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Siegfried Gohr

Georg Baselitz, geb. 1938, ist ein bekannter Maler und Bildhauer. Sein Frühwerk zeichnet sich durch eine provokative, schroffe Figürlichkeit aus. Seit 1969 erfolgte Kehrtwendung der Bildmotive. Seit Mitte der 70er Jahre ist Georg Baselitz leidenschaftlicher Afrika-Sammler.

Siegfried Gohr, geboren 1949, studierte Kunstgeschichte und Archäologie in Köln und Tübingen. Seit 1978 Direktor der Kunsthalle Köln, 1984 bis 1991 Direktor des Museums Ludwig in Köln. Seit 1993 ist er Professor für Kunstwissenschaft an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Zahlreiche Veröffentlichungen über die Kunst des 20. Jahrhunderts. Ausstellungsleiter in Europa, USA und Japan.

Siegfried Gohr: Begegnungen von Siegfried Gohr

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Siegfried Gohr: Begegnungen

Siegfried Gohr: Begegnungen

Buch (Taschenbuch)

ab 24,80€

Ein Mosaik aus bunten, verschieden großen Steinchen

Siegfried Gohr blickt auf 50 Jahre voller Begeg­nungen in der Kunstwelt zurück, in der er als ­Museumsdirektor (1978–1985 Kunsthalle Köln, danach bis 1991 Museum Ludwig Köln) sowie als Professor für Kunstwissenschaft und Medien­geschichte in Karls­ruhe (1993–2004) und für ­Kunstgeschichte in Düssel­dorf (2006–2014) tätig war. Legendär geworden ist dabei die große ­Überblicksschau »Bilderstreit« 1989 in den Kölner Messehallen, die er zusammen mit ­Johannes Gachnang kuratierte. In unserem Band führt er die Leserinnen und Leser anekdotisch durch seine Interessensgebiete – beginnend mit dem Bericht von einer Seminarreise als junger Kunststudent in den USA mit einem Besuch bei Quappi Beckmann, gefolgt von seinen Aufenthalten in Paris, wo ihn die internationale Szene der Museen, Händler und Sammler in den Bann zieht – ­ein Interesse, das ihn ­bis in die 1990er Jahre auch mit dem Großsammler Peter Ludwig ­in Verbindung bringt. Prominenten Raum nehmen seine Erinnerungen an die Treffen und immer wieder auch freund­schaft­­­­lichen Beziehungen mit Künstlern ein: Georg ­Baselitz, ­Joseph Beuys, Anthony Cragg, Günther Förg, ­Renato Guttuso, Antonius Höckelmann, Jörg ­Immendorff, Konrad Klapheck, Per Kirkeby, Markus Lüpertz, A. R. Penck und Sigmar Polke widmet er einzelne Kapitel. Seine vielfältigen Beziehungen haben ihn in die erste Reihe der Kunstpublizisten der Nachkriegszeit gestellt, zu seinen Veröffent­lichungen zählen neben unzähligen Katalogbei­trägen Monografien über Pablo Picasso, René Magritte und Markus Lüpertz sowie die Heraus­geberschaft der Werkverzeichnisse von Ernst ­Wilhelm Nay, Max Beckmann und Jörg Immendorff. In Siegfried Gohrs Vorbemerkung heißt es: »Diese Erinnerungen betreffen eine verschwundene Welt, die noch von Optimismus und Tatendrang im Rheinland geprägt war. Damals fühlten sich die Menschen im Zentrum eines kulturellen Wandels, der nicht zuletzt in den Museumsneubauten einen sicht­baren Ausdruck fand. Als in den 1980er Jahren von einer neuen ›Unübersichtlichkeit‹ die Rede war, ahnten wohl die wenigsten, dass diese ­Situation noch erheblich steigerbar sein würde bis zum heutigen Tage.« Das Neue, so ließe sich daraus folgern, hat nur eine solide Basis, wenn es auf historischem Wissen fußt, dem Alten also gewissermaßen auf den Schultern steht.

Mit einzelnen Kapiteln zu: Quappi Beckmann, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Anthony Cragg, Günther Förg,­ ­Johannes Gachnang, Renato Guttuso, Wolfgang Hahn, Antonius Höckelmann, Jörg Immendorff, Fred Jahn, Knud W. Jensen, Konrad Klapheck, Per Kirkeby, Peter und Irene Ludwig, Markus ­Lüpertz, Elisabeth Nay-Scheibler, A. R. Penck, Sigmar Polke, Wolfgang Rihm, Isabelle Rouault, Johannes Wasmuth

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