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Offene See

Roman

Benjamin Myers

(102)
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Beschreibung

Der junge Robert weiß schon früh, dass er wie alle Männer seiner Familie Bergarbeiter sein wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt Natur und Bewegung, sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See, aufzumachen. Fast am Ziel angekommen, lernt er eine ältere Frau kennen, die ihn auf eine Tasse Tee in ihr leicht heruntergekommenes Cottage einlädt. Eine Frau wie Dulcie hat er noch nie getroffen: unverheiratet, allein lebend, unkonventionell, mit sehr klaren und für ihn unerhörten Ansichten zu Ehe, Familie und Religion. Aus dem Nachmittag wird ein längerer Aufenthalt, und Robert lernt eine ihm vollkommen unbekannte Welt kennen. In den Gesprächen mit Dulcie wandelt sich sein von den Eltern geprägter Blick auf das Leben. Als Dank für ihre Großzügigkeit bietet er ihr seine Hilfe rund um das Cottage an. Doch als er eine wild wuchernde Hecke stutzen will, um den Blick auf das Meer freizulegen, verbietet sie das barsch. Ebenso ablehnend reagiert sie auf ein Manuskript mit Gedichten, das Robert findet. Gedichte, die Dulcie gewidmet sind, die sie aber auf keinen Fall lesen will.

Benjamin Myers, geboren 1976, ist Journalist und Schriftsteller. Myers hat nicht nur Romane, sondern auch Sachbücher und Lyrik geschrieben. Für seine Romane hat er mehrere Preise erhalten. Er lebt mit seiner Frau in Nordengland.

Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, beide 1955 geboren, haben Anglistik in Düsseldorf studiert. Seither arbeiten sie als Übersetzerteam und haben u. a. Dave Eggers, Tana French, Andre Dubus III., Harper Lee, Jeanette Walls, Zadie Smith und Jess Kidd ins Deutsche übertragen.

Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, beide 1955 geboren, haben Anglistik in Düsseldorf studiert. Seither arbeiten sie als Übersetzerteam und haben u. a. Dave Eggers, Tana French, Andre Dubus III., Harper Lee, Jeanette Walls, Zadie Smith und Jess Kidd ins Deutsche übertragen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 270
Erscheinungsdatum 20.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-8119-2
Verlag DUMONT Buchverlag
Maße (L/B/H) 20,5/13,2/2,7 cm
Gewicht 377 g
Originaltitel The Offing
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
Verkaufsrang 1211

Buchhändler-Empfehlungen

stimmungsvoll und bildhaft

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wunderbar: diese, ein wenig wie aus der Zeit gefallene, Erzählung über eine schicksalhafte Begnung eines Jugendlichen, England 1946, hat mich in ihrer bildhaften, fast poetischen Ausdrucksweise absolut für sich eingenommen. Bergarbeitersohn Robert ist ein verträumter, etwas naiver Junge, der nach Beendigung seiner Schulzeit höchstwahrscheinlich in die Fußstapfen seines Vaters treten wird. Aber vorher will der Sechszehnjährige die Freiheit eines Sommers genießen und einmal im offenen Meer schwimmen. Arbeit gegen Verpflegung eintauschend ( Nachkriegszeit!) arbeitet er sich vor bis zu einem Fischerörtchen an der Küste, wo er auf Dulcie trifft: eine ältere, hochgewachsene und höchst unkonventionelle Lady, die großartig kochen kann- sehr wichtig für ausgehungerte Teenager- und seinem Leben eine neue Richtung geben wird. Und während er ihr verwildertes Grundstück -samt kleiner Künstlerkate darauf- wieder urbar macht, lässt Benjamin Myers den jungen Ich-Erzähler in einprägsamen, fast idyllischen Naturschilderungen (ohne Kitschfaktor!) einen unvergesslichen Sommer erleben mit Schäferhund "Butler", der "Sommerfrische" am Strand Und einer Welt der Poesie, der Literatur und unangepassten Fragen, die Dulcie Piper ihm en passant näherbringt. Dabei wird auch er etwas für Dulcie tun, was schon lange nötig war... Ein in jeder Hinsicht schöner Roman, der berührt, auch amüsiert und nach der (vll. wenig genutzten?) eigenen Lyrik-Sammlung im Regal greifen lässt - Lesen, bitte !

V. Reubold, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

''Offene See'' ist ein ganz besonderes Buch. Die Sprache ist unglaublich bildhaft, beinahe poetisch und auch die Charaktere sind wunderbar unkonventionell und vielschichtig. Lesen Sie es und überzeugen sich selbst- Sie werden es nicht bereuen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
102 Bewertungen
Übersicht
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Poetische Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Hirschberg am 20.06.2020

Robert ist sechzehn und geht von zu Hause weg, um die Welt zu sehen. Er will in die Natur, einfach in die freie Natur. Dabei trifft er Dulcie, bei der er ungeplanterweise mehrere Wochen bleibt. Durch die Gespräche eröffnen sich neue Sichtweisen für ihn und sein Leben verändert sich auch. Das Cover dieses Buch passt, f... Robert ist sechzehn und geht von zu Hause weg, um die Welt zu sehen. Er will in die Natur, einfach in die freie Natur. Dabei trifft er Dulcie, bei der er ungeplanterweise mehrere Wochen bleibt. Durch die Gespräche eröffnen sich neue Sichtweisen für ihn und sein Leben verändert sich auch. Das Cover dieses Buch passt, für mich, perfekt zur Geschichte. Es ist schlicht und trotzdem bedacht und wundervoll gestaltet worden. Es spiegelt die poetische Ader dieses Buches wieder. Die Geschichte ist liebenswürdig und gut nachempfindbar. Der Schreibstil ist wirklich schön und beschreibt die Geschehnisse in einer poetischen Weise, die mich wirklich mitgerissen hat. Das Lesen hat mir viel Spaß gemacht und ich kann das Buch nur empfehlen!

Sehr poetisch
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2020

Um "Offene See" wirklich genießen zu können, muss man Myers blumiger, bildhafter Sprache eine Chance geben. Die Geschichte um den jungen Robert, der den Zwängen seiner Familie, Bergbauarbeiter zu werden, entkommt, indem er auf große Wanderung quer durch England geht und dabei auf Dulcie trifft, ist vieles: eine Hommage an die... Um "Offene See" wirklich genießen zu können, muss man Myers blumiger, bildhafter Sprache eine Chance geben. Die Geschichte um den jungen Robert, der den Zwängen seiner Familie, Bergbauarbeiter zu werden, entkommt, indem er auf große Wanderung quer durch England geht und dabei auf Dulcie trifft, ist vieles: eine Hommage an die Natur; ein Aufruf, sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen und auch mal inne zu halten und auf seine Umgebung zu achten; sich mehr mit seinen eigenen Wünschen und Interessen auseinander zu setzen, dabei aber auch aufgeschlossen gegenüber anderen Meinungen zu bleiben. Dieser Roman ist wirklich etwas für Liebhaber, Liebhaber der Literatur und bildhaften Sprache. Obwohl er in der Vergangenheit spielt, spricht er überraschend aktuelle Themen an und zeigt mit Dulcie ein erfreulich fortschrittliches, aufgeschlossenes, selbstständiges, ins ich ruhendes Frauenbild. Fazit: Insgesamt bekommt man mit "Offene See" ein literarisches Gesamtpaket für Liebhaber, dem man unbedingt eine Chance geben sollte.

Großartig
von einer Kundin/einem Kunden aus Oldenburg am 18.06.2020

Irgendwie schon spooky, wie gut "Offene See" in die derzeitige Zeit/Lage passt. Ja, es geht im Buch über die Nachkriegszeit, aber eben auch um den Weg zurück zur Normalität nach einer Ausnahmesituation (Parallelen zur covid19 Pandemie sind da durchaus zu erkennen). Die Schilderung der ungewöhnliche Freundschaft zwischen Rober... Irgendwie schon spooky, wie gut "Offene See" in die derzeitige Zeit/Lage passt. Ja, es geht im Buch über die Nachkriegszeit, aber eben auch um den Weg zurück zur Normalität nach einer Ausnahmesituation (Parallelen zur covid19 Pandemie sind da durchaus zu erkennen). Die Schilderung der ungewöhnliche Freundschaft zwischen Robert, einem jungen naiven Mann aus der Arbeiterklasse, und Dulcie, einer privilegierten, unkonventionellen älteren Frau hat mich voll überzeugt und begeistert. Für mich ist aber die Landschaft der heimliche Star des Buches - ein Sehnsuchtsort, der durch das Buch hindurch gebührend gefeiert wird und sehr ausführlich, meistens poetisch und sehr bildhaft beschrieben wird. Ich habe zwischendurch des öfteren Lesepausen eingelegt und einfach von dem Punkt geträumt, an dem sich Meer und Horizont treffen. Erinnerungen an die Nordsee sind für mich immer auch Urlaub von dem alltäglichen Covidioten- und Brexit Chaos. Offene See hat sich zu meinem absoluten Lieblingsbuch unter den Neuerscheinungen der letzten Zeit entwickelt. Es ist ein leises Buch, ohne viel Action, dafür mit beeindruckender Beobachtungsgabe des Autors und poetischer Sprache (wunderbar übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann). Benjamin Myers ist derzeit noch ein Geheimtip in Deutschland; hoffentlich ändert sich das durch Offene See. Mein Lieblingssatz von Dulcie (man muss sie einfach mögen): "Dieser impotente kleine Deutsche hat viele Dinge zerstört, aber nicht meine Teegewohnheiten."


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