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Thomas Gabriel

Thomas Gabriel - Brückenbauer für eine zeitgemässe Kirchenmusik

Er ist erfolgreicher Komponist, gilt als einer der kreativsten Schöpfer moderner geistlicher Musik, fühlt sich gleichermassen in Sphären alter und neuer Musik zu Hause und versteht es in seinen Kompositionen, den Spagat zwischen Tradition und Moderne, zwischen eigenem künstlerischem Anspruch sowie kirchengemeindlichen Bedürfnissen bzw. deren musikalischen Möglichkeiten zu meistern ...Thomas Gabriel, 1957 in Essen geboren, zeigte schon früh eine besondere Neigung zur Musik. Im Alter von dreizehn fasste er den Entschluss, Konzertpianist zu werden, entschied sich später dann aber doch für ein Kirchenmusikstudium, das er an der Essener Folkwang Universität der Künste mit Auszeichnung abschloss. Nach Absolvierung des Konzertexamens im Fach Orgel (1982) hatte er von 1983 bis 1986 eine Kantorenstelle an der Liebfrauenkirche in Recklinghausen inne. Danach wirkte er als freischaffender Künstler u.a. für den Westdeutschen Rundfunk und die Ruhrfestspiele Recklinghausen. Von 1989 bis 1991 war er als Bezirkskantor im Bistum Limburg tätig, danach - ab 1992 - für fünf Jahre als Regionalkantor in Saarbrücken.

Musizieren für das eigene Credo
Seit 1998 ist er als Regionalkantor für die Dekanate Offenbach, Rodgau und Seligenstadt mit Schwerpunkt "Neues Geistliches Lied" im Bistum Mainz zuständig. Als Komponist wie etwa auch als Initiator und Leiter der seit 2011 jährlich stattfindenden Ketteler Musiktage setzt er sich immer wieder intensiv mit diesem Genre auseinander und leitet regelmässig (Chor-)Workshops mit dem Ziel, liturgische Musik auf möglichst hohem künstlerischem Niveau vorzutragen und dabei zugleich möglichst viele Menschen intensiv und aktiv an der Bezeugung des christlichen Glaubens zu beteiligen.Neben seiner Tätigkeit als Regionalkantor geht Thomas Gabriel einer regen Konzerttätigkeit als Organist, Cembalist und insbesondere als Pianist des vor über 30 Jahren gegründeten "Thomas Gabriel Trio" nach, einem Ensemble in der Besetzung Klavier, Bass und Schlagzeug, dessen künstlerischer Schwerpunkt auf Jazz-Improvisationen über die Musik Johann Sebastian Bachs liegt.

Mit Jazz, Pop und Rock auf Du und Du
Gabriels Vorliebe, alte Musik in ein neues zeitgemässes Gewand zu kleiden, ist also nicht neu. Und so verwundert es nicht, dass der katholische Kirchenmusiker auch in seinen eigenen Kompositionen mit Schwerpunkt auf der "Neuen geistlichen Musik" stets einen Ausgleich zwischen traditionellen und modernen Ausdrucksmöglichkeiten, zwischen populären und klassischen Formen, künstlerischem Qualitätsanspruch und musikalischer Ungezwungenheit herzustellen sucht, wobei er die Grenzen der kirchenmusikalischen Bedürfnisse durchaus neu definiert. Kirche und ihre Musik dürften "kein Ghetto werden", so begründet der mehrfach ausgezeichnete Kulturpreisträger seine Affinität für die Interpretation von geistlicher Musik mit modernen Stilmitteln. Seine Mission: Glaubensinhalte dergestalt zu transportieren, dass sie auch von Kindern und Jugendlichen ohne kirchlichen Hintergrund verstanden werden bzw. bei Personen, die der Institution Kirche skeptisch gegenüberstehen, (wieder) ankommen. Sein kompositorisches Oeuvre ist äusserst umfangreich und umfasst neben Neuem Geistlichem Lied(gut) und geistlichen Oratorien (u.a. "Emmaus", 2002; "Bonifatius", 2004; "Kreuzweg", 2006; "Simeon", 2007; "Junia", 2010) auch Singspiele und Musicals wie z.B. "Der Hase und der Igel", "Eginhard und Imma", "Aschenputtel" oder "Frau Holle" (Leihmaterial bei Schott Music), mit denen der bekennende Anhänger der Rockbands "Genesis" und "Pink Floyd" gelegentlich auch kompositorische Abstecher in die weltliche Musik unternimmt und seine Zuhörerschaft zu verzaubern und mitzureissen weiss.

Gleichermassen gefragt bei Jung und Alt
Ebenso entstammt eine Vielzahl an Messkompositionen der Feder des gebürtigen Ruhrpottlers: z.B. die "Missa Mundi", die anlässlich des We

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