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Der Menschenleser

Roman

Deutschland Ende der 1960er Jahre. Kindermorde erschüttern West und Ost. Auf der einen Seite der pädosexuelle Serienmörder Jürgen Bartsch in Nordrhein-Westfalen. Auf der anderen drei grausame Morde in der brandenburgischen Kleinstadt Eberswalde. Panik breitet sich aus und Schuldige werden gesucht, auch unter der sowjetischen Besatzungsmacht. Die Ermittler der Kriminalpolizei stehen unter enormem Druck in einem System, das auf Anpassung basiert und am Kompetenzgerangel der Staatsorgane scheitert. Nur der Forensiker Paul Semper, ein kauziger Einzelgänger an der Berliner Charité, versucht in jenem Land, in dem jedes individuelle Leben unter staatliche Obhut gestellt war, neue Ansätze der Täteranalyse und des Verständnisses der menschlichen Abgründe zu entwickeln.

Äußerst lebendig, präzise und authentisch leuchtet Patricia Holland Moritz die Milieus in der (ost)deutschen Provinz unterhalb der öffentlichen Moral aus und zeigt, wie Menschen an den Verhältnissen zerbrechen. Auf historischen Tatsachen und Archivrecherchen beruhend setzt der Roman mit literarischer Freiheit Prof. Dr. Dr. Hans Szewczyk (1923-1994), dem medizinischen Direktor der Nervenklinik an der Charité Berlin, ein Denkmal, der durch seine Arbeit Täterprofile in die Ermittlung einführte und die Voraussetzung für die heutige Prävention und die Technik des Profilings schuf.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 335
Erscheinungsdatum 01.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-948156-00-8
Verlag KLAK Verlag
Maße (L/B/H) 20,2/13,6/2,5 cm
Gewicht 396 g
Verkaufsrang 100657
Buch (Klappenbroschur)
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Kundenbewertungen

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Atmosphärisch und packend
von nellsche am 10.04.2019

Ende der 1960er Jahre erschüttern Kindermorde ganz Deutschland. Im Westen treibt der pädosexuelle Serienmörder Jürgen Bartsch sein Unwesen, während im Osten drei grausame Morde begangen werden. Schnell breitet sich Panik aus und die Suche nach dem Täter, auch unter der sowjetischen Besatzungsmacht, beginnt. Die Ermittler der Kri... Ende der 1960er Jahre erschüttern Kindermorde ganz Deutschland. Im Westen treibt der pädosexuelle Serienmörder Jürgen Bartsch sein Unwesen, während im Osten drei grausame Morde begangen werden. Schnell breitet sich Panik aus und die Suche nach dem Täter, auch unter der sowjetischen Besatzungsmacht, beginnt. Die Ermittler der Kriminalpolizei stehen erheblich unter Druck. Der Forensiker Paul Semper will die Ermittler unterstützen und entwickelt neue Ansätze in der Täteranalyse. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, insbesondere weil es auf wahren Begebenheiten beruht. Der Schreibstil ließ sich gut und flüssig lesen. Die Beschreibungen sowohl der Personen als auch der Geschehnisse waren detailliert und bildhaft, so dass ich alles gut vor Augen hatte. Auch die Atmosphäre wurde sehr gut geschaffen und ich war praktisch mittendrin in der damaligen DDR. Die Story fand ich sehr spannend, gerade aufgrund der wahren Hintergründe. Sowas wirkt nochmal ganz anders auf mich, als nur reine Fiktion. Die Geschichte wurde aus mehreren Perspektiven und in kurzen Kapiteln erzählt. So bekam ich sehr gute Einblicke in die Ermittlungsarbeit, aber auch in die Gedanken und Überlegungen von Paul Semper zur Täteranalyse. Beides fand ich sehr interessant. Dann waren noch die Verhörprotokolle von Jürgen Bartsch eingeschoben, die mir gut gefiel und die ich dank der kursiven Schrift gut trennen konnte. Aber auch die Passagen aus Sicht des Täters waren super interessant, denn sie zeigten seine erschreckenden Gedanken. Die Spannung war durchgängig in gutem Maße vorhanden und ich war gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt und wie sie ausgeht. Ich hatte so manches Mal eine Gänsehaut. Mich hat diese Geschichte gepackt und komplett überzeugt. Ein atmosphärischer Roman, der mich mitreißen konnte. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Interessant
von Conny aus berlin am 05.04.2019

Eberswalde Ende der 60er Jahre. Während in Westdeutschland Jürgen Bartsch sein Unwesen treibt, sind im ostdeutschen Eberswalde zwei kleine Jungen verschwunden und werden kurze Zeit später tot aufgefunden. Die Kommissare Schimmelpfennig und Krauskopf ermitteln. Hilfe bekommen sie hierbei vom Berliner Gerichtsmediziner Semper, ... Eberswalde Ende der 60er Jahre. Während in Westdeutschland Jürgen Bartsch sein Unwesen treibt, sind im ostdeutschen Eberswalde zwei kleine Jungen verschwunden und werden kurze Zeit später tot aufgefunden. Die Kommissare Schimmelpfennig und Krauskopf ermitteln. Hilfe bekommen sie hierbei vom Berliner Gerichtsmediziner Semper, der wohl der erste Profiler seiner Zeit ist. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, das finde ich sehr reizvoll. Der Schreibstil liest sich eigentlich recht leicht und flüssig, nur die Ausschnitte der Befragungsprotokolle des Jürgen Bartsch lesen sich recht anstrengend und stören meinen Lesefluss. Die Geschichte ist für einen Krimi sehr gemächlich und wenig spannend, die Beschreibung der Ermittlungsarbeiten fand ich aber sehr interessant zu lesen. Die Stimmung der damaligen Zeit in der DDR wurde gut beschrieben und es wirkt alles sehr authentisch.