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Christiane Sauer

Christiane Petra Sauer, Studium Englisch/Französisch an der Universität Erlangen-Nürnberg (1998-2005) und an der Université d’Aix-en-Provence (2001-2002); Promotion in französischer Literaturwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg.

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Literarische Konstruktionen autobiographischer Subjektivität in der «nouvelle autobiographie»
Band 298

Literarische Konstruktionen autobiographischer Subjektivität in der «nouvelle autobiographie»


Ausgehend von den Essais Montaignes und den Confessions Rousseaus, untersucht die Arbeit Prämissen neueren autobiographischen Schreibens in Frankreich unter Referenz auf zeitgenössische französische Theoriebildungen. Die aus dem
nouveau roman
hervorgehende
nouvelle autobiographie
setzt sich aus dokumentarischen bzw. biographischen, (meta-)fiktionalen und (meta-)reflexiven Textfragmenten zusammen, in deren Montage sich die Brüchigkeit und Fragwürdigkeit von Identität spiegelt. Der Hauptteil geht der Frage nach, wie Samuel Beckett, Nathalie Sarraute und Claude Simon in Abkehr von der anti-subjektivistischen Poetik des
nouveau roman
in ihren zur
nouvelle autobiographie
zählenden Texten
Compagnie, Enfance
und
Le Jardin des Plantes
neue Formen autobiographischer Subjektivität konstituieren. Diese ergibt sich aus dem Zusammenspiel von (Meta-)Reflexion des Schreibprozesses, Werkaufarbeitung und Sprachkonzeption der Autoren und wird im Text in einem performativen Akt ästhetisch realisiert. Die im Text generierte autobiographische Subjektivität verweist nicht mehr auf den Autor als empirische Person, sondern auf eine ästhetische Konzeption, durch die sich ein Künstlersubjekt definiert.
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