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Gustave Flaubert

Gustave Flaubert wurde am 12. Dezember 1821 in Rouen als Sohn eines Chirurgen geboren. Bereits im Kindesalter unternahm er erste Schreibversuche. Eine wichtige Inspirationsquelle seiner Kreativität war eine jahrelang unerfüllte Liebe zu einer älteren Frau, Elisa Schlesinger, die er 1836 kennenlernte. Sein Vater drängte ihn 1840 zum Jurastudium, das er 1844 nach einem epileptischen Anfall aber abbrach. Fortan widmete er sein Leben nur noch dem Schreiben. Nach einigen Reisen in den Vorderen Orient, u.a. nach Ägypten, kehrte Flaubert wieder auf den Familiensitz in Croisset nach Rouen zurück, wohin er sich, abgesehen von einem regen Briefwechsel mit seiner Geliebten, der Schriftstellerin Louise Colet, und vereinzelten Reisen nach Paris, in die Isolation zurückzog. Flaubert war ein unverbesserlicher Perfektionist im Umgang mit Sprache und hegte eine jahrelange Zurückhaltung, was eine Veröffentlichung seiner Manuskripte anbelangte. Madame Bovary war der erste Roman Flauberts, er erschien 1856. Der Roman zog unmittelbar einen Prozess wegen Sittenlosigkeit nach sich, Flaubert wurde aber 1857 von den Vorwürfen freigesprochen. Flaubert gilt als einer der grossen europäischen Romanciers und gehört neben Stendhal und Balzac zu den grossen realistischen Erzählern der französischen Literatur. Flaubert starb am 8. Mai 1880..
Erich Wolfgang Skwara wurde am 4. November 1948 in Salzburg geboren.
Nach zwei Jahren an einer österreichischen Universität übersiedelte der Autor 1968 zum Studium der Musikgeschichte und Romanistik nach Paris und wurde dort zum Vertrauten der grossen Geiger Henryk Szeryng und Ivry Gitlis, als deren Privatsekretär er u.a. arbeitete. 1972 studierte Skwara in Italien und arbeitete sodann als Redakteur eines Journals für klassische Musik für die Deutsche Grammophon Gesellschaft in Hamburg.
1975 übersiedelte er in die USA, wo er als Dozent für deutsche Sprache und Literatur an verschiedenen Universitäten der Ostküste tätig war und daneben mit der ersten Monographie zu Hans Sahl zum Dr. phil. promovierte. Das Buch wurde ein wichtiger Anstoss zur späten Wiederentdeckung und endlichen Anerkennung Hans Sahls, mit dem Skwara über mehr als ein Jahrzehnt eine enge Freundschaft verband. Von 1984 bis 1986 lebte der Autor als freier Schriftsteller wieder in Salzburg. 1986 erhielt er eine Professur in Kalifornien und verlegte seinen Hauptwohnsitz erneut in die USA.
Seither ist Erich Wolfgang Skwara neben seiner vorrangigen schriftstellerischen Arbeit Professor of Humanities and German an der San Diego State University, hat aber auch einen festen Wohnsitz in Paris und verbringt dort sowie in Italien alljährlich an die sechs Monate. Er ist neben seiner Übersetzerarbeit auch als Literaturkritiker und Essayist für europäische und amerikanische Zeitungen/Zeitschriften tätig und leitet seit 1970 Kulturreisen durch Westeuropa und den Mittelmeerraum.

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Drei Geschichten von Gustave Flaubert
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Drei Geschichten von Gustave Flaubert

Drei Geschichten von Gustave Flaubert,

gelesen von Kevin Dickmann.

Ein schlichtes Herz – Die Legende von Sankt Julian dem Gastfreien – Herodias

1877 veröffentlicht Gustave Flaubert in Frankreich sein letztes Buch, an dem er drei Jahrzehnte gearbeitet hat. Wer die Genialität dieses Klassikers der französischen Literatur erfassen will, kommt um seine großen Romane, um "Madame Bovary" oder "Die Erziehung des Herzens" nicht herum. Wer aber den ganzen Flaubert, die Fülle seiner Facetten und Themen kennenlernen möchte, zieht aus den "Drei Geschichten" großen Gewinn. Drei Leben, drei Geschichten, drei Helden – in seinem letzten Buch widmet sich der große Gustave Flaubert ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten: Félicité, die ihr ganzes Leben als Dienstmagd im gleichen Haus verbringt – Halt und Trost spendet ihr dabei ein grüner Papagei namens Loulou. Die Jagdleidenschaft des jungen Adligen Julian ist unersättlich, er verschont kein Tier des Waldes. Doch eines Tages wird ihm prophezeit, dass er auch seine eigenen Eltern ermorden wird. Als sich diese furchtbare Prophezeiung erfüllt, ist Julians Leben für immer verändert. Und schließlich Salome, die tanzt, bis sie den Kopf Johannes' des Täufers bekommt.

Covergestaltung unter Verwendung eines Gemäldes von Édouard Manet: Une jeune dame en 1866, La Femme au perroquet/ Metropolitan Museum of Art - New York. Titel der Originalausgabe: Trois Contes: Un coeur simple, La Légende de saint Julien l'Hospitalier, Hérodias. Zuerst erschienen 1877. Erstdruck der deutschsprachigen Ausgabe: 1907. Hier in der ungekürzten Übersetzung von Ernst Wilhelm Fischer. Coverschrift gesetzt aus der Freestyle Script. Musik & Kompositionen: Maurice Ravel: 1. Ma Mère l'Oye: Pavane de la Belle au bois dormant. 2. Miroirs: II. Oiseaux tristes. 3. Schlussmusik: Miroirs: V. La Vallee des Cloches (Ausschnitt). Quelle: musopen.org

»Als ich ,Ein schlichtes Herz' las hatte ich die Erleuchtung, was literarische Schönheit, literarischer Wert und Stil bedeuten.« (Eugène Ionesco)
»Drei Kraftwerke, traumhaft, meterweise Romanliteratur in den Schatten stellend!« (Arno Geiger)

Über den Sprecher:

Kevin Dickmann studierte klassischen Gesang an der Hochschule für Musik Detmold, wo er anschließend noch ein Masterstudium für Musiktheater absolvierte. Er stand in zahlreichen Opern, Operetten und Musicals auf der Bühne. Als freischaffender Sänger gastiert er im gesamten deutschsprachigen Raum. Seine Liebe zum gesprochenen Wort veranlasste ihn 2020 dazu, sich während der pandemiebedingten Bühnenpause an der Berliner Akademie für Professionelles Sprechen zum Studio- und Synchronsprecher weiterbilden zu lassen. Die Vertonung der "Drei Geschichten" von Gustave Flaubert ist seine erste Zusammenarbeit mit der hoerbuchedition words & music.
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