KT

Karl Tisch

Der Schneeberg Koarl
Der gelernte Tischler und jetziger Verschublokführer bei der ÖBB Karl Tisch wurde 1970 im Schneebergdörfl, als viertes von fünf Geschwistern geboren. Die Eltern betrieben eine kleine Landwirtschaft, der Vater arbeitete zusätzlich als Kesselschmied bei der Zahnradbahn in Puchberg am Schneeberg.
So war für Karl der Kontakt zum Berg und zur Natur schon von frühester Kindheit an gegeben.
Mit dem Vater konnte er mit den sogenannten "Arbeitszügen" der Zahnradbahn sehr zeitig in der Früh - und noch abseits des touristischen Trubels - mit auf den Berg fahren und das alltägliche Treiben da oben verfolgen und miterleben. Das so entstandene Interesse am Wandern und Bergsteigen brachte den jungen Karl schon mit 15 Jahren zur Puchberger Bergrettung wo er zusätzlich die technischen Grundlagen erlernte die auch zum Klettern, Schitourengehen und natürlich zum Bergen und Retten verunglückter Personen nötig sind.
Sein Interesse und sehr viel investierte Freizeit brachten ihn zu verschiedenen Ämtern und Arbeiten, die er mit großem Engagement ausfüllte und bis heute ausübt. Seine Arbeit als Berg- und Flugretter, Einsatz- und Ortsstellenleiter der Bergrettung Puchberg brachten ihm sehr viele Erfahrungen. Und durch die Ausbildungen zum "hochalpinen Lehrwart" sowie zum "Wetter- und Lawinenmelder" für das Land Niederösterreich, konnte er unzählige Wander- bzw. Schitouren im hochalpinem Gelände durchführen und miterleben.
Erst später entwickelte sich die Leidenschaft für das Fotografieren. Nach und nach wurden die eher zufällig dahin "geschossenen" Bilder ausgefeilter - die Motive bewusster gewählt und in Szene gesetzt. Die Techniken dazu bracht Karl sich selbst bei und seit dem Erwerb seiner ersten Spiegelreflexkamera ist er unermüdlich unterwegs um die Atmosphäre am Berg, die unterschiedlichen Stimmungen und schönen Dinge und Momente fest zu halten.
Vor allem die Aufnahme des perfekten Sonnenauf- und Unterganges läßt unseren Hobbyfotograf nicht los und treibt ihn immer wieder sehr zeitig noch im Finstern oder bis spät in die Nacht, mit seinem schweren Rucksack hinauf um rechtzeitig seine Gerätschaft in der richtigen Position aufgebaut zu haben - immer in der Hoffnung dass nicht Wind und Wetter und vor allem Wolken Ihm einen Strich durch die Rechnung machen.
Mit dem so entstandenen Bildmaterial und den passend dazu genau nachrecherchierten Daten und Fakten, Geschichten und "Gschichterln" über das Leben und Treiben auf "seinem" Schneeberg entwarf Karl die Mulitmediaschau.

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Der Schneeberg im Wandel der Jahreszeiten Produktbild: Der Schneeberg im Wandel der Jahreszeiten

Der Schneeberg im Wandel der Jahreszeiten

Seit jeher üben unsere Berge eine magische Anziehungskraft auf den Menschen aus. Waren es ursprünglich nur Geologen, Botaniker, Philosophen, Jäger, Kräutersammler und Wilderer, die die Berge bestiegen und auch für ihre Zwecke nützten, kamen ab dem 18. Jahrhundert die ersten Bergsteiger in die Alpen.
Die Alpenbewohner waren zunächst äußerst erstaunt, dass Großstädter sich für die schroffe, unwirtliche Natur begeisterten. Aber sie waren die ersten, welche unsere Berge erklommen, viele Erstbesteigungen durchführten und so die Grundlage für die Entwicklung einer breiten „Bergsteigergesellschaft“ und des Bergtourismus schufen.
Mit den Eisenbahnen kamen immer mehr Leute und der Tourismus in die Dörfer und Berge.
Man baute Lifte und Seilbahnen, und ab Mitte der 1950er Jahre setzte dann der Massentourismus ein. Nun wurden die Alpen so richtig touristisch erschlossen und die Massen erstürmten die Berge.
Aber die derzeitige Entwicklung dieses Massentourismus stimmt mich nachdenklich und traurig. Denn obwohl unsere Berge uns mit Wasser versorgen und Tieren und Pflanzen eine Heimat bieten, werden sie von vielen Touristen nicht entsprechend behandelt und ihre wichtige Rolle wird offensichtlich nicht erkannt.
Die Berge werden immer mehr zu Rummelplätzen oder für „Belustigungsstätten“ für Groß und Klein verbaut und umgegraben, um noch mehr Massen anzulocken.
Es gibt keine Erholung oder Entspannung mehr, auch in den Bergen ist der Druck und der Stress angekommen. Sie können nicht mehr zum Kraft tanken und Ruhe finden beitragen.
Auch Leute, welche früher nicht auf den Berg kamen „und auch nicht dorthin passen oder hingehören“ sind seit der „Coronazeit“ unterwegs. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der Schneeberg selbst ist mir schon seit meiner Jugend ans Herz gewachsen, da ich am Fuße dieses Berges wohne und aufgewachsen bin und deshalb eine besondere Beziehung zu diesem entwickelt habe. Es ist mir ein großes Anliegen, dass er etwas Besonderes bleibt und deshalb setze ich mich selbst für die Natur und die Erhaltung von besonderen Objekten, welche auf diesem Berg stehen, ein.
Aber auch die schönen, vielseitigen Steige sind mir ein großes Anliegen. Daher haben einige meiner Freunde und ich in den letzten Jahrzehnten in unserer Freizeit viele Arbeitsstunden und viel Mühe in die Erhaltung und Sanierung dieser Steige investiert. Leider werden diese Arbeiten von offizieller Seite nicht mehr unterstützt, was natürlich die Qualität der Steige vermindert und deren Erhaltung erschwert.

Nach einigen Jahren „Schaffenspause“, welche ich zum Fotografieren und zum Sammeln vieler alter Ansichtskarten und G´schichtln genützt habe, möchte ich diese nun veröffentlichen. Die neuen G´schichtln und Bilder möchte ich in zwei Bänden (Frühling/Sommer, Herbst/Winter) der großen „Anhängerschaft“ meiner Tätigkeiten und der breiten Leserschaft näherbringen.
Es war mir, so wie bei meinem Vorwort hier, ein Anliegen, diverse Themen und Bedenken offen anzusprechen und auch Geschichtliches, sowie das Leben und Treiben, das sich vom Frühling bis in den Winter am Berg abspielt, niederzuschreiben, sowie einige Personen zu erwähnen, die sich mit dem Berg identifizieren konnten.Aber am besten ist es, wenn ihr dieses Buch lest und euch von den Geschichten und den Bildern dieses wundervollen und mächtigen Berges begeistern lasst.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

39,90€

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