Angstmörder

Thriller

Nicholas Meller 1

(31)
Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt ...

Portrait
Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 09.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-43879-8
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 20,5/13,9/3,5 cm
Gewicht 458 g
Buch (Paperback)
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Buchhändler-Empfehlungen

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Mal ein etwas anderer Thriller mit einem sehr menschlichen, etwas herunter gekommenen Hauptprotagonisten, der raubeinig, aber leidenschaftlich ermittelt. Gute Unterhaltung. Mal ein etwas anderer Thriller mit einem sehr menschlichen, etwas herunter gekommenen Hauptprotagonisten, der raubeinig, aber leidenschaftlich ermittelt. Gute Unterhaltung.

Jennifer Pereira, Thalia-Buchhandlung Bonn

Ein Serienkiller treibt sein Unwesen während der Anwalt Nicholas Meyer versucht seine unschuldigen Mandanten aus dem Gefängnis zu holen. Eine sehr gut durchdachte Geschichte! Ein Serienkiller treibt sein Unwesen während der Anwalt Nicholas Meyer versucht seine unschuldigen Mandanten aus dem Gefängnis zu holen. Eine sehr gut durchdachte Geschichte!

„Super Buch!“

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Angstmörder ist ein tolles Buch für alle die auf Spannung und Action stehen. Eine unerwartete Wendung verändert die ganze Sichtweise, womit man als Leser vernichten rechnet. Die passende Liebesgeschichte fehlt in diesem Thriller ebenfalls nicht. Angstmörder ist ein tolles Buch für alle die auf Spannung und Action stehen. Eine unerwartete Wendung verändert die ganze Sichtweise, womit man als Leser vernichten rechnet. Die passende Liebesgeschichte fehlt in diesem Thriller ebenfalls nicht.

„Chirurgische Präzision“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Einfach nur höllisch spannend , sehr unheimlich und außergewöhnlich! Vor allem ist Nina eine Frau an der man nicht vorbei kommt und die bei aller Brutalität der einen unglaublichen Überlebenswillen beweist... Einfach nur höllisch spannend , sehr unheimlich und außergewöhnlich! Vor allem ist Nina eine Frau an der man nicht vorbei kommt und die bei aller Brutalität der einen unglaublichen Überlebenswillen beweist...

Carina Nickenig, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Auf der Suche nach dem wahren Mörder - aber Achtung: nichts für schwache Nerven. Ein außergewöhnliches Ermittlerduo, ein fesselnder Fall und Spannung pur mitten aus Köln! Auf der Suche nach dem wahren Mörder - aber Achtung: nichts für schwache Nerven. Ein außergewöhnliches Ermittlerduo, ein fesselnder Fall und Spannung pur mitten aus Köln!

„Pass auf, wem du vertraust! “

Jasmin Frese, Thalia-Buchhandlung Bremerhaven

Was tut man, wenn die Polizei den Fall für abgeschlossen hält? Genau, man muss selber tätig werden! Ein Thriller der anderen Art aus der Sicht eines Anwalts, der zusammen mit seiner Referendarin für die Unschuld seines Mandanten kämpft. Fesselnd bis zur letzten Seite! Was tut man, wenn die Polizei den Fall für abgeschlossen hält? Genau, man muss selber tätig werden! Ein Thriller der anderen Art aus der Sicht eines Anwalts, der zusammen mit seiner Referendarin für die Unschuld seines Mandanten kämpft. Fesselnd bis zur letzten Seite!

Sabine Hasler, Thalia-Buchhandlung Korbach

Ein besonderes Ermittlerteam ist fast unfreiwillig auf die Spur eines Psychopaten gekommen. Der erfolglose Anwalt und seine Referendarin überzeugten mich mit ihrer Hartnäckigkeit Ein besonderes Ermittlerteam ist fast unfreiwillig auf die Spur eines Psychopaten gekommen. Der erfolglose Anwalt und seine Referendarin überzeugten mich mit ihrer Hartnäckigkeit

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Mal wieder ein richtiger Krimikracher! Zwei sehr sympathische Hauptfiguren - vor allem Dingen SIE ist mal eine Heldin der anderen Art! Spielt außerdem in Köln, das geht immer! Mal wieder ein richtiger Krimikracher! Zwei sehr sympathische Hauptfiguren - vor allem Dingen SIE ist mal eine Heldin der anderen Art! Spielt außerdem in Köln, das geht immer!

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Krimifans aufgepasst:Diesen Autor müssen wir uns merken!Ein packendes Debüt, das Lust auf Mehr macht.Ein ungewöhnliches Ermittlerduo,ein authenischer komplexer Fall,fulminates Ende Krimifans aufgepasst:Diesen Autor müssen wir uns merken!Ein packendes Debüt, das Lust auf Mehr macht.Ein ungewöhnliches Ermittlerduo,ein authenischer komplexer Fall,fulminates Ende

Marcel Armlich, Thalia-Buchhandlung Düren

Das spannende Debüt eines originellen Ermittlerduos aus dem Raum Köln. Bitter mehr davon! Aber Achtung: Nichts für schwache Nerven! Das spannende Debüt eines originellen Ermittlerduos aus dem Raum Köln. Bitter mehr davon! Aber Achtung: Nichts für schwache Nerven!

Linda Schmidt, Thalia-Buchhandlung Iserlohn

Der Autor hat mich ab der ersten Seite in die Geschichte hinein katapultiert und mich bis zur letzten Seite gepackt. Dieser Thriller ist allerdings nichts für schwache Nerven Der Autor hat mich ab der ersten Seite in die Geschichte hinein katapultiert und mich bis zur letzten Seite gepackt. Dieser Thriller ist allerdings nichts für schwache Nerven

Ingeborg Hense, Thalia-Buchhandlung Soest

Wow! Ein super Thrillerdebüt. Sympathische Ermittler, hartnäckig und unkonventionell. Hoffentlich kommen noch weitere Fälle für Nicholas Müller.
Wow! Ein super Thrillerdebüt. Sympathische Ermittler, hartnäckig und unkonventionell. Hoffentlich kommen noch weitere Fälle für Nicholas Müller.

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
19
10
1
1
0

Gut recherchiert und packend geschrieben
von Krimisofa[dot]com am 28.12.2017

Einzelbewertung Plot: 4/5 Atmosphäre: 4/5 Charaktere: 3/5 Spannung: 4/5 Showdown: 4/5 --- Behinderten Menschen kommt oft der Charme eines Autounfalls zu – sie werden mit Mitleid angestarrt. Dabei wollen Menschen mit Behinderung nur eines sein: Menschen. Gleichberechtigt und barrierefrei behandelt, ohne mit schräg gehaltenen Kopf angesehen zu werden. Nur so kann Inklusion langfristig gewährleistet werden. In... Einzelbewertung Plot: 4/5 Atmosphäre: 4/5 Charaktere: 3/5 Spannung: 4/5 Showdown: 4/5 --- Behinderten Menschen kommt oft der Charme eines Autounfalls zu – sie werden mit Mitleid angestarrt. Dabei wollen Menschen mit Behinderung nur eines sein: Menschen. Gleichberechtigt und barrierefrei behandelt, ohne mit schräg gehaltenen Kopf angesehen zu werden. Nur so kann Inklusion langfristig gewährleistet werden. In Lorenz Stassens Thrillerdebüt nimmt das Thema Behinderung einen breiten Raum ein – aber davon abgesehen ist „Angstmörder“ auch ein verdammt gutes Buch. Nicholas Meller ist ein mäßig erfolgreicher Strafverteidiger, der mehr schlecht als recht über die Runden kommt. In erster Linie vertritt er vor Gericht osteuropäische Autoschieber, die er auch nur vertreten darf, weil sie von anderen – erfolgreicheren – Anwaltskanzleien zu ihm geschickt werden. Dabei ist Meller ein Vorzeigerusse. Als Kind kam er von Sibirien nach Deutschland und hat sich dann perfekt in die deutsche Gesellschaft integriert. Andere Russen, dessen Kontakt der klaustrophobe Meller bis auf wenige Ausnahmen vermeidet, werden in der Geschichte als schlecht integriert, mit einem Hang zur Kriminalität, dargestellt. Neben der bildhübschen Referendarin Nina bekommt er auch seinen ersten Mordfall und betritt damit völliges Neuland – auch bei Nina. Denn mit deren angeborener Behinderung kommt er anfangs so gar nicht, aber immerhin besser als andere Russen in der Geschichte, klar. Doch Nina ist selbstbewusst und tough und weist Meller darauf hin, wenn er sich ihr gegenüber tollpatschig verhält – etwa wenn sie Umzugskartons zusammenbasteln soll. Sie macht es eben auf ihre Weise und behält dabei ihren Stolz. In einem anderen Strang lernt man Christine kennen. Sie ist vor kurzem von Nordhorn nach Köln gezogen, weil sie von ihrem Freund im Internet bloßgestellt wurde und sie dringend einen Tapetenwechsel benötigte. Christine ist Krankenschwester in der Ausbildung zur Intensivpflegerin. Außerdem bekommen wir, anfangs vage, später intensiver, Einsichten in das Handeln des Täters. Besonders Letzteres fand ich irrsinnig interessant. Aber auch wie Stassen das Behindertenthema behandelt, finde ich sehr spannend; vor allem, weil man Menschen mit einer so speziellen Behinderung nur selten in Thrillern begegnet, überhaupt mit der Detailverliebtheit, mit der sich der Autor am Thema abarbeitet. Generell ist die Geschichte ausgezeichnet recherchiert, das merkt man vor allem bei den zahlreichen und sehr speziellen Themen, die in der Geschichte vorkommen. Ich kann sagen, dass sie ausgezeichnet recherchiert sind, weil ich mich mit einem der Themen zufällig auskenne und davon ausgehe, dass die anderen Themen ähnlich gut recherchiert sind. Insgesamt macht „Angstmörder“ von der ersten bis zur letzten Seite Spaß, auch wenn Stassen mir beim Täter ein paar Stereotypen zu viel eingebaut hat, aber das kann man angesichts der restlichen Geschichte verschmerzen. „Angstmörder“ ist ein Justizthriller, ohne trocken zu sein; ein Thriller, der das Rad zwar nicht neu erfindet, aber die besten bekannten Elemente des Genres her nimmt, sie zusammensetzt und daraus einen überdurchschnittlich guten Thriller bildet. Tl;dr: „Angstmörder“ ist ein exzellent recherchierter und packender Thriller, der zwar das Rad nicht neu erfindet, aber durch die Aufbringung des Behindertenthemas, das breiten Raum einnimmt, doch ein Stück weit outstanding ist.

Ohne Schnörkel, gerade heraus: gefällt mir!
von Wortschätzchen aus Kreis Heidelberg am 07.12.2017

Nicholas Meller ist ein Anwalt, der nicht gerade an Überarbeitung leidet. Dennoch will er eine Praktikantin einstellen. Für diesen Job bewirbt sich Nina – bildhübsch, aber nur mit einem Arm. Und sehr zielbewusst: der Job ist aus praktischen Gründen für sie interessant, denn er ist nicht so weit von... Nicholas Meller ist ein Anwalt, der nicht gerade an Überarbeitung leidet. Dennoch will er eine Praktikantin einstellen. Für diesen Job bewirbt sich Nina – bildhübsch, aber nur mit einem Arm. Und sehr zielbewusst: der Job ist aus praktischen Gründen für sie interessant, denn er ist nicht so weit von ihrer Wohnung weg. Und Nina ist diejenige, der mehr auffällt, als allen Anwälten und Ermittlern: sie entdeckt Parallelen zu verschiedenen Mordfällen, auch zu einem, dessen Angeklagter Meller vertritt. Wie intelligent, gerissen und gefährlich der Täter ist, merken die beiden erst, als es schon fast zu spät ist … Der Stil von Lorenz Stassen ist recht geradeaus. Das gefällt mir gut – ist es doch komplett konträr zur aktuellen „Mode“, jeden Text so verschwurbelt wie möglich zu verfassen. Hier bekommt der Leser exakt das, was er sieht, ganz ohne horrende Wendungen und exorbitante Zufälle. Das ist erfrischend und lässt nur so durch die Seiten fliegen. Dennoch wirkt alles auch ein wenig amateurhaft dadurch. Dass der Autor aber echt „was auf dem Kasten“ hat, merkt man spätestens auf den letzten 50 Seiten. Stassen ist einer der wenigen Autoren, die ein Buch absolut zufriedenstellend beenden können und es nicht einfach „abhacken“. Seine Figuren sind zudem sehr lebensecht und so angelegt, dass man sie sehr gut vor dem geistigen Auge entstehen lassen kann. Das Kopfkino läuft quasi von alleine. Mit Aleksandr bedient Stassen absolut jedes Russen-Klischee, mit Nicholas genau das Gegenteil. Dass eine körperliche Behinderung tatsächlich behindern kann, aber niemanden von etwas abhalten muss, zeigt er ebenfalls mit einem kleinen Seitenhieb. Überhaupt steckt das Buch voller feinem Wortwitz, Humor, Ironie und Galgenhumor. Dennoch wird es nie billig oder albern. Es gibt einen Ich-Erzähler-Strang aus Sicht von Nicholas und einen Strang, der in der Erzählerperspektive gehalten ist, der die Situation rund um den Täter darstellt. Diese Mischung gefällt mir super gut und versorgt den Leser mit all den Informationen, die er benötigt. Es gibt keine nervenzerreißende Spannung, dennoch ist das Buch alles andere als langweilig. Wieder einmal bestätigt sich, dass Drehbuchautoren genau meinen Geschmack beim Schreiben treffen. Den Trend, dass der Protagonist eine verkrachte Existenz sein muss, umgeht Stassen mit einem Trick: Nicholas ist nicht der typische Anwalt, sondern krebst am Rande seiner Existenz herum. Er hatte einen denkbar schlechten Start und nicht genug Ehrgeiz und schon gar keine Energie, um seine Kanzlei so richtig in Schwung zu bekommen. Aber wenn er denn mal angestoßen ist, läuft er auf Höchstform auf. Ganz ohne Alkohol- und Drogenexzesse – wunderbar! Dem aktuellen Trend, aus allem und jedem eine Trilogie oder ganze Serie zu machen, wird dieses Buch vermutlich auch anheimfallen. Nicholas und Nina hätten jedenfalls das Zeug dazu und die Ideen, die in diesem Buch stecken, zeigen, welches Potenzial in Stassen steckt. Ich wurde wirklich gut unterhalten, doch für einen Thriller fehlt dann doch noch ein Stück. Für mich ist „Angstmörder“ ein toller Krimi, aber kein Thriller. Insgesamt gebe ich vier Sterne und kann das Buch ruhigen Gewissens empfehlen.

Angstmörder
von nellsche am 19.11.2017

Der eher erfolglose Anwalt Nicholas Meller ist bereit, eine Referendarin bei sich aufzunehmen. Als Nina sich vorstellt, bemerkt er sofort ihren fehlenden rechten Arm. Er gibt ihr eine Chance und muss schnell feststellen, dass Nina trotz ihrer Behinderung eine starke junge Frau ist, die mit beiden Beinen fest im... Der eher erfolglose Anwalt Nicholas Meller ist bereit, eine Referendarin bei sich aufzunehmen. Als Nina sich vorstellt, bemerkt er sofort ihren fehlenden rechten Arm. Er gibt ihr eine Chance und muss schnell feststellen, dass Nina trotz ihrer Behinderung eine starke junge Frau ist, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Die beiden kommen sehr gut miteinander aus und vertiefen sich in ihren ersten gemeinsamen Fall. Dabei kommen sie einem unheimlichen Mörder immer näher, der seine Opfer einkreist und brutal ermordet.  Dieser Thriller ist ein absolutes Lesehighlight! Spannung pur, gepaart mit dezentem Humor, dazu ein großartig durchdachter Fall. Einfach perfekt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und schnell lesbar, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Der Hauptprotagonist Nicholas Meller war mir von Anfang an sympathisch. Er ist kein Überflieger oder perfektionistischer Anwalt, sondern eher ruhig, deshalb eben auch tendenziell erfolglos. Seine Gedankengänge zu dem Fall gefielen mir sehr gut und waren verständlich und nachvollziehbar. Ich fand es toll, den Fall bzw. die Aufklärung aus seiner Sicht zu begleiten, statt aus Sicht der Polizei. Nina war mir ebenfalls sofort sympathisch. Ich mochte ihre Ehrlichkeit und ihren Umgang mit ihrer Behinderung. Dass sie es ohne rechten Arm nicht leicht hatte, ist verständlich. Doch sie geht sehr offen damit um und gibt auch mehrfach Anlässe für humorvolle Dialoge und Szenen, die mich zum Grinsen brachten.  Der Plot war sehr gut durchdacht und nicht durchschaubar. Es gab immer wieder Passagen vom Täter zu lesen, ohne dass seine  wahre Identität bekannt war. Er war ein sehr intelligenter Täter, der überlegt planvoll handelte und mich deshalb faszinierte. Die Spannung wurde von Anfang an sehr gut aufgebaut und steigerte sich immer mehr, um am Ende nochmals so richtig in die Höhe zu gehen. Richtig gut! Ein perfekter Thriller, den ich vorbehaltlos empfehlen kann. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.