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Band 23
Die Legende vom Hermunduren
Vor Lugdunum bahnten sich im Lager der Aufständischen Veränderungen an, die sich in Differenzen zwischen dem Feldherrn und den gallischen Fürsten äußerten. Unterschiedliche Ziele manifestierten sich in Blöcken und einzelne Fürsten mühten sich um Machtgewinn und Dominanzen der Beeinflussung. Um der Belagerung Lugdunums, der Perle Roms in Gallien, ein Ende setzen zu können, bedurfte es Roms Legionen aus Germania. Verginius Rufus, deren Feldherr, formierte seine Streitmacht und setzte diese in Marsch. Die Beteiligung des Stammes der Sequaner am Aufstand gab ihm den Grund, die Heerstraße entlang des Rhenus und durch das Gebiet der Sequaner zu nutzen. Folglich erlangte Vesontio, die Stadt der Sequaner, durch deren strategisch günstige Lage eine besondere Bedeutung. Roms Legionen durften eine solche militärische Macht niemals im eigenen Rücken zurücklassen. Von den Feldherren beider Heeresverbände begriffen, begann ein Wettlauf um Vesontio, in den sich auch der Fürst der Sequaner einmischte. Castius, die Schwäche der Verteidigung seiner Stadt kennend, bemühte sich erst erfolglos um Vindex, trieb dann die zwischen ihnen schwelende Feindschaft zum Ausbruch und spaltete die Einheit der Gallier, die daraufhin in zwei Heeresverbänden und auf unterschiedlichen Wegen, nach Vesontio zogen. Vindex Entschluss, die Unbotmäßigkeit der Sequaner und des Castius zu bezwingen, sandte einen Boten, der aber plötzlich eigene Entscheidungen traf und sich neben dem Sequaner einordnete. Aber auch Gerwin und dessen Gefährten verfolgten die Entwicklungen und nahmen Einfluss. Des jungen Hermunduren Absicht, jeden bewaffneten Kampf zwischen den Galliern und den Legionen aus Germania zu vermeiden, aber trotzdem die Ablösung Kaiser Neros in Rom voranzutreiben, ließen ihn ein Wagnis eingehen. Ein Treffen für eine Gemeinsamkeit anstrebend, wurde vom beginnenden Kampf beider Heermächte unterbrochen…
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