Daniela Bartels studierte in Hannover Musik und Englisch für das gymnasiale Lehramt. Danach war sie einige Jahre an einer Gesamtschule in Berlin-Neukölln tätig. 2014 gründete sie den Pop-/Jazz-Chor zimmmt, der auf künstlerische Mitbestimmung setzt und auf ein Dirigat verzichtet. 2013-2017 war Daniela Bartels als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik in Weimar angestellt. Seit 2017 ist sie im Lernbereich »Ästhetische Erziehung« an der Universität zu Köln tätig.
In der nordamerikanischen und der deutschen Musikpädagogik gibt es seit einigen Jahrzehnten eine Diskussion darüber, ob Musikunterricht junge Menschen dazu befähigen kann, ein gutes Leben zu führen. Die Intention des vorliegenden Buches ist es, an diese Diskussion anzuknüpfen. Ethische Schriften von Aristoteles, Hannah Arendt, Martha C. Nussbaum und Wilhelm Schmid bilden dabei die theoretische Grundlage für vier zentrale Themen, die in einem guten Leben und im Rahmen von Musikpraxis ins Zentrum rücken können: ästhetische Wahrnehmung, Selbstgestaltung, Gestaltung von Beziehungen und Wahlfreiheit.
Die Autorin Daniela Bartels thematisiert u.a. die folgenden Fragen: Warum und unter welchen Bedingungen kann das Musizieren als ein Bestandteil eines guten Lebens aufgefasst werden? Aus welchen Gründen ist es lohnenswert, dass Menschen in musikpädagogischen Leitungspositionen neben musikalischen auch ethische Ziele verfolgen? Sie kommt dabei zu folgendem Schluss: Wenn miteinander musizierende Menschen diese Fragen im Blick haben, dann rückt die Musik dabei keinesfalls in den Hintergrund – aber sie wird anders klingen.