In einem anderen Licht

Roman

(41)

„Fragen Sie Dorothea nach Marguerite.“ Miriam bekommt anonyme Briefe mit nur diesem Satz geschickt. Dorothea Sartorius ist die charismatische Witwe eines Reeders und eine große Mäzenin in Hamburg. Gemeinsam mit ihr bereitet Miriam gerade die Verleihung des Sartorius-Preises für Zivilcourage vor. Dorothea beantwortet Miriams Frage nicht, ermuntert sie aber, nach dem Absender der Briefe zu suchen. In einem Beginenhof an der Schlei findet Miriam eine alte Bewohnerin und Antworten, die ihr Weltbild ins Wanken bringen. Dorothea war in den 70er Jahren Mitglied in einer linksextremen Terrorgruppe. Die frühere Freundin und politische Weggefährtin von Dorothea erhebt schwere Anklage: „Sie hat uns verraten. Sie hat alles verraten, was ihr heilig war.“

Katrin Burseg erzählt von Liebe und Verrat, von Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Und von der Herausforderung, authentisch zu leben. "In einm anderen Licht" ist ein lebendiges Porträt einer Frau vor dem historischen Hintergrund des deutschen Herbstes.

„Ein ungewöhnlicher und spannender Roman, an dem mir vieles gefallen hat“ Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg  

Rezension
""In einem anderen Licht" berührt, ist heiter und gestattet Erkenntnisse.", Kölner Stadt-Anzeiger, Peter Pauls, 01.12.2017
Portrait
Katrin Burseg lebt als Journalistin und Autorin mit ihrer Familie in Hamburg. Schon während ihres Studiums der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft beschäftigte sie sich mit dem römischen Barock und arbeitete für mehrere Zeitungen. Später ging sie für ein halbes Jahr nach Rom, wo sie auch den Spuren Christinas von Schweden begegnete. Nach mehreren Stationen in der deutschen Pressebranche ist sie heute Geschäftsführerin der Redaktionswerft, einem Verlag, der Zeitschriften im Entertainmentbereich puliziert. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, "Die Rebellin des Papstes" ist ihr zweiter historischer Roman.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 08.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-471-35140-6
Verlag List Medien AG
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/3 cm
Gewicht 445 g
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 42469643
    Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern - Katrin Burseg
    Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern
    von Katrin Burseg
    (5)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    16,99
  • 62033849
    Das Haus der Granatäpfel - Lydia Conradi
    Das Haus der Granatäpfel
    von Lydia Conradi
    (15)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    22,00
  • 61306020
    Ich treffe dich zwischen den Zeilen - Stephanie Butland
    Ich treffe dich zwischen den Zeilen
    von Stephanie Butland
    (67)
    Buch (Paperback)
    9,99
  • 62294902
    Wie der Wind und das Meer - Lilli Beck
    Wie der Wind und das Meer
    von Lilli Beck
    (29)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,99
  • 64788237
    Windmühlenträume - Brigitte Janson
    Windmühlenträume
    von Brigitte Janson
    (2)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 62295163
    Abschied in Prag - Alyson Richman
    Abschied in Prag
    von Alyson Richman
    (21)
    Buch (Klappenbroschur)
    10,99
  • 47722995
    Das Leben fällt, wohin es will - Petra Hülsmann
    Das Leben fällt, wohin es will
    von Petra Hülsmann
    (123)
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • 64513645
    Kleine Fluchten - Jojo Moyes
    Kleine Fluchten
    von Jojo Moyes
    (18)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    12,00
  • 66569106
    Wer ist B. Traven? - Torsten Seifert
    Wer ist B. Traven?
    von Torsten Seifert
    (22)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    20,00
  • 45312994
    Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern - Katrin Burseg
    Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern
    von Katrin Burseg
    Buch (Taschenbuch)
    10,00
  • 64197058
    Wir sehen uns beim Happy End - Charlotte Lucas
    Wir sehen uns beim Happy End
    von Charlotte Lucas
    (45)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    18,00
  • 45165557
    Oma wird erwachsen - Liv Jansen
    Oma wird erwachsen
    von Liv Jansen
    (11)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 64190335
    Der Brief der Magdalena - Isabelle Fallois
    Der Brief der Magdalena
    von Isabelle Fallois
    Buch (gebundene Ausgabe)
    24,90
  • 47878083
    Liebe zwischen den Zeilen - Veronica Henry
    Liebe zwischen den Zeilen
    von Veronica Henry
    (24)
    Buch (Taschenbuch)
    9,99
  • 64788277
    Schwimmen - Sina Pousset
    Schwimmen
    von Sina Pousset
    (2)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    18,00
  • 55430955
    Solange es Schmetterlinge gibt - Hanni Münzer
    Solange es Schmetterlinge gibt
    von Hanni Münzer
    (7)
    Buch (Paperback)
    12,99
  • 83984531
    Die Schmugglerin - Rike Feldhoff
    Die Schmugglerin
    von Rike Feldhoff
    Buch (Paperback)
    20,00
  • 48038969
    Fighting to Be Free - Nie so begehrt - Kirsty Moseley
    Fighting to Be Free - Nie so begehrt
    von Kirsty Moseley
    (13)
    Buch (Paperback)
    12,99
  • 45217352
    Rendezvous zum Weihnachtsfest - Katie Fforde
    Rendezvous zum Weihnachtsfest
    von Katie Fforde
    (1)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    15,00
  • 47602427
    Endlich dein - Paige Toon
    Endlich dein
    von Paige Toon
    (14)
    Buch (Paperback)
    14,99

Buchhändler-Empfehlungen

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Ein wunderbarer Frauenroman mit viel Herzblut und jeder Menge Lokalkolorit. Schmökerig und doch nicht zu leicht. Was für's Herz.... mit Traurigkeiten. Für genüssliche Stunden... Ein wunderbarer Frauenroman mit viel Herzblut und jeder Menge Lokalkolorit. Schmökerig und doch nicht zu leicht. Was für's Herz.... mit Traurigkeiten. Für genüssliche Stunden...

„Die Vergangenheit loslassen – der Zukunft eine Chance geben!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

„In einem anderen Licht“ ist einerseits ein typischer Frauenroman, der Themen wie Trauer, Verlust und Neubeginn sehr eindrucksvoll und authentisch behandelt, ohne dabei zu belasten. Gleichzeitig ist er auch ein spannender, gut recherchierchter Politikroman, der einen unrühmlichen Teil der deutschen Geschichte – die Zeit des RAF-Terrors 1977 – aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die mutmaßliche terroristische Vergangenheit der prominenten Hamburger Reederwitwe Dorothea Sartorius, die sich ausgerechnet heute für die Verleihung des Preises für Zivilcourage stark macht, verleiht dem Roman das gewisse Etwas. Was die ambitionierte junge Journalistin Miriam Raven entdeckt, ist schockierend. Jahrzehnte lebte Dorothea mit einer großen Schuld. Wird sie sich von der Vergangenheit befreien können, um der Zukunft eine Chance zu geben? Allein die Beantwortung dieser Frage bietet genügend Spannung und Raum zum Nachdenken. Eindeutig mehr als nur gute Unterhaltung! „In einem anderen Licht“ ist einerseits ein typischer Frauenroman, der Themen wie Trauer, Verlust und Neubeginn sehr eindrucksvoll und authentisch behandelt, ohne dabei zu belasten. Gleichzeitig ist er auch ein spannender, gut recherchierchter Politikroman, der einen unrühmlichen Teil der deutschen Geschichte – die Zeit des RAF-Terrors 1977 – aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die mutmaßliche terroristische Vergangenheit der prominenten Hamburger Reederwitwe Dorothea Sartorius, die sich ausgerechnet heute für die Verleihung des Preises für Zivilcourage stark macht, verleiht dem Roman das gewisse Etwas. Was die ambitionierte junge Journalistin Miriam Raven entdeckt, ist schockierend. Jahrzehnte lebte Dorothea mit einer großen Schuld. Wird sie sich von der Vergangenheit befreien können, um der Zukunft eine Chance zu geben? Allein die Beantwortung dieser Frage bietet genügend Spannung und Raum zum Nachdenken. Eindeutig mehr als nur gute Unterhaltung!

„Ein ausgesprochen interessantes Thema“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Die Bücher der Autorin Katrin Burseg lese ich schon eine ganze Zeit. Den Anfang machten sehr gut recherchierte und spannend zu lesende historische Roman-Biografien, dann folgte 2015 ihr großartiger Roman „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“, in dem sie plötzlich ein ganz anderes Genre aufgriff. Es war kein historischer Roman mehr, sondern einer, der hauptsächlich in der Gegenwart spielte. Wenn Sie diesen Roman von ihr noch nicht kennen, gibt es noch etwas für Sie zu entdecken. Was die beiden letzten Romane der Autorin eint, ist, dass sie zwei nicht unbedingt zusammenpassende Themen in einem Roman vereint. In „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ waren es die Themen „Alzheimer“ und „entartete Kunst“. Dieses Mal sind es „Trauer“ und „RAF“.

Zum Inhalt muss ich Ihnen wieder nicht viel schreiben, außer, dass es in diesem Roman nicht nur um die Geschichte der großem fiktiven Hamburger Mäzenin Dorothea Sartorius geht, sondern auch um die Geschichte der Journalistin Miriam Raven. Miriam Raven ist alleinerziehende Mutter eines aufgeweckten fünfjährigen Jungen namens Max, und sie ist seit 2 Jahren Witwe. Ihr Mann war ein Kriegsfotograf und leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Nach dem Tode ihres Mannes ist sie in ein tiefes Loch gefallen, aus dem sie nur mit Hilfe einer Trauergruppe herausgekommen ist. Sie hat ihr Leben danach neu geordnet und ist jetzt als Journalistin bei einer anerkannten Frauenzeitschrift tätig. Dort bekommt sie es mit der in der Inhaltsangabe erzählten Geschichte zu tun.

Ich bewundere die Autorin für ihre Themenwahl. Zum einen greift sie ein Thema auf, dass sich dieses Jahr zum 40. Mal jährt – den sogenannten „deutschen Herbst“, das Terrorjahr 1977. Ein schwieriges, aber ausgesprochen wichtiges Thema, dass sie es sehr gut in ihrem Roman umsetzt. Wie sie in ihrem Nachwort beschreibt, hat sie „ganz bewusst nach einem Ort und einem Zeitpunkt gesucht, die das Geschilderte möglich erscheinen lassen, ohne dass sie sich konkret in die Landkarte des RAF-Terrors einfügen: September 1972. Drei Tote. Die Schlei.“. Die „Gründer“ der RAF saßen bereits in Haft und die nächste Terrorgeneration arbeitete daran, sie zu befreien.

Zum anderen ist ihre eine Protagonistin Dorothea Sartorius in der Gegenwart eine absolute Sympathieträgerin und wird von vielen Menschen bewundert. Was soll Miriam also mit der Geschichte anfangen, wenn tatsächlich etwas dran ist an dem, was ihre anonyme Informantin andeutet. Miriam hat nicht immer nur für ein Frauenmagazin gearbeitet, sondern war vor dem Tod ihres Mannes bei einer Zeitschrift, die einem aktuellen Nachrichtenmagazin ähnelt. D.h. sie kann schon sehr genau politische Zusammenhänge erkennen, weiß zu recherchieren und hat sich der Wahrheit verschrieben. Doch was ist Wahrheit? Gibt es eine neutrale Wahrheit oder ist es immer nur eine Frage der eigenen Wahrnehmung? Auch hier möchte ich noch einmal aus dem Nachwort des Romans zitieren: „ Manchmal ist die Wahrheit nur eine Sache der Vorstellungskraft. Kein Richtig und kein Falsch also, sondern vielmehr die Auseinandersetzung damit, was Wahrheit im Leben, in der Erinnerung und auch in der Fiktion bedeutet. Und wie sich Erkenntnis vermittelt.“

Und auch das 2. Thema, welches ich am Anfang angesprochen habe – die Trauer – hat sie sehr mitfühlend und psychologisch dicht in ihren Roman eingearbeitet. Nicht nur, dass Miriam ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, verloren hat, sondern auch ihr Sohn hat seinen Vater verloren. Und beide kämpfen damit, wann sie wieder jemanden in ihr Leben lassen sollen. Ihr Sohn ist da schon deutlich weiter als die Mutter. Ich liebe das Bild, welches Katrin Burseg für die Trauer gefunden hat. Es ist ein Rabe, der in der Brust von Miriam wohnt. Und immer wieder macht er sich bemerkbar. Mal nur durch leichtes Trippeln, mal durch lautstarkes Krächzen. Ein wunderbares Bild, was diese Trauer großartig beschreibt.

Ein sprachlich und inhaltlich rundum gelungenes Buch, was mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt hat. Ich hoffe sehr, dass es trotz des nicht gerade einfachen Themas viele Leserinnen und Leser finden wird. Es hat es verdient!
Die Bücher der Autorin Katrin Burseg lese ich schon eine ganze Zeit. Den Anfang machten sehr gut recherchierte und spannend zu lesende historische Roman-Biografien, dann folgte 2015 ihr großartiger Roman „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“, in dem sie plötzlich ein ganz anderes Genre aufgriff. Es war kein historischer Roman mehr, sondern einer, der hauptsächlich in der Gegenwart spielte. Wenn Sie diesen Roman von ihr noch nicht kennen, gibt es noch etwas für Sie zu entdecken. Was die beiden letzten Romane der Autorin eint, ist, dass sie zwei nicht unbedingt zusammenpassende Themen in einem Roman vereint. In „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ waren es die Themen „Alzheimer“ und „entartete Kunst“. Dieses Mal sind es „Trauer“ und „RAF“.

Zum Inhalt muss ich Ihnen wieder nicht viel schreiben, außer, dass es in diesem Roman nicht nur um die Geschichte der großem fiktiven Hamburger Mäzenin Dorothea Sartorius geht, sondern auch um die Geschichte der Journalistin Miriam Raven. Miriam Raven ist alleinerziehende Mutter eines aufgeweckten fünfjährigen Jungen namens Max, und sie ist seit 2 Jahren Witwe. Ihr Mann war ein Kriegsfotograf und leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Nach dem Tode ihres Mannes ist sie in ein tiefes Loch gefallen, aus dem sie nur mit Hilfe einer Trauergruppe herausgekommen ist. Sie hat ihr Leben danach neu geordnet und ist jetzt als Journalistin bei einer anerkannten Frauenzeitschrift tätig. Dort bekommt sie es mit der in der Inhaltsangabe erzählten Geschichte zu tun.

Ich bewundere die Autorin für ihre Themenwahl. Zum einen greift sie ein Thema auf, dass sich dieses Jahr zum 40. Mal jährt – den sogenannten „deutschen Herbst“, das Terrorjahr 1977. Ein schwieriges, aber ausgesprochen wichtiges Thema, dass sie es sehr gut in ihrem Roman umsetzt. Wie sie in ihrem Nachwort beschreibt, hat sie „ganz bewusst nach einem Ort und einem Zeitpunkt gesucht, die das Geschilderte möglich erscheinen lassen, ohne dass sie sich konkret in die Landkarte des RAF-Terrors einfügen: September 1972. Drei Tote. Die Schlei.“. Die „Gründer“ der RAF saßen bereits in Haft und die nächste Terrorgeneration arbeitete daran, sie zu befreien.

Zum anderen ist ihre eine Protagonistin Dorothea Sartorius in der Gegenwart eine absolute Sympathieträgerin und wird von vielen Menschen bewundert. Was soll Miriam also mit der Geschichte anfangen, wenn tatsächlich etwas dran ist an dem, was ihre anonyme Informantin andeutet. Miriam hat nicht immer nur für ein Frauenmagazin gearbeitet, sondern war vor dem Tod ihres Mannes bei einer Zeitschrift, die einem aktuellen Nachrichtenmagazin ähnelt. D.h. sie kann schon sehr genau politische Zusammenhänge erkennen, weiß zu recherchieren und hat sich der Wahrheit verschrieben. Doch was ist Wahrheit? Gibt es eine neutrale Wahrheit oder ist es immer nur eine Frage der eigenen Wahrnehmung? Auch hier möchte ich noch einmal aus dem Nachwort des Romans zitieren: „ Manchmal ist die Wahrheit nur eine Sache der Vorstellungskraft. Kein Richtig und kein Falsch also, sondern vielmehr die Auseinandersetzung damit, was Wahrheit im Leben, in der Erinnerung und auch in der Fiktion bedeutet. Und wie sich Erkenntnis vermittelt.“

Und auch das 2. Thema, welches ich am Anfang angesprochen habe – die Trauer – hat sie sehr mitfühlend und psychologisch dicht in ihren Roman eingearbeitet. Nicht nur, dass Miriam ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, verloren hat, sondern auch ihr Sohn hat seinen Vater verloren. Und beide kämpfen damit, wann sie wieder jemanden in ihr Leben lassen sollen. Ihr Sohn ist da schon deutlich weiter als die Mutter. Ich liebe das Bild, welches Katrin Burseg für die Trauer gefunden hat. Es ist ein Rabe, der in der Brust von Miriam wohnt. Und immer wieder macht er sich bemerkbar. Mal nur durch leichtes Trippeln, mal durch lautstarkes Krächzen. Ein wunderbares Bild, was diese Trauer großartig beschreibt.

Ein sprachlich und inhaltlich rundum gelungenes Buch, was mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt hat. Ich hoffe sehr, dass es trotz des nicht gerade einfachen Themas viele Leserinnen und Leser finden wird. Es hat es verdient!

Unsere Buchhändler-Tipps

  • 39234667
    Die Frau auf der Treppe
    Die Frau auf der Treppe
    von Bernhard Schlink
    (24)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    21,90
  • 40953032
    Altes Land
    Altes Land
    von Dörte Hansen
    (106)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,99
  • 45230243
    1977
    1977
    von Butz Peters
    (7)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    26,99
  • 45300229
    Töchter einer neuen Zeit / Jahrhundert-Trilogie Bd.1
    Töchter einer neuen Zeit / Jahrhundert-Trilogie Bd.1
    von Carmen Korn
    (40)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,95
  • 45300230
    Zeiten des Aufbruchs / Jahrhundert-Trilogie Bd.2
    Zeiten des Aufbruchs / Jahrhundert-Trilogie Bd.2
    von Carmen Korn
    (21)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,95
  • 47871980
    Ein Tag im Herbst
    Ein Tag im Herbst
    von Anne Ameri-Siemens
    (5)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,95
  • 62294902
    Wie der Wind und das Meer
    Wie der Wind und das Meer
    von Lilli Beck
    (29)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,99
  • 62295300
    Justizpalast
    Justizpalast
    von Petra Morsbach
    (5)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    25,00
  • 64788257
    Sonntags fehlst du am meisten
    Sonntags fehlst du am meisten
    von Christine Drews
    (38)
    Buch (Paperback)
    13,00

Kundenbewertungen

Durchschnitt
41 Bewertungen
Übersicht
24
12
5
0
0

Ist Wahrheit eine Frage der Perspektive?
von einer Kundin/einem Kunden am 07.12.2017

Miriam hat ihren Mann und kurz darauf ihr Baby verloren und lebt nun mit ihrem Sohn alleine in Hamburg. Die Stiftung von Dorothea Sartorius hat ihr bei der Trauerbewältigung sehr geholfen. Sie fühlt sich ihr verbunden. Nun möchte sie... Miriam hat ihren Mann und kurz darauf ihr Baby verloren und lebt nun mit ihrem Sohn alleine in Hamburg. Die Stiftung von Dorothea Sartorius hat ihr bei der Trauerbewältigung sehr geholfen. Sie fühlt sich ihr verbunden. Nun möchte sie ihr etwas zurück geben und bereitet mit ihr die Verleihung des Sartorius-Preises für Zivilcourage vor. Dorothea Sartorius vermittelt das Bild einer mitfühlenden, herzlichen Witwe. Doch als Miriam für ein Porträt intensiv recherchiert, findet sie Unglaubliches heraus. Plötzlich erscheint das so edle und selbstlose Leben der Sartorius in einem ganz anderen Licht. Miriam weiß nicht mehr, was sie glauben soll und was Wahrheit wirklich bedeutet. Gibt es überhaupt so etwas wie eine absolute Wahrheit oder ist sie eine Frage der Perspektive? Die Geschichte ist unheimlich gefühlvoll geschrieben. Die Darstellung der Trauer, die Miriam empfindet, als einen Raben, der immer wieder aufflattert, finde ich sehr passend. Man kann nicht anders als mit Miriam mitzufühlen, die Trauer, doch auch die schönen Gefühle, die langsam wieder in ihr aufkeimen und die sie lernt wieder zuzulassen. Natürlich taucht auch irgendwann wieder ein Mann in ihrem Leben auf. Doch dies ist keine plumpe Liebesgeschichte. Die Gefühle sind sehr zart und entwickeln sich in ihrer eigenen Geschwindigkeit im Hintergrund, was ich sehr schön und auch realistisch fand. Mittelpunkt des Buches bleibt jedoch die Geschichte der Sartorius und die Suche nach der Wahrheit. Es geht zurück in die 70er Jahre, als der RAF-Terror Deutschland in Angst versetzte. Ein Autounfall, bei dem drei junge Leute ums Leben kommen. Anscheinend ein tragischer Unfall, doch ein zweiter Blick enthüllt eine ganz andere Geschichte. Was hat der Unfall in der Idylle eines norddeutschen Ortes mit dem linksextremen Terror zu tun? Frau Sartorius kennt beide Seiten, die des rebellischen Mädchens, das in eine linksextreme Terrorgruppe rutscht, doch auch die der liebenden Frau, die an den vermögenden Reeder Sartorius ihr Herz verloren hat. Was ist nun die Wahrheit und was verbirgt sie? Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es spricht die ganze Bandbreite der Emotionen an. Und hinzu kommt die Spannung nach der Frage, ob Miriam die endgültige Wahrheit je herausfinden wird.

Berührendes Ende
von Julia Lotz aus Aßlar am 07.12.2017

Mich hat das Buch zu dem Zeitpunkt voll und ganz angesprochen, als ich gelesen habe, dass das Buch mit der historischen Thematik de RAF-Terrors verknüpft ist. Ich finde diesen Zeitabschnitt sehr spannend und dennoch zu wenig vertreten in Medien oder der Betrachtung in der Schule. Mit dem Buch begonnen... Mich hat das Buch zu dem Zeitpunkt voll und ganz angesprochen, als ich gelesen habe, dass das Buch mit der historischen Thematik de RAF-Terrors verknüpft ist. Ich finde diesen Zeitabschnitt sehr spannend und dennoch zu wenig vertreten in Medien oder der Betrachtung in der Schule. Mit dem Buch begonnen musste ich jedoch erst einmal feststellen, dass das sich Buch zunächst überhaupt nicht mit dem RAF-Terror beschäftigt. Vielmehr erfahren wir den Roman aus der Sicht von Miriam, die mit dem Tod ihres Mannes kämpft und neben ihrem Job bei einer Zeitschrift versucht, ihren Sohn alleine großzuziehen. Durch eine Preisverleihung stößt sie auf de Vergangenheit, der Preisinitiatorin, die eng mit der RAF zusammenhängt. Die Geschichte fesselte, ganz ohne viel Action oder Spannung. Obwohl Miriam für mich durch ihr Alter keine Identifikationsfigur darstellte und sich in einem anderen Lebensabschnitt befindet, war es doch sehr spannend, ihre Entwicklung zu verfolgen. Trauerbewältigung und das Eingestehen von Schuld nahm das gesamte Buch über jedoch einen sehr viel größeren Raum ein, als der im Klappentext angekündigte Terror. Obwohl ich davon zunächst sehr enttäuscht war, empfand ich die Themen jedoch auch sehr schön umgesetzt und aufgearbeitet. Auch Miriam war in ihrem Handeln und ihren Gedanken sehr verständlich und man konnte sehr gut mit ihr mitfühlen. Bezüglich des RAF Terrors sollte man bereits vor dem Lesen des Titels einiges an Wissen angehäuft haben. Es wird nicht noch einmal genauer auf die Hintergründe und Motivationen eingegangen und das Buch erklärt zu wenig, um einen Einstieg in das Thema zu finden. Ich für meinen Teil weiß zwar schon sehr viel und hatte viele Details im Kopf, ohne dass ich mir vorher noch einmal etwas durchgelesen hatte, dennoch hatte ich gehofft, mehr zu erfahren und neue Verknüpfen herstellen zu können. Besonders zum Ende hin nimmt das Buch eine sehr schöne, wenn auch teilweise tragische Wendung. War ich mittendrin doch etwas enttäuscht, konnte mich die Geschichte an diesem Punkt wieder voll und ganz abholen und wenn ihr nah am Wasser gebaut seid, solltet ihr euch auch einige Taschentücher bereitlegen. Fazit: In einem anderen Licht entsprach nicht ganz meinen Erwartungen, da der RAF Terror neben Themen wie Trauerbewältigung und Schuldeingestehung sehr zurückgetreten ist. Trotz dieser kleinen Enttäuschung begeisterte mich die Geschichte dann jedoch genauso, wie sie war und präsentiert den Lesern letztendlich sogar ein Ende, dass es in sich hat.

Eine Frage der Schuld
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 26.11.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

Miriam arbeitet als Journalistin und steckt gerade mitten in der Vorbereitung des renommierten Sartorius-Preises für Zivilcourage, als ihr mehrere anonyme Briefe mit einer rätselhaften Botschaft ins Haus flattern: "Fragen Sie Dorothea nach Marguerite". Worauf weist der anonyme Absender hin? Die charismatische Witwe des Reeders und Stifterin des Preises, Dorothea... Miriam arbeitet als Journalistin und steckt gerade mitten in der Vorbereitung des renommierten Sartorius-Preises für Zivilcourage, als ihr mehrere anonyme Briefe mit einer rätselhaften Botschaft ins Haus flattern: "Fragen Sie Dorothea nach Marguerite". Worauf weist der anonyme Absender hin? Die charismatische Witwe des Reeders und Stifterin des Preises, Dorothea Sartorius, reagiert nur ausweichend auf Miriam's Fragen, deren journalistischer Spürsinn sofort geweckt wird. Die Spuren führen in die mysteriöse Vergangenheit der Witwe, in die 70er Jahre, als linksextreme Terrorgruppen Deutschland in Angst und Unruhe versetzt hatten. Miriam begibt sich auf die Suche an die Schlei und versucht dort die Wahrheit über Dorothea Sartorius herauszufinden. Dabei gerät sie nicht nur selbst in schwere Gewissenskonflikte, sondern muss sich auch zwischen ihrem journalistischen Ehrgefühl, und dem Mann entscheiden, der ihr und ihrem Sohn Max wieder neue Hoffnung auf ein neues Lebensglück gibt. Katrin Burseg ist ein ungewöhnlich ruhiger Roman über ein sehr spannendes und vielfältig diskutiertes Thema der deutschen Geschichte gelungen: den Deutschen Herbst. Dabei verknüpft sie aus meiner Sicht gekonnt geschichtliche Fragen nach Schuld und Unschuld, mit Trauer und Trauerbewältigung, und dem Mut sich der Vergangenheit und der Zukunft zu stellen. Im Zentrum steht die Hamburger Journalistin Miriam, die nach einem tragischen Unglücksfall ihren Mann bei einem journalistischen Auslandseinsatz verliert. Mit ihrem kleinen fünfjährigen Sohn Max versucht sie ein neues Leben zu beginnen, das ihr natürlich nicht immer leicht fällt. Dabei geholfen hat ihr eine Selbsthilfegruppe, die von der Reederin Dorothea Sartorius selbst ins Leben gerufen hatte. Für mich war Miriam von Anfang an sehr sympathisch und in ihrer Trauerbewältigung auch nachvollziehbar beschrieben. Rührend versucht sie sich um ihren kleinen Sohn Max zu kümmern und es ist gut nachvollziehbar, mit welchen Gewissensbissen sie zu kämpfen hat, als sie während ihrer Recherchen an der Schlei einen Mann kennenlernt, der für sie und ihren Sohn eine neue Chance auf ein neues Lebensglück bietet. Spannend und mysteriös zugleich erzählt, war für mich die Figur der Mäzenin Dorothea Sartorius, die als großzügige Stifterin anfangs in einem extrem positiven Licht erscheint und durch ihre Vergangenheit zunehmend zu einem Rätsel für den Leser wird - eben in einem anderen Licht erscheint. Ich persönlich hätte gern noch viel mehr Hintergründe aus der Vergangenheit der Sartorius erfahren. Bietet doch allein die Geschichte um die RAF schon genug Stoff, um hier eine äußerst spannende Geschichte zu erzählen. So bleibt dem Leser nur ein kleiner, wenn auch trotzdem nicht unspannender Einblick in die Vergangenheit der Sartorius, die auch für die Mäzenin im Zuge der Recherchen von Miriam zu einem Gewissenskonflikt wird: die Wahrheit zu sagen oder weiter eine Lüge zu leben. Insofern erscheint mir der Roman äußerst facettenreich wie die Handlung und ihre Charaktere. Katrin Burseg hat einen sehr angenehmen und ruhigen Schreibstil. Ich mag ihre unbewertende Art zu schreiben und man durchaus den Eindruck, dass sie sich mit den historischen Fakten, wenn auch nicht so tiefgründig, befasst hat. Als Leser bekomme ich durchaus die Chance mir selbst ein Urteil über die handelnden Personen zu bilden. Das machte für mich das Lesen dieses Romans zu einem sehr angenehmen Lesevergnügen. Mein Fazit: Ein ruhiger und zutiefst aufrüttelnder Roman über ein Stück deutscher Geschichte, der sich gekonnt mit den Themen Schuld, Trauer und Mut auseinandersetzt.


Wird oft zusammen gekauft

In einem anderen Licht - Katrin Burseg

In einem anderen Licht

von Katrin Burseg

(41)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
+
=
Helvetia 2.0 - Urs Augstburger

Helvetia 2.0

von Urs Augstburger

Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
+
=

für

38,00

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen