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Ayako Graefe

Ayako Graefe (geb. Yasuda) ist in Japan geboren und aufgewachsen. Als Schülerin verbrachte sie mit einem AFS-Stipendium ein Jahr in New York. Nach ihrer Rückkehr nach Japan studierte sie an der katholischen Nanzan-Universität in Nagoya und erhielt einen Bachelor-Abschluss in Kulturanthropologie. Parallel zu ihrem Studium nahm sie Ikebana-Unterricht und erwarb ein Lehrerdiplom der Sogetsu-Ikebana-Schule. Sie setzte ihr Studium an der Universität von Hawaii und an der Universität von Auckland in Neuseeland mit einem Stipendium des amerikanischen East West Center fort und erhielt ihren Master-Abschluss in polynesischer Linguistik. An der Universität von Hawaii lernte sie ihren späteren Ehemann, einen deutschen Physiker, kennen und zog 1969 mit ihm nach Deutschland, wo sie bald begann, polynesische Sprachwissenschaft zu lehren und an japanischen Kunstsammlungen in Museen und Galerien zu arbeiten. Sie begann auch, Ikebana zu unterrichten, erst an verschiedenen Volkshochschulen, später privat.1982 veröffentlichte Ayako Graefe ein Buch über Ikebana, "Das Ikebana-Buch", das umfassendste in deutscher Sprache, das jetzt auch als Taschenbuch und E-Book erhältlich ist. 2017 publizierte sie ihr zweites Ikebana-Buch "Contemporary Ikebana and its Traditional Background" in englischer Sprache; darin erläuterte sie ausführlich den kulturellen Hintergrund und die zugrundeliegende Philosophie der Ikebana-Kunst.Durch ihre zahlreichen Bücher zu verschiedenen Themen, auch auf Japanisch, und ihre Auftritte in Radio und Fernsehen sowie durch ihre Ikebana-Demonstrationen, Workshops und Ausstellungen ist sie in Europa und in Japan bekannt. In Deutschland gibt sie regelmäßig Einzelunterricht und Fernkurse für Ikebana-Schüler und -Lehrer. Sie trägt den höchsten Lehrertitel "Riji" der Sogetsu-Ikebana-Schule und hat mehrere Ikebana-Auszeichnungen erhalten. Sie ist Ehrenmitglied des Ikebana Bundesverbands in Deutschland e. V. und Gründerin und Ehrenmitglied des Ikebana-Sogetsu-München e. V.Dieses Buch ist ein Ergebnis der Erfahrungen von Ayako Graefe nicht nur als Ikebana-Lehrerin und Künstlerin, sondern auch als Kulturvermittlerin zwischen Ost und West. Als professionelle Kulturanthropologin, die auf vier Kontinenten gelebt hat und sowohl privat als auch geschäftlich in über vierzig Länder gereist ist, ist sie in der Lage, ihre eigene Kultur auch aus einem externen Blickwinkel zu betrachten. Ihr Hintergrund erlaubt es ihr, verschiedene Aspekte des europäischen und vor allem des deutschen Lebens durch die Kunst ihrer Heimat, Ikebana, zum Ausdruck zu bringen. Zusammen mit ambitionierten und talentierten Ikebanisten aus ihrem Schülerkreis gelingt es ihr besonders gut, zahlreiche erstklassige Ikebana-Arrangements wie in einem "Bilderbuch" über das Leben in Deutschland zusammenzustellen. Dies ist ein Buch nicht nur für Ikebana-Anhänger und Blumenliebhaber, sondern auch für alle naturliebenden Kunstfreunde mit multikulturellen Interessen.

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Ikebana – Blumenkunst für jeden Anlass
Band 3

Ikebana – Blumenkunst für jeden Anlass

Das kunstvolle Arrangieren von geschnittenen Blumen hat eine lange Tradition in Japan. Schon im 6. Jahrhundert wurden in buddhistischen Tempeln in Vasen arrangierte Blumen als Opfergaben dargebracht, und im 15. Jahrhundert entstand daraus Ikebana als eigenständige Kunstform. Seitdem haben sich vielfältige Stilrichtungen des Ikebana mit spezifischen Gestaltungsregeln entwickelt, und im Laufe der Zeit sind zahlreiche Ikebana-Schulen mit jeweils eigenen Ausprägungen dieser Kunst gegründet worden.

Die Teilnehmer an diesem Buchprojekt gehören alle zur Sogetsu-Schule des Ikebana, die 1927 von Sofu Teshigahara gegründet wurde. Obwohl sie damit eine der jüngsten Ikebana-Schulen Japans ist, hat sie sich bald zu einer der größten und bekanntesten entwickelt. Sogetsu-Ikebana basiert auf der Tradition der überlieferten Ikebana-Kunst, aber das Charakteristische dieser Schule ist der freie kreative Stil, und damit eine Abkehr von den strengen Gestaltungsregeln der älteren Schulen. Ihr Motto lautet: »Sogetsu-Ikebana kann von jedermann, mit jedem Material, in jedem Gefäß, zu jeder Zeit und an jedem Ort gestaltet werden.« Mit dieser freisinnigen Grundhaltung, welche Gestaltungsprinzipien und Individualität des Künstlers in den Vordergrund stellt, fand die von der Sogetsu-Schule geprägte Richtung des Ikebana schnell viele Liebhaber und Anhänger, gerade auch im Westen.

Durch 109 Arrangementfotos und zusammen mit 31 Ikebanisten aus ihrem Schülerkreis möchte Ayako Graefe, die seit über 50 Jahren in Deutschland lebt, das hiesige Leben »malen«. Durch Ikebana-Kunst kann man sehr gut die wunderschöne Natur und den Wechsel der Jahreszeiten dieses Landes ausdrücken, aber Ikebana ist auch geeignet, die Stimmung der verschiedenen traditionellen Feste und Events, von Weihnachten bis zum Oktoberfest, und alle möglichen Aspekte des deutschen Lebensstils, vom Urlaub bis zum Fußball, zum Ausdruck zu bringen. Selbst von aktuellen Themen wie Vegetarismus oder dem Coronavirus haben sich die Ikebana-Künstler zur Komposition von passenden Arrangements inspirieren lassen. Manche Arrangements können den Leser zum Lachen und andere vielleicht zum Nachdenken bringen. Es gibt viele Ikebana-Bücher, aber vermutlich hat es noch nie eins zu dieser Thematik und in ähnlicher Form gegeben.
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Buch (Taschenbuch)

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