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Joe J. Heydecker

Mara Kraus, 1925 geboren in Zagreb
1929 übersiedelt nach Osijek
1933 übersiedelt nach Belgrad
1941 Mai, Flucht nach Dalmatien, auf die Insel Hvar; Juni, Flucht nach Split; Dezember, Internierung in Piemont
1943 Flucht in die Schweiz
1945 Heirat mit Ivo Kraus und Rückkkehr nach Italien
1948 Emigration nach Argentinia
1950 Rückkehr nach Europa, Paris und Mailand
1955 Emigration nach Venezuela
sieben Monate später Rückkehr nach Italien
1968 Emigration nach Brasilien
1972 Trennung von Ivo Kraus
1985 Rückkehr mit dem Lebensgefährten Joe J. Heydecker nach Europa
Mara Kraus lebt in Wien..
Joe J. Heydecker: 1916 Geboren in Nürnberg in eine Schauspielerfamilie.
1922–1926 Volksschule
1926–1928 Besucht die »Höhere Landwirtschaftsschule« in Nürnberg.
1930 Besucht die »Private Realschule Seifensieder«.
1931–1933 Fotografenlehre bei Stefan Rosenbauer und fachlich orientierende Fortbildungsschule in Frankfurt.
1933 Emigriert in die Schweiz
1934–1937 Reist in die Tschechoslowakei und beteiligt sich an den Papstfilm-Vorführungen seiner Eltern.
1937–1938 Bereist Polen mit dem Papstfilm.
1938 Erlebt den »Anschluss« und wird gemustert.
Dezember 1938 Rückkehr nach Berlin.
1939–1945 Heiratet Marianne Steber und wird zum Kriegsdienst eingezogen.
1945–1946 Berichterstatter beim Nürnberger Prozess für den alliierten Sender »Radio Munich«.
1946–1949 Gründet die Weltstaatliga.
1950–1960 Journalistische Tätigkeit in München und Stuttgart. Reist nach Indien und Sri Lanka für eine Reportage über Romy Schneider.
1960 Emigriert mit Ehefrau Charlotte und Tochter Tita nach Brasilien.
1960–1986 Gründet mit Ehefrau Charlotte ein Fotostudio. Bereist Südamerika im Auftrag deutscher Zeitschriften. Gründet einen Buchversand brasilianischer Bücher an internationale Universitäten.
1986 Kehrt zurück nach Europa und etabliert sich in Wien mit seiner Lebensgefährtin Mara Kraus.
1997 Stirbt in Wien an Herzversagen.

Zuletzt erschienen

Der Nürnberger Prozeß Produktbild: Der Nürnberger Prozeß

Der Nürnberger Prozeß

Zum 70. Jahrestag – das Standardwerk zum Nürnberger Prozess in neuer Ausstattung

Am 20. November 1945 begann in Nürnberg der vielleicht denkwürdigste Prozess der deutschen Geschichte. In 218 Tagen wurden 240 Zeugen gehört und 16.000 Protokoll-Seiten gefüllt. Am Ende dieser großen Abrechnung der Alliierten mit dem Nationalsozialismus stand die Verkündung von 12 Todesurteilen. Aber der Prozess war mehr als nur ein Verfahren gegen die Hauptkriegsverbrecher. Angeklagt war auch ein verbrecherisches System, das international anerkannte Rechtsnormen gänzlich geleugnet hatte. Damit gilt Nürnberg auch als Meilenstein auf dem Weg zu einem internationalen Strafrecht, das Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu ahnden erlaubt. Der Journalist Joe J. Heydecker, einer von wenigen deutschen Berichterstattern in Nürnberg, schrieb zusammen mit Johannes Leeb das 1958 erstmalig veröffentlichte Standardwerk, das die zwölf Jahre der NS-Diktatur im Spiegel dieses Prozesses bilanziert. Zum 70. Jahrestag ist es nun in einer neuen Ausstattung erhältlich.
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