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Sabine Moller

Dr. Sabine Moller arbeitet als Gedächtnisforscherin und Geschichtsdidaktikerin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie hat u.a. an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, an der Stanford University School of Education sowie am Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Giessen gelehrt und geforscht. Arbeitsgebiete: Erinnerungs- und Tradierungsforschung, Qualitative Medienforschung; inner- und ausserschulische Geschichtsvermittlung. Veröffentlichungen u.a. "Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis" (gemeinsam mit Harald Welzer und Karoline Tschuggnall), Frankfurt am Main 2015 (9. Aufl.).

Zeitgeschichte sehen von Sabine Moller

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Zeitgeschichte sehen
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Wie sehen wir Geschichte im Film? Wie machen wir Sinn aus dem, was uns in Filmen wie GOOD BYE LENIN! und SCHINDLERS LISTE als Zeugnis der Vergangenheit und kunstvoll gestaltete Geschichte entgegentritt?
Dass Filme das Geschichtsbewusstsein der Zuschauer prägen und – im Zeitalter der Massenmedien – die "wahren Lehrmeister" der Geschichte sind, ist eine weithin geteilte Auffassung. Doch was so offensichtlich erscheint, erweist sich bei näherer Betrachtung als schwer kalkulierbarer Aneignungsprozess. Wenn wir Geschichte im Film sehen, blicken wir nicht auf eine abgeschlossene Vergangenheit. Vielmehr sehen, verstehen und fühlen wir Filme und begegnen ihren Deutungsangeboten mit eigenen lebensweltlichen Erfahrungen. Geschichte im Film wird vom Zuschauer gemacht.
Die Autorin führt auf innovative Weise Ansätze und Annahmen aus den Geschichts-, Film- und Sozialwissenschaften zusammen. Empirische Grundlage der Untersuchung sind umfangreiche Befragungen von Zuschauern in Deutschland und in den USA. Die Bandbreite der betrachteten Filme reicht von internationalen Kassenschlagern wie FORREST GUMP von Robert Zemeckis bis zu Arthouse-Produktionen wie AUFSCHUB von Harun Farocki.

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