Meine Filiale

Die Reise des Engels

Krimnalroman

Conte Krimi Band 45

Lilo Beil

(1)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
11,90
11,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

11,90 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

7,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Auf dem Friedhof von Schwanweiler in der Westpfalz wird die Leiche eines Fremden gefunden. Der pensonierte Odenwälder Kripochef Friedrich Gontard, der im Dorf gerade mit seiner Frau Anna einen Familiennachlass regelt, wird schnell in den Mordfall hineingezogen. Zusammen mit Kommissar Manfred Berberich sieht er sich einem Verbrechen gegenüber, dessen Wurzeln in der Vergangenheit liegen. Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg und ein Auswandererbrief enthüllen die Identität des Toten, decken aber auch weitere, längst vergangene Mordfälle auf, die ungeklärt blieben. Die ansässigen Familien im Dorf haben scheinbar nicht nur eine Leiche im Keller. Die beiden Ermittler werden mit dunklen Leidenschaften, Standesdünkel und Frömmelei konfrontiert. Lilo Beil verknüpft in diesem siebten Krimi um Kommissar Gontard das Kolorit von drei Epochen zu einer gelungenen Mischung aus Spannung und Zeitgemälde.

Lilo Beil wurde im südpfälzischen Klingenmünster geboren. Die Pfarrerstochter verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Dielkirchen bei Rockenhausen und in Winden bei Landau. Ab 1966 studierte sie in Heidelberg Romanistik und Anglistik. Sie unterrichtete von 1972 bis Januar 2008 an der Martin-Luther Schule in Rimbach. Die Mutter dreier erwachsener Töchter lebt mit ihrem Mann im vorderen Odenwald.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum März 2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95602-054-4
Verlag Conte-Verlag
Maße (L/B/H) 20,3/13,7/2 cm
Gewicht 265 g
Auflage 1. Erstausgabe

Weitere Bände von Conte Krimi

mehr

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
0
0
1
0
0

Anregend, kurzweilig, mässig spannend
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 22.04.2015

Bei windigem Regenwetter passiert ein Mord auf dem Friedhof von Schwanweiler in der Pfalz. Wieder einmal ist der pensonierte Kriminaler Friedrich Gontard zur Stelle und beginnt mit seinem einstigen Mitarbeiter, dem jetzigen Kommissar Manfred Berberich, die Ermittlungen. Die beiden (schwerpunktmäßig aber Gontard) fördern zunäch... Bei windigem Regenwetter passiert ein Mord auf dem Friedhof von Schwanweiler in der Pfalz. Wieder einmal ist der pensonierte Kriminaler Friedrich Gontard zur Stelle und beginnt mit seinem einstigen Mitarbeiter, dem jetzigen Kommissar Manfred Berberich, die Ermittlungen. Die beiden (schwerpunktmäßig aber Gontard) fördern zunächst verzweigte und komplizierte Familienaffären zu Tage. Viele im Ort erinnern sich an Jahrzehnte zurückliegende Ereignisse, aber auch an Namen oder Merkmale – die Leser merken es längst – die kurz zuvor erwähnt wurden. Ungeklärte Mordfälle aus der Vergangenheit stehen im Mittelpunkt und erschweren durch ihre zeitliche Ferne, dass in der Erzählgegenwart wirklich Spannung aufkommt. Allmählich rundet sich das Bild und Gontard liegt wieder einmal mit seinen Vermutungen richtig. Wie bei allen Gontard-Krimis erhält das Umfeld der Kriminaler breiten Raum. Damit sich die gezogenen Strippen zusammenfügen muss die Autorin gelegentlich stark nachhelfen. Manchmal hackt Gontard solange nach, bis sich die Leute an das erinnern, was er schon längst vermutet hatte. Nach Jahrzehnten kann sich der Befragte nicht erinnern, welche Person er in einer diffusen Szene gesehen hat. Doch Gontard befragt ihn nochmals und plötzlich flutscht es: „Die Person war, glaube ich, eine Frau.” „Sie sind sich sicher?” (Ist er nicht, er sagte doch: „glaube ich”). „Ja, jetzt, wo sie [sic] mich so direkt fragen, muss ich sagen: ja.” Das müssen die Leser schlucken. Ganz dick wird es bei der Interpretation eines uralten kolorierten Gruppenfotos. Dreimal erkennt Gontard Fallentscheidendes aus den Blicken und Augen der Fotografierten. Mit so hoch auflösenden Fotos, die sogar die geheimen Befindlichkeiten und sexuellen Vorlieben der Fotografierten festhalten, wird die Lösung einfach: „Fotos lügen nicht”. Das scheint mir doch etwas weit herbeigeholt. Die Reise des Engels besticht – wie alle Krimi um Friedrich Gontard – durch ein klug ausgedachtes Netz an Beziehungen und Antipathien des Romanpersonals und durch das Regionalkolorit. So erwartet die Leser ein anregende, kurzweilige Lektüre. Mitfiebern werden wohl nur die Wenigsten.


  • Artikelbild-0
  • »Als sei es erst gestern gewesen, so sehe ich sie vor mir. An jenem Juniabend. Ursprünglich ein heidnischer Brauch, das Johannisfeuer. Nicht besser als die Sommersonnenwende. Ich wollte nicht hingehen. Die läppischen Dörfler, die an alten Bräuchen festhalten. Es war ihr Haar, das mich faszinierte. Verhexte. Von Anfang an. Ich sah die Augen der anderen, die wie ich fasziniert waren von diesem Haar, das im Schein des Feuers leuchtete wie Kupfer. Nichts blieb meinen Augen verborgen, aber ich musste meine Gedanken und meine Wünsche verhehlen. Niemand konnte ahnen, was da in mir brannte, heller und heißer als das Johannisfeuer. […] Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig. Denn auf dich baut meine Seele.«