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Maigret im Haus der Unruhe

Ungekürzte Lesung mit Walter Kreye (4 CDs), Lesung. CD Standard Audio Format

Es ist spät geworden, die meisten Büros am Quai des Orfèvres sind verwaist. Nur bei Kommissar Maigret bullert noch der Kanonenofen. Endlich findet er die Zeit, einen überfälligen Bericht zu schreiben. Da bekommt er überraschend Besuch: Eine junge Frau, deren Blässe durch ihre schwarze Kleidung noch betont wird, bekennt sich eines Mordes für schuldig. Nachdem Maigret durch einen Anruf im Nebenzimmer kurz gestört wird, ist die Frau verschwunden. Maigret wird sie wiederfinden – in einem »anständigen« Wohnhaus in Montreuil, einem Vorort von Paris. Alle Bewohner haben etwas zu verbergen. Und alle haben Angst. Denn einer der Bewohner ist tot – er wurde ermordet.

Ungekürzte Lesung mit Walter Kreye
4 CDs | ca. 4 h 26 min
Portrait
Simenon, Georges
Georges Simenon ( 13. Februar 1903 in Lüttich gest. 4. September 1989 in Lausanne) gilt als der »meistgelesene, meistübersetzte, meistverfilmte, in einem Wort: der erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts« (Die Zeit). Er begann nach abgebrochener Buchhändlerlehre als Lokalreporter zu arbeiten. Nach seiner Zeit in Paris als Privatsekretär eines Marquis wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste Maigret-Romane verfassend. Schaffenswut und viele Ortswechsel bestimmten 30 Jahre lang sein Leben, bis er sich schließlich am Genfersee niederließ. Das bedeutende Werk des manischen Schreibers umfasst 75 Maigret-Romane, 117 weitere Romane und über 150 Erzählungen. Die Romane ohne Maigret, die »romans durs«, wurden zu Unrecht lange vernachlässigt, vom Ruhm und Erfolg der Maigret-Romane überschattet. Mit seinem schnörkellosen Stil und seiner Sensibilität für Atmosphäre gewann Simenon zahlreiche berühmte Bewunderer, darunter Winston Churchill, Walter Benjamin, Jean-Luc Bannalec und Ferdinand von Schirach.

Kreye, Walter
Walter Kreye, geboren 1942, spielte an Bühnen wie dem Hamburger Schauspielhaus, dem Thalia Theater, dem Staatstheater Stuttgart sowie an der Schaubühne Berlin. Der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Schauspieler wurde durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt, u. a. als Hauptkommissar Kress in »Der Alte« und durch die Netflix-Serie »Dark«. Der beliebte Hörbuchsprecher liest alle Fälle von Kommissar Maigret in der Edition Simenon ein.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Walter Kreye
Anzahl 4
Erscheinungsdatum 18.04.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783742410276
Verlag Der Audio Verlag
Spieldauer 266 Minuten
Übersetzer Thomas Bodmer
Verkaufsrang 1641
Hörbuch (CD)
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16,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Nicht nur für Sammler!

Rafael Ulbrich, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Nun erstmals in deutscher Übersetzung! Wie man im höchst interessanten Nachwort(*) erfährt, ist 'Maigret im Haus der Unruhe‘ bereits das vierte Buch in dem Maigret einen Auftritt hat, jedoch das erste, in dem ihm eine Hauptrolle zukommt. Ein toller Fall, der schon alles hat, was man an Maigret liebt! Sprachlich vielleicht noch nicht ganz auf dem gewohnten Niveau, aber das macht gar nichts. * Die Nachworte der Neuausgabe im Kampa Verlag sind absolut lesenswert. Man erfährt hier die tollsten Dinge über Simenon und sein Werk!

Bemerkenswerte deutsche Erstausgabe

Sebastian Krieg, Thalia-Buchhandlung Kassel

Es war eine kleine Sensation für Buchliebhaber, als Mitte des letzten Jahres verkündet wurde, dass der neu gegründete Kampa-Verlag alle 75 Maigret-Romane neu auflegen wird. Für die Maigret-Anhänger dürfte hinter dieser kleinen Sensation jedoch eine noch größere versteckt gewesen sein. Der 0. Fall, ist auf dem Buchdeckel von „Maigret im Haus der Unruhe“ zu lesen. Seit Anfang April kann man nämlich einen neuen Maigret lesen, genau diesen nullten – in deutscher Erstausgabe. Über die Entstehung seines legendären, Pfeife schmauchenden Kommissars hat Georges Simenon Zeit seines Lebens verschiedene Geschichten verbreitet, lässt uns Daniel Kampa in seinem Nachwort wissen. Die legendärste ist jene, in der er Maigret im Hafen von Delfzijl, während der Reparatur seines Schiffes, bei zwei, drei Gläschen Genever im Innern eines alten, abgesoffenen Kahns erfunden hat. Entstanden sein soll damals „Maigret und Pietr der Lette“. Kampa lässt uns jedoch wissen, dass die Entstehungsgeschichte viel komplexer ist und Simenon seinen Lesern eine einfache, gute Geschichte zur Entstehung Maigrets liefern wollte. Simenon, der vorher viele Groschengeschichten geschrieben hat, entwickelte seinen Kommissar über Jahre hinweg, verlieh ihm Attribute entliehen aus eigenen, früheren Geschichten und gab ihm verschiedene Namen. Die Maigret-Forschung weiß heute, dass dieser nun erstmals auf Deutsch erschienene Roman der erste ist, indem Simenon seine Figur „im Griff“ hat. Die Geschichte wurde damals zunächst unter dem Pseudonym Georges Sim veröffentlicht. Pfeife, Mantel mit Seidenkragen, Hut, der Kanonenofen im Arbeitszimmer: Es war die Geburtsstunde Maigrets, einer Kultfigur. Schon in früheren Geschichten, die Simenon unter anderen Pseudonymen veröffentlichen ließ, konnte man von einem Kommissar Maigret lesen. Er war jedoch nicht der Mittelpunkt der Geschichte. Maigret war eine Nebenfigur. Worum geht es nun? In „Maigret und das Haus der Unruhe“ wird der Kommissar nachts von einer blonden, jungen Frau aufgesucht, die ihm gesteht, jemanden ermordet zu haben. Maigret sieht keine Gefahr und hebt das klingelnde Telefon im Zimmer am anderen Ende des Ganges ab, dass zu seinem Telefon umzustecken vergessen worden war und als er zurückkommt, ist die Frau verschwunden. Dies ist die Ausgangslage dieses 200 Seiten umfassenden Buches. Am nächsten Tag wird er zu einem Mordfall gerufen. Ermordet wurde ein alter Seefahrer. Die Bewohner des Hauses haben alle ihre Eigenheiten und im Verlauf stellt sich heraus, dass einige von ihnen näher miteinander verstrickt sind, als man zunächst denkt. Es ist das meisterhafte, zeitlose und irgendwie charmante dieser alten Kriminalromane, dass es keine Blutrünstigkeit braucht, keine „Sprachverrenkungen“, die zu künstlicher Spannung führen sollen. Das lesenswerte dieser Geschichten machen die Figuren, die guten Dialoge und die Handlung selbst aus. Zudem ein unerwarteter Plot-Twist am Ende. Nicht in einem Moment habe ich mich gelangweilt. Mit höchstem Genuss habe ich diesen neuen Fall in einem Zug durchgelesen und freue mich über die tolle Arbeit des Verlags Kampa, dem es gelungen ist, eine geringpreisige, gut lesbare und schön gestaltete Ausgabe dieser Geschichte und anderer zu produzieren. Mit Sicherheit werde ich den ein oder anderen Maigret-Roman nochmal lesen oder neu entdecken. Aber nicht nur die Maigrets werden von Kampa neu aufgelegt, sondern auch das sonstige literarische Werk von Simenon. Kurz: Die Geschichten Simenons sind zeitlos und Sie sollten sie lesen!

Kundenbewertungen

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