Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

(85)

DAS ERSTE JUGENDBUCH VON BESTSELLERAUTORIN LILLY LINDNER

Lilly Lindner ist ein Phänomen. Sie ist ein außergewöhnliches Schreibtalent.
Nun hat sie ihr erstes Jugendbuch geschrieben und trifft mit ihrer glasklaren und poetischen Sprache jeden Leser direkt ins Herz.

April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Rezension
Eine tragische Geschichte, wunderbar und leicht erzählt: voller Poesie und Wärme!
Portrait

Lilly Lindner hat keine Ahnung von Teilchenphysik und bipolaren Zwischenströmungen. Sie weiß auch nicht, wie viel Wasser man in einen Teich kippen muss, um einen See zu erhalten; aber wie man Bücher schreibt – das weiß sie. Ihr Debüt ›Splitterfasernackt‹ stand monatelang auf der Bestsellerliste.

Literaturpreise:

›Was fehlt, wenn ich verschwunden bin‹
- Favorit der Leipziger Jugend Jury 2016

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 400, (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 14
Erscheinungsdatum 19.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783733600600
Verlag FISCHER Kinder- und Jugend-E-Books
Verkaufsrang 18.943
eBook
7,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Schwesternliebe“

S. Knöpper, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Eine berührende Geschichte über zwei Schwestern, die verzweifelt versuchen, einander zu retten. Eindringlich, emotional und gewaltig. Ein tiefgründiges Buch, welches voller Hoffnung und Poesie steckt. Lilly Lindner hat mich verzaubert, sie hat eine besondere und berührende Art zu schreiben. Lilly Lindner ist eine echte Wortkünstlerin. Eine berührende Geschichte über zwei Schwestern, die verzweifelt versuchen, einander zu retten. Eindringlich, emotional und gewaltig. Ein tiefgründiges Buch, welches voller Hoffnung und Poesie steckt. Lilly Lindner hat mich verzaubert, sie hat eine besondere und berührende Art zu schreiben. Lilly Lindner ist eine echte Wortkünstlerin.

Katharina Kaufmann, Thalia-Buchhandlung Marburg

Das ist ein Buch, das einen sprachlos zurücklässt, zum Nachdenken anregt und berührt. Es ist sehr wortgewaltig und teilweise sehr philosophisch.Ich war teilweise zu Tränen gerührt Das ist ein Buch, das einen sprachlos zurücklässt, zum Nachdenken anregt und berührt. Es ist sehr wortgewaltig und teilweise sehr philosophisch.Ich war teilweise zu Tränen gerührt

Stephanie Potthoff, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein tiefgreifender Jugendroman, der das schwierige Thema Magersucht auf berührende und trotzdem leichte Art erklärt.
Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen!
Ein tiefgreifender Jugendroman, der das schwierige Thema Magersucht auf berührende und trotzdem leichte Art erklärt.
Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen!

Theresa Lehmann, Thalia-Buchhandlung Saalfeld

Meiner Meinung nach ein grandioses Buch! Dadurch, dass es aus Briefen besteht, finde ich es erfrischend anders. Sehr berührend und definitiv auch toll für Erwachsene. Meiner Meinung nach ein grandioses Buch! Dadurch, dass es aus Briefen besteht, finde ich es erfrischend anders. Sehr berührend und definitiv auch toll für Erwachsene.

Victoria Richter, Thalia-Buchhandlung Gotha

Ein weiteres gutes Buch von Lilly Lindner. In gewohnt zarter, poetisch verträumter Sprache widmet sie sich diesmal vordergründig dem Thema Magersucht und Familienzusammenhalt. Ein weiteres gutes Buch von Lilly Lindner. In gewohnt zarter, poetisch verträumter Sprache widmet sie sich diesmal vordergründig dem Thema Magersucht und Familienzusammenhalt.

Sarah Sophie Haberhauer, Thalia-Buchhandlung Frankfurt

Ich konnte es nicht mehr weglegen! Lilly Lindner verzaubert mich jedes Mal aufs Neue mit ihrer Sprachgewalt und bringt mich zum Weinen. DIe Geschichte ist herzzerreißend. Ich konnte es nicht mehr weglegen! Lilly Lindner verzaubert mich jedes Mal aufs Neue mit ihrer Sprachgewalt und bringt mich zum Weinen. DIe Geschichte ist herzzerreißend.

„Eine "Junge Buchprofi-Rezension" von Sandy, 16 Jahre“

Junge Buchprofis empfehlen, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Für Phoebe ist April nicht nur ein Monat, sondern auch der Name, den ihre ältere Schwester trägt. Aber April ist nicht bei ihr, sie ist fort. In einer Klinik um genau zu sein, denn sie isst nicht mehr und soll nun gesund werden. Phoebe schreibt Briefe, doch April antwortet ihr nicht, auch nicht als bereits mehrere Wochen vergangen sind. Für Phoebe ist April nicht nur ein Monat, sondern auch der Name, den ihre ältere Schwester trägt. Aber April ist nicht bei ihr, sie ist fort. In einer Klinik um genau zu sein, denn sie isst nicht mehr und soll nun gesund werden. Phoebe schreibt Briefe, doch April antwortet ihr nicht, auch nicht als bereits mehrere Wochen vergangen sind. Phoebe hat tausend Fragen. Angefangen mit, wann April wieder zurück kommen wird. Aber ihre Eltern schweigen hilflos und so hat Phoebe keine Möglichkeit, um zu verstehen, was ihrer Schwester fehlt. Doch sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und um dem Schweigen eine Stimme zu geben, fängt sie an, Briefe an ihre Schwester zu schreiben. Sie schreibt Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Das Buch beginnt mit dem ersten Brief von Phoebe an ihre Schwester und wird auch in Form von Briefen weiter geschrieben.Es sind keine Kapitel vorhanden, lediglich Briefe, die das Geschehen ein wenig strukturiert. Eine Frage, die sich sowohl Phoebe als auch der Leser immer wieder stellt, ist, ob April ihr antworten wird. Nach jedem Brief entstehen immer weitere Fragen, denn Phoebe und April sind sich so nah, aber trotzdem fern. Lilly Lindner hat ihre Protagonisten äußerst ausdrucksstark und authentisch wirken lassen. In vielen Dingen unterscheiden sich die beiden, beide haben ein andere Sicht auf das Familienleben, auf die Welt an sich, was auf den Altersunterschied zurück zu führen ist, aber trotzdem sind sie sich unglaublich ähnlich. Sowohl April war als Kind äußerst klug, gar hochbegabt, für ihr Alter als auch Phoebe, die mit Worten nur um sich wirft und manche Sachen sogar besser erfassen und deuten kann als die Erwachsenen.

Nicht zu vergessen, ist der einzigartige Schreibstil von Lilly Lindner. Sie schreibt poetisch, leicht und einfach nur schön. Sie legt Phoebe Sätze in den Mund, die keiner zuvor so verwenden würde und trotzdem ergeben sie ein ganzes Bild. Lilly Lindner schreibt sehrtiefgründig, aber nicht so, dass der ein oder andere Leser abgeschreckt wäre, sondern es ist eher ein Schleichen der Emotionen, man taucht ganz langsam ein.

„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“, hat mich sprachlos zurückgelassen. Ich kann nicht in Worte fassen, wie begeistert ich von dem Buch bin. Man bewahrt als Leser eine gewisse Distanz zu den Charakteren, aber dennoch ergreift einen die Geschichte von April und Phoebe. Man ist in ihrer kleinen Welt, in der nichts heile ist, aber man will nicht fort.

Alles in einem kann ich das Buch nur empfehlen, denn das Buch regt einen zum Nachdenken an und bringt einem das Thema Magersucht authentisch näher. Ich gebe daher, dem Buch 5 von 5 Sternen.

C. Gäbke, Thalia-Buchhandlung Heidenheim an der Brenz

Berührend und stimmt einen nachdenklich. Berührend und stimmt einen nachdenklich.

Tina Wels, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Phoebe schreibt ihrer Schwester April Briefe, denn April ist weg. Sie kämpft in der Klinik mit Magersucht. Dieses Buch erklärt aus der Sicht eines Kinds mit der Situation umzugehen Phoebe schreibt ihrer Schwester April Briefe, denn April ist weg. Sie kämpft in der Klinik mit Magersucht. Dieses Buch erklärt aus der Sicht eines Kinds mit der Situation umzugehen

Olivia Wehling, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Phoebe schreibt ihrer Schwester April Briefe in die Klinik. Dort kämpft April gegen ihre Magersucht. Emotional und bewegend. Phoebe schreibt ihrer Schwester April Briefe in die Klinik. Dort kämpft April gegen ihre Magersucht. Emotional und bewegend.

„Wortgewaltig“

Katja Behnke

Als April in eine Klinik geschickt wird um gegen ihre Magersucht anzukämpfen, lässt sie ihre kleine Schwester Phoebe zurück. Diese bleibt alleine mit ihren tausend Fragen, die ihr niemand, auch nicht ihre Eltern, beantworten will. Warum darf sie April nicht besuchen? Was hat sie für eine Krankheit? Kommt sie irgendwann wieder zurück? Als April in eine Klinik geschickt wird um gegen ihre Magersucht anzukämpfen, lässt sie ihre kleine Schwester Phoebe zurück. Diese bleibt alleine mit ihren tausend Fragen, die ihr niemand, auch nicht ihre Eltern, beantworten will. Warum darf sie April nicht besuchen? Was hat sie für eine Krankheit? Kommt sie irgendwann wieder zurück? So beginnt sie Briefe an April zu schreiben, ohne jemals eine Antwort zu erhalten.

Eine Geschichte über eine leider oft unterschätzte Krankheit, Hilflosigkeit und Geschwisterliebe, die dank Lilly Lindners poetischen Schreibstil tief unter die Haut geht und lange in Erinnerung bleibt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
85 Bewertungen
Übersicht
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April und Phoebe
von I. Schneider aus Mannheim am 15.02.2015

Phoebe und April sind Schwestern, die sich einander ähnlich sind und sich sehr lieben, obwohl April sieben Jahre älter ist als Phoebe. Durch ihre Krankheit Magersucht muss die sechzehnjährige April in eine Klinik, in der sie versuchen soll wieder gesund zu werden. Die neunjährige Phoebe versteht nicht, wieso April... Phoebe und April sind Schwestern, die sich einander ähnlich sind und sich sehr lieben, obwohl April sieben Jahre älter ist als Phoebe. Durch ihre Krankheit Magersucht muss die sechzehnjährige April in eine Klinik, in der sie versuchen soll wieder gesund zu werden. Die neunjährige Phoebe versteht nicht, wieso April so schrecklich krank ist und sie sie nicht besuchen darf. Auch ihre Eltern sind Phoebe keine große Hilfe, da sie mit sich selbst und ihrem Kummer um die kranke April nicht fertig werden. Phiebe versucht ihre Sehnsucht nach ihrer großen Schwester dadurch zu bekämpfen, dass sie ihr ganz viele Briefe schreibt und ihr erzählt, was sie alles so erlebt und was sie beschäftigt. Schlimm ist es nur, dass sie keine Briefe von April zurükbekommt, denn April muss sich darauf konzenztrieren gesund zu werden und darf vorerst nicht zurückschreiben. Phoebe erträgt alles so gut und versucht ihre Schwester aufzumuntern, obwohl sie gerne begreifen würde, was April so traurig gemacht hat, dass sie nicht mehr essen will. Hilfe von ihren überforderten Eltern erhält sie nichgt genausowenig wie Erklärungen. Doch auch April in ihrer Klinik vermisst ihre Schwester Phoebe schmerzlich und auch sie schreibt Phoebe ganz viele Briefe, die sie allerdings nicht abschicken darf, das musste sie ihren Eltern versprechen, damit Phoebe nicht unnötig belastet wird. Ein trauriger und berührender Briefroman zweier Schwestern, die sich sehr verbunden sind und sich sehr vermissen.

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Zutiefst berührend
von einer Kundin/einem Kunden aus Krailling am 20.03.2017
Bewertet: Taschenbuch

Phoebe ist zutiefst traurig. Ihre ältere Schwester April ist weg. In einer Klinik. Sie ist krank. Doch was genau hat sie eigentlich? Phoebe weiß es nicht genau, denn ihre Eltern schweigen beharrt. Also findet Phoebe es Stück für Stück selbst heraus und reimt sich alles mit ihrer kindlichen -... Phoebe ist zutiefst traurig. Ihre ältere Schwester April ist weg. In einer Klinik. Sie ist krank. Doch was genau hat sie eigentlich? Phoebe weiß es nicht genau, denn ihre Eltern schweigen beharrt. Also findet Phoebe es Stück für Stück selbst heraus und reimt sich alles mit ihrer kindlichen - und gleichzeitig so erwachsenen - Fantasie zusammen. Und sie schreibt April unzählige Briefe. Darin erzählt sie von ihrem Tag, aber auch ihren Gedanken und Gefühlen. Sie beschreibt, wie sehr sich die Familie ohne April verändert hat. Sie sieht alles, was zwischen den Zeilen steht. Und sieht, was niemand ausspricht. ?Dazu haben wir doch Augen, oder? Um hinzugucken, wenn da etwas ist, das gesehen werden muss. Und Kinder darf man nicht einfach übersehen. Sonst werden sie nicht groß. Oder wie werden groß und unglücklich, und dann müssen sie zum Psychologen." S. 30 Der Roman ist vollständig in Briefform geschrieben. Dadurch entsteht eine sehr persönliche Atmosphäre, die von Phoebes Schreibweise noch verstärkt wird. Dafür, dass sie ein Kind ist, ist sie manchmal extrem altklug und kommt auf Sachen, die man keinem Kind zutrauen würde. Sie ist sehr wortgewandt und intelligent. Manchmal kann man kaum glauben, dass ein Satz von einer 9-jährigen stammen soll. Gleichzeitig musste ich an meine Mutter denken, die immer wieder zu mir sagte, dass ich viel zu altklug für ein Kind war... Also ist es wohl doch möglich ;) Phoebe und April sehen die Welt mit anderen Augen. Sie erklären Wörter durch andere Wörter, um den Sinn zu verstehen. Sie erklären die gesamte Welt auf eine einzigartige und wunderschöne Weise. Durch die Briefe erlebt man das Buch sehr intensiv und bewusst. Man weint und lacht, es verschlägt einem die Sprache, dann wieder würde man am liebsten mitdiskutieren. Oder Phoebe einfach nur ganz fest in den Arm nehmen. ?Der einzige Haken an der Sache ist, dass Herr Kohl leider ein Erwachsener ist, und bei denen muss man ja bekanntlich vorsichtig sein, wenn es um Versprechen geht: einige Erwachsene glauben nämlich, dass sich Versprechen von "ich habe mich versprochen" ableitet. Und wenn man von diesem Standpunkt aus mit Versprechen um sich wirft, dann sollte man lieber still sein. Oder Politiker werden." S. 82 Die Autorin schreibt auf eine Art und Weise, wie ich es noch nie gelesen habe. Sie schafft es, selbst bei diesem traurigen Thema pure Schönheit in die Sätze zu verpacken. Jeder Satz, jeder Buchstabe strahlt so viel Schönheit aus, dass es kaum zu glauben ist. Lilly Lindner schreibt mit vielen Emotionen, Schönheit, Tiefgang und Humor. Ein Buch, das man nicht einfach liest. Man erlebt es. Magersucht ist eine Krankheit, die auch heute noch oft belächelt und nicht ernst genommen wird. Man ist ja quasi selbst schuld. Das Thema wird hier mit schonungsloser Ehrlichkeit behandelt und Außenstehenden kann so die Augen geöffnet werden. Für mich als ehemalige Magersüchtige hat es auch viele Wunden geöffnet. Das beweist, wie wahr das Buch auch ist. Aufwühlend. Erschreckend. In so vielen Sätzen habe ich mich selbst wiedergefunden. Das Buch ist schonungslos, ehrlich, aufreibend, traurig und gleichzeitig auch so schön. Fazit Was für ein Buch. Diese Wortspiele. Die Emotionen. Die Einzigartigkeit der beiden Schwestern. Beim Lesen war ich abwechselnd gefangen zwischen Tränen und Trauer und lautem Lachen. Das beste Buch, welches ich je zum Thema Magersucht gelesen habe. Absolut berührend und fesselnd.

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emotional und trotzdem liebevoll
von einer Kundin/einem Kunden aus Gießen am 24.02.2017
Bewertet: Taschenbuch

April und Phoebe sind Schwestern. April kommt in eine Klinik für Magersüchtige. Sie hat schon früh in ihrer Kindheit aufgehört zu Essen. Und mit ihren Eltern redet sie auch nicht mehr. Phoebe ist ein aufgewecktes cleveres Mädchen mit vielen „Worten“, Fragen und Feststellungen. Im ersten Teil des Buches geht... April und Phoebe sind Schwestern. April kommt in eine Klinik für Magersüchtige. Sie hat schon früh in ihrer Kindheit aufgehört zu Essen. Und mit ihren Eltern redet sie auch nicht mehr. Phoebe ist ein aufgewecktes cleveres Mädchen mit vielen „Worten“, Fragen und Feststellungen. Im ersten Teil des Buches geht es um Briefe, die Phoebe an April schreibt. Phoebe beschreibt April in ihren Briefen ihren Tagesablauf. Der Vater hat durch seine Arbeit wenig Zeit und verkriecht sich hinter seiner Zeitung. Die Mutter geht nicht auf Fragen und Ängste von Phoebe ein. Unverständlich erscheint mir, dass die Mutter als „Sozialpädagogin“ mit Pflegekindern arbeitet und so gar kein Einfühlungsvermögen für ihre eigenen Kinder hat. Phoebe bekommt keine Erklärungen zu Aprils Krankheit und darf April auch nicht besuchen. Sie glaubt, dass April eine Freundin namens „Ana“ hat, die zu viel Einfluss auf sie hat. Leider bekommt Phoebe nie eine Antwort von April auf ihre Briefe. Einzig bei Jerry, dem Vater ihrer Freundin kann sie ihre „Wörter“ loswerden und erzählt ihm von den Briefen an April und ihren Ängsten, dass ihre Briefe nicht ankommen. Im zweiten Teil des Buches lesen wir dann die Briefe von April an Phoebe. In diesen Briefen drückt sie aus, wie schwierig das Verhältnis zu ihren Eltern war, der Auslöser des Ganzen und den Verlauf. Die Eltern, waren von den vielen „zu erwachsenen Worten“ von April schon früh überfordert. Die Mutter hatte sich ein „normales Kind“ gewünscht und nicht ein Kind, das einen Aufsatz über 10 Seiten für ein belangloses Thema schreibt. Den Hinweis der Lehrerin auf ein „begabtes Kind“ wollte sie nicht hören und ist nicht darauf eingegangen. Leider gab es auch viel Streit zwischen den Eltern und April war viel auf sich allein gestellt. Missbrauchtes Vertrauen, zu wenig Elternliebe und kein Einfühlungsvermögen der Eltern. So begann eine unheilvolle Entwicklung. Der Schmerz im Magen war besser zu ertragen als der Schmerz in der Seele. April verweigerte die Gespräche mit den Eltern und das Essen. Es kam wie es kommen musste – April wurde in eine Klinik eingeliefert. Die Worte der Mutter: „lass Phoebe da raus“. Verbote für Briefe und Besuche der Schwester. April schildert in ihren Briefen an Phoebe wie allein und verlassen sie sich in der Klinik fühlte und wie glücklich sie eine Umarmung und ein „Herzschlag“ gemacht haben, als Ihre Eltern sie schon lange „emotional“ verlassen haben. Als ich die Briefe von April gelesen habe, musste ich manches Mal schlucken und habe über die Mutter geflucht. Wie konnte sie nur ihre Tochter selbst im Tod allein lassen? Die Briefe zeigen die Verbundenheit der Geschwister in jeder Zeile. Phoebe schreibt manchmal ein bisschen wirr – aber im Großen und Ganzen wie eine 9 jährige. Phoebe hat im Vater ihrer Freundin einen Zuhörer gefunden, der es weiß mit ihren Worten umzugehen. Auch hat Phoebe Freunde, die sie „auffangen“. Gerne würde ich nun weiter lesen, um zu erfahren ob Phoebe die Briefe ihrer Schwester erhalten hat…

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