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Der Steppenwolf

200 Min.

Brillant führt Dieter Mann als Erzähler durch die Gedankenwelten Harry Hallers. Bei Manfred Zapatka hört man die Verlorenheit des Steppenwolfs und Anna Thalbach leiht

der Kurtisane Hermine ihre Grazie. Ein Hörspiel - bizarr und abgründig, vielstimmig und reich an Klangfarben.

(3 CDs, Laufzeit: 3h 20)

Portrait
Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw als Sohn des baltischen Missionars Johannes Hesse und seiner Frau Marie, der Tochter eines württembergischen Indologen, geboren. Für die Theologenlaufbahn bestimmt, flüchtete er im Alter von 14 Jahren aus dem Klosterseminar Maulbronn, weil er 'entweder Dichter oder gar nichts' werden wollte. Nach einem Selbstmordversuch wurde er in eine Nervenheilanstalt verbracht. Eine kurze Gymnasialzeit in Cannstatt schloß er mit der Mittleren Reife ab und absolvierte ein Praktikum in einer Calwer Turmuhrenfabrik. Nach einer Buchhändlerlehre in Tübingen und Basel schrieb er u. a. seinen ersten Roman "Peter Camenzind" (1904), dessen Erfolg es ihm erlaubte zu heiraten und sich als freier Schriftsteller am Bodensee niederzulassen. 1912 verließ Hermann Hesse Deutschland und zog mit seiner Familie nach Bern. Er wurde 1915 der Deutschen Gesandtschaft in Bern zugeteilt, wo er die Bücherzentrale für Deutsche Kriegsgefangene aufbaute, welche in ausländischen Lagern internierte Soldaten bis 1919 mit Lektüre versorgte. Im Mai 1919 übersiedelte er nach Montagnola/Tessin in die Casa Camuzzi, die er bis 1931 bewohnte und danach ein ihm auf Lebzeiten zur Verfügung gestelltes Haus bezog. Im Tessin schrieb er seine berühmtesten Werke: 1919 "Demian", 1922 "Siddhartha", 1927 "Der Steppenwolf", 1930 "Narziß und Goldmund" und ab 1931 "Das Glasperlenspiel". Für sein literarisches Werk wurde er 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Am 9. August 1962 starb Hermann Hesse in Montagnola.
Manfred Zapatka, geboren 1942 in Bremen, studierte an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. Nach ersten Engagements in Freiburg und Essen kam er 1972 an das Staatstheater Stuttgart unter der Intendanz von Claus Peymann. Über zwanzig Jahre war er an den Münchner Kammerspielen engagiert und spielte u. a. in Goethes Clavigo und Torquato Tasso, Büchners Dantons Tod oder Shakespeares Der Sturm. Seit den achtziger Jahren ist Zapatka auch im Fernsehen präsent. Herausragend war seine Darstellung des Altkanzlers Helmut Schmidt in Heinrich Breloers mehrfach ausgezeichnetem Doku-Drama "Todesspiel" (1997). Mit "Lola blau" von Georg Kreisler lieferte Zapatka 2003 sein Debüt als Theaterregisseur. Manfred Zapatka wirkte in zahlreichen Hörspielen mit, darunter Hermann Hesses "Der Steppenwolf", in Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften. Remix", Frank Schätzings "Der Schwarm", in "Ulysses" von James Joyce oder in "Die Blendung" von Elias Canetti. Für seine Lesung der "Ilias" wurde er 2009 mit dem deutschen Hörbuchpreis als bester Interpret ausgezeichnet.
Anna Thalbach, geboren 1973, lebt und arbeitet in Berlin. 2008 erhielt sie den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin und gehört zu den gefragtesten Hörbuchsprecherinnen Deutschlands. Für Random House Audio liest sie beide Romane von Katherine Webb.
Jens Wawrczeck, in Dänemark geboren, erhielt seine Schauspielausbildung in Hamburg, Wien und New York. Seit seinen Anfängen beim NDR Schulfunk hat er in unzähligen Hörspielen mitgewirkt und war in den unterschiedlichsten Rollen zu hören. Außerdem arbeitet er sehr erfolgreich als Hörbuchsprecher. Seine eigene Hörbuchedition EDITION AUDOBA hat sich auf Literatur spezialisiert, die in Vergessenheit geraten ist. Jens Wawrczeck ist zudem regelmäßig auf der Bühne zu sehen. Er ist Mitbegründer der "Film-AusleseR", Teil des Duos "2stimmig", arbeitet sporadisch als Synchronregisseur und -autor und ist Teil des Kult-Trios "Die drei Fragezeichen".
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Manfred Zapatka, Anna Thalbach, Jens Wawrczeck, Dieter Mann
Anzahl 3
Erscheinungsdatum 16.10.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783867172226
Verlag DHV Der Hoerverlag
Spieldauer 200 Minuten
Hörbuch (CD)
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19,99
bisher 24,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Lebensgeschichte

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ein Roman über einen Sonderling, still verzweifelt, aber immer noch auf der Suche . "Harry Hallers Aufzeichnungen. Nur für Verrückte." So beginnt Hermann Hesses Roman. Suche nach Schönheit, Wahrheit in der Dichtung, Abkehr vom bürgerlichen Leben, ohne sich vollends von dessen Werten befreien zu können Ein früher "loner" der Weltliteratur.

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Hesse sah sich wohl selbst als einsamer Steppenwolf. Für mich ist der Steppenwolf eine sehr sympathische Hauptfigur.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
12
2
0
0
1

Nicht mein Fall
von Julia am 08.11.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Der Steppenwolf" ist ein Roman von Hermann Hesse und wurde im Jahr 1974 im Suhrkamp- Verlag veröffentlicht. Harry Haller ist in das kulturlose und unmenschliche Inferno unserer prunkenden und lärmenden Gegenwart vorgedrungen und steht mit seinem Begriff von Menschenwert… einsam außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Seine ... "Der Steppenwolf" ist ein Roman von Hermann Hesse und wurde im Jahr 1974 im Suhrkamp- Verlag veröffentlicht. Harry Haller ist in das kulturlose und unmenschliche Inferno unserer prunkenden und lärmenden Gegenwart vorgedrungen und steht mit seinem Begriff von Menschenwert… einsam außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Seine Sehnsucht kennt eine unerreichbare Wirklichkeit: seine Verzweiflung treibt ihn zuweilen in die erreichbare andere zurück. Lust und Enttäuschung ihres Daseins führen in seinem Herzen und Hirn einen Kampf, an dem die Zivilisation Europas mit ihrem ganzen Bestände und Befunde teilnimmt. Die Personen des Romans handeln an und für sich durchaus authentisch und der Leser kann sich in die Gefühlslage des Protagonisten Harry Haller hineinversetzen. Die Handlung des Romans erscheint sehr durchwachsen. An manchen Stellen passiert viel und direkt aufeinanderfolgend, an anderen Stellen widerum passiert überhaupt nichts. Wobei tiefsinnige Thematiken dies teilweise ausgleichen. Der Schreibstil entsprach nicht meinem Geschmack. Viele Wiederholungen und lange Sätze bringen den Lesefluss ins Stocken. Mir hat das Lesen keine Freude bereitet. Von meiner Seite aus kann ich für den Steppenwolf keine Kaufempfehlung aussprechen.

Muss man gelesen haben ... endlich habe auch ich es geschafft
von Thomas Ludwig aus Weimar am 23.06.2017
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nachdem ich 1996 eher zufällig auf Siddhartha kam, war mir klar, dass ich irgendwann auch dieses Buch lesen muss. Leider habe ich es immer wieder auf später verschoben, und erst nach einem persönlichen Schicksalsschlag habe ich mein Vorhaben umgesetzt - viel zu spät, aber lieber spät als nie ... Zunächst dachte ich, dass ich m... Nachdem ich 1996 eher zufällig auf Siddhartha kam, war mir klar, dass ich irgendwann auch dieses Buch lesen muss. Leider habe ich es immer wieder auf später verschoben, und erst nach einem persönlichen Schicksalsschlag habe ich mein Vorhaben umgesetzt - viel zu spät, aber lieber spät als nie ... Zunächst dachte ich, dass ich mich in der Figur des Harry Haller wiederfinde, aber das trifft nur geringfügig zu, denn eine derart komplexe Persönlichkeit findet sich nicht oft in der Welt, möglicherweise sogar nur in der Literatur. Trotzdem war es ein Genuss der besonderen Art, dieses Buch zu lesen, obwohl ich mir damit viel Zeit gelassen habe, aber diese Zeit muss man sich auch nehmen. Zum Inhalt muss man nicht viel sagen - am besten Nichts, denn dieses Buch muss man selbst gelesen haben. Ich bin sehr froh darüber, dass ich es endlich geschafft habe, und danke sowohl dem Autor (nicht nur für dieses Werk) als auch der Empfehlung durch einen ehemaligen Kollegen (der mir schon sehr viele wertvolle Lesetipps gab).

von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein beeindruckender und philosophischer Klassiker, den man alle paar Jahre mal wieder lesen sollte!