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Barbara Müller

Barbara Müller ist Professorin für Kirchengeschichte an der Universität Hamburg.

Flora und der Honigkuss von Barbara Müller

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Flora und der Honigkuss
  • Flora und der Honigkuss
  • Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Blume, insbesondere die Blüte, ist seit jeher ein Symbol für Weiblichkeit, deswegen bekommt die Protagonistin den Namen Flora. Der Geschichte liegt das altbekannte Märchen des Froschkönigs zu Grunde, aus dem hervorgeht, dass der Frosch ein verwunschener Prinz ist. Im Volksmund wird daher oft gesagt, als Frau müsse man einige Frösche küssen, um einen richtigen Prinzen zu finden. Flora ist eine junge Frau, die aber weder einen Frosch küssen, noch einen Prinzen finden möchte. Die jeweiligen Frösche in der Geschichte sind zum einen den jeweils echten geografischen Verbreitungsgebieten zugeordnet, zum anderen weisen sie typische männliche Stereotypen auf, die allesamt etwas amüsantes und ulkiges haben. Die Figur der Bienenkönigin, die als weibliches Wesen autark einen ganzen Stamm leitet, bietet Interpretation zur starken weiblichen Führungspersönlichkeit. Ihre Tochter, die Figur Mila, ist somit ein Mitglied der Bienenfamilie. Folglich ist es logisch, dass wenn sich Blumen (Flora) und Bienen (Mila) küssen, süßer Honig entsteht. Daher der Titel "Flora und der Honigkuss" ;-)

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