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Ich will brav sein

Psychothriller

(9)
Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät ...
Rezension
»Auch wenn erfahrene Krimileser ahnen, wie die Geschichte laufen könnte, ist sie doch wesentlich vielschichtiger als angenommen und der Schluss einfach großartig.« B5 Kulturnachrichten
Portrait
Clara Weiss, geboren 1976 in Thüringen, hat Literaturwissenschaften in Berlin und Bologna studiert. Sie ist im Verlagswesen tätig und lebt mit ihrer Familie in München. Für ihren ersten Roman "Milchsblut", ebenfalls bei Goldmann erschienen, wurde sie nominiert für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt".
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 19.06.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-48604-5
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 188/126/35 mm
Gewicht 355
Verkaufsrang 2.605
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„Sie kann es besser...“

Franziska Kommert, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Die Autorin legt mit "Ich will brav sein" ihren zweiten Thriller, nach "Milchsblut", vor. Nur leider kommt hier so gar keine Spannung auf. Die ersten Zweidrittel des Buches plätschern nur so dahin. Es passiert nichts Bewegendes. Drei Musen bekommt das Buch trotzdem, da diese "Langeweile" uns Leser in die Irre führt. Die Autorin hat Die Autorin legt mit "Ich will brav sein" ihren zweiten Thriller, nach "Milchsblut", vor. Nur leider kommt hier so gar keine Spannung auf. Die ersten Zweidrittel des Buches plätschern nur so dahin. Es passiert nichts Bewegendes. Drei Musen bekommt das Buch trotzdem, da diese "Langeweile" uns Leser in die Irre führt. Die Autorin hat geschickt zum Höhepunkt hingearbeitet. Plötzlich taucht eine Leiche nach der anderen auf und sie beendet den Thriller mit einem Showdown. Die letzten drei Seiten kann ich ihr dann wieder nicht abnehmen. "Ich will brav sein" hat mich mit gemischten Gefühlen zwischen "Gähn" langweilig und atemloser Lesefreude zurück gelassen. Am Besten selber entdecken.

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Übersicht
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Die Schatten der Vergangenheit – Atmosphärisch, beklemmend, gut
von Nisnis aus Dortmund am 17.08.2017

Studentin Juli ist glücklich, dass sie in München kurzfristig ein Zimmer zur Untermiete bei der sympathischen und talentierten Schauspielerin Greta beziehen kann. Anfangs erscheint Greta wie eine Freundin, doch bereits nach kurzer Zeit verschlechtert sich das freundschaftliche Verhältnis der beiden jungen Frauen, bis Greta Juli mit ihrem Ordnungswahn richtiggehend... Studentin Juli ist glücklich, dass sie in München kurzfristig ein Zimmer zur Untermiete bei der sympathischen und talentierten Schauspielerin Greta beziehen kann. Anfangs erscheint Greta wie eine Freundin, doch bereits nach kurzer Zeit verschlechtert sich das freundschaftliche Verhältnis der beiden jungen Frauen, bis Greta Juli mit ihrem Ordnungswahn richtiggehend drangsaliert und extreme Starallüren an den Tag legt. Juli fühlt sich immer unwohler und stößt immer wieder auf Merkwürdigkeiten, die sie nicht erklären und einordnen kann. Im Flur des Hauses trifft sie auf ein geheimnisvolles und stilles junges Mädchen, das nicht spricht und ihr große Angst macht. Auch ihr Job bei dem grimmig kauzigen Obsthändler im Erdgeschoss des Mietshauses ist alles andere als erfüllend. Auch die Suche nach Julis familiären Wurzeln gestaltet sich nur mühselig, ohne dass sie einen Schritt vorwärts käme. Über München schwebt eine Dunstglocke aus sommerlicher Hitze und so ist es für Juli besonders erschreckend, als sie auf dem Dachboden des Hauses eine fast schon mumifizierte Leiche findet. Dann plötzlich verschwindet Julis neue Freundin und wenige Zeit später wird auch ihre Leiche auf dem Dachboden aufgefunden. Instinktiv weiß Juli, dass sie in höchster Lebensgefahr schwebt. Die Autorin: Clara Weiss, geboren 1976 in Thüringen, hat Literaturwissenschaften in Berlin und Bologna studiert. Sie ist im Verlagswesen tätig und lebt mit ihrer Familie in München. Für ihren ersten Roman "Milchsblut", ebenfalls bei Goldmann erschienen, wurde sie nominiert für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt". (Quelle: Goldmann Verlag) Reflektionen: Der Schreibstil der Autorin Clara Weiss erlaubt einen leichten Einstig in die beklemmende Geschichte des Psychothrillers. Der leicht verständliche Ausdruck der Autorin und der sehr lockere, geschmeidige Schreibstil lässt den Leser zunächst zügig lesen. Von Anfang an erscheint die Handlung geheimnisvoll und mysteriös, ohne dass man dieses Gefühl akzentuiert auf den Punkt bringen könnte, denn es sind nur Kleinigkeiten, die einem diese undurchsichtige Atmosphäre präsentieren. Ich mochte es sehr, wie mich die Autorin inhaltlich und mit einem intelligenten psychologischen Aufbau an der Nase herumgeführt hat. Nur selten besaß ich ein Gefühl von, ach ja, so könnte die Story ausgehen und letztendlich wurde ich tatsächlich überrascht. Die Handlung wird in zwei Perspektiven erzählt. Die zweite Perspektive, in kursiver Schrift und jeweils kurzgehalten, sorgt für fesselnde Momente und erfrischt. In ihr wird von einem Mädchen erzählt, dass Angst vor einer Zauberin hat, während sie auf einem Dachboden gefangen gehalten wird. Sehr lange Zeit kann man als Leser nicht erahnen, um welche Figur es sich bei dem Mädchen handelt. Leider jedoch erreichte dieser Thriller nicht die zu erwartende Spannung, die man einem Psychothriller voraussetzen darf. Streckenweise empfand ich gar Längen und mit den ständigen Wiederholungen von Beschreibungen der sommerlichen, nicht auszuhaltenden Hitze, auch wenn sie fundamental zur Handlung gehörten, fühlte ich mich im Lesefluss richtig gestört bis leicht genervt. Trotzdem würde ich ein weiteres Buch der Autorin lesen, da mir ihr Stil gut gefällt, doch mit Ich will brav sein, hat sie leider einiges an Potenzial verschenkt. Eingefangen war ich dann erneut, als die Rätsel der Handlung mit ihren psychologischen Vertrickungen langsam aufgelöst wurden und es war großartig, dass nichts ist wie es scheint. Der Showdown ist interessant und spannend inszeniert, doch die letzten drei bis vier Seiten erschienen mir dann leider wiederum unglaubwürdig. Clara Weiss gelingt es, den Leser psychologisch in die Irre zu führen, indem sie die Handlungen der sorgfältig entwickelten, wenigen Charaktere, die wie in einem Kammerspiel auf einer Bühne spielen, dafür benutzt. Die wenigen Charaktere sind vielschichtig, interessant und teilweise maßvoll undurchsichtig erschaffen und es macht Lesespaß, dass sie sich mit der Handlung entwickeln. Doch insgesamt fehlte es mir in diesem Psychothriller an Nervenkitzel, Spannung und Tempo. Fazit und Bewertung: Clara Weiss beweist einen gekonnten psychologischen Aufbau, aber sie verschenkt einiges an schriftstellerischen Potenzials, so dass die Story zu langsam und zu ruhig entwickelt wird. Etwas mehr Tempo und Nervenkitzel, hätten den Psychothriller ausreichend gepfeffert, so dass man die interessante Story mit gut ausgearbeiteten Charakteren in vollen Zügen hätte genießen können. Dennoch würde ich Ich will brav sein denjenigen empfehlen, die es gern etwas ruhiger und doch recht unblutig mögen. Ich würde gern das nächste Buch der Autorin lesen und hoffen, dass sich das hier verschenkte Potenzial darin bündeln wird.

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Ein Psychothriller, der diesen Titel absolut verdient hat
von World of books and dreams am 25.07.2017

Juli hat es gewagt, sie zieht von Berlin nach München, um dort ihr Psychologiestudium zu beginnen. Ihr Freund Hannes ist vorläufig noch in Berlin geblieben, doch auch er plant, nach München zu ziehen. Um mit ihren knappen finanziellen Mitteln auszukommen, sucht Juli ein Zimmer und kann ihr Glück auch... Juli hat es gewagt, sie zieht von Berlin nach München, um dort ihr Psychologiestudium zu beginnen. Ihr Freund Hannes ist vorläufig noch in Berlin geblieben, doch auch er plant, nach München zu ziehen. Um mit ihren knappen finanziellen Mitteln auszukommen, sucht Juli ein Zimmer und kann ihr Glück auch kaum fassen, als es ihr gelingt in einem Mietshaus auf der Rabenstraße ein Zimmer zu bekommen. Margaretha Brandstätter, kurz Greta, die junge, charismatische Schauspielerin, ist ihre Mitbewohnerin, doch diese hat so ihre Eigenarten, trotzdem sind die beiden jungen Frauen sich auf Anhieb sympathisch. Doch dann finden Gregor, Gretas Freund, und Juli eine Leiche auf dem Dachboden des Hauses. Aus dem Mund der Leiche quellen rote Haare und an der Tür zum Dachboden befindet sich eine Botschaft in kindlicher Schrift: Ich werde brav sein. So langsam werden alle Personen im Hause unheimlich und auch die Sommerhitze über der Stadt raubt Juli regelrecht den Atem. Meine Meinung: Das Cover dieses Psychothrillers finde ich allein schon richtig gut gelungen, denn dieses verspricht hier so einige Gänsehautmomente und diese findet man dann auch wirklich im Buch. Schon der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, denn der Schreibstil ist sehr fesselnd und dabei so bildlich, ohne sich in Details zu verlieren, dass der Leser das Geschehen klar vor Augen hat. Sprachlich bleibt es dabei geradlinig und schnörkellos, so dass auch keine Verständnisprobleme auftreten. Vom ersten Moment an verspürt man eine leichte Gänsehaut, wenn man die Protagonistin Juli beim Betreten des Hauses begleitet und auch zwischen Greta, der WG-Mitbewohnerin und Juli spürt man gleich, dass da etwas im argen liegen könnte. Doch gerade zu Beginn ist es noch recht beschaulich, die beiden Frauen verstehen sich soweit gut und Juli findet in Elli eine Freundin an der Uni. Nur nach und nach wird es immer merkwürdiger, Greta entwickelt einige Eigenheiten, wie ihren extremen Sauberkeits- und Aufräumfimmel, bei denen man sich nicht sicher ist, ob das alles "normal" ist. Als dann der erste Mord entdeckt wird, beginnt es auch immer unheimlicher zu werden. Alle Bewohner des Hauses, die hier beschrieben werden, kommen einem sehr suspekt vor und so richtig traut man dann auch keinem mehr. Unterteilt ist das Buch in fünf größere Abschnitte, bei denen man an jedem Abschnittsbeginn eine Art Gedicht mit anschließender Rückblende findet. Um wen es sich in dieser Rückblende handelt, bleibt allerdings verborgen und so sehr man sich auch bemüht, es einem der Charaktere anmerken zu wollen, bekommt man doch erst sehr spät eine Ahnung, in welche Richtung es führen wird. Durch kleine Details in den Beschreibungen erhält das ganze dann auch noch die passende Atmosphäre. Seien es die Worte "Ich will brav sein", die an der Tür zum Dachboden stehen oder das unheimliche Mädchen, das immer wieder im Treppenhaus auftaucht. Jeder wirkt verdächtig und jeder hat gewisse Eigenarten, die sich nach und nach herauskristallisieren. Dazu herrscht dann noch ein viel zu heißer Sommer in der Stadt, der ebenfalls mit auf die ganzen Begebenheiten einwirkt, denn man spürt und riecht beinahe die Umgebung. Die Charaktere sind hier wirklich perfekt für diesen Psychothriller, denn durch den personellen Erzähler, der Julis Perspektive einnimmt, kann der Leser die Personen der Geschichte regelrecht beobachten. Die Autorin schafft es immer wieder, kleine Hinweise einzustreuen, die aber dann doch immer wieder in die Irre führen. Erst nach und nach baut sich ein großes Gesamtbild auf und alles findet eine logische Erklärung. Zu den Charakteren möchte ich gar nicht zu viel verraten, aber jeder Einzelne der Geschichte ließ mich innehalten und nachdenken, was es wohl mit ihm oder ihr auf sich hat. Sei es die Protagonistin Juli, die Schauspielerin Greta oder der Gemüsehändler als Nebencharakter, jeder davon ist gut vorstellbar und wirkt immer wieder mit auf die Atmosphäre ein. Mein Fazit: Ein Psychothriller, der seinen Namen wirklich absolut verdient hat und der seine Wirkung durch ganz viel Atmosphäre in der Erzählung hat. Wirklich vertrauen kann man hier Niemandem und man möchte gar nicht mit der Protagonistin Juli tauschen, da so gut wie jeder unheimlich wirkt. Ganz viele Gänsehautmomente durch geschickt eingestreute Details lassen das Buch zu einem Pageturner werden, denn man möchte einfach nur noch wissen, was dahinter steckt, gerade wenn man die Rückblenden mitverfolgt. Ein absolut gut gelungener Thriller, den ich sehr gerne empfehle.

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Ein Psychothriller mit Stärken und kleinen Schwächen
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 08.07.2017

Die junge Studentin Julietta „Juli“ Schindler zieht mit ihren wenigen Habseligkeiten von Berlin an die Isar und findet sehr schnell ein WG-Zimmer in der Rabenstraße Nr. 11. Hier lebt sie bei der aufstrebenden Schauspielerin Greta Brandstätter und deren Freund Gregor. Dann findet Juli auf dem Dachboden nicht nur eine... Die junge Studentin Julietta „Juli“ Schindler zieht mit ihren wenigen Habseligkeiten von Berlin an die Isar und findet sehr schnell ein WG-Zimmer in der Rabenstraße Nr. 11. Hier lebt sie bei der aufstrebenden Schauspielerin Greta Brandstätter und deren Freund Gregor. Dann findet Juli auf dem Dachboden nicht nur eine Kinderzeichnung sondern auch noch eine Leiche. Ist aus der aufkeimenden Freundschaft zwischen den beiden jungen Frauen Hass geworden? Und wenn ja, warum? Was hat Greta mit Juli vor? Fragen über Fragen, die sich mir schon in der ersten Hälfte des Buches stellen. Mir gefällt schon das Cover sehr gut. Eine Tür, die wohl zum Speicher führt, und die Türme der Frauenkirche verraten, dass die Geschichte in München angesiedelt ist. Durch den Klappenumschlag wirkt das Buch gleich sehr wertig. War mir die Hauptperson Juli, von deren Leben ich im Laufe der Geschichte immer mehr erfahre, anfangs recht sympathisch, hat sich das beim Lesen hier und da geändert. Ich konnte den Gedanken der jungen Frau nicht immer folgen, sie kam mir sprunghaft, manchmal forsch, aber auch ängstlich und wirr vor. Vielleicht lag es aber auch an den für mich viel zu vielen Hinweisen und Andeutungen, bei denen ich nicht wusste, ob sie für die Lösung des „Falles“ vielleicht relevant sein würden. Da ich absolut keine Idee hatte, in welche Richtung es geht, kam ich erst relativ spät in die Geschichte rein. Jetzt, wo ich das Ende kenne, werden viele kleine Hinweise, die ich nicht einordnen konnte, zu einem großen Ganzen. Und ich merke, dass ich mich hier und da etwas verrannt habe bzw. mich habe täuschen lassen, was ich aber als eher positiv sehe. Der leicht, sehr angenehme Schreibstil von Clara Weiss hat mich gut unterhalten. Eine unterschwellige Spannung ist ab fast der ersten Seite da und hält sich bis zum Schluss. Juli wird sehr gut in Szene gesetzt und auch Greta konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die anderen Personen, die hier agieren, blieben für mich etwas blass. Ich hätte z.B. von Herrn Hofreiter gerne noch mehr erfahren. Ich habe einen gut durchdachten Psychokrimi gelesen, der mich aber erst in der zweiten Hälfte richtig eingefangen hat. Als sich die Wendungen und Verstrickungen aufgelöst haben, war ich mit dem Ausgang der Geschichte, der mich nicht mehr überrascht hat, doch noch zufrieden.

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