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Michael Bakunin

Der russische Anarchist Michail Alexandrowitsch Bakunin (1814–1876) zählt zu den Klassikern des anarchistischen Sozialismus. In der Ersten Internationale gehörte er zu den Wortführern der autonomistischen Föderationen und geriet hierüber in Konflikt mit Karl Marx. Mit der Auffächerung des Sozialismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fiel Bakunin eine Pionierrolle zu: Im Gegensatz zu den von Marx beeinflußten sozialdemokratischen und parteikommunistischen Richtungen entwickelte sich der Anarchismus mit Bakunin erstmals zur revolutionären Massenbewegung. Aber nicht nur als Praktiker hat Bakunin bleibendes geschaffen: Viele seiner Schriften erweisen sich bei näherer Lektüre als von ungebrochener Aktualität und gelten als Geheimtipp für subversives Philosophieren

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Die Politische Theologie Mazzinis (1871) Produktbild: Die Politische Theologie Mazzinis (1871)

Die Politische Theologie Mazzinis (1871)

„Hier war endlich einer der verhaßten Idealisten, die hinter schwungvollen liberalen Reden, ihr inneres reaktionäres Wesen so gut zu verbergen wußten, Bakunin sozusagen zwischen die Füße gelaufen, wurde von ihm gepackt und ein Exempel an ihm statuiert. Vor dem lebenden Mazzini, der auf der Höhe seines Rufes stand, ließ Bakunin die leeren Schatten der Victor Cousin und anderer Doktrinäre liegen. Die intensive Beschäftigung aber mit all diesen Problemen […] hatten ihn gerade in diesem Moment instand gesetzt, vollgerüstet loszuschlagen, und so entstand in wenigen Tagen die glänzende Antwort an Mazzini, den Verächter der Pariser Kommune und der Internationale, den ewigen Feind jedes wirklichen Sozialismus und der Revolution, den Verehrer eines unfaßbaren und desto fester eingewurzelten Gottes.“

Max Nettlau (1919)
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Buch (Taschenbuch)

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