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Buch der Katastrophen

Satirische Kurzgeschichten

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Der Transport des Büfetts ging gut bis zum letzten Treppenabsatz, nur an zwei Stellen war das Treppengeländer eingedrückt worden. So, jetzt um die Ecke zur letzten Treppe! „Einen Hupp!“ riefen die Transportmänner, und schon entglitt das Büfett ihren schwitzigen Quadratklammerfäusten und hupste, sich überschlagend, mit dem Lärm eines Hauseinsturzes und einer Janitscharenmusik allein die Treppe hinunter und bedeckte wie eine Lawine das unglückliche Ehepaar Pullcke. Krachen von Brustkörben, Klirren von Gips und Gläsernem. Nur die beiderseits in Zugstiefeln steckenden vier Füße schauten unbeschädigt unter dem Büfett her. Der Dackel war drei Meter länger geworden.
Portrait
Hermann Harry Schmitz
12.7.1880 (Düsseldorf) – 8.8.1913 (Bad Münster am Stein),
absolvierte eine Kaufmannslehre und wurde mit satirischem bis schwarzem Humor zur literarischen Düsseldorfer Lokalgröße, die er im Simplizissimus, vos allem aber im Düsseldorfer General-Anzeiger publizierte und als Conférencier selbst vortrug. Eine unheilbare TB trieb ihn in den Selbstmord.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Herausgeber Olaf R. Spittel
Seitenzahl 220
Erscheinungsdatum 14.11.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-9809387-2-3
Verlag 28 Eichen
Maße (L/B/H) 19/12/1,7 cm
Gewicht 250 g
Auflage 1. Auflage
Buch (Paperback)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Dem Vergessen entrissen - zum Glück!
von SPASSPREDIGER aus www.spassprediger.de am 19.04.2008

An wen denken Sie, wenn Sie an Düsseldorf und Literatur denken? Richtig - natürlich an Heinrich Heine, der am 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf das Licht der Welt erblickte. Und natürlich denken Sie, wenn Sie an Heine denken, ziemlich schnell an gallige, kluge Satiren. Aber wussten Sie,... An wen denken Sie, wenn Sie an Düsseldorf und Literatur denken? Richtig - natürlich an Heinrich Heine, der am 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf das Licht der Welt erblickte. Und natürlich denken Sie, wenn Sie an Heine denken, ziemlich schnell an gallige, kluge Satiren. Aber wussten Sie, dass Düsseldorf einen zweiten großen Harry hat? Hermann Harry Schmitz kam am 12. Juli 1880 auf die Welt - und leider, leider ist er nicht lang in ihr geblieben: Schon 33 Jahre später verließ er sie wieder. Allerdings reichte ihm die Zeit, um zwei Bücher zu verfassen - die Veröfentlichung des zweiten, dem "Buch der Katastrophen", hat er freilich leider nicht mehr selbst erlebt. Nur gut, dass es heute, rund 100 Jahre nach seinem Erscheinen, lieferbar ist - denn die 30 Geschichten darin sind überraschend frisch und lassen ahnen, zu welcher Bekanntheit es Schmitz zweifellos gebracht hätte, wenn ihm ein wenig mehr Zeit auf Erden beschieden gewesen wäre. Als sich die Dadaismus-Bewegung gründete, war Schmitz schon unter der Erde - wer aber seine Geschichten liest, wird feststellen, dass sie vom gleichen Geist durchweht sind. Mit anderen Worten: Schmitz nimmt schon einiges vorweg, was erst viel später populär wurde. Anders ausgedrückt: Können Sie mit dem absurden Humor eines Helge Schneider etwas anfangen? Mögen Sie die Geschichten von Max Goldt? Können Sie über die Cartoons und Erzählungen von Eugen Egner lachen? Und finden Sie, dass die Sketche der Komikertruppe Monty Python's Flying Circus eigentlich Schulstoff sein müssten? Dann kennen Sie Hermann Harry Schmitz vielleicht ja schon. Wenn dem aber nicht so ist, haben Sie jetzt Grund zur Freude, weil Sie eine tolle Neuentdeckung machen können. Der Spassprediger meint: Lesen und staunen: Wer die Geschichten von Hermann Harry Schmitz liest, dem werden sie möglicherweise ganz schnell wieder einfallen, wenn er das nächste Mal irgendeinen Comedian im Fernsehen sieht. Und vielleicht denken, dass viele von denen Zwerge sind, die auf den Schultern von Riesen stehen, von denen er lange Zeit gar nichts wusste. Empfehlung: Freunde absurden Humors können die Sammlung mit 30 von Schmitzens grotesken Geschichten bedenkenlos kaufen.