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Die Abendgesellschaft der Quartiersleute

Hamburger Generationenroman

Hamburg, 2013. Wiebke Andresen, Tochter des seinem siebzigsten Geburtstag entgegensehenden Familienpatriarchen Hans-Peter Boettiger steckt mitten in den Vorbereitungen eines Festes für ihren Vater, zu dem die ganze Familie anreisen wird. Ein Eklat scheint vorprogrammiert, denn hinter der Fassade aus Bürgerlichkeit und hochgehaltener Tradition zeigen sich Risse, und vor dem Spiegel der Vergangenheit verblassen noch immer klar umrissen geglaubte Familienbilder. England 1896. In Südwales ereignet sich eines der unzähligen Bergwerksunglücke jener Zeit. Die Katastrophe wird zur Geburtsstunde eines bis in die heutige Zeit überdauernden Hamburger Familienunternehmens, den Quartiersleuten Boettiger & Consorten. Der Bergarbeiter John Buttger konnte nicht ahnen, dass eher die Wirren der Zeit und ein äußerst obskurer Vorfall ihn zum Gründervater einer Hamburger Firma machen würden. Er und sein Sohn Oskar kämpfen mit ihren Familien vor allem gegen die Verwerfungen zweier Kriege und die Schwierigkeiten wirtschaftlich und politisch chaotischer Zeiten. Oskar wird seine beiden Frauen und Eltern verlieren und nach dem Krieg mit drei kleinen Kindern von vorne anfangen: Hans-Peter, Lisbeth und Bernhard. Lisbeth, die unermüdlich versucht, das Gestern mit dem Heute zu verbinden und Bernhard, genannt Fletch, der nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges als Erster mit der Tradition bricht und Kapitän zur See wird. Da sind Hans-Peters grundverschiedene Töchter Wiebke und Lilly und ihre Familien. Wiebke, die mit einer nicht immer beherrschbaren Eifersucht auf die Schwester und der Herkunft ihres ersten Sohnes kämpft und Lilly, die mit dem Zerbrechen ihrer Ehe ringt. Und nicht zuletzt ist da Malte, der Enkel Hans-Peters, der ganz andere Pläne hat als sein Großvater. "Die Abendgesellschaft der Quartiersleute" ist ein Tableau miteinander verwobener Biographien und eines außergewöhnlichen und in der ursprünglichen Form ausgestorbenen Berufsstandes vor dem Hintergrund die Stadt Hamburg prägender Geschichte.
Portrait
Thomas Christen, Jahrgang 1955, lebt in Düsseldorf und studierte Politikwissenschaften, Germanistik und Soziologie an der Universität Trier sowie später Agrarwissenschaften an der Universität Bonn. Nach zwanzig Jahren Tätigkeit in einer Heidelberger Klassikproduktion gründete er im Jahr 2000 das audio-visuelle Konzeptlabel tomtone music. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Christen schrieb über zwanzig Jahre Texte für Künstler wie Udo Jürgens, Milva, Veronika Fischer oder das Bremer Ensemble Mellow Melange und verfasste zwei Drehbücher für Music-Features im Auftrag des ZDF. Im Jahr 2012 wurde sein Debütroman "Der Abend vor der Nacht" im secession Verlag Zürich/Berlin veröffentlicht. Des Weiteren sind von ihm die beiden Lyrikbände "Ferngespräche" (2007) und "Windweit der Mensch" (2010) sowie die Romane "Winterfieber - oder die Überreizung einer Seele" (2013), "Die Privilegierten" (ebook, 2014) und der Erzählband "Im Schatten der Hundstage" (2014) erschienen.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 348 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783862823451
Verlag Acabus Verlag
Dateigröße 1474 KB
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Kundenbewertungen

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Interessanter Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart, leider jedoch viel zu kurz
von Old Witch am 07.06.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Die pure Neugierde ließ mich zu diesem Buch greifen, ich gebe es gerne zu. Wie wollte es der Autor schaffen, auf nur 350 Seiten die Geschichte von fünf Generationen unterzubringen?! Thomas Christen kann hervorragend erzählen, wie ich finde. Seine Art des Schreibens hat mich wundervoll an die Hand genommen und durch den Roman... Die pure Neugierde ließ mich zu diesem Buch greifen, ich gebe es gerne zu. Wie wollte es der Autor schaffen, auf nur 350 Seiten die Geschichte von fünf Generationen unterzubringen?! Thomas Christen kann hervorragend erzählen, wie ich finde. Seine Art des Schreibens hat mich wundervoll an die Hand genommen und durch den Roman geführt. Auch über die irgendwie merkwürdigen und mysteriösen „drei Herren“ bin ich nicht gestolpert, sondern habe sie mit einem breiten Schmunzeln zur Kenntnis genommen. Lustige Idee, dies so in die Story einzubauen :-) Der Roman beginnt mit den Geschehnissen des Jahres 1896 in Wales und endet in Moorburg 2014. Dazwischen springt man, von Kapitel zu Kapitel, immer mal hin und her zwischen den einzelnen Jahrzehnten und Generationen. Dies jedoch nie so, als das man den Überblick verlieren würde. Mir hat gut gefallen, dass der Autor dem Leser viele Geschehnisse sehr ausführlich schildert und ihn so quasi am Leben der jeweiligen Protagonisten regelrecht teilhaben lässt. Die Geschehnisse die zur Firmengründung führten zum Beispiel. Oder die dramatischen Erlebnisse während der beiden Weltkriege und später bei der katastrophalen Sturmflut, die die Hamburger Dämme brechen ließ. Man leidet regelrecht mit beim Lesen und kann sich das damalige Elend und die Qual der Menschen fast bildhaft vorstellen. Absolut nicht gefallen hat mir jedoch die Tatsache, dass es auch ziemlich große Zeitsprünge gab und man den Leser auf diese Art elementar wichtige Entscheidungen und Entwicklungen vorenthalten hat. Der Aufbau nach dem 2. Weltkrieg im zerbomten Hamburg sei hier genannt, oder die direkte Zeit nach dem Hochwasser. Man verlässt die Überlebenden quasi auf dem rettenden Dach des Hauses sitzend und wird dann mittels Zeitsprung etliche Jahre weiter katapultiert. Und auch das Ende wirkt mehr als überhastet und überstürzt auf mich. Ich denke, an solchen Stellen macht sich die Kürze des Buchs ganz besonders deutlich bemerkbar. Was ich als sehr schade empfinde, aber womit meine Eingangsfrage auch geklärt wäre: Es ist, in meinen Augen, dem Autoren nur bedingt gelungen, so viele Generationen auf so relativ wenigen Seiten unterzubringen. Gut rüber gekommen sind die unterschiedlichen Spannungen und Diskrepanzen unterhalb der verschiedenen Familienmitglieder, die sich zum Ende hin bei der alljährlichen Familienfeier bemerkbar machen. Mein Fazit: Ein interessanter Ausflug in die Hamburger Vergangenheit, mit Bogen ins Heute, der durchaus lesenswert daher kommt, sich aber bedingt durch die Seitenzahl nicht in vollem Glanz präsentieren kann. Von mir gibt es dafür 3 ½ von 5 Sternen.