Dr. theol. Marcell Sass, Jahrgang 1971, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Theologie und Religionspädagogik der Evangelisch-theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Er studierte evangelische Theologie in Bethel, Hamburg und Münster. Von 2003 bis 2006 war er Pfarrer in einer Kirchengemeinde in Wilhelmshaven, davor Mitarbeiter in der Arbeitsstelle für Religionspädagogik in Oldenburg. Sass wurde 2005 an der Universität Münster mit einer mit einer Studie zu Konfirmandenfreizeiten promoviert. Er ist u.a. Mitglied im Arbeitskreis für Religionspädagogik und der Association of Practical Theology (USA). Mit der vorliegenden Studie zu Schulanfang und Gottesdienst wurde er im Januar 2010 habilitiert.
Kann Hochschullehre grenzenlos sein? Eigene fachliche Begrenzungen überschreiten und interdisziplinär gestaltet werden? Große gesellschaftliche Herausforderungen wie z. B. die Digitalisierung brauchen eine andere Form der Lehre. Ein Jurist und ein Theologe berichten von einem innovativen Lehrprojekt, das Studierende aus verschiedenen Fachdisziplinen zusammenbrachte. Im Zentrum stand der Versuch Herausforderungen von Mensch-Technik-Interaktion praxisnah und interdisziplinär zu bearbeiten und zu verstehen. Anhand einer Fallstudie wurden dabei ethische, technische, juristische und anthropologische Perspektiven verknüpft.
Dieses Buch ist das Ergebnis eines außergewöhnlichen BMBF-Projektes und zeigt, wie kollaborative Zusammenarbeit hochschultypübergreifend funktionieren kann. Es gibt Einblicke in theoretische Grundlagen, praktische Erfahrungen und didaktische Impulse zu einer „Integrierten Lehre". Darüber hinaus zeigt es, wie diese Zusammenarbeit neue Wege eröffnet, Fachgrenzen überwindet und Studierende auf digitale Zukünfte vorbereitet.