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Die Rose des Herzogs

Roman

Der große historische Roman über eine kaum bekannte Frau zur Zeit der Französischen Revolution und über eine große Liebe

Charlotte de Rohan-Rochefort ist wenig begeistert, als der vier Jahre jüngere Louis Antoine, Herzog von Enghien, 1792 um sie zu werben beginnt. Zu frisch ist Charlottes Trauer um ihren Verlobten, der den Septembermassakern in Paris zum Opfer gefallen ist. Doch Louis bleibt hartnäckig, und was als platonische Freundschaft beginnt, entwickelt sich schließlich zu einer tiefen gegenseitigen Liebe – die politischem Kalkül ebenso trotzt wie den häufigen kriegsbedingten Trennungen. Bis die Royalisten Louis zum Thronprätendenten ernennen wollen und er damit zur Bedrohung für Napoleon Bonaparte wird...
Rezension
"Marita Spang ist eine glänzende Erzählerin und hat mich auch mit ihrem neuen Buch wieder überzeugt und berührt."
Leserwelt, 21.01.2019
Portrait

Marita Spang hat in Psychologie promoviert und arbeitet heute als selbstständige Beraterin überwiegend in der freien Wirtschaft. Sie ist Jahrgang 1959 und wuchs in Trier auf. Heute lebt sie in einem Weinort nahe Bingen am Rhein. Die Historie ist ihre ganz große Leidenschaft. »Blut und Seide« ist nach »Hexenliebe« ihr zweiter historischer Roman. Für »Hexenliebe« erhielt sie den HOMER-Preis 2015 für den besten historischen Roman in der Kategorie »Beziehungen und Gesellschaft«.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 672 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.09.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783426441572
Verlag Knaur eBook
Dateigröße 1392 KB
Verkaufsrang 973
eBook
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Eine große Liebe vor den Wirren der französischen Revolution
von einer Kundin/einem Kunden aus Boppard am 02.03.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wer geglaubt hat, die Autorin, Marita Spang, kenne sich nur im Mittelalter aus, wird hier angenehm überrascht. Während ihre bisherigen Romane „Hexenliebe“ und „Blut und Seide“ im Mittelalter spielen, nimmt uns die Autorin in „Die Rose des Herzogs“ mit in die Zeit der französischen Revolution. Wie man es bei ihr... Wer geglaubt hat, die Autorin, Marita Spang, kenne sich nur im Mittelalter aus, wird hier angenehm überrascht. Während ihre bisherigen Romane „Hexenliebe“ und „Blut und Seide“ im Mittelalter spielen, nimmt uns die Autorin in „Die Rose des Herzogs“ mit in die Zeit der französischen Revolution. Wie man es bei ihr erwarten darf, ist die Geschichte historisch ausgezeichnet recherchiert und die beiden Protagonisten sind historisch belegt. Mit der „Rose“ ist Charlotte de Rohan-Rochefort gemeint und der „Herzog“ ist ihr große Liebe Louis-Antoine, Herzog von Enghien. Spang versteht es mit ihrer wunderbaren Sprache, die Zeit der Französischen Revolution vor dem Auge des Lesers auferstehen zu lassen. Mithilfe der Zeittafel am Ende des Buches, kann sich der Leser über die historischen Hintergründe und Abläufe orientieren. Der Leser leidet mit den beiden. Wir erleben die große Liebe über viele Jahre und durch viele Irrungen und Wirrungen hinweg. Dabei wird das Persönliche politisch und umgekehrt. Steht dem Glück der beiden der Kampf des Anciene Regime und der Französischen Revolution mit ihren Folgen entgegen. Am Ende wird es persönlich zwischen Napoleon und dem Herzog. Am besten beginnen Sie das Buch vor einem langen Wochenende oder im Urlaub, denn, einmal begonnen, können Sie es nicht mehr aus der Hand legen. Marita Spang versteht es mit Prolog und versetzten Zeiten, in denen der Roman spielt, einen Spannungsbogen aufzubauen, der den Leser in seinen Bann zieht. Sie setzt mit ihrem Roman einer starken und mutigen Frau, der Herzogin von Rohan-Rochefort, ein Denkmal und hält gleichzeitig ein Plädoyer für die starke und alles überwindende Kraft der Liebe.

Wunderbarer historischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Dörentrup am 22.02.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Voller Emotionen habe ich das Buch beendet, was mich in eine sehr ereignisreiche, kriegerische Zeit führte. Die Handlung spielt zum überwiegenden Teil während der Französischen Revolution. Diese wurde durch die Autorin mit sehr anschaulichen Worten immer wieder sehr genau in ihrer ganzen Brutalität beschrieben, so dass... Voller Emotionen habe ich das Buch beendet, was mich in eine sehr ereignisreiche, kriegerische Zeit führte. Die Handlung spielt zum überwiegenden Teil während der Französischen Revolution. Diese wurde durch die Autorin mit sehr anschaulichen Worten immer wieder sehr genau in ihrer ganzen Brutalität beschrieben, so dass ich mich oftmals mitten im Geschehen sah. Marita Spang bringt uns in diesem Buch das Leben der Charlotte de Rohan Rochefort näher, einer Prinzessin aus einem alten französischen Adelsgeschlecht, von der aber kaum etwas bekannt ist. Mit viel Mühe und sicher auch Fantasie hat die Autorin der Charlotte in ihrem Buch ein Denkmal gesetzt. Die Familie Rohan Rochefort war sehr vornehm und verkehrte am Hof von Versailles aber sie war verarmt. Charlottes Großonkel, Louis von Guemene, der durch die Halsbandaffäre traurige Berühmtheit erlangte und am Hofe in Ungnade fiel, tat alles für die Familie. Er war Kardinal und hatte als Spross eines des ältesten vornehmsten französischen Adelsgeschlechtes eine glanzvolle Karriere erfahren. Als solcher bekleidete er viele Kirchenämter und hatte Besitztümer, die ihm ein üppiges Einkommen sicherten. Seiner Großnichte Charlotte ist er sehr verbunden und beschreibt sie als warmherzig, uneigennützig, uneitel, charmant, nachgiebig aber auch als unerschrocken und mutig. Genau diese Charakterzüge kommen im Buch immer wieder zum Vorschein. Durch die Revolution muss das alte Ancien Regime fliehen und der Kardinal, dessen Fürstbischoftum sich über den Rhein erstreckte zog nach Ettenheim in Baden. Ihm folgten viele andere Emigranten. Auch Charlotte ging dorthin mit. Ihrem Onkel gegenüber setzt sie durch, dass sie im dortigen Lazarett Dienst tut. Sie ist für die damalige Zeit sehr emanzipiert. Da die jungen Pflegerinnen im Lazarett nicht lesen und schreiben können, gründet sie mit Hilfe ihres Onkels eine Mädchenschule. Es ist wichtig, dass die richtigen Medikamente verabreicht werden. Dazu müssen die Aufschriften auf den Arznei Fläschchen gelesen werden können. Im Palais Rohan in Ettenheim trifft sie zum ersten Mal 1792 mit dem fünf Jahre jüngeren Louis-Antoine Herzog von Enghien zusammen. Zwei Jahre später kommt der Herzog schwer verletzt und mit dem Tode kämpfend dort in das Spital. Charlotte pflegt ihn intensiv damit er wieder zu Kräften kommt. So verbringen sie viel Zeit miteinander. Louis hat es trotz schwerster Verletzung geschafft zu genesen. Durch den unerbittlichen Krieg, kam er zu der Erkenntnis, dass das grausamste Wesen in Gottes Schöpfung der Mensch ist. Er hat in seinen jungen Jahren schon sehr viel Leid gesehen. Nun fast er neuen Lebensmut. Alsbald beginnt er um Charlotte zu werben aber sie ist nicht zu einer neuen Liebe bereit. Sie denkt noch immer an ihren Verlobten Vincent, der dem Septembermassaker 1792 in Paris zum Opfer fiel. Wie schon eine sehr alte Redewendung sagt: „Steter Tropfen höhlt den Stein“ führt auch hier die Beharrlichkeit Louis zum Erfolg. Allmählich entwickelt sich eine sehr starke Liebe, die in den Zeiten der Französischen Revolution und der Tatsache, dass Louis Antoine als General in der Emigrantenarmee kämpft sich allen Widernissen entgegen stellen muss. Marita Spang bringt uns das Greul des Krieges schonungslos in diesem Roman sehr nahe. Man fragt sich, warum konnte der Adelsstand, der in Saus und Braus lebte, seinem hungernden Volk nicht ein menschenwürdigeres Leben bieten. Viel Blutvergießen wäre verhindert worden. Die Rose des Herzogs ist ein sehr gut recherchierter historischer Roman voller verschiedenartiger Gefühle. Man kann ihn nicht so einfach nebenbei lesen. Am Beginn des Buches werden die Personen, sowohl fiktive, wie auch historische, aufgeführt, die für die Handlung wichtig sind. Desweiteren folgen 2 Karten mit dem in der Handlung vorkommenden Orten und Regionen der damaligen Zeit. Eine Zeittafel bedeutender Ereignisse findet sich am Ende des Buches. Ich schlug dort oft nach und fand sehr hilfreich, dass sich Marita Spang die Mühe machte um den Leser bei dieser nicht sehr einfachen geschichtlichen Thematik, den Überblick zu erleichtern. Der Prolog beginnt am Morgen des 1. Mai 1841, dem Todestag von Charlotte. Auf dem Sterbebett lässt sie ihr Leben Revue passieren. Am Ende des gleichen Tages tut Charlotte ihren Letzten Atemzug. Meiner Meinung nach, könnte der Buchtitel daraus resultieren, dass der Herzog Louis Antoine über Charlotte befindet: “Du stichst aus der Masse der Frauen heraus, wie die edle Rose aus gewöhnlichen Wiesenblumen.“ Etwas schade fand ich, dass Charlotte die als blond mit hellblauen Augen beschrieben wird auf dem Bucheinband rote Haare hat obwohl die Frau als solche in die damalige Zeit passt. Das Buch kann ich ohne wenn und aber weiter empfehlen. Lässt man sich darauf ein, erfährt man sehr anschaulich, wie sowohl der Adel als auch das Volk die Französische Revolution erlebten. Es ist Geschichte pur.

Die Rose des Herzogs
von Svanvithe am 20.02.2019

Marita Spang hat sich in den letzten Jahren als Autorin historischer Romane etabliert und in die Riege derjenigen eingereiht, die den Hintergrund mit bewundernswerter Ernsthaftigkeit recherchieren und eine gelungene Mischung aus Wahrheit und Fiktion präsentieren. Nun hat sie zum zweiten Mal einen Stoff mit einem wirklichkeitsnahen Geschehen gewählt. Denn „Die... Marita Spang hat sich in den letzten Jahren als Autorin historischer Romane etabliert und in die Riege derjenigen eingereiht, die den Hintergrund mit bewundernswerter Ernsthaftigkeit recherchieren und eine gelungene Mischung aus Wahrheit und Fiktion präsentieren. Nun hat sie zum zweiten Mal einen Stoff mit einem wirklichkeitsnahen Geschehen gewählt. Denn „Die Rose des Herzogs“ – Charlotte de Rohan-Rochefort – lebte tatsächlich, genauso wie ihre große Liebe Louis-Antoine, Herzog von Enghien, und jene anderen Persönlichkeiten, die neben einigen erdachten Figuren in diesem geschichtsträchtigen Roman eine Rolle spielen. Es kommt damit einem kleinen Denkmal gleich, das Marita Spang dieser in der Historie eher unbekannten Frau setzt, während ihr Geliebter zu sehr traurigem Ruhm gelangte. Mit außerordentlichem Gespür für feine Nuancen in der Sprachfindung der damaligen Zeit schildert sie unter anderem das Schicksal eines Paares, welches eng mit dem seines Heimatlandes und dessen Bevölkerung verbunden ist. Im Frankreich des ausgehenden Jahrhunderts brodelt es. Die Unterschiede zwischen herrschender Klasse und den einfachen Menschen treten immer deutlicher zutage. Während die einen auf Kosten der anderen Unsummen verprassen und zudem ein dekadentes Leben führen, wissen viele nicht, wovon sie sich und ihre Familien ernähren sollen. So nimmt die Geschichte ihren Lauf: Die Menschen gehen auf die Barrikaden und setzen mit dem Sturm auf die Bastille, dem Beginn der Französischen Revolution, 1789 dem Königtum von Ludwig XVI. und dem Ancien Régime ein Ende. In den Wirren des Septembermassaker von 1792 verliert die hübsche Prinzessin Charlotte de Rohan-Rochefort ihren Verlobten Vincent und flieht wie viele andere Adelige ins Exil nach Ettenheim im Badischen. Obwohl Charlotte geschworen hat, sich niemals wieder zu verlieben, gelingt es dem fünf Jahre jüngeren Louis-Antoine von Enghien, durch hingebungsvolle Hartnäckigkeit ihr Herz zu erobern. Doch der Großvater des Herzogs lehnt es ab, einer Heirat der beiden zuzustimmen und versucht mehrmals, seinen Enkel aus politischen Kalkül und zur Sicherung der Stammeslinie zu verheiraten. Trotzdem können die beiden ihre Liebe und die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft über viele Jahre zu bewahren... Marita Spangs Darstellung des Geschehens folgt im Großen und Ganzen der Geschichte und ist glaubwürdig sowie mit vielen kleineren Details ausgeschmückt, die das Bild stimmig abrunden. Dazu tragen ein umfassendes Personenregister sowie ein ausführliches Nachwort mit Zeittafel, Karten, Glossar und Quellenverzeichnis ebenfalls bei. Im ersten Drittel des Romans erlaubt sich die Autorin ein paar Freiheiten, wenn sie Vincent, den Geliebten von Charlotte, „erfindet“. Dieser Teil ist für die Entwicklung von Charlotte von Bedeutung, die Schilderung der revolutionären Ereignisse erfolgt emotional und sehr deutlich. Allerdings ist er ein wenig weitschweifig erzählt, wodurch der Lesefluss stockt. Ihre Protagonisten versieht die Autorin mit ausgefeilten Charakteren, die Stärken aufweisen, gleichwohl Schwächen nicht vermissen lassen. Während bei Charlotte Warmherzigkeit Offenheit und Beharrlichkeit auf Nachgiebigkeit treffen, prägen Louis-Antoine Unerschrockenheit, Mut, Loyalität und eine gewisse Unbedenklichkeit. Aber der junge Herzog ist niemand, der sein Mäntelchen in den Wind hängt. Beide sind sich ihrer gesellschaftlichen Stellung durchaus bewusst und halten an ihren Idealen von Ehre und Treue fest, wissen dabei indes auch die „einfachen“ Menschen zu schätzen. Sie sind zudem in der Lage, sich mit den nach der auf die Revolution folgende Schreckensherrschaft, den Auseinandersetzungen zwischen der Revolutionsarmee und den Royalisten, den nach der Machtergreifung von Napoleon Bonaparte eintretenden Umbrüchen und neuen Gegebenheiten auseinanderzusetzen und im Rahmen der Möglichkeiten anzupassen. Im Gesamtergebnis bietet Marita Spang die Beschreibung einer wahrhaftigen Liebe, die sich in der Tiefe und Tragik mit jeder erdichteten messen kann.