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Dennoch haben wir gelacht...

Kindheit und Jugend 1933 bis 1955. Zeitzeugen der Erinnerungswerkstatt Norderstedt erzählen. Autoren der "Erinnerungswerkstatt Norderstedt"

»Es war einmal…«, so beginnen viele Märchen. Die Erinnerungswerkstatt Norderstedt bietet ihren Leserinnen und Lesern jedoch keine Märchen, Sagen, Fabeln oder andere Fantasieprojekte an. Wir erzählen wahre Geschichten, Selbsterlebtes und nichts aus zweiter Hand. Schlussfolgerungen und Wertungen überlassen wir den Leserinnen und Lesern. Schon gar nicht heben wir den moralischen Zeigefinger. Es sind Geschichten, die das Leben selber schrieb.

Wir – die Erinnerungswerkstatt Norderstedt – sind kein Verein, sondern eine freie und offene Gruppe von aktiven und interessierten Autorinnen und Autoren aus Norderstedt und Umgebung, die sich im November 2004 zusammengefunden hat, um auf freiwilliger und privater Basis Erlebtes in Erinnerung zu rufen, aufzuschreiben und zu diskutieren. Wir wollen den nachfolgenden Generationen erzählen, was wir erlebt, gedacht und empfunden haben, als es z.B. noch keinen Fernseher, keine Handys und keine Computer gab. Denn selbsterlebte Geschichten sind ein Schatz, den es zu heben lohnt, für sich selbst, für die eigene und für nachfolgende Generationen. Solche Geschichten ermöglichen das gemeinsame Schwelgen in schönen Erinnerungen und das Teilen der weniger schönen, sie stiften Identität. Und auch wenn Zeitzeugen wissenschaftlich historischen Ansprüchen nicht genügen, so vermitteln sie doch Verständnis für eine Zeit, in der Eltern oder Großeltern jung waren und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verständigung zwischen den Generationen.
Portrait
Die Autoren:

Ida Slomianka, *1917 in Meschkuppen, Kreis Pillkallen, † 2005 in Hamburg. Nach ihrer Vertreibung aus Ostpreußen hat sie in Hamburg eine Heimat gefunden und war als Buchhalterin eines Steuerberatungsbüros tätig.
Liesel Hünichen, *1919 in Münster/Westfalen, verbrachte ihre Jugend in Dülmen, wo sie Abitur machte. Im Zweiten Weltkrieg war sie als Sachbearbeiterin für Jugendhilfe tätig. Sie gründete ein halbes Dutzend sozialer Vereine und schreibt selbst erlebte Geschichten aus der Kriegs-, und Nachkriegszeit.
Ursula Kennhöfer, geb. Fischer, *1921 in Osterode/Ostpreußen, † 2006 in Hamburg. 1945 flüchtete sie von dort vor der heranrückenden Roten Armee und fand 1950 in Hamburg eine neue Heimat.
Ernesto?J.?G.?Potthoff, *1924 in Buenos Aires, Argentinien, † 2014 in Norderstedt. Er ist gelernter Schiffsbau-Ingenieur und als Fachjournalist und Herausgeber einer Fachzeitschrift erfolgreich. Seit Gründung engagierte er sich für die Erinnerungswerkstatt.
Anneliese Hamann, *1926, schrieb mit 13 Jahren ihre Kriegserlebnisse in Deutscher Schrift nieder. Sie hat als Zeitzeugin die damalige Zeit so beschrieben, wie sie sie erlebt hat, auch unter dem Einfluss der Propaganda, die bis in die Schulen wirkte.
Ursel Goldschmidt, *1928; 1940 wegen der Bobenangriffe in die Oberpfalz evakuiert. Im September 1941 nach Jugoslawien und Schlesien kinderlandverschickt, machte sie 1945 ihren Schulabschluss. Sie pflegt die plattdeutsche Sprache und schreibt launige Geschichten.
Inge Hellwege, Jahrgang 1931, wurde in Garstedt geboren und war nach ihrem Abitur neun Jahre im Postscheckamt tätig. Seit vielen Jahren schreibt sie plattdeutsche Geschichten und ist im Heimatbund für die Plattdeutsche Sprache tätig.
Günter Matiba, *1933 in Bochum-Langendreer, kam 1968 als Diplom-Ingenieur der Eisenhüttenkunde aus dem Ruhrpott nach Hamburg und übernahm hier eine leitende Position in der Gewerbeaufsicht. Seit 2005 engagiert er sich bei den Norderstedter Zeitzeugen.
Dr. Elena Orkina, *1934 in Moskau. Am Moskauer Energetischen Institut erwarb sie 1957 ihr Diplom als Ingenieur für Elektrotechnik. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Steuerungsproblematik tätig und promoviere dort. 1993 ist sie nach Deutschland ausgewandert.
Lotte Heidenreich, *1934 in Burdungen/Ostpreußen, † 2013 in Norderstedt, wurde mit zehn Jahren nach Charkow verschleppt und entkam von dort als einzige Überlebende ihrer Familie. 1957 wanderte sie in die USA aus und kam erst 1968 nach Deutschland zurück.
Rudolf Werner wurde 1934 in Berlin geboren und ist seit 1974 in Norderstedt zu Hause. Bis zu seiner Pensionierung war er als Warenabnehmer bei C&A in der Qualitätskontrolle tätig. Danach, im Ruhestand, studierte er Kunstgeschichte.
Heinz-Eberhard Kuhn, *1935 in Berlin; er war in der Pharmazeutischen Branche tätig. Zuletzt war er Ausbilder im Bereich Sozialversicherung und als Geschäftsführer tätig. Er engagiert sich als Zeitzeuge und im Verein für die Geschichte Berlins.
Dr. Dr. Peter Hohn, *1937 in Bremen, Physiker und Betriebswirt, seit 1970 in Hamburg, engagiert sich als 1. Vorsitzender der Sütterlinstube Hamburg e.V. ehrenamtlich bei der Übertragung alter Schriften.
Harald Kolumbe wurde 1938 in Rendsburg geboren und wuchs auf verschiedenen Bauernhöfen in Schleswig-Holstein auf. Er promovierte 1963 als Landwirtschaftsmeister.
Renate Rubach, *1939 in Bad Oldesloe, beschäftigt sich nach ihrem Berufsleben mit Ahnenforschung und dem Aufschreiben aufgespürter Erinnerungen.
Bernd Herzog, *1940, ist ein echter Hamburger Jung. Er schreibt über seine Jugend in Hamburg, Ferien in einer Meierei und über seine Seefahrtszeit.
Marlies Krogmann, Jahrgang 1941, engagiert sich als Kommunalpolitikerin in Norderstedt. Das Kriegsende und den Einzug der Amerikaner hat sie noch in lebendiger Erinnerung.
Margot Bintig,*1946 in Offenbach. Nach über 40-jähriger Tätigkeit in einer Personalabteilung widmet sie sich ihren liebsten Hobbys, Reisen, Lesen und Schreiben.
Hartmut Kennhöfer, Jahrgang 1949 engagiert sich seit 2004 als Mitbegründer und Webmaster der Erinnerungswerkstatt-Norderstedt und beschreibt seine Erinnerungen an Kindheit und Jugend in der Nachkriegszeit.
Dieter Scholz, *1949 in Hamburg-Eppendorf, war nach Schulzeit und Ausbildung Mitarbeiter eines großen Logistikunternehmens. Seit 2010 schreibt er für die Erinnerungswerkstatt seine Erinnerungen auf.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 238
Altersempfehlung 16 - 90
Erscheinungsdatum 24.07.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-944459-29-5
Verlag Kadera-Verlag
Maße (L/B/H) 21,4/15,1/2,3 cm
Gewicht 331 g
Abbildungen mit Fotos, Dok. und Faks.
Verkaufsrang 58.793
Buch (Taschenbuch)
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Ein Buch. Ein Einblick.
von einer Kundin/einem Kunden aus Norderstedt am 13.08.2017

Ein Buch. Ein Einblick. Ein Buch, in dem Menschen sich schreibend erinnern. Erinnern an eine Zeit, in der alles noch ganz anders war. An eine Zeit, in der vieles, was heute als selbstverständlich gilt, noch fehlte. An eine Zeit, in der vieles, was heute als nicht mehr selbstverständlich gilt, nicht... Ein Buch. Ein Einblick. Ein Buch, in dem Menschen sich schreibend erinnern. Erinnern an eine Zeit, in der alles noch ganz anders war. An eine Zeit, in der vieles, was heute als selbstverständlich gilt, noch fehlte. An eine Zeit, in der vieles, was heute als nicht mehr selbstverständlich gilt, nicht fehlte. Der Zusammenhalt. Die Familie. Die Freundschaft. Als jüngerer, von der Moderne geprägter, vielleicht auch verzogener Menschen fragte und frage ich mich: Was war das für eine Zeit? Die Zeit vor 50 oder 60 Jahren? War sie schwieriger als heute? Komplizierter? Wie waren die Menschen? Was formte ihre Gedanken? Auf der Suche nach Antworten landete ich eines Tages bei der Erinnerungswerkstatt Norderstedt. In einer Werkstatt, in der Menschen ihre Erinnerungen zu Papier bringen und uns, dem Leser damit einen kleinen Einblick in ihre Geschichte gestatten. Das Ergebnis ihres Schaffens: 11 Erzähler schenken dem Buch mit den insgesamt knapp 200 Geschichten das Leben. Eine schöne Sache. Ein guter Zeitvertreib. Denkt man. Doch die Wahrheit ist eine ganz andere! Denn sie schreiben nicht nur um ihre Zeit irgendwie zu vertreiben. Nein! Sie schreiben für uns. Für uns junge und/ oder jüngeren Menschen, die nicht wissen, wie das Leben vor gar nicht so langer Zeit war. Für uns, die wir zu schnell glauben, alles wäre schon immer so, wie es heute ist, gewesen. Sie suchen den Dialog. Mit uns. Sie besuchen Schulen. Stellen sich den naiven Fragen der Schüler, die mit großen Ohren lauschen und wundern, wie Menschen vor gar nicht so langer Zeit ohne Handy, Fernseher, Computer überhaupt leben konnten. Und ich glaube gleichzeitig wundern sich die Schreibenden, wie Menschen heute nicht mehr ohne Handy, Fernseher und Computer leben können. Das Buch „Dennoch haben wir gelacht...“ist ein gelungenes Projekt! Die Erinnerungswerkstatt aber ist ein notwendiges Projekt!