Die Optimierer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016

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MEHRFACH PREISGEKRÖNT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016 und dem Seraph 2018 für das beste Debüt

Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.

Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren ... ob er will oder nicht.

Portrait
Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman Die Optimierer gewann sie den Stefan-Lübbe-Preis 2016 und den Seraph 2018 für das beste Debüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 303
Altersempfehlung ab 16
Erscheinungsdatum 29.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-20887-6
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 18,5/12,3/3 cm
Gewicht 296 g
Auflage 1. Auflage 2017
Verkaufsrang 25.112
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Ein gelungener Debütroman, der ein Leben in einer nicht so fernen Zukunft erzählt, die sehr realistisch und durchdacht ist. Zu empfehlen! Ein gelungener Debütroman, der ein Leben in einer nicht so fernen Zukunft erzählt, die sehr realistisch und durchdacht ist. Zu empfehlen!

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Was passiert, wenn dein ganzes Leben von System-Konformität abhängt? Ein tolles Buch, was einen Vorgeschmack auf Chinas geplante Punktesystem gibt. Was passiert, wenn dein ganzes Leben von System-Konformität abhängt? Ein tolles Buch, was einen Vorgeschmack auf Chinas geplante Punktesystem gibt.

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Ein faszinierender und teilweise auch belehrender Zukunftsentwurf in Hinblick auf Deutschland/Europa. Eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt! Ein faszinierender und teilweise auch belehrender Zukunftsentwurf in Hinblick auf Deutschland/Europa. Eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
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Erschreckend, fesselnd und gar nicht weit von der Realität entfernt!
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 05.08.2018

Samson Freitag genießt den Luxus, mit dem eigenen Auto zum nächsten Termin zu fahren. Dort wartet nämlich seine nächste Beratung auf ihn, eine junge Frau, deren beruflichen Wünsche sich durch ihn verwirklichen sollen. Samson Freitag ist nämlich Lebensberater und hält sich strikt an das Protokoll. Alle ihn vorliegenden Informationen... Samson Freitag genießt den Luxus, mit dem eigenen Auto zum nächsten Termin zu fahren. Dort wartet nämlich seine nächste Beratung auf ihn, eine junge Frau, deren beruflichen Wünsche sich durch ihn verwirklichen sollen. Samson Freitag ist nämlich Lebensberater und hält sich strikt an das Protokoll. Alle ihn vorliegenden Informationen hat er schon ausgewertet, er wartet nur noch das Gespräch ab, um der jungen Frau sein Urteil vorzutragen. Das Urteil fällt nicht positiv für die junge Frau aus und genau dieser Fall, soll Samson noch nach verfolgen. Er steht nämlich kurz vor der Beförderung und es fehlen ihm nur noch ein paar Punkte, da hat sein Leben etwas anderes vor. Es steuert nämlich immer mehr den Abgrund entgegen und das System setzt alles daran, ihn zu optimieren. Was hat Samson angestellt? Wieso gleiten ihm alle Fäden aus den Händen? Und was wird das System mit ihm machen? Ein Debüt, was schon mehrfach ausgezeichnet wurde und was sich unser Buchklub ausgesucht hat. Mich hatte die Inhaltsangabe ein bisschen an Georg Orwells 1984 erinnert und das war nicht wirklich meine beste Schullektüre, also war ich gespannt, wie mir diese Zukunft gefallen würde. Tja, und ob sie mir gefallen hat, erzähle ich euch nun. Vielleicht ist es ganz gut, wenn man kurz vorab auf den Rahmen der Handlung eingeht. Wir leben im Jahr 2052, die Bundesrepublik Europa hat sich vom Rest der Welt abgekapselt. Der Wohlstand ist für alle Bürger gesichert und es gibt für jeden ein Grundeinkommen, aber auch die eigenen Fähigkeiten zur Verwirklichung stehen zur Verfügung. Damit man den besten Beruf für sich findet, gibt es vom Staat die Agentur für Lebensberatung. Diese Organisation überwacht jeden Einzelnen in der Gesellschaft, damit jeder den richtigen Platz findet. Außerdem gibt es ein soziales Punktesystem, was besonders engagierte Bürger auszeichnet. Außerdem wird jeden alleinstehenden Haushalt ein hoch entwickelter Roboter zur Seite gestellt, damit für Sicherheit und Wohlgefühl gesorgt ist. Hier merkt man doch schon ganz hervorragend, dass der Staat alles dafür tut, seine Bevölkerung zu überwachen. Samson Freitag ist ein Musterbeispiel am perfekten Bürger. Er hat immer seine Punkte im Blick, hält sich an die Regeln und versucht jeden als gutes Vorbild voranzugehen. Allerdings fragt man sich schnell, hat der Typ auch eine Persönlichkeit? Ist er so in seinem Regelsystem gefangen, das er seine Umwelt gefühlsmäßig gar nicht wahrnimmt. Und dann passiert diese Beratung und alles fängt an zu kippen. Denn sein Urteil hat fatale Folgen, es ist wie, wenn ein Dominostein umfällt und alles mitreißt. Und plötzlich steht Samson da, am Abgrund und versucht alles Mögliche um aus dieser Abwärtsspirale herauszukommen. Aber je mehr er kämpft und je mehr er sich bemüht, wird es nur noch schlimmer. Sein heiß geliebtes System, wonach er lebt und was seine absolute Überzeugung hat, lässt ihm im Stich und macht ihm das Leben zur Hölle. Es ist schon eine Neuauflage vom ?Big Brother is watching you? und so sehr erschreckend. Natürlich ist das ganze Szenario an unsere Zeit angepasst und es entsteht einfach ein mulmiges Gefühl beim Lesen. Allein dieses sozial Punkte System macht absolut Angst, wenn man hört, das so etwas seit 2017 in China auch existiert. Außerdem fallen einem viele kleine Dinge im Buch auf, die man selber im Hier und Jetzt tätigt und so bekommt das alles eine Realität, die erschreckt. Hier herrscht ein System vor, was alle überwacht und das hört nicht vor der Haustür auf, nein, es geht noch viel weiter. Dann noch der Protagonist, der absolut unsympathisch rüber kommt und das auch so sein muss. Er ist eigentlich nur eine Hülle der Gesellschaft, freier Wille Fehlanzeige und immer schön auf der richtigen Spur bleiben. Eine Freundin hat er nur wegen der sozialen Punkte und der Gedanke über einen Heiratsantrag hat in seinem Leben nichts mit Liebe zu tun, sondern das weitere Aufsteigen im Punkteranking. Ganz ehrlich es rüttelt an einem und erschreckt, es macht einen oft sprachlos und lässt einen die Gänsehaut den Rücken hinablaufen, wenn man parallelen im eigenen Leben findet. Theresa Hannig hat hier wirklich einen tollen Plot entworfen, hat den Albtraum gut inszeniert und dabei sogmäßig geschrieben. Man bleibt trotz der Sympathielosigkeit an Samson dran und will wissen, wie es endet. Tja, und hier war sie wirklich ziemlich schnell und sehr überraschend, sodass es nach einem zweiten Band schrie. Und wie ich jetzt auch weiß, wird wohl noch ein zweiter Teil folgen. Die Optimierer ist ein wirklich tolles Debüt, was eigentlich den Klassiker ?1984? reloadet hat. Oder eine Folge wie in Black Mirror ist, nur eben halt in Buchform und die eigene Fantasie, ist oft noch schlimmer. Verdammt erschreckend, aber fesselnd und unglaublich besorgniserregend, lässt es einen zurück. Die Zukunft kommt, hoffentlich nicht diese.

Dystopie die etwas Angst vor der Digitalisierung und der Robotik macht?
von Sandra8811 am 15.07.2018

Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich fand die Vorstellung der Optimalwohl-Ökonomie, die auf dem Klappentext beschrieben ist super spannend. Cover: Das gelb-schwarze Cover fällt stark auf. Für mich ist es durch die geometrischen Figuren klar erkennbar als Science-Fiction-Buch. Inhalt: Es ist das Jahr 2052, die Bundesrepublik Europa hat sich vom Rest... Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich fand die Vorstellung der Optimalwohl-Ökonomie, die auf dem Klappentext beschrieben ist super spannend. Cover: Das gelb-schwarze Cover fällt stark auf. Für mich ist es durch die geometrischen Figuren klar erkennbar als Science-Fiction-Buch. Inhalt: Es ist das Jahr 2052, die Bundesrepublik Europa hat sich vom Rest der Welt abgeschottet und startet ein Pilotprojekt indem sie die Optimalwohl-Ökonomie einführt. Samson Freitag ist Lebensberater, sein Job ist es, den Menschen ihren Platz in dieser Ökonomie zu zeigen. Handlung und Thematik: Die Vorstellung, dass jeder eine Linse als Computer trägt, die nicht nur ein Navi eingebaut hat, sondern auch Bürger-Profile inklusive Straftaten, Sozialpunkte und ähnliches zeigt ist allein schon beängstigend. Auch die Tatsache, dass man Sozialpunkte sammeln muss, damit man in der Gesellschaft aufsteigt ist der Wahnsinn. Die Autorin schaffte es, diese Zukunft anfangs sehr verführerisch und schön zu beschreiben -> dann kam die harte Realität? Super spannend und mitreißend beschrieben. Die Story regt echt zum Nachdenken an! Das Ende war sehr unerwartet! Charaktere: Samson ist ein vorbildlicher, sozialer Bürger. Sein Sozialpunkte-Status ist kurz vor 1000, das heißt eine Beförderung ist nicht mehr weit. Er fühlt sich im System wohl und trägt ständig zur Verbesserung bei. Durch seine vorbildliche Art fand ich ihn anfangs schon fast ein bisschen nervig, aber als dann die Probleme kamen, musste ich direkt mit ihm mitfiebern und fand ihn sympathischer. Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm und gut zu lesen. Die Kapitellänge finde ich optimal, durch die kurzen Kapitel will man eigentlich immer noch eins lesen. Die technischen Gerätschaften wurden super beschrieben und man konnte sich gut vorstellen, um was es sich handelt. Zu Beginn enthielt der Roman viele witzige Passagen, z.B. ?Zum Samstag hat?s wohl nicht gereicht? als sich Samson Freitag vorstellte. Da später die Lage ernster wurde, wars nicht mehr ganz so witzig. Ich fand den Einsatz des Humors perfekt! Persönliche Gesamtbewertung: Ich bin begeistert! So wundervoll es am Anfang geklungen hat (und so hätte ich es mir wirklich vorgestellt wie es in Zukunft mal werden könnte), so erschreckend auch die Erkenntnis, dass die Zukunft mit Computern und Roboter vielleicht nicht ganz so toll werden kann. Das Buch regte stark zum Nachdenken über den eigenen digitalen Fußabdruck an. Super Science-Fiction, die ich jedem Technikbegeisterten empfehlen kann!

Kein allzugroßer Wurf....
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am 15.06.2018

Anfangs war ich von der originellen Story beeindruckt und gepackt. Leider wird die Geschichte recht abrupt immer unglaubwürdiger und abstrußer....Auch gibt es lektorische und dramaturgische Lücken. Gut gedacht, aber dann doch nur mittelmäßig umgesetzt. Schade!