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Christoph Biemann
Ein Unterhalter mit Liebe zu Büchern

Wer kennt ihn nicht, den Mann mit dem Schnauzbart und dem froschgrünen Pulli, den sympathischen Christoph Biemann? Generationen von Kindern samt Eltern und Großeltern begleitet er seit 48 Jahren in der „Sendung mit der Maus“ mit seinen Lach- und Sachgeschichten, seit 2006 auch bei der TV-Quizshow „Frag doch mal die Maus“.

Die Bandbreite der Themen seiner wissenserweiternden Filme – und Bücher – ist mittlerweile riesig: Wie das Salz ins Meer kommt und warum der Regenbogen rund ist, wird genauso geklärt wie die Entstehung von Schlaglöchern oder wie Lutscher hergestellt werden. Komplizierte Sachverhalte einfach erklären, das ist seine Kunst. Christophs Motto: „Ich will unterhalten, nicht belehren. Wenn jemand etwas weiß, das er vor ein paar Minuten nicht gewusst hat, macht das Spaß und Lust.“ Ihm ebenso, wie man sieht!

Rezepte für Lust am Lesen

Zusammen mit dem Literaturagenten und Autor Thomas Montasser hat er jetzt dem Lesemüdigkeitsvirus von Kindern und Jugendlichen den Kampf angesagt. Akribisch machen sie sich auf die Suche nach Gründen für den Leselustverlust, zeigen Möglichkeiten, Tipps und Tricks auf, wie Eltern den Reiz von Büchern wieder anfachen oder überhaupt entzünden können. Sie erklären, warum das Lesen von Literatur überlebenswichtig ist, berichten von Erfahrungen aus ihrer Kindheit und mit ihren Kindern. Dazu gibt’s Bücherlisten und interessante Lese-Links. Ein unterhaltend erhellender Einblick mit optimistischem Ausblick. Experimente erwünscht.

Buchstabenzauber

Wie Sie Ihr Kind fürs Lesen begeistern

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Der Autor im Portrait

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Interview mit dem Autor

Warum haben Sie und Ihr Co-Autor der Lesemüdigkeit von Kindern und Jugendlichen den Kampf angesagt? Weil man es kann und weil man es sollte. Denn was als allgemeine Schlappheit im Umgang mit Texten beginnt, kann sich im Laufe der Kindheit und Jugend zu einer gefährlichen Fantasielosigkeit auswachsen und auch sonst allerlei Nachteile im Leben mit sich bringen. Lesen ist eine Kulturtechnik, die uns zu vielen anderen wichtigen Dingen befähigt.

Woher kommt der Lesemüdigkeitsvirus, und was ist zu tun? Einige vermuten, er springt aus Smartphones über. Andere verorten ihn in immer volleren Kalendern oder nur im Fernseher. Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder das Lesen nicht vergessen.

Was haben Sie als Kind gelesen? Der Waschmittelname „OMO“ auf einer Litfaßsäule war das erste Wort, das ich lesen konnte. Da hatte ich eine neue Welt entdeckt und las alles, was mir in die Finger kam. Das Lesen hat mir Sicherheit gegeben, ich konnte mich in der Welt zurechtfinden. So wurden dann Straßenschilder überaus wichtig, wenn ich mit meinem roten Rädchen die Stadt eroberte .

Und welche Kinderbücher haben Sie damals beeindruckt? „Die rote Zora und ihre Bande“ von Kurt Held. Kinder, die zusammenhalten und sich gegen böse Erwachsene durchsetzen – das hat mich ermutigt. Später waren es David Crockett und Comics. Aber auch „Die Akademie des Meisters Klecks“ von Jan Brzechwa. Ein Junge entdeckt, dass schöne Träume belohnt werden. Vielleicht habe ich sogar meine Figur aus „Die Sendung mit der Maus“ diesem Meister Klecks nachempfunden.

Wer hat Ihre Lesebegeisterung gefördert? Meine Eltern, die mir vorlasen, und meine Oma. Sie lebte in Grabow in der DDR und arbeitete in der Stadtbibliothek. Einmal die Woche las sie einer Kindergruppe vor, und ich durfte mit, wenn ich zu Besuch war. Zu Weihnachten waren oft Bücher in den Paketen, die Oma uns schickte: „Trini“ und „Nobi“ etwa. Diese Welt der Waldläufer, Fährtenleser, die Welt der Indianer und Afrikaner faszinierte mich. Das waren großartige Abenteuer zwischen den Ohren.

Was bedeutet Ihnen Lesen heute? Lesen ist der Schlüssel zu Wissen und Bildung. Es erschafft Welten in uns, die uns sonst völlig verschlossen bleiben würden, und es gibt Halt. Und trainiert die Empathie fürs Leben.