Kai Hermann, geb. 1938, war Autor von „Zeit“, „Spiegel“ und „Stern“. Schwerpunkt seiner Arbeit waren soziale Themen, der Nahe Osten und Lateinamerika. Er schrieb mehrere Bücher, darunter „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (mit H. Rieck). Für seine journalistische Arbeit erhielt er unter anderem den Theodor–Wolff-Preis und den Egon-Erwin- Kisch-Preis. Sein Eintreten für Menschenrechte wurde mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet.
Kai Hermann, schon Mitte der sechziger Jahre mit Anfang Zwanzig einer der bekanntesten politischen Journalisten Deutschlands, erzählt in seinen biografischen Skizzen mit sarkastischer Präzision seine Kindheit im Krieg, die Jugend in der Nachkriegszeit und dramatische Erlebnisse als Reporter in Kriegs-und Krisengebieten.
Dem Leser wird klar, dass es konsequent war, wenn Kai Hermann rücksichtslos - auch gegen sich selbst und seine Familie -Journalist wurde, um Unrecht und Verbrechen ans Tageslicht zu bringen.
Sein authentischer Bericht zeichnet ein fatales Bild olitischer Ereignisse der Nachkriegsjahre und wird zur Warnung an unsere Zeit. Kai Hermann geht es nicht allen um Aufdeckung von Verbrechen,sondern sein Credo heißt: „Jeder Krieg ist ein
Verbrehen. Jeder!“