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Andreas Hartmann

Andreas Hartmann, geboren in Berlin, nahm sich schon in der 4. Klasse fest vor, Schriftsteller zu werden – und vergaß diesen Vorsatz erst einmal wieder. Sehr viel später erinnerte er sich an seinen Vorsatz. Oder besser: Er wurde daran erinnert. Denn über zwei Jahrzehnte später klopfte eine Geschichte so vehement an, dass er sie einfach aufschreiben musste. Daraus wurde sein erstes Buch, „Der Herr der Wolken“. Weitere folgten. Jetzt widmet er sich den Berliner Märchen und erzählt sie für Kinder neu.

Heute lebt und arbeitet Andreas Hartmann immer noch in Berlin, gemeinsam mit seiner Frau und ihren beiden Töchtern..
Gisela Specht wurde 1962 in München geboren und hat kurz darauf mit dem Zeichnen begonnen. Nach der Fachoberschule für Gestaltung und einer Ausbildung zur Raumausstatterin hat sie alte Möbel restauriert, die Welt bereist und immer gemalt und gezeichnet. Seit Ende der 90er Jahre arbeitet sie als Illustratorin für Schul- und Kinderbücher.

Das Berliner Märchenbuch von Andreas Hartmann

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Das Berliner Märchenbuch
  • Das Berliner Märchenbuch
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Berlin und sein Umland sind geprägt von Menschen vielfältiger Kulturen, die sich im Urstromtal und dessen Umgebung niederließen. So vielfältig wie die Menschen, so lebendig und abwechslungsreich waren bzw. sind auch ihre Geschichten. Bevor sich das Christentum in der Region durchsetzte, erzählte man sich von Wassergeistern, Kobolden und anderen Wesen, die mal gut, mal böse und oft einfach eigensinnig waren.

Mit Verdrängung der verschiedenen slawischen Stämme und Ausbreitung des Christentums kamen neue Geschichten dazu: von Gott, der seine schützende Hand über die Frommen hielt – oder vom Teufel, der die Menschen mit sich in den Abgrund reißen wollte. Doch das Christentum verdrängte die alten Geister und Gnome nicht, sie gingen weiter ihren unergründlichen Vorhaben nach – manchmal sogar ganz respektlos in der Kirche.

Viele Berliner Märchen und Legenden stammen übrigens aus Brandenburg. Denn die große Metropole Berlin begann einst als kleine Siedlung, anfangs sogar überschattet durch die Schwesterstadt Cölln, bevor sich die beiden Städte zu Berlin zusammenfanden. Weitere Dörfer des Umlands wurden eingemeindet und damit auch ihre Geschichten.

Geht man heute durch Berlin, fällt es schwer, sich die Fabelwesen vorzustellen, die hier ihr Unwesen getrieben haben sollen. Doch wenn man sich aus dem quirligen Zentrum an die Stadtränder begibt und über die Müggelberge blickt, durch den Plänterwald streift oder das Auge über das üppige Grün an den Ufern der Havel schweifen lässt, ist man den Wassergeistern, Aufhockern und Riesen, von denen man sich in alter Zeit erzählte, ein Stück näher.

In alter Zeit waren Berlin, die ursprüngliche Mark Brandenburg und die dort lebenden Menschen noch viel stärker miteinander verbunden. Darum wird in diesem Band eine Auswahl Märchen, Sagen und Legenden aus beiden Regionen spannend und kindgerecht nacherzählt.

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