JR

Jens Raschke

Jens Raschke, geb. 1970 in Darmstadt, studierte Skandinavistik und Geschichte in Frankfurt am Main und Kiel. Ab 1998 war er als Dramaturg an verschiedenen Theatern tätig. Von 2007 bis 2013 arbeitete Raschke am Theater im Werftpark in Kiel und gab dort 2007 mit dem Stück »Die Wanze« sein Regiedebüt. Ab 2008 entstanden erste eigene Stücke. Grossen Erfolg feierte er mit dem Einpersonenstück »Schlafen Fische?«, das 2012 den Mülheimer Kinderstückepreis gewann und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Auch die Hörspielversion und Raschkes eigene Buchadaption wurden mit Preisen ausgezeichnet. Zwei weitere Kinder- und Jugendtheaterpreise erhielt Jens Raschke 2014 für sein Stück »Was das Nashorn sah …«, das seit seiner Uraufführung zu den am häufigsten aufgeführten Kinderstücken im deutschen Sprachraum zählt. Weitere Theatertexte und Inszenierungen folgten, darunter »Wer nicht träumt, ist selbst ein Traum« (2019) und zuletzt »Schnecke durch die Hecke« (2023).

Sascha Feuchert, geb. 1971, ist Professor für Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur und ihre Didaktik am Institut für Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Giessen. Für sein wissenschaftliches Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet – zuletzt mit dem Copernicus-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Stiftung für die polnische Wissenschaft.

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Spielplatz 37 Produktbild: Spielplatz 37

Spielplatz 37

Mit ungefähr vier Jahren entwickeln Kinder die Fähigkeit, bewusst die Unwahrheit zu sagen. Die Lüge ist Tabubruch und Schritt hin zur Selbstständigkeit in einem. Vielleicht deshalb gilt sie uns mal als lässliche Flunkerei, mal als bewunderte List und wieder ein anderes Mal als unverzeihlicher Betrug.
Um Lügen auf die Schliche zu kommen, halten wir uns an Äußerlichkeiten: scheinbar verräterische Gesichtsausdrücke, Gesten oder Verhaltensweisen. Die Lüge hat insofern ihre eigene Theatralität, und zwischen Menschen, die gut zu lügen, und solchen, die gut zu schauspielern verstehen, besteht angeblich ein Zusammenhang. In der Kinder- und Jugendliteratur wiederum findet sich, von Pinocchio bis Pippi Langstrumpf, eine Vielzahl an passionierten Schwindlerinnen und Schwindlern.
SPIELPLATZ 37 versammelt fünf aktuelle Theaterstücke für Heranwachsende, die sich dem Phänomen der Lüge in besonderer Weise widmen: Um das wohl berühmteste Täuschungsmanöver der Antike, das ›Trojanische Pferd‹, aber auch um heutige Betrügereien im Internet geht es in Ulrich Hubs "Troianer". Als notorischer Lügner gilt Wajdi Mouawads Titelheld "Alfons", in dessen unglaubliche Geschichten sich der Text selbst immer tiefer verstrickt. Welche Wahrheiten sind Kindern zumutbar, und vor welchen verschließen wir lieber die Augen? Diesen Fragen geht Jens Raschkes "Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute" nach. Mit Carlo Collodis "Pinocchio" hat Thilo Reffert einen sprichwörtlich gewordenen Lügner für die Bühne adaptiert. Und von einer Wahrheitssuche, die in Verschwörungstheorien und Fake News mündet, erzählt "Alle Beweise der Welt" von Lucie Vérot.
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Buch (Paperback)

22,00€

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