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Hugo Bettauer

Hugo Bettauer, geb. 1872 in Baden bei Wien, arbeitete nach zweimaliger Emigration in die USA bei der Neuen Freien Presse in Wien, daneben spezialisierte er sich auf Kriminalromane mit sozialem Engagement. Sein bekanntester Roman ist 'Die Stadt ohne Juden', der 1924 unter der Regie von Hans Karl Breslauer mit Hans Moser verfilmt wurde. Am 10. März 1925 wurde Bettauer von dem NSDAP-Mitglied Otto Rothstock im Alter von 52 Jahren erschossen.

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Die freudlose Gasse Produktbild: Die freudlose Gasse

Die freudlose Gasse

Wien 1921: Gier, Laster, Mord und Verderben, das Elend in der Melchiorgasse im 7. Gemeindebezirk ist allumfassend, hier liegen bittere Armut und Luxus nahe beieinander. Kuppler, erbarmungslose Geschäftemacher und Spekulanten verkehren an diesem Ort ebenso wie durch die galoppierende Nachkriegsinflation verarmte Bürger, zur Prostitution gezwungene junge Frauen und das Wiener Lumpenproletariat. Die Hoffnung auf ein besseres Leben erscheint in dieser Gegend nur als Illusion. Auch die junge Büroangestellte Grete Rumfort lebt mit ihrer Familie in der Melchiorgasse. Sie wehrt sich seit langem gegen die sexuellen Avancen ihres Chefs, verliert deshalb ihre Anstellung und wird als Folge ihrer Schulden in die bösen Machenschaften einer Nachbarin verstrickt. Die Schneiderin Greifer betreibt einen Modesalon mit angeschlossenem Nachtklub für ein pervertiertes Publikum. Frau Greifer schlägt als bösartige Kupplerin aus dem Unglück junger Frauen Kapital. Alle, die es schaffen, sich aus dieser freudlosen Gasse zu entfernen, kehren bald schon ausgebrannt und todkrank doch wieder dahin zurück.
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