Leinwand ohne Gesicht
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Beschreibung

Wenn ich bis zum Monatsende nicht herausfinde,
wer ich bin, wird er mich mitnehmen.

Die junge Lea ist ein “Drinnenmensch”: Seit zwei Jahren lebt sie ohne Erinnerung in einer Privatklinik für Gedächtnislose in Berlin.
Nur ihr treuer Begleiter, der Therapiefuchs Kalle, darf sie berühren. Als Lea jedoch einen neuen Patienten in der Klinik kennenlernt und ihr dieser ungewöhnlich nahekommt, verliert ihr Ehemann Golo die Geduld und drängt sie in ein Leben im “Draußen”. Doch erneut schlägt das Schicksal zu und konfrontiert Lea mit einer Leinwand, die Stück für Stück ein Bild enthüllt, das Lea zu zerreißen droht.

“Was lauert da tief in mir, was ich nicht wissen will? Schützt die Amnesie mich vor meiner eigenen Schuld?”

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.09.2022

Verlag

Kirschbuch Verlag

Seitenzahl

264

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.09.2022

Verlag

Kirschbuch Verlag

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

18,7/11,5/1,8 cm

Gewicht

252 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948736-22-4

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Leinwand ohne Gesicht

nuriya_reads am 17.09.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wir alle kennen glaube ich die Situation in der man etwas vergisst. Man geht in einen Raum und plötzlich weiß man nicht mehr was man wollte oder man wird auf der Straße von einer vermeintlich unbekannten Person angesprochen, die einen aber zu kennen scheint. Jeder weiß glaube ich wie man sich in so einer Situation fühlt. Bei Lea allerdings, sind es nicht nur Personen die sie nicht mehr kennt, sondern auch ihr eigenes Ich. Lea lebt seit zwei Jahren in der Klinik für Amnesie Patienten, immer auf der Suche nach sich selbst. Seit zwei Jahren weiß sie nicht wer sie ist. Sie weiß nur, aufgrund der Erzählung ihres Mannes, an den sie sich auch nicht erinnert, dass sie einen Hausbrand grad so überlebt hat. In der Klinik findet sie neue Freunde und am meisten Bezug hat sie zu Kalle dem Therapiefuchs. Er ist der Einzige, der sie berühren darf. Das Buch wird aus insgesamt 4 Perspektiven erzählt, anfangs war es etwas schwierig, da es keine Kapitelunterteilung gab, sondern wenn eine neue Perspektive anfing, war der Anfangsbuchstabe hervorgehoben. Daran konnte ich mich dann aber schnell gewöhnen. Leas Sichtweise ist in der Ich-Perspektive geschrieben, alle anderen aus der dritten Person. Was ich sehr cool finde ist, dass auch Kalle seine eigenen Kapitel bekam. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich mochte den schnellen Schreibstil und auch die Charaktere die Mitgewirkt haben. Im Laufe der Geschichte hab ich angefangen meine eigenen Theorien aufzustellen, die zum Teil eingetroffen sind aber erst zum Ende hin war es doch sehr überraschend. Was mir aufgrund der Thematik die aufkommt fehlt, ist tatsächlich eine Triggerwarnung. Es sind doch sehr sensible Themen die dort angesprochen werden. Achtung Spoiler!! Die Themen um die es hier geht, beinhalten zum einen Inzest, Stalking und Abtreibung. Da es doch teilweise sehr genau beschrieben ist, grad letzteres, fehlt mir hier leider der Hinweis darauf. Ebenso wie eventuelle Adressen oder Telefonnummern für Hilfen. Für mich war es trotz dessen ein gutes Buch, welches ich sehr spannend fand und gern gelesen habe

Leinwand ohne Gesicht

nuriya_reads am 17.09.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wir alle kennen glaube ich die Situation in der man etwas vergisst. Man geht in einen Raum und plötzlich weiß man nicht mehr was man wollte oder man wird auf der Straße von einer vermeintlich unbekannten Person angesprochen, die einen aber zu kennen scheint. Jeder weiß glaube ich wie man sich in so einer Situation fühlt. Bei Lea allerdings, sind es nicht nur Personen die sie nicht mehr kennt, sondern auch ihr eigenes Ich. Lea lebt seit zwei Jahren in der Klinik für Amnesie Patienten, immer auf der Suche nach sich selbst. Seit zwei Jahren weiß sie nicht wer sie ist. Sie weiß nur, aufgrund der Erzählung ihres Mannes, an den sie sich auch nicht erinnert, dass sie einen Hausbrand grad so überlebt hat. In der Klinik findet sie neue Freunde und am meisten Bezug hat sie zu Kalle dem Therapiefuchs. Er ist der Einzige, der sie berühren darf. Das Buch wird aus insgesamt 4 Perspektiven erzählt, anfangs war es etwas schwierig, da es keine Kapitelunterteilung gab, sondern wenn eine neue Perspektive anfing, war der Anfangsbuchstabe hervorgehoben. Daran konnte ich mich dann aber schnell gewöhnen. Leas Sichtweise ist in der Ich-Perspektive geschrieben, alle anderen aus der dritten Person. Was ich sehr cool finde ist, dass auch Kalle seine eigenen Kapitel bekam. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich mochte den schnellen Schreibstil und auch die Charaktere die Mitgewirkt haben. Im Laufe der Geschichte hab ich angefangen meine eigenen Theorien aufzustellen, die zum Teil eingetroffen sind aber erst zum Ende hin war es doch sehr überraschend. Was mir aufgrund der Thematik die aufkommt fehlt, ist tatsächlich eine Triggerwarnung. Es sind doch sehr sensible Themen die dort angesprochen werden. Achtung Spoiler!! Die Themen um die es hier geht, beinhalten zum einen Inzest, Stalking und Abtreibung. Da es doch teilweise sehr genau beschrieben ist, grad letzteres, fehlt mir hier leider der Hinweis darauf. Ebenso wie eventuelle Adressen oder Telefonnummern für Hilfen. Für mich war es trotz dessen ein gutes Buch, welches ich sehr spannend fand und gern gelesen habe

Wieder ein Kirschbuch-Roman, der im Inneren nachhallt.

Franci aus Ilmenau am 07.09.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Erinnern ist nicht immer ein Segen.“ Stilistisch würde ich „Leinwand ohne Gesicht“ als gehobene, tiefgründige Literatur mit besonderem Ausdruck einstufen. Ich empfand während des Lesens trotz der allgegenwärtigen Schwere, dem melancholischen Beigeschmack eine Art Situationskomik, was an den originell formulierten Gedanken und authentischen Dialogen lag. Doris Wiesenbach befördert in ihrem Roman Abgründe zutage, die sich zu Beginn nicht erahnen lassen, deckt Verluste auf, die Erinnerungen zurückbringen, Wahrheiten über sich und das Leben, das man so dringend vergessen wollte. Obgleich Lea, ihre schwerwiegende Totalamnesie, die langsame Entwicklung und ihre stummen, gefährlichen Hintergründe, die sich erst nach einem schrecklichen Unfall offenbaren, im Vordergrund stehen, werden auch die Leben anderer Patienten und deren Form der Erinnerungslosigkeit interessant aus- und eingebaut. Die Autorin schenkt dem seltenen Thema mit individuellen Formen, Ursachen und ersichtlicher Recherche berechtigte Aufmerksamkeit, regt den Leser durch Feingefühl zum Nachdenken an und fing den Wandel, den ein Mensch unweigerlich vollzieht, wenn er weder weiß, wer er ist noch, wer er war, nachvollziehbar mit all der Hilflosigkeit und Verzweiflung ein. So wird „Leinwand ohne Gesicht“ in drei große Abschnitte aufgeteilt und aus verschiedenen Perspektiven erzählt, doch von einer Sicht war ich besonders gerührt, ermöglicht uns die Autorin mit dieser einen ganz anderen Einblick auf das Geschehen. Über der Geschichte liegt durchweg eine gleichermaßen einnehmende, friedliche Atmosphäre wie eine dunkle Vorahnung, Anspannung und Vorsicht. Die nüchterne, klare Ausdrucksweise in Kombination mit poetischen Formulierungen und Einschüben fand ich gekonnt und für das Setting passend gewählt. Auch emotional hat mich der Roman mitgerissen, innerlich bewegt und schockiert – doch frei von Wertung über das Geschehen. Spricht Doris Themen an, die selbst in unserer »offenen Gesellschaft, die von Selbstbestimmung und freier Liebe schwärmt« noch immer als Tabu gelten. „Leinwand ohne Gesicht“ füllt sich mit einem modernen, ausdrucksstarken Bild, dessen Konturen sich erst am Ende zu einem tragisch-echten Gesamten entfalten. Ein Buch, das Mut und Stärke erfordert – Danke an die Autorin und den Verlag.

Wieder ein Kirschbuch-Roman, der im Inneren nachhallt.

Franci aus Ilmenau am 07.09.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Erinnern ist nicht immer ein Segen.“ Stilistisch würde ich „Leinwand ohne Gesicht“ als gehobene, tiefgründige Literatur mit besonderem Ausdruck einstufen. Ich empfand während des Lesens trotz der allgegenwärtigen Schwere, dem melancholischen Beigeschmack eine Art Situationskomik, was an den originell formulierten Gedanken und authentischen Dialogen lag. Doris Wiesenbach befördert in ihrem Roman Abgründe zutage, die sich zu Beginn nicht erahnen lassen, deckt Verluste auf, die Erinnerungen zurückbringen, Wahrheiten über sich und das Leben, das man so dringend vergessen wollte. Obgleich Lea, ihre schwerwiegende Totalamnesie, die langsame Entwicklung und ihre stummen, gefährlichen Hintergründe, die sich erst nach einem schrecklichen Unfall offenbaren, im Vordergrund stehen, werden auch die Leben anderer Patienten und deren Form der Erinnerungslosigkeit interessant aus- und eingebaut. Die Autorin schenkt dem seltenen Thema mit individuellen Formen, Ursachen und ersichtlicher Recherche berechtigte Aufmerksamkeit, regt den Leser durch Feingefühl zum Nachdenken an und fing den Wandel, den ein Mensch unweigerlich vollzieht, wenn er weder weiß, wer er ist noch, wer er war, nachvollziehbar mit all der Hilflosigkeit und Verzweiflung ein. So wird „Leinwand ohne Gesicht“ in drei große Abschnitte aufgeteilt und aus verschiedenen Perspektiven erzählt, doch von einer Sicht war ich besonders gerührt, ermöglicht uns die Autorin mit dieser einen ganz anderen Einblick auf das Geschehen. Über der Geschichte liegt durchweg eine gleichermaßen einnehmende, friedliche Atmosphäre wie eine dunkle Vorahnung, Anspannung und Vorsicht. Die nüchterne, klare Ausdrucksweise in Kombination mit poetischen Formulierungen und Einschüben fand ich gekonnt und für das Setting passend gewählt. Auch emotional hat mich der Roman mitgerissen, innerlich bewegt und schockiert – doch frei von Wertung über das Geschehen. Spricht Doris Themen an, die selbst in unserer »offenen Gesellschaft, die von Selbstbestimmung und freier Liebe schwärmt« noch immer als Tabu gelten. „Leinwand ohne Gesicht“ füllt sich mit einem modernen, ausdrucksstarken Bild, dessen Konturen sich erst am Ende zu einem tragisch-echten Gesamten entfalten. Ein Buch, das Mut und Stärke erfordert – Danke an die Autorin und den Verlag.

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Leinwand ohne Gesicht

von Doris Wiesenbach

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