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David Graeber

David Graeber [1961–2020] war renommierter Anthropologe und Anarchist. Mit seiner Analyse von Bullshit Jobs ist dieser Begriff inzwischen auch im Mainstream zum geflügelten Wort geworden. Graeber war zuletzt Professor an der London School of Economics und hat mit seinen originellen Analysen und seinem wissenschaftlich fundierten Einsatz für die unerfüllten Möglichkeiten menschlicher Gesellschaften auch in der Fachwelt für Furore gesorgt.

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Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie Produktbild: Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie Neu

Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie

Drei Essays über Anarchismus und eine Gesellschaftstheorie der Möglichkeiten, mit denen David Graeber in seiner unverkennbaren Art die Welt auf den Kopf stellt, um sie besser begreifen zu können. Lesestoff für alle, die an der Widerständigkeit des Sozialen, an Gesellschaftstheorie und Utopie interessiert sind, für alle Konsumkritiker*innen, die sich gerne irritieren lassen und alle Graeber-Fans, die wissen wollen, was ihn eigentlich zum Anarchismus gebracht hat.

Was wir heute >Gesellschaftstheorie< nennen, entstand aus der Entdeckung all jener störrischen, widerspenstigen Elemente im menschlichen Sozialleben, die von Reform oder Revolution nicht einfach aus dem Weg geräumt oder integriert werden konnten - wodurch die soziale Realität nicht nur zu einem Studienobjekt und Problem, sondern auch zu etwas Formbarem wurde. Durch die sogenannte Globalisierung und die vermeintliche Allmacht des Neoliberalismus ging diese Vorstellung allerdings verloren. Ist heute trotzdem noch eine Gesellschaftstheorie möglich, die auf die Revolution abzielt?

David Graeber erkundet in den drei Essay dieses Bandes die Frage, wie eine herrschaftskritische Wissenschaft aussehen könnte, die mehr an der Imagination, der Störrigkeit, einer Ethik der Vielfalt und den gesellschaftlichen Möglichkeiten ansetzt. Der Essay "Darum" beginnt mit einer biografischen Skizze und der Frage, warum der Autor überhaupt Anarchist geworden ist. "Gesellschaftstheorie als Wissenschaft und Utopie" führt die titelgebende Problematik aus, während Graeber in "Die eigentümliche Idee des Konsums seine ideologiekritische Methode" vorführt, die Welt begrifflich auf den Kopf zu stellen, um den Gebrauch der Metapher >Konsum< zu hinterfragen.
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