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Der kalte Saphir

Auf den Spuren eines Mordfalls im Musikbusiness

(37)
Warum musste Jerome sterben? Nach Jahrzehnten des Schweigens gibt Sebastian Winter, einst Tontechniker der legendären Band Klarstein, 2015 erstmals ein Interview. Jule Sommer, gefeierte Nachwuchsjournalistin des Musikmagazins, hat die einmalige Chance, aus erster Hand zu erfahren, was sich damals in der "Kommune des Schreckens" tatsächlich abgespielt hat. Im Berlin der späten 1970er Jahre war die Band um den charismatischen Sänger Jerome aus dem Nichts kommend kometenhaft aufgestiegen. Nachdem die erste Platte und vor allem die Single Sommer die Charts gestürmt hatten, schien den Erfolg nichts mehr aufhalten zu können. Bis zu jener katastrophalen Neujahrsnacht, an deren Ende Jerome erschossen im Tonstudio lag und Klarstein aufgehört hat zu existieren. Sebastian Winter will reden, doch was hat er zu erzählen - und was bezweckt er damit? Je weiter er die Reporterin in die Vergangenheit mitnimmt, desto beklemmender empfindet diese das Gespräch: Führt sie ein Interview oder nimmt sie eine Beichte ab; hat sie es mit einem Zeugen oder einem Mörder zu tun? Und was bedeutet das für sie selbst? Weiss Winter gar von Ihrem geheimen Auftrag?
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 336 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.06.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783037841013
Verlag Verlag Johannes Petri
eBook
19,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Diffuse Geschichte um eine Band
von einer Kundin/einem Kunden aus Chemnitz am 23.09.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

„Der kalte Saphir“ – nicht nur der Saphir ist kalt, sondern auch die Beziehungen der Bandmitglieder untereinander sind seltsam unterkühlt. Ich konnte mich für die Geschichte um die Band „Klarstein“ und der „Villa des Schreckens“ nicht erwärmen. Der tatsächliche Mittelpunkt ist nicht Jerome, sondern Zed. Mit dem kalten blauen Stein verleitete Jerome... „Der kalte Saphir“ – nicht nur der Saphir ist kalt, sondern auch die Beziehungen der Bandmitglieder untereinander sind seltsam unterkühlt. Ich konnte mich für die Geschichte um die Band „Klarstein“ und der „Villa des Schreckens“ nicht erwärmen. Der tatsächliche Mittelpunkt ist nicht Jerome, sondern Zed. Mit dem kalten blauen Stein verleitete Jerome die Orchestermusikerin Zed in seine Band einzusteigen. „Klarstein“, somit fand man auch zum Namen. Man gewinnt den Eindruck, dass Jerome ein zielstrebiger, aber egozentrischer Charakter ist. Darüber vergißt er menschlich zu bleiben. Alles wird dem Erfolg untergeordnet. Sein System funktioniert erfolgreich auf der Bühne. Ansonsten „werkelt“ jeder für sich selbst. Die Bandmitglieder haben es versäumt, sich lebendige zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, sowohl untereinander als auch nach außen. Der Leser erfährt alles aus einer Sicht. Es sind die Wahrnehmungen des anerkannt genialen Tontechnikers der Band „Klarstein“ – Sebastian Winter - . Er sagt der namhaften Musikjournalistin Jule Sommer widerwillig ein Interview zu, nach 34jährigem Schweigen. Am Ende läßt mich die Geschichte unbefriedigt zurück. Es bleiben die Fragen: Warum zog sich Winter so zurück? In diese (zwar schöne) Einöde? Wer beweist seine Aussagen? Begibt sich Jule auf die neuen Fährten? Kommt noch eine Fortsetzung, Teil 2? Jule Sommer hat Hintergrundwissen aufgrund ihrer Tätigkeit. Für meinen Geschmack hat sie viel zu viel mit sich und ihren Gefühlen zu tun. Das langweilte und befremdete mich. Ich wiederhole mich: Die Geschichte berührt nicht. Sie wird so kalt, wie nebenher erzählt. Und dabei geschieht ja so einiges! Nicht nur Jerome wird ermordet! Die lange vergangene Zeit – 34 Jahre! – macht die Geschichte um Jerome, rund um die Band „Klarstein“ nebulös, verworren. Verwischte Spuren damals und im Verlaufe der vielen Jahre!!! Die Bandmitglieder sind für Jerome nur Beiwerk. Er ließ niemanden neben sich glänzen. Sven z. B. wird als genial beschrieben. Warum blieb er nur so allein? Weshalb sein einsames schreckliches Ende? Der Roman vermittelt den Anschein, dass es sich um eine real existierende Rockband handelte (die Texte, die Musik passen perfekt in die 70/80er Jahre). Das Cover zeigt eine Tonspule aus den 70er Jahren und fast unentdeckt in der linken Ecke ein blauer Saphirring. Es ist stimmig, paßt zum Thema. Das Buch ist klein und und liegt schön in der Hand, gebunden in einem Verlag mit uralten, traditionellen Wurzeln. Fazit: Ich habe mich zwar nicht gelangweilt, im Gegenteil, der Roman ließ sich gut lesen! Aber, die unbestritten interessanten Charaktere wollten sich nicht zum schlüssigen Gesamtbild formen. Für mich ist die Geschichte nicht rund, sie ist mir zu diffus. Ständig dachte ich: Jetzt kommt was Wesentliches, aber dann war´s wieder nichts! Vielleicht stand ich auch nur „auf der Leitung“? Von mir leider nur drei Sterne!

Krimi in der Musikszene
von einer Kundin/einem Kunden aus Kleinkarlbach am 21.09.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Das Buch kam bei mir an und ich konnte mich gar nicht mehr erinnern, worum es ging. Passiert mir selten, woran lag das ? Aha. Musikbands als Thema. Da ich nie ein Radio, Tonbandgerät oder Cassettenrekorder hatte, ging das alles an mir leider vorbei. Entsprechend fremd war mir die... Das Buch kam bei mir an und ich konnte mich gar nicht mehr erinnern, worum es ging. Passiert mir selten, woran lag das ? Aha. Musikbands als Thema. Da ich nie ein Radio, Tonbandgerät oder Cassettenrekorder hatte, ging das alles an mir leider vorbei. Entsprechend fremd war mir die Welt der Bands, die Musikszene, soweit es im Buch eine Rolle spielt. Das Cover finde ich schon ein Hingucker, ungewöhnlich, erinnert eher an eine Betriebsanleitung. Da nimmt man doch das Buch gerne mal in die Hand und schaut worum es geht. Um die Band Klarstein, um Herrn Winter und Frau Sommer. Schmunzel, aber die Namen sind so gewählt worden. Klarstein erinnert sogar einen Musikmufflon wie mich an Rammstein und warum heisst die Musikjournalistin Sommer und der suspekte Tontechniker Winter? Alles in allem lässt sich das Buch gut lesen und vor allem mal ein THintergrundthema, das man nicht so oft in Kriminalgeschichten findet.

Sommer und Winter
von Ju am 17.09.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Sommer und Winter. Zwei Gegensätze. Zwei Menschen. Ein Interviewer, ein Befragter. Eine Geschichte über viele Kuriositäten, eine Band der 80 er Jahre. Der Roman „Der kalte Saphir“, geschrieben von Michael Düblin hat mir gefallen, jedoch nicht restlos überzeugt. Der Erzählstil ist gut, das gesamte Buch liest sich flüssig, man... Sommer und Winter. Zwei Gegensätze. Zwei Menschen. Ein Interviewer, ein Befragter. Eine Geschichte über viele Kuriositäten, eine Band der 80 er Jahre. Der Roman „Der kalte Saphir“, geschrieben von Michael Düblin hat mir gefallen, jedoch nicht restlos überzeugt. Der Erzählstil ist gut, das gesamte Buch liest sich flüssig, man kommt schnell in Geschichte hinein und es wird auch eine gewisse Spannung erzeugt. Das Buchcover ist stimmig zum Titel und zum Inhalt. Der Saphirring, der immer wieder eine große Rolle spielt, ist abgebildet und ein altes Tonband – passend zur Geschichte der Band und auch zu Herrn Winter, der der Tontechniker war. Der Roman folgt drei verschiedenen Handlungssträngen, die klar voneinander abgetrennt und gut zu erkennen sind. In einem Handlungsstrang haben wir die Geschichte zwischen der Reporterin Jule Sommer und dem Tontechniker der Band Klarstein Sebastian Winter, der nun erstmals ein Interview zu den mysteriösen Umständen zum Tod des Sängers Jerome geben wird. Ein weiterer Handlungsstrang bezieht sich auf die Ereignisse in den 1980er Jahren, hier wird die Geschichte retrospektiv erzählt. Der dritte Strang befasst sich mit einer etwas sonderbaren Reise Sebastian Winters ein paar Monate vor dem Interview. Die Erzählungen aus den 1980er Jahren, die Geschichte der Band Klarstein, haben mir gut gefallen. Detailreich wird die Entstehung der Band, die Konstellation der verschiedenen Mitglieder, Höhen und Tiefen und schließlich der Tod/ Mord am Sänger Jerome, beschrieben. Die Erzählungen aus der Gegenwart stimmen mich etwas skeptisch, für mich sind beide Protagonisten nicht sonderlich sympathisch. Beide weisen Charakterzüge auf, die mich stutzig werden lassen. Auch finde ich die Interviewsituation zwischen Sommer und Winter ganz und gar skurril. Die dritte Handlungsebene, Winters Reise zu Orten der Vergangenheit beginnt noch recht gut, wird jedoch am Ende, für mich, sehr konstruiert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie manche Menschen, Dinge herausfinden können bzw. sich Dinge entwickeln. Für mich doch etwas weit herbei geholt. Mein Fazit: Ich wurde gut unterhalten, ich habe mich schnell in die Geschichte hinein gefunden, ich hatte keine Hänger – die Story ist jedoch an der ein und anderen Stelle etwas kurios.