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Die Tanzenden

Roman

Victoria Mas

(122)
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Beschreibung




Eine Hymne auf die Courage aller Frauen


Ganz Paris will sie sehen: Im berühmtesten Krankenhaus der Stadt, der Salpêtrière, sollen Louise und Eugénie in dieser Ballnacht glänzen. Ob die Hysterikerinnen nicht gefährlich seien, raunt sich die versammelte Hautevolee zu und bewundert ihre Schönheit gerade dann, wenn sie die Kontrolle verlieren. Für Louise und Eugénie aber steht an diesem Abend alles auf dem Spiel: Sie wollen aus ihrer Rolle ausbrechen, wollen ganz normale Frauen sein, wollen auf dem Boulevard Saint-Germain sitzen und ein Buch lesen dürfen, denken und träumen und lieben dürfen wie die Männer.

Mit verblüffender Lebendigkeit erzählt Victoria Mas in »Die Tanzenden« vom Aufbruch derer, die sich nicht zufriedengeben, von berührender Solidarität und unbeirrbarem Mut.

»Ein unentbehrlicher Roman.« Cosmopolitan Frankreich

»Eine der schönsten und augenfälligsten Überraschungen des Jahres!« Le Parisien

»In einer glasklaren Sprache, leicht wie ein Pastell, schreibt diese junge Autorin gegen die männliche Norm an und gibt denen eine Stimme, die man mundtot gemacht und unterdrückt hat.« L’Obs

Victoria Mas, 1987 in Le Chesnay geboren, hat acht Jahre lang in den USA gelebt und dort als Script Supervisor, Standfotografin und Übersetzerin beim Film gearbeitet. Zurück in Paris, studierte sie Literatur an der Sorbonne und ist heute als freie Autorin und Journalistin tätig. Ihr Debüt »Die Tanzenden« erscheint in sechzehn Ländern und wurde mit mehreren Preisen geehrt, darunter dem Prix Stanislas und dem Prix Renaudot des lycéens.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 06.07.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-07014-0
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 21,1/13,4/3,2 cm
Gewicht 409 g
Originaltitel Le Bal des Folles
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Julia Schoch
Verkaufsrang 1125

Buchhändler-Empfehlungen

Fest der Befreiung

Jenny Pretzsch, Thalia-Buchhandlung Dresden

In wunderschöner Sprache, prägnanten Sätzen und einem scharfen Blick für die (damalige?) Gesellschaft besticht Victoria Mas in "Die Tanzenden". Man lernt die Frauen und ihre Lebensgeschichten kennen und am Ende stellt sich einem die Frage, wer sich wirklich verrückt benimmt. Chapeau!

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Überall auf der Welt und zu allen Zeiten mussten Frauen,und müssen es noch,um ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben kämpfen.Davon erzählt auch dieser Roman aus dem Paris des 19.Jahrhunderts.Die "aufmüpfige" Eungènie erleidet ein erschreckendes Schicksal,doch es gibt Hoffnung..

Kundenbewertungen

Durchschnitt
122 Bewertungen
Übersicht
70
33
15
3
1

traurig!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hombrechtikon am 06.08.2020

... aber wohl schon wahr, dass weibliche intelligenz, wahrnehmung, intuition, begeisterung etc. vom patriarchat als hysterisch bezeichnet, unterdrückt & weggesperrt wurden.

Aufbegehrende Damen
von nil_liest am 03.08.2020

1885 in Paris. Eine Stadt hat sich vom Adel losgesagt und strebt eine moderne Demokratie an fast 100 Jahre nach dem Sturm auf die Bastille. Aber wie ergeht es Frauen in diesen Zeiten? Mündige Bürgerinnen? Mit Nichten! Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. „Die Tanzenden“ von Victoria Mas nimmt uns mit in eine Zeit in der Frauen ... 1885 in Paris. Eine Stadt hat sich vom Adel losgesagt und strebt eine moderne Demokratie an fast 100 Jahre nach dem Sturm auf die Bastille. Aber wie ergeht es Frauen in diesen Zeiten? Mündige Bürgerinnen? Mit Nichten! Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. „Die Tanzenden“ von Victoria Mas nimmt uns mit in eine Zeit in der Frauen in totaler Abhängigkeit von ihren Männern waren, erst die Väter, dann die Ehemänner. Ausgeliefert, Schutz- und Rechtlos. Waren die Damen mit einer konträren Meinung ausgestattet oder hatten zu viel Selbständigkeit im Sinn wurde es schnellstens unterbunden. In Paris gab es dann noch die Salpêtrière, dort landeten Hysterikerinnen, geisteskranke Frauen und dergleichen - alle weiblich und unerwünscht in der Gesellschaft. Dort wurde der Nervenarzt Charcot für seine Verdienste gefeiert - natürlich vor allem von Männern. Diesen aufmüpfigen Damen, die man in der Salpêtrière wegsperrte, verschafft Viktoria Mas eine späte fiktive Stimme und verbindet ein klares frauenverachtendes Bild aus einem vergangenen Jahrtausend mit einer gut erzählten Geschichte. Der Leser begleitet die junge Eugénie aus gutem Elternhaus, die von sich sagt, dass die Toten zu ihr sprechen. So landet sie natürlich in der Salpêtrière, aber die Geschichte nimmt eine dramatische Wendung. Viktoria Mas nutzt eine klare Sprache mit der sie mich als Leser sofort in das Paris des Jahres 1885 katapultiert hat. Julia Schoch hat das ganze, wie so oft, gekonnt und äußerst gut übersetzt aus dem Französischen. Immer wieder tauchen zwischen der Handlung Sätze auf die eine Tragweite weit über die dort beschriebene Handlung hinaus hat, wie „doch zu lügen ist manchmal nicht bloß eine Notwendigkeit, es ist mehr: Trost.“ (S. 184) Fazit: Das Patriarchat ist tot - es lebe die Weiterentwicklung und manchmal hilft auch ein fiktiver Blick in die Vergangenheit um den Fortschritt zu erkennen!

Erst die Irrenanstalt macht dich irre
von Schmiesen am 02.08.2020

"Keine Frau kann je wirklich sicher sein, wegen ihrer Äußerungen, ihrer Eigenart oder ihrer Ideale nicht doch hinter den gefürchteten Mauern im dreizehnten Arrondissement zu landen. Daher sind sie auf der Hut." Ende des 19. Jahrhunderts ist die Salpêtrière das wohl berühmteste Krankenhaus in Paris - denn dort leben die geiste... "Keine Frau kann je wirklich sicher sein, wegen ihrer Äußerungen, ihrer Eigenart oder ihrer Ideale nicht doch hinter den gefürchteten Mauern im dreizehnten Arrondissement zu landen. Daher sind sie auf der Hut." Ende des 19. Jahrhunderts ist die Salpêtrière das wohl berühmteste Krankenhaus in Paris - denn dort leben die geisteskranken Frauen. Weggesperrt von Ehemännern, Vätern, Brüdern, oder der Polizei, vegetieren sie vor sich hin und dienen als Untersuchungs- und Amüsierobjekte. Geneviève ist seit 20 Jahren Krankenschwester in der Salpêtrière, und sie hat schon vor langer Zeit aufgehört, Mitleid oder Empathie mit den Insassinnen zu empfinden. Doch dann wird die offenkundig völlig normale Eugénie eingeliefert, weil sie angeblich mit den Toten redet. Geneviève wird Zeugin dieser Gabe, und danach ist für die Krankenschwester nichts mehr, wie es einmal war. Wie in Tolstois "Auferstehung" ist das grobe Motto dieses Romans wohl: "Verrückt ist eigentlich niemand, der hierherkommt, aber spätestens wenn man dann hier ist, wird man verrückt." Victoria Mas inszeniert eine Geschichte rund um drei Frauen, die vor dem historischen Hintergrund der Salpêtrère spielt, der berühmt-berüchtigten Irrenanstalt in Paris. Geneviève ist Aufseherin, Louise seit Kurzem Patientin, und Eugénie hat auf den ersten Blick nichts mit dem Krankenhaus zu tun, aber es ist sehr offensichtlich, wo der Weg für sie hinführen wird - nämlich mitten hinein ins Irrenhaus. Der Roman versucht sich also gewissermaßen an dem bewährten Modell, drei unabhängige Frauenschicksale auf unerwartete Weise miteinander zu verknüpfen - und scheitert daran, da dafür alles zu vorhersehbar ist. Und noch dazu vermischen sich die Perspektiven nach etwa einem Drittel, der auktoriale Erzähler übernimmt die Oberhand und springt mal hierhin, mal dorthin. Das ist wenig überzeugend und lässt die Figuren seltsam platt wirken. Dabei sind die Schicksale der Frauen absolut erzählenswert und im Grunde sehr schockierend. Ihnen allen ist gemein, dass ihnen Leid angetan wurde, das niemanden psychisch unversehrt lässt, dass dann aber am Ende sie es sind, die in die Heilanstalt eingewiesen werden - und die eigentlichen Täter (alkoholkranke Eltern, Freier, gewalttätige Ehemänner, etc.) kommen ungeschoren davon. Es ist schon so ein klassisches Männer-Bashing in dem Roman, aber es wird auch ganz deutlich, dass die Wenigsten in dieser Anstalt wirklich verrückt sind. Sie sind einfach nur seelisch schwer verwundet. Und dafür sind die abstoßenden Behandlungsmethoden der Ärzte definitiv nicht die richtige Therapie. Eierstock-Druckmassagen, Hypnose, Ruhigstellung durch Äther und Chloroform. Dabei bräuchten die Frauen eigentlich nur jemanden, der mal mit ihnen redet und sie vielleicht in den Arm nimmt. Die Salpêtrière ist eine Art Müllhalde für alle Frauen, die den Männern (oder ganz allgemein ihrer Umwelt) Angst einjagen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich in einer psychologisch aufgeklärten Welt lebe. Es gelingt der Autorin auch hervorragend zu zeigen, dass es in diesem Krankenhaus nicht um Heilung geht. Es geht um Karriere, um einzelne mächtige Männer, um Vorführung und Amüsement. Statt den Frauen zu helfen, müssen sie bei Vorlesungen und Bällen als Studienobjekte herhalten. Mit Blicken und Worten, manchmal mit Schlimmerem, vergehen sich die Mediziner an ihnen. Und sie haben keine Chance, sich zu wehren, denn jedes Aufbäumen wird ihnen als Ausbruch ihrer Krankheit, als Anfall, als Verrücktheit angerechnet. Selbst die normalsten Gefühlsregungen wie Wut und Empörung führen zu tagelanger Isolationshaft. Und trotz all dieser schweren und berührenden Themen gelingt es der Autorin nicht, mich mit ihrer Geschichte zu erreichen. Die Figuren bleiben kilometerweise auf Distanz und wirken manchmal beinahe plakativ. Die knallharte Krankenschwester, die nach dem Tod ihrer Schwester niemanden mehr an sich heranlässt. Die aufmüpfige junge Frau aus gutem Hause, die wirklich und wahrhaftig mit den Geistern der Toten kommuniziert. Und das durch Vergewaltigung gebrochene junge Mädchen, das noch immer davon träumt, dass der Ritter auf dem weißen Ross sie erretten wird. Vieles wiederholt sich, aber eigentlich nur an der Oberfläche, sodass man nie wirklich in die Figuren hineinschauen kann. Warum denkt Eugénie zum Beispiel nie an ihre verräterische Großmutter? Warum gibt es Louises Perspektive überhaupt als separaten Strang, jedenfalls am Anfang? War die Einweisung in die Salpêtrière wirklich so willkürlich? Auch der sehr abgehackte, asyndetische Stil, bei dem sich ein kurzer Hauptsatz an den nächsten reiht, hat nicht dazu beigetragen, die Geschichte intensiv zu erleben. Einen Vorteil hat es aber: Das Buch lässt sich schnell und ohne viel Grübelei lesen. "Die Tanzenden" thematisiert ein traumatisches Stück Psychologie-Geschichte, in dem wie immer die Frauen die Leidtragenden sind. Auch wenn er manchmal zu plakativ und mit zu hoch erhobenem Zeigefinger daherkam, hat mich der Roman nicht enttäuscht. Ich habe ihn als angenehme, nicht uninteressante Sonntagslektüre empfunden, die mich nicht auf einer tieferen Ebene berühren konnte.


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