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Die Schule am Meer

Roman

Sandra Lüpkes

(101)
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Beschreibung

Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zu zwischen den Lehrkräften und mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?

Detail- und kenntnisreich ... mit hohem erzählerischen Tempo, fein konturierten Charakteren und geschmeidigen Dialogen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 10.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-463-40722-7
Verlag Rowohlt Kindler
Maße (L/B/H) 20,9/14/4,6 cm
Gewicht 666 g
Abbildungen mit 1 schwarzweissen Karte und schwarzweissen Fotos im Vor-/Nachsatz
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 21762

Buchhändler-Empfehlungen

Eine ganz besondere Schule

Maren Oberwelland, Thalia-Buchhandlung

Aufgewachsen als Tochter des Inselpastors hat Sandra Lüpkes die Geschichte der Schule am Meer zu Papier gebracht und damit einen Teil Juister Geschichte zugänglich gemacht, der lange im verborgenen gelegen hat. Wohl auch, weil diese reformpädagogische Schule zur damaligen Zeit nicht allen Insulanern willkommen war und ihr Ende im direkten Zusammenhang mit der wenig ruhmreichen nationalsozialistischen Vergangenheit der Insel steht. Sicher habe ich Bücher gelesen, die literarisch mehr zu bieten hatten und mich in diesem Punkt auch mehr angesprochen haben. Aber das hat bei diesem Buch keine Rolle gespielt. Diese Geschichte hat eine ganz andere Saite in mir berührt und zum klingen gebracht. Nun bin ich noch mehr verliebt in die wunderschöne Insel Juist!

Eine großartige Schule auf einer kleinen Insel

Natalie Henke, Thalia-Buchhandlung Remscheid

Dieses Buch handelt von der kleinen Insel Juist, wo eine Schule erbaut wird. Hier wird geschildert, wie Lehrer und Schüler damals vor dem 2. Weltkrieg gelebt haben. Es ist anspruchsvolle Literatur und auch ein Wahrheitsfunken dran, denn diese Schule gab es wirklich. Dieses Buch hat mich auf eine Zeitreise mitgenommen und ich konnte mich gut in die verschiedene Personen reinversetzen. Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die sich für Geschichte und anspruchsvolle Literatur interessieren.

Kundenbewertungen

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Juist 1925
von leseHuhn am 04.08.2020

Die Schule am Meer Sandra Lüpkes erschienen im Rowohlt Verlag im März 2020 Klappentext Juist 1925, eine Insel am Rande der Weimarer Republik: Im kargen Dünental gelegen, verspricht die >> Schule am Meer<< eine hoffnungsvolle Zukunft. Doch kann diese besondere Gemeinschaft überleben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund... Die Schule am Meer Sandra Lüpkes erschienen im Rowohlt Verlag im März 2020 Klappentext Juist 1925, eine Insel am Rande der Weimarer Republik: Im kargen Dünental gelegen, verspricht die >> Schule am Meer<< eine hoffnungsvolle Zukunft. Doch kann diese besondere Gemeinschaft überleben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert? Ein Roman über Wagemut und Scheitern, Leidenschaft und Missgunst, Freundschaft und Verrat. Eine große Geschichte - hervorragend recherchiert und packend erzählt. Meine Meinung Sandra Lüpkes hat es geschafft, die Geschichte der Inselschule, authentisch und spannend zu erzählen. Es bedarf nur weniger Seiten und man ist direkt auf Juist gelandet. Kenner der Insel, werden viele Stellen wieder erkannt haben. Die Protagonisten sind alle detailliert beschrieben und man fiebert bei dem ein oder anderen sehr mit. Anni Reiner, für damalige Verhältnisse eine sehr toughe Frau. Sie begibt sich in Begleitung ihrer Mutter und ihrer Töchter auf die aufregende und lange Fahrt nach Juist. Auf Juist angekommen, spüren sie direkt den Hass, der ihnen entgegenschlägt. Anni weiß aber geschickt damit umzugehen. Sie ist eine fürsorgliche Mutter und eine gute Lehrerin. Die ihr anvertrauten Schützlinge fühlen sich bei ihr geborgen. Dr. Paul Reiner, Annis Mann, der Ideengeber und Mitgründer der >> Schule am Meer<<. Er verfolgt sein Ziel, alle Kinder ohne Bestrafung, entsprechend ihrer Neigung zum Abitur zu bringen. Nur manchmal vergisst er bei der Sache seine Familie. Kea, die gute Seele der Schule mit einem großen Geheimnis im Herzen. Sie hat für Lehrer und Schüler immer ein offenes Ohr. Die Juister, einige sind gegen die >>Schule am Meer<< und machen auch keinen Hehl daraus. Sie nutzen jeden Grund, die Lehrer und Kinder zu schikanieren und schrecken auch vor tödlichen Sachen nicht zurück. Aber, es gibt auch die Juister, die ein gutes auskommen mit der >> Schule am Meer<< haben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn es wirtschaftlich eine sehr schwere Zeit war und alle Menschen sehr unzufrieden waren, gab es doch einige lustige Passagen im Buch. Besonders gut gefallen hat mir, das so viele bekannte Menschen auf Juist verbracht haben. Und die Fotos im Buch sind auch wunderschön. Die Schule am Meer bekommt 5 und eine Leseempfehlung.

Eine eigene Welt
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 26.06.2020

Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährig... Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zu zwischen den Lehrkräften und mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert? Dieser Roman ist spannend erzählt. Die Gruppe der Lehrer, tatkräftig und voller Ideale sind wundervoll gezeichnete Charaktere. Ihr Pioniergeist ist so richtig ansteckend. Wie Freiheit, Kameradschaft und ein kritischer Geist gefördert wurden. Die reformpädagogische Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist bestand nicht einmal zehn Jahre und wurde von den Einheimischen argwöhnisch beobachtet. Weder Schüler noch Lehrer hatten es besonders leicht. Aber, wenn man schon bis an den Rand der Welt reisen muss, um eine Schule zu gründen, gibt man nicht so schnell auf. Das wird alles mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. Das Leben dort als Lehrer und auch als Schüler. Das harte Klima und vor allem die politischen Änderungen, die so schleichend kommen, machen deutlich wie schnell sich das nationalsozialistische Gedankengut im Alltag durchsetzen konnte. Die Schule selbst ist auch nicht davon befreit. Das muss sogar die Mitbegründerin und Jüdin Anni Reiner am eigenen Leib erfahren. Am Ende war die Schule pleite und wurde von den Nazis geschlossen. Ein sehr gut recherchierter Roman der leider einige Längen hat. Trotzdem finde ich ihn sehr lesenswert denn er erzählt eine Geschichte die in Vergessenheit geraten ist. Eine sehr gelungene Verknüpfung von historischen Fakten und Fiktion.

Interessanter und vielschichtiger Roman über das Schicksal eines kleinen Internats in der Nordsee in der Zeit der NS-Zeit.
von Duchess of marvellous books am 17.06.2020

Klappentext: Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer... Klappentext: Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zu zwischen den Lehrkräften und mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert? Meinung: Der Roman „Die Schule am Meer“ von Sandra Lübkes, aus dem Rowohlt Verlag, ist eine kraftvolle, authentische und atmosphärische Erzählung über die Geschehnisse der Vorkriegszeit - bis hin zur Machtergreifung Hitlers, die am Beispiel der individuellen Erlebnisse der Charaktere, die im Internat leben und arbeiten nähergebracht werden. So wird Geschichte wieder lebendig. . Ich muss gestehen, dass ich etwas länger für das Buch gebraucht habe. Schon lange habe ich nicht mehr so ein dickes Buch gelesen und aufgrund der Thematik, musste ich den Stoff zwischendurch sacken lassen. . Eindrucksvoll schildert Lübkes diese Zeit sowohl gesellschaftlich als auch menschlich. Der Fokus liegt hauptsächlich auf dem Leben der Schüler und Lehrer und den fortschrittlichen pädagogischen Ansätzen des Internats. Interessant fand ich auch, wie viele bekannte Persönlichkeiten sie beherbergt hat wie der Jüdin Anni Reiner, Beate Uhse oder der Sohn von Alfred Döblin. Hervorragend wird beschrieben, wie die Situation für Juden, Kommunisten und Andersdenkende immer brenzliger wurde. Die Charaktere sind so lebendig und greifbar, als wäre die Zeit wirklich relativ. Dabei berührt vor allem die subtile Einfühlung der Gefühlswelt der Figuren. Durch die Perspektivenwechsel lernt man diese immer besser kennen und leidet mit ihnen. Stilmittel, wie das man die Reaktion der Figuren auf dramatische Ereignisse erst im Rückblick erfährt, machen die Erzählung noch aufregender. . Es ist großartig, wie Lübkes die vergessene jüdische Lehrerin Anni Reiner, die Schulleiter Martin Luserke in seiner Version der Geschichte immer totgeschwiegen hat, wieder aus der Vergessenheit holt. Anni Reiner hat mit ihrem Mann Paul die Schule mitgegründet und hat sie weitgehend finanziert. Sie musste diese, frisch verwitwet mit vier Kindern verlassen, als Antisemitismus und Nationalsozialismus die "Schule am Meer" erreichten. Der Schulleiter ließ sie dabei im Stich. „Im Leben geht es nicht um Angst. Auf den Mut kommt es an.“ Ein weiter Pluspunkt ist, dass es wahnsinnig gut recherchiert ist und voller wahrer Begebenheiten ist. Die Autorin wälzte hunderte Briefe, Zeitungsausschnitte, Logbücher und Dokumente. Im Nachwort wird erläutert, was Fiktion und was Realität ist, toll! Fazit: Dies ist ein beeindruckender Roman, der vor allem deutlich macht, wie rasant sich nationalsozialistisches Gedankengut im Alltag durchsetzen kann. Selbst an Orten, an denen man es so nicht vermutet. Dies ist ein Buch, für alle, die historische Romane und Internatsgeschichte mögen sowie sich für die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren. Sehr zu empfehlen.


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