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Trügerische Sicherheit

Wie wir Kinder vor sexueller Gewalt in Gemeinden schützen

Christian Rommert

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Beschreibung

Die Enthüllungen der letzten Jahre haben gezeigt: sexuelle Gewalt gibt es auch in Gemeinden und anderen christlichen Institutionen.
Christian Rommert zeigt die dunkle Realität von sexueller Gewalt im christlichen Umfeld. Er verleiht Opfern eine Stimme und verdeutlicht, dass Kinder und Jugendliche in christlichen Einrichtungen nicht besser geschützt sind als an anderen Orten. Dabei gibt er konkrete Hilfe und zeigt, wie sich Gemeinden, Kindergärten und Familien auf den Weg zu mehr Sicherheit begeben können.
Sein Fazit: Blindes Vertrauen wiegt uns in trügerische Sicherheit.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 11.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-417-26829-4
Verlag SCM R. Brockhaus
Maße (L/B/H) 22,2/14,6/2,5 cm
Gewicht 449 g
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Ein Muss für jeden Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit
von Kirsi am 22.01.2018

Kinder- und Pfadfindergruppen sind scheinbar sichere Orte, um seine Kinder abzugeben. In Gemeinden vertraut man einander und als Christen traut man dem Glaubensbruder oder der -schwester nichts Böses zu. Und doch kommt sexueller Missbrauch auch in den besten Gemeinden vor. Die Täter wirken dabei absolut vertrauenswürdig und kind... Kinder- und Pfadfindergruppen sind scheinbar sichere Orte, um seine Kinder abzugeben. In Gemeinden vertraut man einander und als Christen traut man dem Glaubensbruder oder der -schwester nichts Böses zu. Und doch kommt sexueller Missbrauch auch in den besten Gemeinden vor. Die Täter wirken dabei absolut vertrauenswürdig und kinderlieb. Um dem vorzubeugen und um es den Täter schwer bzw. unmöglich zu machen, bringt der Autor zahlreiche Tipps und Hilfestellungen an. Im ersten Teil des Buches geht der Autor auf die Ursachen ein, die sexuellen Missbrauch in Gemeinden fördern können. Dazu gehören Machtgefälle zwischen Mann und Frau, Tabuisierung von Sexualität, körperliche Gewalt gegenüber Kindern u. v. m.. Aus diesem Verstehen heraus ergeben sich mögliche Ziele für die jeweiligen Gemeinde: 1. die Kinder stark machen, 2. die Gemeinde stark machen gegen sexuellen Missbrauch, 3. die Mitarbeiter stark machen und sensibilisieren. Der Autor zeigt dabei Maßnahmen auf, die von Gemeinden ergriffen werden können, um Gemeinden sicher zu machen. Die Maßnahmen sind praktisch ausgerichtet und umsetzbar, wenn die Gemeinde (Leiter und Gemeindeglieder) daran interessiert ist, es potentiellen Tätern schwer bzw. unmöglich zu machen und sensibel und achtsam mit dieser Thematik umzugehen. Gut gefallen haben mir auch die praktischen Beispiele, die zeigen, wie eine sichere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aussehen kann. Das Buch sensibilisiert und macht auf einige Gefahrenstellen aufmerksam, die einem vielleicht nicht unbedingt so bewusst sind. Für mich ist es ein Muss, das jeder - Pastoren und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde - gelesen haben sollte.

von einer Kundin/einem Kunden aus Limburg am 11.01.2018
Bewertet: anderes Format

Jeder, der mit Kindern zu tun hat, sollte dieses Buch lesen - zu ihrem Schutz! Der Autor gibt umfassend Rat und Tipps für alle: Einrichtungen, Gemeinden, Betroffene, Eltern...

Kinder- und Jugendschutz in (christlichen) Einrichtungen
von orfe1975 am 10.01.2018

Cover und Gestaltung: ----------------------------- Das Titelbild mit dem Symbol des verlassenen Teddys inmitten der Kirchenbänke ist gut gewählt für das Thema. Es lässt erahnen, dass dem Kind, dem der Teddy gehört hat, etwas Schlimmes widerfahren ist, sonst hätte es den Teddy nicht liegen lassen. Der gedämpfte, etwas triste F... Cover und Gestaltung: ----------------------------- Das Titelbild mit dem Symbol des verlassenen Teddys inmitten der Kirchenbänke ist gut gewählt für das Thema. Es lässt erahnen, dass dem Kind, dem der Teddy gehört hat, etwas Schlimmes widerfahren ist, sonst hätte es den Teddy nicht liegen lassen. Der gedämpfte, etwas triste Farbstil passt hierzu ebenfalls sehr gut und zieht sich auch durch das ganze Buch, was an einigen Stellen doch etwas zu viel ist. Auch wenn der Teddy mittlerweile durch Thriller etc. als Symbol für Missetaten an Kindern schon etwas überstrapaziert ist, wird dem Betrachter sofort klar, worum es geht. Da das Buch ein Hardcover ist, ist es stabil und gut als Handbuch auch für Einrichtungen verwendbar. Inhalt: ----------------------------- Das Thema sexueller Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiges Thema. Auch und im Besonderen in christlichen Institutionen, denen oft blind vertraut sind, weil sie eben christlich sind. Gerade deswegen kann dort sexuelle Gewalt stattfinden und es mangelt gleichzeitig an Ratschlägen, damit sinnvoll umzugehen bzw. sinnvolle Prävention zu betreiben. Der Autor, der in seinem Umfeld selbst Erfahrung mit dem Thema gemacht hat, versucht in diesem Buch Tipps und Ratschläge für alle Betroffenen zu geben. Dabei sind Betroffene nicht nur die Opfer, sondern auch die Täter, die Eltern und christlichen Institutionen selbst. Mein Eindruck: ----------------------------- Bereits beim ersten Teil fiel mir der angenehme Schreibstil auf. Der Ton ist ruhig und sachlich. Daten und Fakten werden genannt, erste Hinweise, wie mit dem Thema umgegangen werden sollte aufgezeigt und einige Beispiele zum Thema Täter-Opfer-Beziehung genannt, ohne dabei reißerisch, pauschalisierend oder anklagend zu werden. Da ich mich bereits mit solchen Themen in Kursen und Vorträgen auseinandergesetzt habe, waren mir viele der Fakten nicht neu. Für diejenigen, die sich neu damit befassen, waren m. E. alle wichtigen Punkte genannt und mit Beispielen belegt. Besonders gefiel mir hierzu die Art der grafischen Aufbereitung verschiedener Statistiken. Allerdings erschwerten die tristen, braunen Farben sowie mangelnde Kontraste das Lesen. Die Beschriftung der Grafiken ist recht klein und die kaum erkennbaren farblichen Unterschiede erschwerten es, die Situation mit einem Blick zu erfassen. Hier hätte ich mir eine optisch bessere Darstellung gewünscht. Der Autor beleuchtet das Thema sehr umfassend und einfühlsam. Er beginnt mit der Frage, warum man sich dem Thema stellen muss, behandelt dann die Maßnahmen, wie Kinder aus Sicht der verschiedenen Beteiligten (Eltern, Einrichtungen) geschützt werden können im Allgemeinen und behandelt im dritten Teil gezielte Maßnahmen zum Schutz gegen Gewalt. Im letzten Abschnitt berichtet er ausführlich über ein Beispiel aus seiner Beratungspraxis und fasst die wichtigsten Punkte des Buches noch einmal zusammen. Hilfreiche Literaturtipps für alle Beteiligten runden den Ratgeber ab. Der Autor motiviert dazu, genau hinzusehen und offen und ehrlich miteinander umzugehen. Das betrifft sowohl die Fragestellung: Ab wann fängt sexuelle Gewalt überhaupt an, wo zieht man die Grenze? Wie gehe ich als Betroffener mit meiner Situation und meinen Gefühlen um? Was tue ich als Eltern, die das Gefühl haben, dass das ihr Kind Opfer von (sexueller) Gewalt/Belästigung ist? Wo kann ich mir Hilfe holen? Und noch viel mehr. Besonders interessant fand ich hier vor allem das Thema aus Sicht des Täters. Der Autor gibt auch hier Anregungen, wie man als Täter seine Neigungen erkennt und was man dagegen tun kann. Zwar sind die meisten Checklisten und Beispiele eher für Kitas und Gemeinden gedacht, aber auch als Eltern kann man von dem Buch profitieren, um sich selbst und sein Kind vorab stark zu machen und für das Thema zu sensibilisieren. Man merkt dem Buch an, dass der Autor selbst mit dem Thema viele Erfahrungen gesammelt hat und ihm das Thema am Herzen liegt. Der Autor baut bei seinen Ratschlägen weniger auf Schubladendenken und Verurteilung, dafür mehr auf offene und ehrliche Kommunikation und ein gemeinsames Bestreben, das Thema anzugehen. Hierzu haben mir zwei Bemerkungen des Autos besonders gut gefallen. Zum einen der Satz "Kinderschutz ist ein Prozess, bei dem es der ständigen Verbesserung bedarf." (S.103) Man steht nicht vor einer unbezwingbaren Wand, sondern kann den Prozess Schritt für Schritt erweitern. Ein Schritt ist besser als gar keiner. Zum anderen die Aussage für eine offene Kultur für Fehler: "Fehler sind Chancen, etwas besser zu machen und sich weiterzuentwickeln. Nirgendwo wachsen wir besser als im Garten unserer Probleme." (S. 137). Der Fokus des Buches liegt auf christlichen Einrichtungen und in diesem Kontext werden auch in einem kleinen Teil Bibelstellen beleuchtet sowie das Thema Vergebung behandelt. Allerdings ist die Auseinandersetzung mit den christliche Werten stellenweise durchaus kritisch und der Großteil der praktischen Hinweise und Maßnahmen ist für alle Einrichtungen anwendbar, die sich der Betreuung von Kindern und Jugendlichen widmen. Fazit: ----------------------------- Ein allumfassender, einfühlsam geschriebener Ratgeber für alle Beteiligten mit viel Praxisbezug

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