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Geständnisse

Roman. Ausgezeichnet mit dem Hon'ya Taisho award

(27)
Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.
Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten.
Rezension
"Der Thriller 'Geständnisse' der japanischen Autorin Kanae Minato dreht sich um einen Mord an einer Vierjährigen und gehört zum Subtilsten, was ich seit langem gelesen habe. Dieses Buch über den Ursprung des Bösen in uns liefert sowohl Spannung als auch Innenansichten aus einem faszinierenden Land." Denis Scheck in ARD "druckfrisch"
Portrait
Kanae Minato, geboren 1973 in Japan, begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit dem Bestseller "Geständnisse", der erfolgreich verfilmt wurde. Ihre Romane und Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 27.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-10290-9
Verlag Bertelsmann
Maße (L/B/H) 203/130/27 mm
Gewicht 399
Originaltitel Kokuhaku (Confessions)
Verkaufsrang 756
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99
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„Aufwühlende Geständnisse “

Isabel Schulz, Thalia-Buchhandlung Berlin

„Ich verstehe, warum Mord als Verbrechen angesehen wird. Dagegen verstehe ich nicht unbedingt, warum Mord an und für sich schon als böse gilt.“

Yuko Moriguchi ist Lehrerin und Alleinerziehende Mutter als ihre kleine Tochter ertrunken aufgefunden wird. Doch Moriguchi glaubt nicht an einen Unfall und wird selbst zur Ermitteln und Richterin.

Dieses
„Ich verstehe, warum Mord als Verbrechen angesehen wird. Dagegen verstehe ich nicht unbedingt, warum Mord an und für sich schon als böse gilt.“

Yuko Moriguchi ist Lehrerin und Alleinerziehende Mutter als ihre kleine Tochter ertrunken aufgefunden wird. Doch Moriguchi glaubt nicht an einen Unfall und wird selbst zur Ermitteln und Richterin.

Dieses Buch bietet einem alles, was man von einem guten Krimi erwartet: Unerwartete Wendungen. Wahnsinnige Handlungen. Die Frage um Moral und Gerechtigkeit. Und das vor dem Schauplatz einer Schulklasse.

Böse und Intelligent!

„Perfide und ungewöhnlich!“

Juliana Grassel, Thalia-Buchhandlung Heidelberg

Eine alleinerziehende Lehrerin, die ihre Tochter verliert. Was ist an dem besagten Tag tatsächlich vorgefallen? Aus verschiedenen Blickpunkten wird genau das näher beleuchtet und so breitet sich die grauenvolle Wahrheit mehr und mehr aus. Eine alleinerziehende Lehrerin, die ihre Tochter verliert. Was ist an dem besagten Tag tatsächlich vorgefallen? Aus verschiedenen Blickpunkten wird genau das näher beleuchtet und so breitet sich die grauenvolle Wahrheit mehr und mehr aus.

Andrea Dippel, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Unfassbar spannendes Rachedrama Unfassbar spannendes Rachedrama

Haike Zimmer, Thalia-Buchhandlung Dresden

Geständnisse bestimmen die Handlung dieses Buches.Geständnisse
welche einen schauern lassen.Eine unvorhersehbare Geschichte. !
Tiefenpsychologischer Roman und sehr sehr spannend.
Geständnisse bestimmen die Handlung dieses Buches.Geständnisse
welche einen schauern lassen.Eine unvorhersehbare Geschichte. !
Tiefenpsychologischer Roman und sehr sehr spannend.

„Ein Spiegel der japanischen Gesellschaft“

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Kanae Minato hat mich mit ihrem Buch mehr als nur überrascht.
Sehr eindrucksvoll erzählt die Autorin einzelne Ereignisse aus der Sicht verschiedener Personen und schafft es so wundervoll eine ganz besondere Tiefe in ihrem Roman zu erschaffen. Je weiter man liest, desto öfter stellt sich die Frage, wer jetzt nun eigentlich Opfer und
Kanae Minato hat mich mit ihrem Buch mehr als nur überrascht.
Sehr eindrucksvoll erzählt die Autorin einzelne Ereignisse aus der Sicht verschiedener Personen und schafft es so wundervoll eine ganz besondere Tiefe in ihrem Roman zu erschaffen. Je weiter man liest, desto öfter stellt sich die Frage, wer jetzt nun eigentlich Opfer und wer Täter ist.
Ein tiefgründiges und verstörendes Psycho- und Sozialdrama der ganz besonderen Art.

Hatice Uzun, Thalia-Buchhandlung Ludwigsburg

Sehr böse, sehr spannend, unbedingt Lesen !!! Außergewöhnlich gut !!! Sehr böse, sehr spannend, unbedingt Lesen !!! Außergewöhnlich gut !!!

V. Huttner, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Eine geniale Geschichte um Verbrechen und Strafe.Subtil, hintergründig und zum Teil bitterböse! Wer Murakami und Higashino mag, muss Minato lesen, unbedingt! Eine geniale Geschichte um Verbrechen und Strafe.Subtil, hintergründig und zum Teil bitterböse! Wer Murakami und Higashino mag, muss Minato lesen, unbedingt!

Lisa Teichmann, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Dieser absolut hervorragende Thriller lässt den Leser nicht mehr los und bietet einen guten Einblick in das japanische Bildungssystem. Einfach nur hervorragend! Dieser absolut hervorragende Thriller lässt den Leser nicht mehr los und bietet einen guten Einblick in das japanische Bildungssystem. Einfach nur hervorragend!

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Ein vierjähriges Kind ist tot - Unfall oder Mord? Die Mutter kennt die beiden Schuldigen. Ein perfider Rachefeldzug beginnt, abgrundtief verstörend und subtil - und sehr spannend Ein vierjähriges Kind ist tot - Unfall oder Mord? Die Mutter kennt die beiden Schuldigen. Ein perfider Rachefeldzug beginnt, abgrundtief verstörend und subtil - und sehr spannend

Lukas Limberg, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

"Geständnisse" erzählt eine unglaublich packende Geschichte, die dem Leser unter die Haut geht und nach dem Zuklappen des Buches noch lange nachhallt. Wirklich großartig! "Geständnisse" erzählt eine unglaublich packende Geschichte, die dem Leser unter die Haut geht und nach dem Zuklappen des Buches noch lange nachhallt. Wirklich großartig!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Kanae Minatos Buch ist einfach vieles: Vor allen Dingen, aber perfide, moralisch und düster. Kanae Minatos Buch ist einfach vieles: Vor allen Dingen, aber perfide, moralisch und düster.

Maren Höll, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Wie ein gefährlicher Strudel zieht einen die Geschichte​ tiefer hinein in die Fragen nach Schuld und der Ausübung von Selbstjustiz. Nicht aus der Hand zu legen. Wie ein gefährlicher Strudel zieht einen die Geschichte​ tiefer hinein in die Fragen nach Schuld und der Ausübung von Selbstjustiz. Nicht aus der Hand zu legen.

Olivia Wehling, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Ein psychologisch raffiniertes Buch, dass einen zum Nachdenken anregt und wunderbar unterhält! Ein Rachefeldzug der ganz bösen Art. Ein psychologisch raffiniertes Buch, dass einen zum Nachdenken anregt und wunderbar unterhält! Ein Rachefeldzug der ganz bösen Art.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein kleines, extrem feines und seeehr böses Buch ! Ein kleines, extrem feines und seeehr böses Buch !

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
17
9
1
0
0

Lektion des Bösen
von Nina2401 aus Sankt Augustin am 17.06.2017

Als ich das Buch zugeklappt habe, musste ich erst einmal tief durchatmen. Wow, was für eine Geschichte! Die Idee, etwas aus verschiedenen Perspektiven fortlaufend zu erzählen, ist nicht neu und seit „Die Sünden meiner Väter“ bin ich ein großer Fan dieser Art zu erzählen. Aber „Geständnisse“ ist in jeder Hinsicht... Als ich das Buch zugeklappt habe, musste ich erst einmal tief durchatmen. Wow, was für eine Geschichte! Die Idee, etwas aus verschiedenen Perspektiven fortlaufend zu erzählen, ist nicht neu und seit „Die Sünden meiner Väter“ bin ich ein großer Fan dieser Art zu erzählen. Aber „Geständnisse“ ist in jeder Hinsicht anders. Und für mich neu! Der Titel könnte nicht passender gewählt sein, denn nach der Lehrerin Moriguchi kommen noch weitere Personen zu Wort und Wahrheiten an die Oberfläche, die mir teilweise den Atem nahmen. Jedem dieser Personen ist ein eigenes Kapitel gewidmet und jeder bis auf Moriguchi kommt nur einmal zu Wort. Das letzte Kapitel gehört noch einmal Moriguchi und das macht Geständnisse auf eine besondere Art „rund“. Der Klappentext gibt nur wenig vom Inhalt preis und das ist auch gut so. „Geständnisse“ ist absolut nicht vorhersehbar und eine überraschende Wende folgte der nächsten. Das war teilweise ganz schön harter Tobak, denn Kanae Minato lässt mich in menschliche Abgründe blicken, die ich nicht erwartet habe. Einiges ist der japanischen Kultur geschuldet, die sich schon ein wenig von unserer Kultur unterscheidet. Aber vieles hätte hier genau so passieren können. Das alles hat Kanae Minato in einem Schreibstil verfasst, den ich als zurückhaltend bezeichnen würde. Es gibt keine brutalen Szenen und auch keine wirklichen Cliffhanger, auch wenn der letzte Satz der jeweiligen Kapitel mich frösteln ließen. Sie erzeugt Spannung - ohne Frage – aber eben auf eine ganz andere Art als ich es gewohnt bin. Fazit: Geständnisse lebt von den Geheimnissen, die so nach und nach an die Oberfläche schwappen, bringt mir die japanische Kultur etwas näher und lässt mich in menschliche Abgründe blicken.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Lässt tief in menschliche Abgründe blicken
von einer Kundin/einem Kunden aus Weeze am 16.06.2017

„Geständnisse“ erzählt die Geschichte vom Mord an einer Vierjährigen begangen durch zwei dreizehnjährige Schüler. Die Lehrerin Yuko Moriguchi, die Mutter des ermordeten Mädchens, hält am letzten Schultag vor ihrer Klasse eine Rede. In dieser Rede erklärt sie, warum sie überhaupt Lehrerin wurde, erzählt dann, dass sie ihre Stelle gekündigt... „Geständnisse“ erzählt die Geschichte vom Mord an einer Vierjährigen begangen durch zwei dreizehnjährige Schüler. Die Lehrerin Yuko Moriguchi, die Mutter des ermordeten Mädchens, hält am letzten Schultag vor ihrer Klasse eine Rede. In dieser Rede erklärt sie, warum sie überhaupt Lehrerin wurde, erzählt dann, dass sie ihre Stelle gekündigt hat, beschuldigt zwei ihrer Schüler des Mordes an ihrer Tochter und verrät distanziert und eiskalt, warum sie diese nicht an die Polizei verraten wird. Stattdessen teilt sie ihnen mit, auf welche ganz persönliche Art und Weise sie Rache an ihnen genommen hat. Daraufhin nimmt ein tödliches Drama seinen Lauf, an dessen Ende keiner – weder Jugendlicher noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt. Dieses Buch erschließt sich dem Leser in einer nicht linearen Erzählform durch ein perfektes Zusammenspiel der im Buch enthaltenen Geständnisse. Obwohl man als Leser bereits nach dem ersten Kapitel grob weiß, was passiert ist und die Geschehnisse sich aus jeweils anderen Perspektiven geschildert wiederholen, wird es nicht langweilig. Nach und nach erhält man immer mehr Einblick in das, was tatsächlich geschehen ist und warum die einzelnen Protagonisten so handelten, wie sie es taten. Dabei wird die Geschichte mit jedem Kapitel abgründiger und entwickelt einen Sog, so dass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen mag. Nach jedem Geständnis finden sich neue Puzzle-Teile, die sich passend ins Gesamtbild einfügen. Es gibt Überraschungen und Wendungen, die für mich nicht vorhersehbar waren. Die Grenzen zwischen Opfern und Tätern sind an manchen Stellen fließend, Mitleid erscheint manchmal erst auf den zweiten Blick als angebracht – oder ist es vielleicht sogar gänzlich unangebracht? Nach so manchem Kapitel brauchte ich eine Pause, um erstmal das Gelesene zu verdauen. Und auch das grausame und stimmige Ende ließ mich das Buch zuklappen und erstmal tief durchatmen, um Luft zu holen nach dieser ebenso packenden wie ungewöhnlichen Geschichte. Es geht um verblendete Liebe und erdrückende Fürsorge, um Gleichgültigkeit und Misshandlung; um Kinder, die an einer auf Leistung und Erfolg ausgerichteten Gesellschaft zerbrechen, die jeglichen Sinn für Gut und Böse verloren haben und in ihrer verzweifelten Suche nach Zuneigung und Anerkennung alle menschlichen Grenzen überschreiten. Die fiktive Handlung spielt in Japan und natürlich fließen auch die Wertvorstellungen und gesellschaftlichen Konventionen dieses Landes mit ein. Nichtsdestotrotz finden sich hier Probleme bezüglich des Jugendstrafrechts oder der Erziehung , die auch in unserem Land existieren und die viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren bieten. „Geständnisse“ ist ein Roman, der in diesem Jahr zu meinen absoluten Highlights gehört und den ich Lesern empfehlen kann, die keine Angst davor haben, tief in menschliche Abgründe zu blicken.

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1 0
Eine Geschichte, die wirklich unter die Haut geht
von vielleser18 aus Hessen am 22.04.2017

Die 4jährige Tochter der Lehrerin Yuko Moriguchi ertrinkt im Schwimmbecken der Schule. Warum ? Wie ist das passiert ? Wie kam die Kleine in den abgesperrten Bereich ? Schnell wird auch dem Leser klar, anscheinend steckt da mehr dahinter, viel mehr. "Geständnisse" wird aus Sicht von mehreren involvierten Personen erzählt.... Die 4jährige Tochter der Lehrerin Yuko Moriguchi ertrinkt im Schwimmbecken der Schule. Warum ? Wie ist das passiert ? Wie kam die Kleine in den abgesperrten Bereich ? Schnell wird auch dem Leser klar, anscheinend steckt da mehr dahinter, viel mehr. "Geständnisse" wird aus Sicht von mehreren involvierten Personen erzählt. Anfang hat mich der Stil, in dem die Lehrerin und Mutter mit ihrer Klasse spricht etwas irritiert, da es ein seitenlanger Monolog ist, der mir fast zu emotionslos, zu gefühllos erschien. Doch dieser Monolog ist nur der Anfang von der erschütternden Geschichte. Moriguchis Rede vor der Klasse, ist, wenn auch die Form, der Stil hier ungewöhnlich ist, trotz allem aufwühlend. Zudem wird der Leser schon von Beginn an gewzungen über Schuld, Sühne, Rache, Liebe und viele andere Empfindungen nachzudenken. Im Buch kommen mehrere zu Wort, Mitschüler, Schuldige, Angehörige. Immer wieder wird die selbe kurze Zeitschiene von drei Monaten aufgerollt. Aber wer denkt, dies wäre langweilig dargestellt, der irrt. Denn je mehr Facetten die Ereignisse bekommen, desto klarer kristalliert sich nach und nach die ganze Wahrheit heraus. Und gibt es nur eine Wahrheit ? Die Autorin hat mich immer wieder überrascht, immer wieder stellen sich neue Sichten, neue Empfindungen, neue Wahrheiten heraus. Die Wendungen sind für den Leser nicht vorhersehbar, überraschen und sind sehr dramatisch. Minato spielt mit den Gefühlen der Leser, auch meine Haltung zu manch einem Protagonisten musste das ein oder andere Mal revidiert werden. Das Buch liest sich wie eine Achterbahn der Gefühle. Erschreckend, verstörend, tiefgründig und eine ganz und gar nicht leichte Kost bietet uns die japanische Autorin Minato. Mich hat einerseits die wechselnden Perspektiven gefesselt, anderseit die verschiedenen Motivationen. Aber auch der von der Autorin gekonnte verwebte Wechsel der Erzählenden, meines Erachtens ist ihr hier eine groß angelegte schriftstellerische Kompostion gelungen. Die Geschichte lässt einem beim Lesen nicht kalt. Sie hat mich herausgefordert, sie hat mich nachdenken lassen über Gut und Böse, über Schuld und Sühne, über Dinge, die beeinflussbar sind oder nicht. Über Erziehung, Moral und Strafen. Ein Buch, dass wahrlich unter die Haut geht. Das Buch erschien in Japan schon im Jahre 2008 und wurde bereits erfolgreich verfilmt. Die deutsche Ausgabe erschien nun 2017 im Bertelsmann Verlag und ich empfehle jedem, vor dem Film erst einmal das Buch zu lesen, denn ich glaube, diese subtile Geschichte ist beim Lesen viel intensiver als beim Zuschauen zu vermitteln. Fazit: Bitter, tiefgründig, ausgefeilt, harte Kost - ein Roman, der mit einer groß angelegten schriftstellerischen Komposition beeindruckt und einen nicht kalt lässt.

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