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Maria Courage

Die Schauspielerin Maria Ehrich fuhr in einem VW Käfer namens Heidi 20.000 Kilometer von Mexiko-Stadt über Neufundland nach Montreal. Ihre Erlebnisse schildert sie in 'Leaving the Frame'. Als Zugabe verrät Maria Ehrich, welche Bücher sie zu ihren Favoriten zählt.

Die Buch-Tipps von Maria Ehrich


Mach mal halblang

von Matt Haig

Matt Haigs Manifest für ein entspannteres Leben hat sich für mich beim Lesen angefühlt wie Medizin. Die von der guten Sorte. Haig hat eine ganz besondere Art, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, für die man selber manchmal keine findet. Im Buch geht es um ganz normale alltägliche Situationen, wie sie uns oft viel zu sehr aus dem Gleichgewicht bringen, und wie man damit umgeht. Dabei ist es kein klassisches Selbsthilfebuch, sondern eher ein anderer Blickwinkel auf unsere verrückte Welt.


Rumo & Die Wunder im Dunkeln

von Walter Moers

Wer noch nie seine Nase in ein Walter-Moers-Buch versenkt und stundenlang geschmökert und dabei geschmunzelt hat, der stelle sich nun bitte mit Blick auf den Boden in die Ecke – oder lese „Rumo“! Meiner Meinung nach ist jedes seiner Bücher ein Kunstwerk für sich, aber dieses hier gefällt mir ganz besonders gut. Ich habe ewig gebraucht, bis ich damit fertig war. Nicht etwa, weil es mich so viel Aufmerksamkeit gekostethätte, sondern weil Moers mit einem so unnachahmlichen Wortwitz schreibt, dass ich jede Seite mindestens zweimal lesen musste. Absolute Herbst-Schmöker-Empfehlung.


Losing Earth

von Nathaniel Rich

Liest sich wie ein Krimi, ist aber leider unsere Realität. Immer noch gehen jeden Freitag unzählige Kinder und Jugendliche auf die Straße, um für unser Klima zu demonstrieren. Um die Machthabenden und die Generation unserer Eltern vielleicht doch noch zu einem Umdenken in der Klimapolitik zu bewegen. Denn: Uns läuft die Zeit davon. Und am schlimmsten wird die Klimakatastrophe diejenigen treffen, die am wenigsten für sie verantwortlich sind. Aber wie konnte es dazu kommen? Der Autor Nathaniel Rich erklärt in seiner großartig recherchierten Reportage „Losing Earth“ genau, wie es vor dreißig Jahren die Chance gegeben hat, unseren Planeten zu retten - und wie diese glorreich verspielt wurde. Ein Buch, das in seiner Dringlichkeit nicht aktueller sein könnte. Eine Ausgabe gehört, wie ich finde, in jeden Haushalt.


América

von T. C. Boyle

Das Buch ist schon mehr als 20 Jahre alt und hat doch nichts von seiner Relevanz verloren. Es geht um zwei Paare und deren Geschichten, die ungleicher kaum sein könnten: Eines sind illegale mexikanische Einwanderer und das andere gut situierte US-Amerikaner. Während der eine Handlungsstrang geprägt ist von Existenzkampf und Ausbeutung, geht es in dem anderen um liberal denkende US-Amerikaner, deren Weltbild immer mehr von Ressentiments und Rassismus aufgeladen wird, sodass irgendwann sogar eine Mauer gebaut wird. Kommt euch bekannt vor? Ganz genau.

Das Buch von Maria Ehrich


Leaving the Frame

Ein ungewöhnliches Abenteuer, ein Buch, ein Roadmovie (Kinostart am 03.10.). Gemeinsam mit ihrem Freund Manuel Vering, Journalist und Filmemacher, hat Maria Ehrich faszinierende Menschen porträtiert, die „etwas Licht in die Welt bringen“.