Die Optimierer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016

(32)
EIN PREISGEKRÖNTES DEBÜT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis ... Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.
Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren ... ob er will oder nicht.
Portrait

Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman Die Optimierer gewann sie den Stefan-Lübbe-Preis 2016. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 303
Erscheinungsdatum 29.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-20887-6
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 185/123/30 mm
Gewicht 296
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 23.119
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
9
15
6
0
2

Totale Überwachung zum "Wohle" aller
von einer Kundin/einem Kunden aus Waiblingen am 07.01.2018

Interessante, sehr gut recherchierte Zukunftsvision, die einem vor Augen führt, weshalb die Vorratsdatenspeicherung gar nicht so belanglos ist, wie sie uns oft erscheinen mag. Erschreckend und gut! Zugegeben, ich gehöre auch zu denjenigen, die es nicht weiter tragisch finden, von Amazon aufgrund meiner Kaufhistorie neue, auf mich „zugeschnittene“ Kaufempfehlungen zu... Interessante, sehr gut recherchierte Zukunftsvision, die einem vor Augen führt, weshalb die Vorratsdatenspeicherung gar nicht so belanglos ist, wie sie uns oft erscheinen mag. Erschreckend und gut! Zugegeben, ich gehöre auch zu denjenigen, die es nicht weiter tragisch finden, von Amazon aufgrund meiner Kaufhistorie neue, auf mich „zugeschnittene“ Kaufempfehlungen zu bekommen, und wenn Google bereits vorher weiß, nach was ich suchen werde, spar ich mir das Tippen. Theresa Hannig erschafft in ihrem Roman nun eine Welt, deren Bewohner gerade aufgrund solcher Daten und einer allumfassenden „Dokumentation“ ihrer Leben zu gläsernen Bürgern werde. Kurz das jeweilige Profil aufrufen und schon weiß man bestens „bescheid“ über denjenigen, der vor einem steht, welchen sozialen Status er hat, wie er sich in der Gesellschaft engagiert und wo sein optimaler Platz in der optimalwohlökonomischen Gesellschaft ist. Denn jeder hat einen Platz, an dem er für sich und alle anderen am nützlichsten wirken kann – bei manchen ist dies tatsächlich das heimische Sofa! Und auch der Protagonist Samson Freitag muss auf sehr schmerzliche Art erfahren, wie es ist, vom System „aussortiert“ zu werden. Unbedingt lesenswert!

Jeder an seinem Platz! Eine gut durchdachte, sozialkritische und vor allem düstere Zukunftsvision!
von Booknaerrisch am 27.12.2017

Zitate: "Er wusste, wie schrecklich das Leben zu Beginn des Jahrhunderts gewesen war. Wie hatten die Menschen das nur ausgehalten?" Pos. 751 "Aber ich will frei sein, Samson." Pos. 1096 Meinung: Samson ist ein Vorzeigebürger. Er lebt die Optimalwohlgesellschaft wie kein Anderer und ist somit der perfekte Beamte für die Agentur der Lebensberatung.... Zitate: "Er wusste, wie schrecklich das Leben zu Beginn des Jahrhunderts gewesen war. Wie hatten die Menschen das nur ausgehalten?" Pos. 751 "Aber ich will frei sein, Samson." Pos. 1096 Meinung: Samson ist ein Vorzeigebürger. Er lebt die Optimalwohlgesellschaft wie kein Anderer und ist somit der perfekte Beamte für die Agentur der Lebensberatung. Als regelkonformer Staatsdiener macht sich das für ihn natürlich bezahlt, und schon jetzt freut er sich auf seine baldige Beförderung. Aber kennt ihr das, wenn es eigentlich nicht besser laufen könnte und es dann urplötzlich so gar nicht mehr läuft? Nein? Glück gehabt! Denn Samson lernt es kennen und glaubt mir, das ist absolut kein Zuckerschlecken für ihn! Wie ihr wisst, bin ich ja ein sehr interessierter Leser, wenn es um Dystopien und düstere Zukunftsvisionen geht. Vor allem, wenn man immer wieder auf Details trifft, deren Entwicklung man sich sehr gut vorstellen kann. Theresa Hannig konnte mit ihren Ideen sehr bei mir punkten, denn einiges empfand ich als sehr gut vorstellbar und glaubwürdig. So hat im Jahr 2052 fast jeder eine einsetzbare Linse im Auge, mit der er nicht nur Dinge aufzeichnen, Mails verschicken und Dinge nachschlagen kann, sondern man kann auch den Status der Menschen gegenüber einsehen. Sozialpunkte, Gesundheitszustand und vieles mehr. In Anbetracht der Tatsache, wie "verwachsen" viele bereits heutzutage mit ihren Handys sind, könnte ich mir so ein Szenario tatsächlich sehr gut vorstellen. Und ehrlich gesagt, finde ich diese und viele weitere Ideen, die die Autorin in ihrem Buch aufgreift, sehr beklemmend und beängstigend. Generell lässt mir eigentlich alles, was das Thema "gläserner Mensch" anschneidet, einen Schauer den Rücken hinunterlaufen und diese Dinge werden für meinen Geschmack in der Geschichte sehr gut umgesetzt. Das hängt natürlich auch sehr mit dem Schreibstil zusammen. Zum einen empfinde ich alle erdachten Details als sehr leichtgängig lesbar, gut erklärt und nie zu technisch. Zum anderen gefällt es mir auch sehr gut, dass diese düstere und beklemmende Atmosphäre immer wieder durch witzige Szenen und Gedanken aufgelockert wird. Toll gemacht! Ein weiterer gelungener Aspekt ist die "Optimalwohlökonomie" für mich. Die Idee, dass es für jeden den perfekten Platz gibt, klingt natürlich auf den ersten Blick gut. Aber kann man das ganze Leben wirklich auf Wahrscheinlichkeiten und Statistiken aufbauen? Der Leser merkt schnell, an wie vielen Ecken diese neue Welt krankt, selbst wenn sie erdacht war, um heutige Missstände -wie die Verschwendung von Ressourcen, das Ausnehmen von menschlichem Kapital, usw.- auszumerzen. Faszinierend fand ich hierbei, dass man durchaus gute Ansätze entdecken kann, obwohl Regeln und Verbote, sowie die nahezu absolute Kontrolle des Staates über das Individuum und Aspekte wie Hilfsroboter das Gute schnell zunichte machen. Wer also Lust auf eine gut durchdachte, sozialkritische und vor allem düstere Zukunftsvision mit dem Antiheld Samson hat, dem kann ich diese Lektüre nur wärmstens empfehlen. Für mich war es ein gelungene Debut, beklemmend, erschreckend und dennoch menschlich!

Ein echt klasse Roman - George Orwells "1984" lässt grüßen!
von Michael Malkemus am 25.12.2017

Deutschland im Jahre 2052. Deutschland ist Teil der Bundesrepublik Europa, in dem die Wohlfühlökonomie herrscht. Damit das so bleibt, hat sich die Bundesrepublik von dem "Rest der Welt" abgeschottet. Die Grundidee der Wohlfühlökonomie ist, das jeder Mensch an seinem ihm vom Staat vorbestimmten Platz ist und diese Funktion auch... Deutschland im Jahre 2052. Deutschland ist Teil der Bundesrepublik Europa, in dem die Wohlfühlökonomie herrscht. Damit das so bleibt, hat sich die Bundesrepublik von dem "Rest der Welt" abgeschottet. Die Grundidee der Wohlfühlökonomie ist, das jeder Mensch an seinem ihm vom Staat vorbestimmten Platz ist und diese Funktion auch entsprechend ausübt. Das dies auch umgesetzt wird, dafür gibt es Lebensberater - Samson Freitag, der Protagonist der Romans "Die Optimierer" ist ein solcher Lebensberater und mit Feuer und Flamme ein Verfechter des staatlich verordneten Wohlfühlkultes. Der Roman beginnt unspektakulär damit, das Samson auf dem Weg zu einer Lebensberatung einen Korrekturvermerk anfertigt, weil kreative Menschen Wahlplakate nach ihrem Geschmack ver"schönert" haben. Eigentlich, wenn man die letzte Bundestagswahl und die Schmierereien noch im Kopf hat, keine schlechte Idee, auch Wahlplakate zu überwachen ;-). Samson ist auf dem Weg zur Beratung von Martina Fischer, welche sich als schwieriger Fall erweißt. Ohne es zu wissen, fällt Samson's Leben, der selbst kurz vor einer Beförderung steht, auseinander und der Staat, dessen System er so vehement, auch gegenüber seinen Eltern, welche keine Anhänger sind, verteidigt, nimmt ihn selbst ins Visier. Angesichts von Edward Snowden, geplanter Vorratsdatenspeicherungen und weiteren Unfugs mit welchem Staaten ihre Bürger zu überwachen versuchen, ein überaus treffender und schokierender Roman, der sehr an "1984" von George Orwell erinnert. Zukunftsvisionen und Romane darüber, gibt es genug, aber "Die Optimierer" hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Wie eine Fliege in einem Spinnennetz verstrickt sich Samson Freitag in den Fängen der staatlich verortneten Überwachung bis zu seinem - überraschenden, aber eigentlich logischen Ergebnis als Teil der Gesellschaft - aber das müsst Ihr selbst lesen. Ich habe den Roman in 3 Tagen gelesen, weil mich einfach die Handlung wirklich gefesselt hat, auch fand ich selbstfahrende Autos, welche sich nach dem Geschmack des Nutzers verändern, echt schick ;-)). Flüssig erzählt, eine spannende Handlung, ein sehr aktuelles Thema erzählerisch sehr gut verpackt, das Cover soll wohl die Mosaiksteinchen eines "Lebensberatungsprofils" darstellen ist auffallend. Dafür gibt es bei mir 5 Punkte.


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