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Wir nannten es Freiheit

Roman

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Der neue historische Roman von Silke Schütze: Eine junge Frau kämpft gegen den Lehrerinnen-Zölibat und für ihre Liebe.

Berlin, 1916: Die herzliche, resolute Lene hat soeben ihr Lehrerinnen-Seminar bestanden. Als sie sich in den verschlossenen Paul verliebt, scheint ihr Glück vollkommen. Dass Paul wegen einer Kriegsverletzung nicht arbeiten kann, ist für Lene kein Hindernis: Sie liebt ihre Arbeit als »Fräulein« und kann genug Geld nach Hause bringen. Doch einer Hochzeit steht der sogenannte Lehrerinnen-Zölibat im Wege, ein Erlass, der verheiratete Frauen vom Schuldienst ausschließt. Entweder ihr Paul oder die Freiheit, den geliebten Beruf auszuüben? Eine unmögliche Wahl. Zu stark, um aufzugeben, kämpft Lene für die Freiheit, Liebe und Beruf zu vereinen.

Große Unterhaltung und ein anrührendes Stück Zeitgeschichte.

Erfolgsautorin Silke Schütze wurde mit dem renommierten Walter-Serner-Preis ausgezeichnet. "Wir nannten es Freiheit" ist ihr erster historischer Roman um ein anrührendes und bislang wenig bekanntes Stück Frauen-Geschichte.
Rezension
"Ein interessanter historischer Roman, der eine neue Sicht auf den Ersten Weltkrieg vermittelt. Sehr lesenswert."
Ruhr-Nachrichten, 03.04.2019
Portrait
Silke Schütze, Jahrgang 1961, lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Philologie war sie Pressechefin bei einem Filmverleih und Chefredakteurin der Zeitschrift CINEMA. Sie hat bereits zahlreiche Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht und hält Schreiben für die zweitschönste Sache der Welt. 2008 wurde Silke Schütze vom RBB und dem Literaturhaus Berlin mit dem renommierten Walter-Serner-Preis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.01.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783426443040
Verlag Droemer Knaur Verlag
Dateigröße 1243 KB
Verkaufsrang 1245
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Buchhändler-Empfehlungen

Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor gut 100 Jahren

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Versetzen Sie sich in das Jahr 1916. In Berlin-Schöneberg kann die junge Lene ihr Glück kaum fassen: Sie hat es auf‘s Lyzeum geschafft, die Befähigung zum Unterrichten erlangt und ist Lehrerin mit Herz und Leidenschaft. Als ihr Verlobter als Kriegsversehrter aus dem 1. Weltkrieg zurückkehrt, muss sie für den Lebensunterhalt der beiden sorgen. Doch das ‚Lehrerinnen-Zölibat‘ untersagt es ihr zu unterrichten. So steht sie vor der Schicksalsfrage ihres Lebens: Beruf oder Ehe? Sie ist aber klug und mutig genug und kämpft in der Öffentlichkeit für die Abschaffung des Zölibats. Silke Schütz fängt den damaligen Zeitgeist sehr gut ein. Man bangt und fiebert mit Lene und am Ende glaubt man fast an ihrer Seite mit gekämpft zu haben. Für Freunde von Lilli Beck, Charlotte Roth, Carmen Korn

Eine Frau tritt für ihr Recht ein

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

2010 habe ich mein erstes Buch von Silke Schütze gelesen – „Kleine Schiffe“ – ein Buch, welches mich sehr positiv überrascht hat. Seitdem sind drei weitere Bücher gefolgt („Als Tom mir den Mond vom Himmel holte“, „Links und rechts vom Glück“ und „Rosmarintage“). Alle einte, dass es nicht ganz simple Liebes- und Familiengeschichten waren, die in der Gegenwart spielten, sondern dass es sehr überraschende Wendungen gab und mindestens ein Familienmitglied etwas Besonderes war. Sehr feinfühlig erzählt. Als nun das neue Buch der Autorin erschien, war ich sehr überrascht, dass sie sich für ein Thema entschieden hatte, was im Jahr 1916 spielt. Aber das Thema „Kampf gegen das Lehrerinnen-Zölibat“ hörte sich ausgesprochen interessant an, so dass ich auch dieses Buch gelesen habe. Die Inhaltsangabe hier bei thalia.de ist korrekt, wenn auch ein wenig einseitig wiedergegeben. Lene, eine junge Frau aus Arbeiterverhältnissen, lebt mit ihrer Mutter zusammen in Schöneberg, heute einem Berliner Stadtteil, der bis 1920 noch unabhängig war. Ihre Mutter, früh verwitwet, hält sich und ihre Tochter mit Putzarbeiten und einer Stelle in einer Wäscherei über Wasser. Eine ihrer Putztätigkeiten verhilft Lene dazu, dass sie ein Lehrerinnenseminar besuchen kann. Nun ist sie Vertretungslehrerin für Handarbeiten, Zeichnen und Deutsch an einer Mädchenschule in Schöneberg. Sie liebt diesen Beruf und ihre Mädchen, aber mit ihren Kolleginnen ist sie noch nicht richtig warm geworden. Erst als Paul, ein junger Mann, der Gedichte schreibt und bei seinem Onkel in einem Kartoffel- und Kohlen-Laden arbeitet, ihr überraschend einen Heiratsantrag macht, bevor er 1916 auch in den Krieg ziehen muss, denkt Lene über das Thema „Lehrerinnen-Zölibat“ nach. Sie würde auch nach der Hochzeit gerne weiterarbeiten. Ihr Leben ändert sich massiv, als Paul verwundet aus dem 1. Weltkrieg zurückkehrt. Es ist fraglich, ob er Lene und sich versorgen könnte. Und wenn sie heiraten würden, müsste Lene ihren Beruf aufgeben. Was kann Lene dagegen unternehmen? Dieses Thema „Lehrerinnen-Zölibat“ fand ich ausgesprochen interessant. Dazu die Person Lene, die es aus Arbeiterverhältnissen geschafft hat, überhaupt Lehrerin zu werden. Allerdings gebe ich zu, dass ich mir von dem Roman mehr versprochen hatte. Silke Schütze hat die Geschichte zwar wieder ausgesprochen gut und packend erzählt, und auch ihre Kenntnisse über diese Zeit in Deutschland während des 1. Weltkriegs hat sie gut recherchiert und wiedergegeben, aber mir war die Geschichte zu sehr auf das private Leben von Lene und ihrer Mutter reduziert. Ich hätte mehr „Frauenkampf“ erwartet. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr interessanter Roman geworden, denn sie beschreibt die Lebensumstände sehr anschaulich. Sei es das Leben der armen Arbeiter in den Wohnungen in den verschiedensten Hinterhöfen, sei es der Schwarzmarkt, oder sei es das Leben der Reichen, die sich immer noch einiges leisten können und noch nicht hungern müssen. Auch wie es zu dieser Zeit an den Schulen zuging, war sehr interessant. Einzig der Direktor und der Hausmeister sind noch Männer gewesen, die entweder versehrt oder schon zu alt für den Krieg waren. Frauen haben in vielen Berufen „ihren Mann“ gestanden, aber trotzdem haben die Männer es ihnen nicht zugetraut. Für sie gehörten die Frauen immer als Mütter noch nach Hause an den Herd. Auch Paul sieht es so und ist empört und fühlt sich erniedrigt, dass Lene etwas anderes überhaupt in Erwägung zieht. Drei Dinge haben mich an diesem Roman etwas irritiert: 1. Wie sich Paul und Lene kennengelernt und lieben gelernt haben. Die Geschichte hat mich sehr überrascht. 2. Die Episode, als Lene mit dem Sohn ihrer Gönner-Familie eine schöne Zeit genießt. Ich bin mir ein wenig unsicher, ob diese Episode für die Geschichte notwendig ist? Lesen und entscheiden sie selbst. 3. Wie einfach und schnell dieser Kampf um das Lehrerinnen-Zölibat zu Ende war. Ein schöner, historischer Roman, der uns einmal eine ganz andere Geschichte über die Frauen in der Zeit des 1. Weltkriegs erzählt.

Kundenbewertungen

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Leseempfehlung um das interessante Thema Frauenbewegung und Lehrerinnenzölibat mit einer sympathischen Prota.
von Sabrina Schneider am 17.08.2019

Der Klappentext hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Es erwartet sie eine lebensbejahende unterhaltsame Geschichte in einer sehr dunklen Zeit. Auch die Handlung um ein Lehrerinnenzölibat ist mir so neu und ein total interessantes Thema. Es ist in einem gut verständlichen Schreibstil gehalten und der Erzählstil is... Der Klappentext hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Es erwartet sie eine lebensbejahende unterhaltsame Geschichte in einer sehr dunklen Zeit. Auch die Handlung um ein Lehrerinnenzölibat ist mir so neu und ein total interessantes Thema. Es ist in einem gut verständlichen Schreibstil gehalten und der Erzählstil ist kurzweilig und lädt zum Nachdenken ein. Der Plot beginnt 1916 in der Zeit des 1. Weltkrieg und im Fokus stehen Alltagssituationen die interessant und authentisch dargestellt sind. Die Protagonistin, die Aushilfslehrerin Lene Lehmann ist sympathisch und der Zeit angepasst in ihrem Agieren. Sie ist tatkräftig, mutig und von der Sache überzeugt, dabei trotzdem besonnen und klug genug sich vorsichtig zu bewegen. Das Thema der Frauenbewegung ist toll umgesetzt und man spürt die Vorsicht vor der Courage deutlich. Ich vergebe 4 Sterne.

Eine interessante Reise in die Vergangenheit
von zauberblume am 16.07.2019

Von der Autorin Silke Schütze kenne ich bisher nur Unterhaltungsromane. "Wir nannten es Freiheit" ist nun ihr erster historischer Roman. Sie entführt uns nach Berlin und hier befinden wir uns im Jahr 1916 im zweiten Kriegsjahr des ersten Weltkrieges. Unsere Protagonstin Lene kommt frisch vom Lehrerinnen-Seminar. Sie hat nun e... Von der Autorin Silke Schütze kenne ich bisher nur Unterhaltungsromane. "Wir nannten es Freiheit" ist nun ihr erster historischer Roman. Sie entführt uns nach Berlin und hier befinden wir uns im Jahr 1916 im zweiten Kriegsjahr des ersten Weltkrieges. Unsere Protagonstin Lene kommt frisch vom Lehrerinnen-Seminar. Sie hat nun eine Stelle als Vertretungslehrerin für Handarbeit, Geschichte und Deutsch. Da die meisten männlichen Lehrkräfte an der Front kämpfen, wird nun verstärkt auf diese Lehrkräfte zurückgegriffen. Lene ist mit dem sanften Paul verlobt und bangt ständig um ihn. Als Paul von der Front zurückkehrt, kann er wegen einer Kriegsverletztung nicht mehr arbeiten. Dies ist für Lene kein Hindernis, kann sie doch als "Fräulein" den Lebensunterhalt bestreiten. Doch eine dunkle Wolke gibt es am Himmel. Sollte Lene nämlich ihren geliebten Paul heiraten, würde sie ihre Stelle sofort verlieren, denn zu dieser Zeit waren verheiratete Frauen vom Schuldienst ausgeschlossen. Muss Lene sich wirklich zwischen ihrem Paul und ihrem Traumberuf entscheiden? Einfach fantastisch! Noch jetzt läuft dieser herausragende Roman wie ein Kinofilm vor meinem inneren Auge ab. Ich fühle mich in dieses Zeit zurückversetzt. Der wunderbare Schreibstil der Autorin lässt mich sofort in die spannende und berührende Geschichte eintauchen. Denn wenn man sich näher mit dieser Kriegszeit auseinandersetzt und dazu hat das Lesen dieser Geschichte geführt, ist man wirklich sehr betroffen und es fehlen die Worte. Aber nun zu unseren mutigen, tapferen Protagonistin Lene. Ich lerne eine kämpferische junge Frau kennen, die es wahrlich nicht versteht warum man Familie und Beruf nicht unter einen Hut bringen kann. Und die mit allen Mittelnn dafür kämpft die LIebe zu ihrem Paul und die Liebe zu ihrem Beruf zu vereinen. Was für uns selbstverständlich ist, mussten sich diese Frauen hart erkämpfen. Und auch wenn die Geschichte wirklich unter die Haut geht, so mußte ich doch an einigen Stellen schmunzeln. Bewundert habe ich ja Lene, wie sie ihrem Schuldirektor kontra gegeben hat. Hut ab vor dieser Frau, die es wirklich nicht leicht hatte. Ich habe bis zum Ende mitgebibbert, gehofft und gebangt und beiden Daumen für Lene und ihre Mitstreiterinnen gedrückt. Aber wie die Geschichte endet, lest selbst ..... Eine atemberaubende Lektüre, die zu meinem Lesehighlights 2019 zählt. Ein berührendes und spannendes Lesevergnügen der Extraklasse, das selbstverständlich 5 Sterne verdient. Das etwas melancholisch wirkende Cover passt wunderbar zu dieser herausragenden Lektüre.

Gutes Debüt im historischen Bereich
von Books and Family am 10.04.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Silke Schütze beginnt ihre Geschichte rund um Lene ziemlich ruhig. Sie stellt dem Leser die Protagonistin richtig vor und nimmt sich die Zeit sie richtig auszumalen. So fiel es mir, trotz des allwissenden Erzählers, sehr leicht, mich mit ihr identifizieren und harmonieren zu können. Sie war mir gleich sympathisch und ich konnte ... Silke Schütze beginnt ihre Geschichte rund um Lene ziemlich ruhig. Sie stellt dem Leser die Protagonistin richtig vor und nimmt sich die Zeit sie richtig auszumalen. So fiel es mir, trotz des allwissenden Erzählers, sehr leicht, mich mit ihr identifizieren und harmonieren zu können. Sie war mir gleich sympathisch und ich konnte sogleich mit ihr mitfiebern. Wie Lene mit ihrer Mutter zusammen lebt und sich um sie kümmert ist genau so realistisch beschrieben, wie ihre Situation als Lehrerin während des ersten Weltkrieges. Ich habe zwischendurch immer mal wieder gegoogelt, ob sich Dinge, die die Autorin angesprochen hat, wirklich so ereignet haben, oder ob es ihrer Fantasie entsprungen ist. Letzteres hätte mir bei einem solchem Roman nicht gefallen, glücklicherweise ist allerdings alles sehr gut recherchiert gewesen, was in meinen Augen natürlich auch für die Autorin spricht. Die Schreibweise Schützes hat mich schon nach wenigen Seiten fesseln können. Sie schreibt sehr direkt und flüssig und bewirkt so, das die Seiten nur so an einem vorbei fliegen. Ich habe es sehr genossen, ihrer Geschichte zu folgen. „[…] Weißt du, egal, wie schlimm sich die Dinge entwickeln – es geht immer weiter. Oder hast du jemals gehört, dass alte Leute erzählen: >Und dann ging es nicht mehr weiter<? Nein, nein! […]“ Zitat aus: Wir nannten es Freiheit Manchmal war mir die Geschichte jedoch leider zu ruhig. Es geschah nicht besonders viel und ich hatte das Gefühl mit Lene zusammen auf der Stelle zu laufen. Glücklicherweise sind solche Abschnitte ziemlich schnell wieder ausradiert worden und die Geschichte nahm wieder an Fahrt auf. Zusätzlich zu diesem eher negativen Kritikpunkt muss ich auch noch sagen, dass ich vieles was Paul betraf einfach nicht nachvollziehen konnte. Bedauerlicherweise war er mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte es nicht verstehen, warum Lene so an ihm festgehalten hat. Viele Dinge, die geschehen sind, die Lene erleben musste, fand ich erschreckend und traurig zugleich. Zusätzlich dazu gibt es aber auch einige Szenen, die so witzig waren, dass ich mir ein Lachen nicht verkneifen konnte. Das mag ich sehr an diesem Roman, dass Silke Schütze trotz der schweren Zeit noch einen hellen Stern am Horizont aufflackern lassen hat. Das Ende war mir teilweise etwas zu dick aufgetragen, was mich allerdings in keinster Weise daran hindert, dieses Buch weiterzuempfehlen. Fazit „Wir nannten es Freiheit“ ist ein sehr gut geschriebener und gleichzeitig auch sehr gut recherchierter Roman. Er lässt sich gut lesen, ist zumeist spannend und kann mit einer äußerst sympathischen Protagonistin punkten. Bis auf ein paar Kleinigkeiten kann ich sagen, dass Silke Schütze ihr Debüt im historischen Bereich durchaus gelungen ist. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher von ihr.