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Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Roman

(11)
Sie hat kein Gedächtnis und nur eine Erinnerung: und dafür geht sie bis ans Ende der Welt.Ein außergewöhnlicher Coming-of-Age-Roman, den man so schnell nicht mehr vergessen wird. Emily Barrs ›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden‹ ist die Geschichte eines Mädchens, das für einen Kuss bis an den Nordpol reist und durch Briefe aus Paris die kleinen bunten Wunder des Lebens entdeckt. Ungewöhnlich berührend und bezaubernd erzählt!„Ich schaue auf meine Hand. Dort steht Flora, das bin ich. Die Buchstaben auf dem Handrücken bilden meinen Namen. Ich halte mich daran fest. Ich bin Flora. Darunter steht: Sei mutig! Ich schließe meine Augen und hole tief Luft. Ich weiß nicht, warum ich hier bin, aber alles wird gut.“Flora Banks Leben ist wie ein tausendteiliges Puzzle in allen Farben des Regenbogens. Jeden Tag muss sie es erneut zusammensetzen. Sie muss sich daran erinnern, wer sie ist und was los ist. Manchmal stündlich. Nichts, was seit ihrem 10. Geburtstag passiert ist, bleibt ihr im Gedächtnis. Doch auf einmal ist da diese eine Erinnerung in ihrem Kopf. Und sie bleibt, verschwindet nicht wie die anderen Details aus ihrem Leben. Es ist die Erinnerung daran, wie sie nachts am Strand einen Jungen geküsst hat. Bewaffnet mit Handy, Briefen von ihrem Bruder aus Paris, einem prallgefüllten Notizbuch und tausenden von Zettelchen macht sich Flora Banks auf eine Reise, die sie letztendlich zu sich selbst führt. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie jetzt entscheiden, wer sie wirklich sein will.
Rezension
Flora ist eine wunderbare Heldin mit einem eigenwilligen Blick auf die Welt und sehr viel Mut. Jana Mikota Alliteratus 20170406
Portrait
Emily Barr arbeitete lange Zeit begeistert in einer trubeligen Zeitungsredaktion. Manchmal sehnte sie sich jedoch nach einer stillen Ecke, um die Geschichten aufschreiben zu können, die ihr im Kopf rumspukten. Schon als Kind hatte sie nachts immer ihren Vater gehört, der auf seiner alten Schreibmaschine Romane schrieb. Emily lernte dadurch, dass man seine Träume verwirklichen kann, wenn man es nur will. Also begann sie selbst mit ihrem ersten Buch. Mittlerweile hat Emily einige Bücher veröffentlicht. ›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben sein‹ ist ihr YA-Debüt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Cornwall, England.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Altersempfehlung ab 14
Erscheinungsdatum 23.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8414-4007-5
Verlag Fischer Fjb
Maße (L/B/H) 221/152/32 mm
Gewicht 496
Auflage 1
Verkaufsrang 8.373
Buch (gebundene Ausgabe)
16,99
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aussergewöhnlicher Coming-of-Age Roman
von Favola aus Diessenhofen am 21.04.2017

Flora Banks ist ein ganz aussergewöhnlicher Teenager. Sie leidet nämlich an anterograder Amnesie, das heisst, dass sie sich an nichts erinnern kann, das nach ihrem 10. Geburtstag passiert ist. Sie hilft sich mit einem Erinnerungs-Buch, einer Flut Notizzettel und den wichtigsten Stichwörtern auf ihren Armen. Doch dann küsst sie Drake,... Flora Banks ist ein ganz aussergewöhnlicher Teenager. Sie leidet nämlich an anterograder Amnesie, das heisst, dass sie sich an nichts erinnern kann, das nach ihrem 10. Geburtstag passiert ist. Sie hilft sich mit einem Erinnerungs-Buch, einer Flut Notizzettel und den wichtigsten Stichwörtern auf ihren Armen. Doch dann küsst sie Drake, den Freund ihrer einzigen und besten Freundin. Dies ist für Flora so einschneidend, dass sie sich daran erinnern kann. Drake kann ihr helfen, sich zu erinnern! Nur dumm, dass er zum Studieren in die Arktis fährt und Flora mit ihrem Gefühlschaos alleine lässt. Doch wir erleben, wie sich Flora weiterentwickelt, über sich hinaus wächst und so das Abenteuer ihres Lebens erlebt. "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist aus der ich-Perspektive der 17-jährigen Flora erzählt. Emily Barrs Schreibstil ist zwar sehr einfach und schlicht gehalten, doch durch die vielen Wiederholungen durch Floras Amnesie, schafft es die Autorin super, uns Floras Leben und Probleme näher zu bringen. Klar können diese sich ständig wiederholenden Sequenzen den Lesefluss etwas stören und man muss sich erst etwas an diesen doch sehr speziellen Erzählstil gewöhnen, doch man kann sich dadurch viel mehr in die Protagonistin hineinversetzen. Flora Banks ist ein toller Charakter. Komplex und facettenreich gezeichnet, bekommt man einen wunderbaren Einblick in ihr Innerstes. Durch den Kuss realisiert sie immer mehr, dass sie ja keine zehn Jahre mehr ist sondern eine junge Frau. Durch die Amnesie hat sie viele Ängste und Zweifel, doch sie ist mutig und springt immer wieder über ihren Schatten. "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" beginnt sehr ruhig. Emily Barr lässt sich Zeit, uns ihre Protagonistin vorzustellen und uns in ihre Krankheit zumindest zu einem Teil einfühlen zu können. Gekonnt zieht sie nach und nach die Spannung an, Floras Lage spitzt sich immer mehr zu, bis sie sich wirklich auf die Reise macht. Gegen den Schluss überschlagen sich die Dinge regelrecht. Die Autorin überrascht mit unerwarteten Wendungen, gibt eine gehörige Portion Drama hinzu und bringt Licht ins Dunkle. Dazu schleicht sich leider die eine oder andere Ungereimtheit ein. Mir persönlich war es schon fast ein bisschen zu viel in zu kurzer Zeit, doch das Ende lässt einen versöhnlich und hoffnungsvoll zurück. Fazit: "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist ein wirklich aussergewöhnlicher Coming-of-Age Roman! Emily Barrs Debüt ist zwar nicht ganz rund, dafür aber ein ungeschliffener Diamant mit starker Protagonistin, interessanter Thematik und einer wichtigen Botschaft: Sei mutig!

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Ungewöhnliche Liebesgeschichte mit mutiger Protagonistin
von Girdin aus Erkelenz am 17.04.2017

Der Titel des Buchs „Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden“ von Emily Barr ist für die 17-jährige Protagonistin Flora Banks Programm, denn in ihrem 10. Lebensjahr hat eine anterograde Amnesie, die durch ein Ereignis eingetreten ist bei dem ihr Gehirn so geschädigt wurde, dass sie alltägliche... Der Titel des Buchs „Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden“ von Emily Barr ist für die 17-jährige Protagonistin Flora Banks Programm, denn in ihrem 10. Lebensjahr hat eine anterograde Amnesie, die durch ein Ereignis eingetreten ist bei dem ihr Gehirn so geschädigt wurde, dass sie alltägliche Dinge spätestens beim Aufwachen wieder vergessen hat. Manches kann sie sich sogar nur für Stunden merken. Wer das wunderschön gestaltete Cover mit seinen Ranken und der glänzenden erhabenen Schrift anschaut, wundert sich über einen Elch in der Mitte links und ein Flugzeug auf der rechten Seite. Sie stehen symbolisch für das Abenteuer, das Flora in diesem YA-Roman erlebt und dabei über sich selbst hinauswächst. Alles, was sich vor der Amnesie ereignet hat, vergisst Flora nicht. Für die Sachen, die sie im täglichen Leben wissen muss, beschreibt sie ihre Arme und Hände, Zettel und Notizbücher, manchmal macht sie ein Foto mit ihrem Handy. Sie hat es wirklich nicht einfach; so zu leben wünscht man sich nicht. Doch dann hat sie nach einer Party ein neues, nie dagewesenes Erlebnis. Sie wird von dem 19-jährigen Drake in einer romantischen Situation geküsst. Und es passiert für sie das Unmögliche: sie kann sich am nächsten Tag daran erinnern! Auch an das Gespräch mit ihm. Doch Drake hat sich gerade von ihrer besten Freundin getrennt und wird zukünftig auf Spitzbergen/Norwegen studieren. Als ihr in Paris lebender Bruder dringend die Hilfe ihrer Eltern benötigt und sie allein zu Hause bleibt, sieht sie endlich die Chance aus dem ihr von ihren Eltern gesetzten Rahmen auszubrechen und alleine zu entscheiden, was sie tun und lassen möchte. Der Kuss lässt sie nicht ruhen und sie beschließt, Drake zu suchen. Die 17-jährige Flora verharrt wissensmäßig auf dem Stand einer 10-Jährigen. Jede neue Erkenntnis, jede neue Erfahrung ist bereits nach wenigen Stunden nicht mehr abrufbar. Sie legt sich ihre Notizen sichtbar hin, um daran erinnert zu werden, dass es diese gibt. Eigentlich müsste sie stundenlang darüber nachlesen, was sie in den letzten Jahren gelernt und erlebt hat. Das geht natürlich nicht und so beschränkt sie sich auf das Wesentliche. Der Roman ist in der Ich-Perspektive geschrieben. So konnte ich durch die etlichen Wiederholungen, die Flora jeden Tag durchliest, um sich ihr Wissen mühsam erneut zu erarbeiten ein wenig davon ahnen, wie schrecklich es für sie jedes Mal sein muss, ihr Umfeld neu kennen zu lernen. Und dennoch konnte ich es kaum nachzuvollziehen, denn an das, was mich bereits anfing zu langweilen, konnte Flora sich ja jedes Mal nicht erinnern. Flora kleidet sich meistens wie ein Kind und äußert sich entsprechend, ihr Tun wirkt auf andere häufig befremdlich. Sie selbst ist sich dessen bewusst und nichts liegt ihr mehr am Herzen als so zu sein wie Gleichaltrige. Im Buch wird ihre Pubertät nicht thematisiert, doch ihre Reize bleiben nicht verborgen und es prickelt und kribbelt in ihr als sie mit Drake allein ist. Von Drake geht für sie keine Gefahr aus, denn sie hat festgestellt, dass er sie schon eine Weile kennen muss. Weil sie sich am nächsten Tag auch an das Gespräch mit ihm erinnert sieht sie die Möglichkeit, dass sie sich an noch mehr erinnern wird und ihr Leben sich demzufolge ändert. Diese Chance ist es ihr Wert, ihn zu suchen um die Beziehung fortzusetzen, weil sie ihn für ihren Glückritter hält. Die Autorin stellt die Liebesromanze zwischen Flora und Drake bei ihrer Erzählung in den Vordergrund. Dahinter zurück tritt das Verhältnis von Flora zu ihren Eltern, die bewusst das Verhalten ihrer Tochter in den vergangenen Jahren nach eigenem Willen geleitet haben. Für mich war es schwierig, trotz der Probleme der Mutter, dafür Verständnis aufzubringen. Flora hätte sicher durch weiteren Zugang zu sozialen Medien mehr Möglichkeiten gehabt, sich mit Gleichaltrigen auszutauschen. Zum Glück hat sie ihre Freundin Paige, die sie seit dem Kindergarten kennt. Aber auch in diese Freundschaft mischt sich ein Erwachsener ein. Floras ganz großer Rückhalt ist ihr Bruder, erst zum Ende des Buchs begreift sie und damit auch ich als Leser welche große Rolle er seit der Erkrankung für sie gespielt hat. „Sei mutig“ liest Flora jeden Tag eintätowiert auf ihrer Hand. Wie wichtig der Mut für sie ist, um eingefahrene Gleise zu durchbrechen und Grenzen zu überschreiten liest man in dieser Geschichte. Emily Barr erzählt sehr emotional und neben der Faszination für die Kraft, die Flora aufbringt um mit ihrer Einschränkung zu leben, war ich gespannt darauf, ob es ihr gelingen wird, Drake in Spitzbergen zu finden und ob er sie wirklich liebt. Das Ende konnte manche meiner offenen Frage beantworten und ließ mich erneut staunen, was alles in Flora steckt. „Jeder Tag kann der Schönste n deinem Leben werden“ ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit einer beherzten Protagonistin, die mir sympathisch wurde. Der Autorin ist es gelungen, einige Charaktere so zu zeichnen, dass man bis zum Schluss nicht weiß, ob sie es gut mit Flora meinen oder nicht. Ich habe Flora gerne auf ihrer Reise begleitet, die für mich gefühlsmäßig ein Abenteuer war. Gerne gebe ich hierfür eine Leseempfehlung.

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"FLORA - Sei mutig!"
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 09.04.2017

Flora Banks lebt nur im Hier und Jetzt, denn sie hat eine anterograde Amnesie. Sie ist siebzehn und speichert seit sieben Jahren keine neuen Erinnerungen mehr ab. Mittels Nachrichten auf ihren Händen, ihrem Notizbuch, auf dem Handy und dem Computer erinnert sie sich selbst immer wieder daran, was gerade... Flora Banks lebt nur im Hier und Jetzt, denn sie hat eine anterograde Amnesie. Sie ist siebzehn und speichert seit sieben Jahren keine neuen Erinnerungen mehr ab. Mittels Nachrichten auf ihren Händen, ihrem Notizbuch, auf dem Handy und dem Computer erinnert sie sich selbst immer wieder daran, was gerade passiert und was ihr wichtig ist. Als sie eines Tages auf einer Party den Freund ihrer besten Freundin küsst, passiert etwas Unglaubliches: Sie erinnert sich am nächsten Tag noch daran! Allerdings ist Drake nun zum Studieren an den Nordpol gezogen und ihre beste Freundin spricht nicht mehr mit ihr. Als ihre Eltern sie dann völlig überstürzt allein zu Hause lassen, beginnt sie einen Mailaustausch mit Drake. Daraus entwickelt sich ein waghalsiger Plan… Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, war mein Interesse sofort geweckt. Wie kann ein Mensch, der seit sieben Jahren keine neuen Erinnerungen mehr speichern kann, sein Leben organisieren? Nach einem kurzen Prolog, in dem sich die Protagonistin an einem rätselhaften und kalten Ort befindet, begegnet man ihr auf einer Party wieder. Floras kurzzeitige Erinnerungen löschen sich in regelmäßigen Abständen, und gerade ist es wieder passiert. Sie muss nun erst einmal herausfinden, wo sie ist, warum sie dort ist und wen sie kennt. Von Beginn an war ich überrascht davon, wie routiniert ihr das Lesen ihrer Notizen und die Neuorientierung von der Hand geht. Tatsächlich klappt das so gut, dass ich es am Anfang kaum glauben konnte. Nach Notizen zu suchen ist Flora trotz Amnesie in Fleisch und Blut übergegangen, auf diese Tatsache muss man sich als Leser einlassen. Das Tempo ist zu Beginn des Buches hoch und Flora passieren viele Dinge, die sie so noch nicht erlebt hat. Am wichtigsten ist wohl der Kuss, an den sie sich plötzlich erinnern kann. Dieser führt jedoch zum Bruch mit ihrer besten Freundin Paige, und als ihre Eltern überstürzt abreisen und Paige bei ihr wähnen ist sie zum ersten Mal für längere Zeit allein. Wie sie das wohl meistern wird? Die Autorin ermöglichte es mir, ganz nah bei Flora zu sein und zu verstehen, was in ihrem Kopf vorgeht. Sie versucht immer wieder auf Neue, sich selbst möglichst viele aussagekräftige Notizen zu hinterlassen, um später wieder zu verstehen, was gerade passiert und was ihr Ziel ist. So liest sie sich ein ums andere Mal zuerst durch die Notizen mit Grundwissen zu ihrem Leben und dann durch die spezielleren Nachrichten, die ihr die aktuelle Situation erklären. Dadurch gab es einige Wiederholungen, die aber gleichzeitig noch nachvollziehbarer machten, wie es in Floras Kopf aussieht. Dennoch zog sich die Handlung für mich hin und wieder etwas in die Länge. Zu Beginn habe ich mich mit Flora etwas schwer getan. Warum küsst sie ohne nachzudenken einen Jungen, an den sie keine Erinnerung hat? Insgesamt verhält sie sich aufgrund ihres Handicaps sehr naiv, denn es steckt immer noch viel von der Zehnjährigen in ihr, an die sie sich erinnern kann. Beim Lesen entwickelte ich zunehmend Beschützerinstinkte und hätte Flora gern so manchen Rat gegeben. Gleichzeitig fand ich sie aber auch sehr mutig, denn plötzlich überlegt sie nicht mehr lang, sondern stürzt sich ins Abenteuer. Ich fand es toll, zu sehen, wie sie dank ihrer Erinnerungshilfen eine große Motivation entwickeln und sich auf eine längere Reise begeben kann. Auf ihrem Abenteuer kann Flora zeigen, was in ihr steckt und dass sie an Herausforderungen wachsen kann. Es hat mir Spaß gemacht, sie dabei zu begleiten, auch wenn nicht alles so läuft wie geplant. Zum Ende hin gibt es dann noch mal einige gute und böse Überraschungen für Flora und den Leser. Es wird noch einmal vieles durcheinander geworfen, was man bislang zu wissen glaubte. Das war spannend, aber fast schon zu dramatisch für meinen Geschmack. Das hoffnungsvolle Ende rundet die Geschichte schließlich gelungen ab. In „Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben sein“ kann Flora seit sieben Jahren keinen neuen Erinnerungen speichern – bis sie sich an einen Kuss mit einem Jungen erinnert, der nun zum Studieren an den Nordpol gezogen ist. Indem die Geschichte aus Floras Perspektive erzählt wird, wurde sie für mich zu einem besonders intensiven Leseerlebnis. Gut konnte ich nachvollziehen, was in Floras Kopf passiert und bewunderte, wie mutig sie trotzdem ihr Leben meistert. Gerne empfehle ich das Buch mit dieser ganz besonderen Protagonistin weiter.

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