Meine letzte RezensionMagnus Knut Hansen - Ein Mann. Ein Mythos. Ein Moin.von Mikkel Robrahn
Ich wusste ehrlich gesagt überhaupt nicht, was mich bei „Magnus Knut Hansen“ erwartet, aber die Geschichte ist wirklich komplett anders als alles, was ich sonst so lese. Magnus selbst mit seiner wortkargen und stoischen Art hat mich sofort abgeholt und ich musste bei seinem trockenen „Moin“ mehr als einmal grinsen. Die Idee, dass ausgerechnet ein norddeutscher Deichgraf loszieht, um sein entführtes Schaf zu retten, ist einfach herrlich absurd. Dazu kommen sprechende Möwen mit absurden Namen, ein ziemlich spezieller Aal und eine Prinzessin, die offenbar etwas zu viel BookTok konsumiert hat – verrückter geht es kaum. Besonders Thorbjörn Donnerfaust hat es mir angetan und ich könnte mir kaum einen besseren Sidekick vorstellen. Auch die kleinen Zeichnungen und Details im Buch haben mir richtig gut gefallen und das Ganze noch besonderer gemacht. Allerdings waren mir gerade am Anfang die ganzen absurden Einfälle und Witze teilweise etwas zu viel, sodass ich zwischendurch das Gefühl hatte, dass die Geschichte gar nicht richtig zur Ruhe kommt. In der zweiten Hälfte hat mich das Buch dann deutlich mehr gepackt und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Dörte weitergeht. Insgesamt habe ich beim Lesen viel gelacht und die Geschichte einfach als etwas völlig anderes und erfrischendes empfunden.
Fazit: „Magnus Knut Hansen“ ist eine herrlich bekloppte Fantasygeschichte mit trockenem Humor, norddeutschem Charme und großartigen Figuren. Nicht jeder Witz hat bei mir gezündet und manchmal war es mir etwas zu viel, aber insgesamt hatte ich richtig Spaß mit Magnus und seinen Abenteuern – und Band 2 werde ich definitiv im Auge behalten.