welche Ursachen hinter diesen Angstattacken liegen und das eine medikamentöse Behandlung nicht immer die perfekte Lösung ist. Mir gefällt die offene und ehrliche Art, wie Nicholas Müller mit seiner ganz eigenen Nemesis umgeht und es ihm gelingt, dank qualifiziertem Fachpersonal, sehr engen Freunden und der Familie auch die nächste Angstattacke zu überstehen. Dieses oft totgeschwiegene Thema verdient diese unkomplizierte Art und Weise damit umzugehen. Dabei dürfen auch Witz, Sarkasmus und Skurrilität nicht fehlen.